Frankfurt, im April 2017

Gebrauchtes Kinderfahrrad – auch Secondhand muss sicher sein

Ein gutes Kinderfahrrad ist teuer und sowieso bald wieder zu klein. Viele Eltern suchen deshalb ein günstiges Gebrauchtrad – in Kleinanzeigen, auf Flohmärkten oder im Internet. Gebrauchträder kosten dort oft nur den Bruchteil eines neuen Rades.

Doch niedriger Preis hin oder her: Auch ein Secondhand-Rad muss sicher sein. Das heißt: frei von Rost, frei von hervorstehenden Muttern und Schrauben. Dafür bestückt mit griffigen Bremsen und einer intakten Beleuchtung. Räder, die noch nicht einmal diese Bedingungen erfüllen, sind für Kinder ein großes Sicherheitsrisiko. Darauf weist die Unfallkasse Hessen hin.

Die Unfallkasse rät, vor allem beim Licht und bei den Bremsen genau hinzusehen. Die folgenden Elemente und Eigenschaften sind der Mindeststandard:

Licht:

  • weiße Rückstrahler und Scheinwerfer vorne
  • ein rotes Rücklicht und einen roten Rückstrahler hinten
  • große Rückstrahler an den Pedalen
  • Witterungsunabhängige Nabendynamos oder Leuchten, die mit Akkus oder Batterie betrieben werden. Gebrauchträder mit Seitenläuferdynamo sollten mit dieser Technik nachgerüstet werden,
  • mindestens je zwei gelbe Speichenreflektoren auf Vorder- und Hinterrad. Sicherer allerdings sind zum Beispiel reflektierende Stäbchen, die auf einzelne Speichen geschoben werden.

Bremsen:

  • Die Bremsbelege haben Profil, sind sicher befestigt und reagieren zuverlässig.
  • Die Bremszüge reagieren prompt.
  • Der Bremshebel liegt nah am Lenker.

Ungünstig: Kauf im Internet
Bei Internet-Angeboten kann das Rad weder ausprobiert noch seine Beschaffenheit geprüft werden. Auch ist ein Umtausch oft nicht möglich. Ein "offline-" Marktplatz ist daher vorzuziehen – ein Flohmarkt zum Beispiel, eine Kleinanzeige oder das Fahrradgeschäft.

Extra-Tipp für Kinder:
Unter www.molli-und-walli.de gibt es eine kleine Fahrradwerkstatt. Dort kann man zum Beispiel lernen, wie man sein Fahrrad checkt oder einen Reifen flickt.

Die Unfallkasse Hessen ist die gesetzliche Unfallversicherung für rund 900.000 hessische Schulkinder. Der Versicherungsschutz ist kostenfrei. Weitere Informationen finden Sie unter www.ukh.de.

Pressekontakt:
Unfallkasse Hessen
Sabine Longerich
Pressesprecherin
Telefon: 069 29972-619
E-Mail: s.longerich[at]ukh.de