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Nein. Die technische Regel für Arbeitsstätten (ASR A3.5) gibt keine verpflichtenden Werte vor. Die Raumtemperatur sollte für alle Bereiche bei leichter, sitzender Tätigkeit 20 Grad Celsius betragen.

Da bei der Lagerung von Desinfektionsmitteln auf alkoholischer Basis und auch bei der Flächendesinfektion Brand- und Explositionsgefahr besteht, sind die gesetzlichen Anforderungen für Gefahrstoffe anzuwenden.

Grundsätzlich gilt für die Lagerung von Gefahrstoffen: nur so geringe Mengen wie möglich vorhalten, alles nach Vorschrift kennzeichnen (um Verwechslungen auszuschließen), Gefahrstoffe vor dem Zugriff Unbefugter schützen, Lagerraum mit ausreichender Lüftung vorhalten.

Flüssige Desinfektionsmittel müssen zusätzlich in Auffangwannen gelagert werden. Achtung: Das Umfüllen von Desinfektionsmitteln in Seifenspender ist verboten! Weiter Infos

Regelmäßiges Stoßlüften ist dafür am besten geeignet: vor Unterrichtsbeginn stoßlüften und dann möglichst alle 20 Minuten für 5 Minuten „Fenster auf!“ (Herbst und Winter 3 Minuten), mindestens aber nach jeder Schulstunde. Akzeptabel ist laut TR Lüftung (ASR A3.6) eine CO2-Konzentration bis zu 1.000 ppm. Wir empfehlen, diesen Wert in Pandemiezeiten zu unterschreiten.

Unterstützung bei der Berechnung der CO2-Konzentration im Raum und der Lüftungspausen bietet z. B. die CO2-App von IFA und UKH (Download in einschlägigen App-Stores). Auch CO2-Ampeln oder entsprechende Messgeräte helfen bei der Umsetzung.

Zum Einsatz von Raumluft technischen Anlagen (RLT): Bei CO2-gesteuerten RLT soll ein Zielwert von 400 ppm eingestellt werden, den Außenluftanteil außerdem so weit wie möglich erhöhen. Dezentrale oder mobile Umluftgeräte bitte nur in Räumen einsetzen, in denen sich nicht mehr als eine einzige Person aufhält. Sie sind für Klassenräume nicht geeignet, da sie keine Frischluft zuführen.

Eine wirksame Mund-Nasen-Bedeckung (z. B. OP- oder FFP2-Maske – keine Stoffmaske) soll eng anliegen an Nase (biegbar), Wangen und Kinn. Sie sitzt sicher vor Nase und Mund, auch bei Kopfbewegungen. Das Material hat eine hohe Fadendichte.

Test 1: Mit Druck aus dem Mund ausatmen – der Luftstrom muss an der vorgehaltenen Hand deutlich reduziert ankommen.

Test 2: Hält man die Maske vor eine helle Lichtquelle, so soll die Lichtquelle nicht mehr erkennbar sein. Die MNB hat keine Durchstiche im Mund- und Nasenbereich. Sie ermöglicht eine ausreichende Versorgung mit Sauerstoff. Die MNB darf nur in absolut trockenem Zustand genutzt werden. Durchfeuchtete Masken schützen weder Träger*in noch Dritte.

Für Schutzmaßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie sind Schulleitung, Schul-Sachkostenträger und Schul-Hoheitsträger verantwortlich. Sie müssen die Sicherheit und Gesundheit von Schüler*innen und Lehrkräften sowie sonstigen Beschäftigten sicherstellen.

Die UKH unterstützt die Schulen bei der Bewältigung dieser Aufgaben, auch in Zeiten der Pandemie. Fragen zur Umsetzung der Maßnahmen an einzelnen Schulen sind an Schulleitung, Sachkostenträger und/oder Hoheitsträger zu richten.

Nach aktuellem Stand der Wissenschaft und Technik drohen Kindern und Jugendlichen keine Gesundheitsgefahren durch Mund-Nase-Bedeckungen (MNB). Das gilbt für MNB, Mund-Nase-Schutz (MNS, OP-Maske) und partikelfiltrieredne Atemschutzmasken (FFP-Masken) gleichermaßen. Die Sorgen sind unbegründet.

