Bleiben Sie auf dem Laufenden

Newsletterangebote der Unfallkasse Hessen

Abonnieren Sie den Newsletter der Unfallkasse Hessen für Ihren Arbeitsbereich. So sind Sie immer auf dem neusten Stand zu Sicherheits- und Gesundheitsthemen, Corona-Infos, neuen Veröffentlichungen, Änderungen der Rechtslage und freien Seminarplätzen.

Persönlichen Daten
Ich interessiere mich für Themen aus dem Bereich (Mehrfachauswahl möglich):*

Teilen Sie uns mit, was Sie sich von Ihrer Unfallkasse wünschen: Einen Podcast für Ihren Tätigkeitsbereich? Bestimmte Arbeitshilfen? Oder möchten Sie Teil des UKH Medien-Beirats werden und UKH Produkte für Ihren Arbeitsbereich mitentwickeln oder als erstes testen? Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

Ihre Mitteilung an uns zur Newsletter-Anmeldung

Durch Angabe meiner E-Mail-Adresse und Absenden des Formulars erkläre ich mich damit einverstanden, dass die Unfallkasse Hessen mir Neuigkeiten zum Thema Sicherheit und Gesundheit sowie Informationen zu Seminaren per E-Mail zuschickt. Meine Einwilligung kann ich gegenüber der Unfallkasse Hessen jederzeit durch Klicken auf den Abmeldebutton im Newsletter widerrufen.

* Pflichtfelder


Letzte Änderung: 28. November 2021
Feuerwehrleute vor Ansteckung schützen und gleichzeitig Einsatzfähigkeit erhalten

So kommen Feuerwehrangehörige sicher und gesund durch die Corona-Pandemie

Die Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehren arbeiten immer "an vorderster Front". Sie sind daher besonders betroffen von der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2. Wie können sie sich selbst schützen? Und was können die Verantwortlichen der Feuerwehren tun, um die Einsatzfähigkeit aufrecht zu erhalten?

Eine Grafik trägt den Schriftzug "Wichtig bei der Feuerwehr: Infektionsschutz". Unter dem Schriftzug stehen fünf Feuerwehrmänner und tragen eine OP-Maske. In der oberen rechten Ecke befindet sich das Logo der Unfallkasse Hessen.
Bild: © schallundschnabel

Einsatzkräfte können auf verschiedene Art in Kontakt mit Personen kommen, bei denen der Verdacht einer SARS-CoV-2-Infektion besteht oder die bereits erkrankt sind. Um schnell feststellen zu können, welche Schutzmaßnahmen notwendig sind, hat das Robert-Koch-Institut eine Orientierungshilfe entwickelt.

Berücksichtigung von bekannten Impf- oder Genesenenstatus

Bei der Festlegung und Umsetzung der Schutzmaßnahmen kann der bekannte Impf- oder Genesenenstatus der Feuerwehrangehörigen berücksichtigt werden. Es ist diesen grundsätzlich freigestellt, ob sie Ihren Impf- oder Genesenenstatus mitteilen wollen.

Wichtig für die Einsatzleitstellen!

Feuerwehren gehören zur kritischen Infrastruktur. Es ist deshalb notwendig, dass die Einsatzleitstellen Maßnahmen treffen, die helfen, den Dienstbetrieb aufrecht zu erhalten. Dieser ist zum Beispiel gefährdet, wenn umfassende Quarantänemaßnahmen notwendig werden.

Haben Einsatzkräfte im Rahmen eines Einsatzes Kontakt zu einem Abklärungsfall, einem begründeten Verdachtsfall oder einem bestätigtem COVID-19 Fall, wird folgendes Vorgehen empfohlen:

  • Verwendung der PSA 42 gemäß DGUV Information 205-014 „Auswahl von persönlicher Schutzausrüstung für Einsätze bei der Feuerwehr“. Die konkret einzusetzende PSA-Form muss jeweils lagebedingt festgelegt werden.
  • Vorgehen im Einsatz gemäß der Feuerwehrdienstvorschrift 500 „Einheiten im ABC-Einsatz“ sowie der DGUV Vorschrift 49 Feuerwehren.
  • Beachtung der allgemeinen Hygieneregeln vor, während und nach der Einsatztätigkeit. Eine Infografik des Robert Koch-Instituts stellt die Hygienemaßnahmen für nicht-medizinische Einsatzkräfte im Überblick dar. 
  • Für weitere Einsatzmaßnahmen: Hinweise im Merkblatt 10-03 der Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes (vfdb e.V.)

