02.04.2015 - Unterstützung für Flüchtlinge

Versicherungsschutz für ehrenamtliche Helfer

spielende Kinder

Auch Hessen nimmt derzeit eine ständig wachsende Zahl von Flüchtlingen auf. Für die Städte und Gemeinden stellt dies eine große Herausforderung dar. Neben den Beschäftigten der Kommunen, die unermüdlich im Einsatz sind, packen auch viele Bürgerinnen und Bürger freiwillig mit an. Sie unterstützen die Flüchtlinge bei rechtlichen oder behördlichen Angelegenheiten, durch Sprachförderung, durch das Sammeln von Kleidung oder anderen Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens. Es werden Freizeitmaßnahmen, Sportveranstaltungen und Spielnachmittage organisiert, um die Integration zu fördern. Die Hilfen sind sehr vielfältig. Da stellt sich zu Recht die Frage, wie die Helfenden bei einem Unfall versichert sind.

Versicherungsschutz

Übernehmen freiwillige Helferinnen und Helfer Aufgaben, die eigentlich in den Aufgabenbereich der Kommunen fallen und werden sie im Auftrag der Kommune "wie Beschäftigte" tätig, so genießen sie auch den Versicherungsschutz wie ein Beschäftigter der Kommune. Voraussetzung ist, dass die Kommune die organisatorische Regie übernimmt. Das heißt, dass sie für die Einteilung und Überwachung der zu erledigenden Aufgaben zuständig ist, eine Weisungsbefugnis gegenüber den Helferinnen und Helfern hat, die Organisationsmittel zur Verfügung stellt, das wirtschaftliche Risiko (Kosten) trägt und nach außen als Verantwortliche auftritt. Ebenfalls gesetzlich unfallversichert sind Personen, die sich als Mitglieder von Verbänden oder privaten Organisationen (z. B. Vereine) im Auftrag oder mit ausdrücklicher Einwilligung bzw. schriftlicher Genehmigung der Kommune ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren. In beiden Fällen ist die Unfallkasse Hessen der zuständige Versicherungsträger. Eine schriftliche Beauftragung der einzelnen Helferinnen und Helfer muss nicht zwangsweise erfolgen. Um jedoch umfangreiche Ermittlungen nach einem Unfall zu vermeiden, ist es sinnvoll, im Vorfeld eine Liste der Helferinnen und Helfer anzufertigen. Schließlich muss die Kommune im Falle eines Unfalls bestätigen, welche Person als Helferin oder Helfer bestimmte kommunale Aufgaben wahrgenommen hat. Versichert sind alle Tätigkeiten, mit denen die Kommune die Bürgerinnen und Bürger aus ihrem Aufgabenbereich beauftragt, einschließlich der hierfür erforderlichen Wege. Dieser Versicherungsschutz ist gesetzlich normiert, das heißt, er besteht ohne Anmeldung und Beitragszahlung.

Unfallmeldung:
Unfälle sind – genauso wie bei den Beschäftigten der Kommunen – der Unfallkasse Hessen mit der gesetzlichen Unfallanzeige zu melden. Die Erstattung der Unfallanzeige erfolgt über das Mitgliederportal der UKH. Bitte informieren Sie die ehrenamtlichen Helfer über ihre gesetzliche Unfallversicherung. Vielen ist nicht bekannt, dass sie bei einem solchen Unfall über die Kommune gesetzlich unfallversichert sind.

Bei Fragen steht Ihnen unser Servicetelefon gerne zur Verfügung.
Telefon: 069 29972-440 (montags bis freitags von 7:30-18 Uhr)
E-Mail: ukh[at]ukh.de

Weitere News

Bild zu den News, Sicherheit in der dunklen Jahreszeit. Das Bild zeigt den Unterschied im Dunklen, zwischen Kleidung mit Reflexmaterial, und ohne.

SICHERHEIT IN DER DUNKLEN JAHRESZEIT

Kinderkleidung: Reflexmaterial in Herbst und Winter besonders wichtig!

Kinder müssen auch bei schlechter Sicht und in der Dunkelheit auf dem Schulweg gut sichtbar sein. Ihre Eltern sollten deshalb darauf achten, dass vor allem Jacke und Hose der Kinder sowie der Ranzen großzügig mit Reflexmaterial ausgestattet sind. Zur Pressemeldung …

Titelseiten Seminare: Alle Betriebe, Schule und Kita

AB SOFORT MÖGLICH:

Seminaranmeldung für 2018

Ab sofort können sich alle, die für Sicherheit und Gesundheit in unseren Mitgliedsbetrieben und -einrichtungen verantwortlich sind, zu den Qualifizierungen 2018 online oder per Fax anmelden. Die Angebote werden nach Zielgruppen angezeigt (z. B. Führungskräfte, Personal- und Betriebsräte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Sicherheitsbeauftragte) und sind außerdem betriebsübergreifend bzw. betriebsartenspezifisch aufgebaut. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung.

Broschürentitel der inform September 2017

Jetzt wieder neu:

inform – das Magazin für Sicherheit und Gesundheit

Wir haben jede Menge Tipps für Sie zusammengestellt: Praktische Hilfestellungen für die Umsetzung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in Ihrem Betrieb sowie in Schulen und Kitas; Best-Practice-Beispiele für gelungene und nachhaltige Prävention in Betrieben und Einrichtungen; Wissenswertes darüber, wann und wo Sie versichert sind; nützliche Neuerscheinungen und noch vieles mehr. Hier stellen wir das Magazin inform zum Download oder zum Durchblättern zur Verfügung. Weiter …

Zum Webmagazin www.inform-im-netz.de

Umfrage: "Bewerten Sie jetzt unsere Beratungsqualität!"

Kundenbefragung der UKH

Unsere Präventionsexperten sorgen in Hessen für die Verhütung von Arbeits- und Schulunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren. Unser Ziel ist eine hohe Beratungsqualität, damit wir in den Betrieben eine nachhaltige Wirkung erzielen. Mit dieser Umfrage messen wir, ob wir unser Ziel erreichen: Helfen Sie uns dabei! Die Umfrage ist natürlich anonym. Zur Umfrage …