Eltern und Erziehungsberechtigte können gemeinsam mit den Kindern abwägen, welcher Schutz am besten geeignet ist – ein Medizinprodukt (OP-Maske) oder eine Maske, die als persönliche Schutzausrüstung der Normierung entspricht (FFP). In Zeiten der Coronapandemie gibt es keine wirksame Alternative zum Tragen von Masken, wenn man nicht Kitas und Schulen schließen oder ein hohes Infektionsrisiko in Kauf nehmen will. Informationen vom Bundesumweltamt

Ja. Wenn sich ein Unfall nachweislich auf das Tragen einer Maske oder einer Mund-Nasen-Bedeckung zurückführen lässt, so besteht gesetzlicher Versicherungsschutz. Der Unfall wird der UKH von Schule bzw. Hochschule gemeldet. Die UKH prüft immer, ob ein Versicherungsfall vorliegt.

Grundlage unserer Prüfung ist immer die Meldung der Schule bzw. des Betriebs an die UKH (Unfallanzeige). Anhand des übermittelten Sachverhalts prüfen wir die konkreten Umstände im Einzelfall und teilen den Versicherten bzw. den Sorgeberechtigten unsere Entscheidung mit.

Folgende Voraussetzungen führen zur Anerkennung einer COVID-19-Erkrankung als Versicherungsfall bei Schüler*innen: Entsprechende Krankheitszeichen liegen vor (Fieber, Atemnot, Husten etc.), der Test auf COVID-19 ist positiv, der Infektionsweg ist nachvollziehbar (schulische Tätigkeit), der/die Überträger*in im schulischen Umfeld ist namentlich bekannt.

Grundsätzlich versichert sind Bewegungsangebote, die im Präsenzunterricht in den organisatorischen Verantwortungsbereich der Schule fallen. Die Schule nimmt also konkret die Organisation und Durchführung der Stunden sowie die Beaufsichtigung der Schüler*innen wahr. Ob in Pandemiezeiten Unfallschutz beim Online-Sportunterricht besteht, hängt von der Unterrichtsform ab: Sind es Hausaufgaben oder ist es tatsächlich web-basierter Distanz-Unterricht?

Hausaufgaben werden i. d. R. zeitlich und örtlich selbstbestimmt durchgeführt. Diese Tätigkeit ist nicht versichert, auch nicht in Pandemiezeiten. Damit Übungen dem organisatorischen Verantwortungsbereich der Schule zugerechnet werden können, bedarf es grundsätzlich eines räumlichen und zeitlichen Zusammenhangs, der bei sportpraktischen Übungen im Distanzunterricht nur unter den folgenden Voraussetzungen gelockert sein darf (Voraussetzung: der Unterricht wird von einer Lehrkraft angeleitet!):

a) Bei Schüler*innen bis zur Jahrgangsstufe 8 bedarf es einer kontinuierlichen Beobachtungs- und Korrekturmöglichkeit für die Lehrkraft oder übungsleitende Person. Diese kann in der Regel nur mit einem Videokonferenz-System hergestellt werden. Die Lehrkraft oder übungsleitende Person muss alle Schüler*innen zumindest über den größten Teil der Zeit hinweg im Blick behalten. Punktuelle Unterbrechungen sind aber hinnehmbar während der Beobachtung einzelner Schülerinnen oder Schüler. Die datenschutzrechtlichen Voraussetzungen für den Einsatz eines solchen Systems sind zu beachten.

b) Ab der Jahrgangsstufe 9 kann man die kontinuierliche Beobachtung und Korrektur lockern. Voraussetzung ist, dass die Lehrkraft die ihr bekannten Schüler*innen als selbstständig und verantwortungsbewusst genug einschätzt, um auch ohne stetige Beobachtung nach Anweisung zu handeln und die Sicherheitsvorkehrungen zu beachten.