Folgende Maßnahmen können helfen, den Dienstbetrieb aufrecht zu halten:

  • Händehygiene, Hustenetikette und Abstand einhalten! 
  • Einsatzkräfte mit Erkältungsanzeichen melden sich bei ihren Führungskräften und halten sich vom Dienstbetrieb fern!
  • Beschränkung von Kontakten auf das notwendige Maß, z. B. werden keine Besuchergruppen empfangen!

Umfassende Informationen bietet das Merkblatt „Hinweise für Einsatzkräfte zum Umgang mit bzw. zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 sowie pandemiebedingten Einschränkungen“ des Fachgebiets „Feuerwehren, Hilfeleistungsorganisationen, Brandschutz“ der DGUV (Fachbereich AKTUELL FBFHB-016), das ständig der aktuellen Lage angepasst wird.

Einsatzstellenhygiene bei der Feuerwehr

Eine weitere wichtige Maßnahme: Ein Pandemieplan

Der Pandemieplan enthält unter anderem

  • sämtliche notwendigen Maßnahmen
  • die Kontaktdaten aller Ansprechpartner*innen
  • Handlungshinweise/Vorgehensweisen für einen Verdachts- bzw. Infektionsfall innerhalb der Organisation
  • Auflistung möglicher psychischer Belastungen durch SARS-CoV-2 bei den Einsatzkräften

Gegenseitige Ansteckung verhindern

Damit sich die Einsatzkräfte nicht gegenseitig infizieren, sind organisatorische Regelungen zu treffen. Neben dem eigentlichen Einsatz sind auch der Aufenthalt im Feuerwehrhaus und die Besetzung der Einsatzfahrzeuge zu berücksichtigen.

Merke: Möglichst wenige Einsatzkräfte sollen sich zur gleichen Zeit am gleichen Ort aufhalten!

Organisatorische Fragen, die sich Feuerwehren stellen müssen

  • Wie führe ich die notwendigen Unterweisungen durch?
  • Wie stelle ich sicher, dass die notwendigen Untersuchungen und Belastungsübungen der Atemschutzgeräteträger*innen fristgerecht durchgeführt werden?
  • Wie verhält es sich mit den regelmäßigen Prüfungen der Arbeitsmittel?

Notwendige Unterweisungen sollen in kleinen Gruppen durchgeführt werden. Theoretische Inhalte können auch auf digitalem Wege vermittelt werden. Hinweise, wie der praktische Teil der Unterweisung zur Anwendung von PSA gegen Absturz und die Unterweisung zur Anwendung von Rettungsausrüstungen während der Corona-Pandemie sicher durchgeführt werden können, bietet die Stellungnahme des Sachgebiets "PSA gegen Absturz und Rettungsausrüstungen" des Fachbereichs "Persönliche Schutzausrüstungen der DGUV". 

Infektionsschutzmaßnahmen sind Bestandteile der gesetzlich vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilung.

Die Gefährdungsbeurteilung

Infektionsschutz ist Arbeitsschutz – dies wird uns gerade sehr deutlich vor Augen geführt. Infektionsschutzmaßnahmen sind Bestandteile der gesetzlich vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilung. Eine besondere Infektionsgefährdung bietet ja nicht nur das Coronavirus. Auch andere Infektionsgefahren, z. B. durch Hepatitis B, müssen in Betracht gezogen werden. Die Gefährdungsbeurteilung ist Aufgabe der Gemeinde bzw. des Trägers oder der Trägerin der Feuerwehr. Ergibt die Gefährdungsbeurteilung z. B. eine erhöhte Hepatitis B-Infektionsgefährdung, so ist den Betroffenen eine Schutzimpfung auf Kosten der Gemeinde bzw. des Trägers/der Trägerin anzubieten. Weitere Hinweise finden Sie hier.

