Projekte der Allgemeinen Unfallversicherung

Arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren im Entsorgungsbereich
(BMA-Projekt VerEna)

VerEna

Die meisten Tätigkeiten in den Bereichen der Abfallwirtschaft, Straßenreinigung sowie in Kanal- und Klärbetrieben sind nach wie vor - trotz technischer Erleichterungen der Arbeit – durch hohe physische Belastungen und Belastungen, Umwelteinflüsse und biologische Arbeitsstoffe gekennzeichnet.

In zunehmenden Maße ist aber auch ein Ansteigen der psychosozialen Belastungen, bedingt durch Zeitdruck, Unterbesetzung der Touren, Defiziten in der Personalführung und Konflikten mit Bürgern festzustellen.

Was ist VerEna?

Die oben skizzierten Entwicklungen veranlasste den Bundesverband der Unfallkassen (BUK) 1998 sich mit dem Modellprojekt VerEna "Verhütung von arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren in der Entsorgungsbranche" im Schwerpunktprogramm "Bekämpfung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) zu beteiligen. Mit diesem Projekt sollten u.a. weitgehende Erkenntnisse über Zusammenhänge zwischen arbeitsbedingten Belastungen und Beanspruchungen sowie gesundheitliche Auswirkungen bei Beschäftigten in kommunalen Entsorgungsunternehmen gewonnen werden. Koordiniert wurde das Vorhaben VerEna vom BUK in Zusammenarbeit mit neun Unfallver sicherungs trägern. Insgesamt beteiligten sich an diesem Projekt bundesweit 21 kommunale Entsorgungs unternehmen und mehrere Krankenkassen. Der damit entstandene Kooperationsverbund stellt gegenwärtig das größte branchenspezifische Präventionsnetzwerk für Betriebe der öffentlichen Hand dar.

Aus dem Bereich der Unfallkasse Hessen beteiligen sich "Die Stadtreiniger Kassel" mit ihren Bereichen Abfallsammlung und Straßenreinigung. Die fachliche Betreuung vor Ort erfolgt durch die Präventionsabteilung Unfallkasse Hessen.

Die umfangreiche Datenanalyse der ersten Projektphase und die Präventionsarbeit in den Betrieben bildeten die Basis der erarbeiteten Handlungsempfehlungen für die Entsorgungs bereiche. Für verschiedene Themenbereiche, z.B. Arbeitsorganisation, Personalführung, Kommunikation, Arbeits- und Gesundheitsschutz und ältere Arbeitnehmer, wurden detaillierte Maßnahmenvorschläge und Empfehlungen erarbeitet. Sie stützen sich im Wesentlichen auf Anregungen und Gestaltungsrichtlinien von Beschäftigten und den Mitgliedern der betrieblichen Steuerkreise der an VerEna beteiligten Unternehmen, den Unfallversicherungs trägern und den Krankenkassen. Der vorliegende "Handlungsleitfaden für das betriebliche Gesundheitsmanage ment in Entsorgungsunternehmen" kann über die VerEna-homepagehttp://www.dienstleistungsentsorgung-kommunal.de/ angeschaut werden.

Wie geht es weiter?

Bis Ende 2005 wird das Modellprojekt VerEna fortgesetzt. Die Schwerpunkte liegen auf der Umsetzung von Maßnahmen, der Weiterentwicklung des betrieblichen Gesundheitsmanage ments sowie der Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Vertretern der Krankenkassen und Unfallversicherungsträgern. Ziel der Anstrengungen ist es, die Unternehmen zu motivieren, selbstständig die Präventionsarbeit in den betrieblichen Steuerkreisen und Gesundheitszirkeln fortzusetzen, um einen betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz mitarbeiterorientiert auf hohem Niveau zu gewährleisten.

Zielgruppe
Entsorgungsunternehmer

Ansprechpartner/-in
Frau Dr. Brunke
Regionalbüro Nordhessen

Kontakt
Telefon: 0561 72947-21
Fax: 0561 72947-11
E-Mail: g.brunke(at)ukh.de

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