Der Distanz-Sportunterricht über eine Videoplattform ist versichert, wenn die Lehrkraft folgende Inhalte vermittelt und die Durchführung je nach Altersgruppe überwacht: Vermittlung der Theorieinhalte des Fachs Sport (Einzelarbeit, Partnerarbeit, Chat). Durchführen praktischer Sportübungen im Verantwortungsbereich der Lehrkraft unter Berücksichtigung der räumlichen und sachlichen Voraussetzungen (z. B. Koordinationsübungen, statische Kraftübungen, leichte Aerobicformen, Yoga, Jonglage, Dehnen). Die Lehrkraft hat die Lernenden im Blick und kann auf mögliche Problemlagen jederzeit angemessen reagieren. Sie gibt präzise Unterweisungen, da kein unmittelbares Eingreifen möglich ist (pädagogische Gefährdungsbeurteilung zur Vermeidung etwaiger Risiken mit entsprechenden Maßnahmen).

Nicht versichert sind: Sportaufgaben in Eigenverantwortung und ohne direkte Einwirkungsmöglichkeiten der Lehrkraft (z. B. als Hausaufgabe) wie Ausdauerläufe, Fitnessübungen u.ä. Lehrkräfte, die Sportunterricht online durchführen sollten Folgendes beachten:

Führen Sie keine Sportarten durch, die nach § 20 Abs. 1 der Aufsichtsverordnung (AufsVO) ein besonderes Gefährdungspotential aufweisen oder zusätzliche Anforderungen an die Aufsicht stellen (z. B. Slacklining, Klettern, Rodeln etc.). Setzen Sie keine Geräte ein, die vor oder nach ihrem Einsatz sicherheitstechnische geprüft werden müssen oder deren Handhabung überwacht werden muss. Vom Sportunterricht darf keine situationsbedingte Gefährdung ausgehen, z. B. durch schlechte Witterungs- oder Lichtverhältnisse. Die Lehrkraft oder übungsleitende Person muss den Schüler*innen vorab präzise Anweisungen zur Übung und den ggf. erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen geben (Unterweisung). Alle Schüler*innen müssen diese Vorgaben verstehen und umsetzen können. Um zu überprüfen, ob die Übung für alle verständlich und leistbar war, soll sich die Lehrkraft Feedback der Schüler*inneneinholen.

Grundsätzlich ja. Voraussetzung ist einerseits, dass die digitalen Angebote (Video- oder Cloudlösung) von einer Lehrkraft geplant und möglichst auch gesteuert werden. Bei Betriebs-/Schulpraktika wird auch der Betrieb mit einbezogen. Außerdem sollen Planung und Steuerung der digitalen Stunden den Charakter des Präsenzunterrichts widerspiegeln: Der Lehrplan wird eingehalten, die Anwesenheit der Schüler*innen überprüft, es gibt Zeitpläne für die Bearbeitung von Aufgaben, Gruppenarbeit und Prüfungen.

Innerhalb der vorgegebenen Zeitspannen können die Schüler*innen die Erledigung der Aufgabe frei gestalten. Die Anwesenheit der Lehrkraft ist nicht unbedingt notwendig. Solange die Tätigkeiten der Schüler*innen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Schule und den vorgegebenen Unterrichtsinhalten stehen, sind sie versichert. Achtung: Der Schutz gilt nicht für Hausaufgaben und privaten Nachhilfeunterricht! Auch essen, trinken und spielen am PC/Tablet sind nicht unfallversichert.

Ist der Antigen-Schnelltest bzw. Selbsttest positiv, so liegt der Verdacht auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 vor. Eine verlässliche Diagnose kann erst durch einen nachfolgenden PCR-Test sowie ärztliche Beurteilung gestellt werden. Weitere Festlegungen trifft das örtliche Gesundheitsamt.

Schulleitungen sollten sich auf den Umgang mit positiven Ergebnissen vorbereiten: z. B. verschiedene Räume festlegen, in denen positiv getestete Kinder unter Aufsicht warten können, bis Erziehungsberechtigte sie abholen. Wichtig ist auch eine Trennung der Kinder, damit im Falle einer Verdachtsbestätigung mögliche Infektionsketten frühzeitig unterbrochen werden. Bitte vermeiden Sie den ÖPNV, wenn ein positiv getestetes Kind nach Hause gebracht werden soll.