Häufige Fragen

Die Träger der Feuerwehren bzw. Hilfeleistungsorganisationen müssen vor der Wiederaufnahme abwägen, in welchem Umfang dies in der aktuellen Situation möglich bzw. erforderlich ist. Sie stellen dafür die nötige Ausrüstung zur Verfügung (z. B. Mund-Nase-Bedeckung/-Schutz, ggfs. FFP2-Masken, Hygieneartikel). Bei der Entscheidung wird die Pandemielage vor Ort berücksichtigt. Über erforderliche Maßnahmen informiert beispielsweise der Bundesfeuerwehrarzt auf der Website des Bundesfeuerwehrverbands www.feuerwehrverband-blog.de/wp-content/uploads/2020/04/Der_Bundesfeuerwehrarzt_Corona_R%C3%BCckkehr_VII.pdf. Lesen Sie auch die Hinweise der DGUV zum Umgang mit bzw. zum Schutz vor dem Coronavirus und den pandemiebedingten Einschränkungen: publikationen.dguv.de/regelwerk/publikationen-nach-fachbereich/feuerwehren-hilfeleistungen-brandschutz/feuerwehren-und-hilfeleistungsorganisationen/3786/fbfhb-016-hinweise-fuer-einsatzkraefte-zum-umgang-mit-bzw.-zum-schutz-vor-dem-coronavirus-sars-cov-2). So können Sie beurteilen, welche Maßnahmen für den Übungs- und Ausbildungsbetrieb erforderlich sind. Dort finden Sie auch eine Hilfestellung zur Einhaltung des Arbeitsschutzstandards bei der Feuerwehr, wenn der Ausbildungs- und Übungsdienst wieder aufgenommen wird.

Die Gruppe der betreuten Kinder sollte möglichst klein sein. Pädagogische Fachkräfte mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf sollten nachrangig zur Betreuung eingesetzt werden. Sie können ggf. mit dem betriebsärztlichen Dienst bzw. Hausarzt*Hausärztin die grundsätzliche Arbeitsfähigkeit abklären. Krankheitsverlauf und demografische Einflüsse www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html%20-%20doc13776792bodyText2. Wenn Beschäftigte erfahren, dass sie innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einer Person hatten, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, dürfen sie die Kindertageseinrichtung nicht betreten. Dasselbe gilt, wenn sie während der Kinderbetreuung erfahren, dass Kontakte zu einer infizierten Person bestanden. In diesem Fall entscheidet der Träger in Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt, ob die Person weiter in der Betreuung eingesetzt werden kann und darf. RKI "Entlassungsmanagement" www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html%20-%20doc13776792bodyText2

Nein. Personen, die eine Infektion mit SARS-CoV-2 vermuten, wenden sich bitte an das zuständige Gesundheitsamt, das dann die weitere Koordination übernimmt. Bei positivem Test, entsprechenden Krankheitszeichen und der Vermutung der Ansteckung im Beruf erstattet die behandelnde Praxis oder Klinik eine Anzeige auf Verdacht einer Berufskrankheit. Die UKH übernimmt die Kosten von Testungen, wenn Versicherte wahrscheinlich oder nachweislich/bestätigt beruflichen Kontakt mit einer Person hatten, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist.

Ist der Antigen-Schnelltest bzw. Selbsttest positiv, so liegt der Verdacht auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 vor. Eine verlässliche Diagnose kann erst durch einen nachfolgenden PCR-Test sowie ärztliche Beurteilung gestellt werden. Weitere Festlegungen trifft das örtliche Gesundheitsamt. Schulleitungen sollten sich auf den Umgang mit positiven Ergebnissen vorbereiten: z. B. verschiedene Räume festlegen, in denen positiv getestete Kinder unter Aufsicht warten können, bis Erziehungsberechtigte sie abholen. Wichtig ist auch eine Trennung der Kinder, damit im Falle einer Verdachtsbestätigung mögliche Infektionsketten frühzeitig unterbrochen werden. Bitte vermeiden Sie den ÖPNV, wenn ein positiv getestetes Kind nach Hause gebracht werden soll.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Zwei Feuerwehrleute in Schutzausrüstung inkl. Atemschutzmaske und Sauerstoffflasche stehen sich gegenüber.
Zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr sichern eine Patientin auf einer Trage.