Es ist davon auszugehen, dass bei Antigen-Selbsttests, die den geltenden Vorgaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) entsprechen, keine Gesundheitsgefährdung besteht. Wenn sich Schulkinder beim Test verletzen, greift der Haftungsausschluss für Lehrkräfte. Sie könnten als Schädiger*innen nur dann zivilrechtlich haftbar gemacht werden (z. B. von Eltern), wenn sie die Verletzung vorsätzlich herbeigeführt haben.

Sollten der UKH durch die Verletzung Kosten entstehen (z. B. für ambulante Behandlung), kann sie diese nur beim Vorliegen grober Fahrlässsigkeit bei der Lehrkraft regressieren. Grobe Fahrlässigkeit kann im Grundsatz jedoch ausgeschlossen werden, wenn die Lehrkräfte nach (ihrem eigenen) besten Wissen und Gewissen vorgehen.

Weitere Fragen und Antworten finden Sie im FAQ-Bereich des hessischen Kultusministeriums und bei der DGUV.

Grundsätzlich ja. Die Tests sollten altersgerecht sein. Beim Testen entstandene Gesundheitsschäden im Verantwortungsbereich der Schule sind versichert. Die Schule erstellt in solchen Fällen die vorgeschriebene Unfallanzeige. Die UKH prüft ihre Zuständigkeit auf Basis der schulischen Unfallmeldung.

Schüler*innen sind gesetzlich unfallversichert während des Besuchs von allgemein oder berufsbildenden Schulen und bei der Teilnahme an unmittelbar vor oder nach dem Unterricht von der Schule oder im Zusammenwirken mit ihr durchgeführten Betreuungsmaßnahmen. Versicherungsschutz besteht auch auf allen damit zusammenhängenden unmittelbaren Wegen.

Für den Versicherungsschutz müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

Der Sport dient in erster Linie als Ausgleich für die Belastungen am Arbeitsplatz. Die Sportart selbst spielt keine Rolle. Der Betriebssport muss regelmäßig stattfinden. Ein klarer organisatorischer Bezug zum Unternehmen ist Pflicht.

Das ist der Fall, wenn Arbeitgebende die Sportstätte zur Verfügung stellt und/oder feste Zeiten vorgeben. Die Teilnehmenden müssen im Wesentlichen Beschäftigte des Betriebs sein. Auch Betriebssportgemeinschaften mehrerer Unternehmen, die sich zu überbetrieblichen Sportgruppen zusammenschließen, stehen unter Versicherungsschutz. Versichert sind die Mitarbeiter*innen nicht nur beim Betriebssport selbst, sondern auch auf den damit verbundenen Wegen.

Achtung: Sportliche Wettkämpfe sind nicht gesetzlich unfallversichert, auch keine Fußballturniere! Sportliche Höchstleistungen oder die Teilnahme an Wettkämpfen dürfen beim Betriebssportauf keinen Fall im Mittelpunkt stehen! Dies gilt bereits bei einem einmaligen "Kräftemessen" gegen einen betriebsfremden Gegner und auch bei einer gemeinsamen sportlichen Freizeitgestaltung mit Betriebsangehörigen (z. B. mehrtägige Skifreizeit).

Auch in regelmäßigen Übungsstunden stattfindende Wettkämpfe mit anderen Betriebssportgemeinschaften sowie Freizeitveranstaltungen, die im Zusammenhang mit der Sportausübung stattfinden, stehen nicht unter Versicherungsschutz.

In der Regel ja. Grund: Schüler*innen können sich selbst und andere vor allem deshalb gefährden, weil ihnen die nötige Erfahrung fehlt, sich mit der erforderlichen Rücksichtnahme und der gegenseitigen Anpassung in die nicht selbst gewählte Gruppe in der Schule einzufügen.

Es ist daher nicht ungewöhnlich, dass es unter den Schülerinnen und Schülern zu tätlichen Auseinandersetzungen kommt. In der Regel sind Verletzungen, die durch solche Raufereien entstehen, schulbezogen und damit versichert. Der Versicherungsschutz besteht bei Streitigkeiten grundsätzlich sowohl während des eigentlichen Schulunterrichts als auch während der Pausen, auf den Wegen zur Schule und nach Hause und bei Klassenfahrten.

Die Unfallkasse prüft den Versicherungsschutz im Einzelfall aufgrund der vorgeschriebenen Unfallmeldung. Geprüft wird, ob die gesamten Umstände des Einzelfalls, die Persönlichkeit des/der Verletzte, die Art des Streits im Zusammenhang mit dem Schulbesuch stehen. Stellt sich heraus, dass der Anlass für die Rauferei in der Schule rein privater Natur war (z. B. Fortführung einer privat begonnenen Auseinandersetzung), kann der Versicherungsschutz abgelehnt werden.

Ja. Ehrenamtliche Wahlhelfer*innen stehen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Sie erhalten nach einem Unfall im Ehrenamt die gleichen Leistungen wie Arbeitnehmer*innen nach einem Arbeitsunfall. Zuständig sind die Unfallkassen der Länder. Die vorgeschriebene Unfallanzeige erstellt die Kommune, die die Wahlhelfer*innen einsetzt. Versichert sind auch die Wege, die unmittelbar mit dem Ehrenamt zusammenhängen, sowie Vor- und Nachbereitungstätigkeiten. Nicht versichert sind private Verrichtungen wie Nahrungsaufnahme und Toilettenbesuch.

Ehrenamtlich Tätige müssen Aufgaben für eine öffentlich-rechtliche Institution erfüllen (Kommune, Land etc.). Schon einfachste Hilfstätigkeiten reichen hierfür aus, sogar nur einmalige, gelegentliche, auf wenige Stunden beschränkte Verrichtungen (z. B. als Wahlhelfer*in). Ist dieses Amt nicht gesetz- oder satzungsmäßig festgelegt, bedarf es einer gesonderten Übertragung und Beschreibung, beispielsweise in Form eines schriftlichen Auftrags. Ein solches, versichertes Ehrenamt darf niemals finanziell entlohnt werden. Eine Aufwandsentschädigung spricht allerdings nicht gegen den Versicherungsschutz.

Typische Beispiele für eine ehrenamtliche Tätigkeit sind u. a.: ehrenamtliche Richter*innen (Schöffen*innen), gewählte Mitglieder des Elternbeirats einer Tageseinrichtung, nach Schulvorschriften gewählte Elternvertreter*innen (Klassenelternbeirat, Schulelternbeirat) oder gemeindliche Mandatsträger*innen (Gemeinderat). Manche Lebens- und Tätigkeitsbereiche sind gesetzlich gesondert genannt (so z. B. die Ehrenamtlichen der Freiwilligen Feuerwehr).

Die Unfallanzeigen für Beschäftigte der kommunalen Mitglieder werden über das Mitgliederportal der UKH und diejenige für Schüler*innen über das Schulportal der UKH erstattet.

Die Leistungen der Unfallkasse Hessen nach Arbeits- und Schulunfällen werden ohne Antrag von Amts wegen erbracht. Wir erhalten entweder durch die gesetzlich vorgeschriebene Unfallanzeige (Betrieb, Kommune, Land, Kita, Schule) oder durch einen ärztlichen Bericht Kenntnis von einem Unfall und treten sofort in die Prüfung ein: Handelt es sich um einen versicherten Unfall oder eine Berufskrankheit? Die Leistungen werden dann automatisch festgestellt.

Selbstverständlich können Sie sich nach einem Unfall auch persönlich bei der Unfallkasse Hessen melden (069 29972-440 oder ukh[at]ukh.de).

Die Träger der Feuerwehren bzw. Hilfeleistungsorganisationen müssen vor der Wiederaufnahme abwägen, in welchem Umfang dies in der aktuellen Situation möglich bzw. erforderlich ist. Sie stellen dafür die nötige Ausrüstung zur Verfügung (z. B. Mund-Nase-Bedeckung/-Schutz, ggfs. FFP2-Masken, Hygieneartikel).

Bei der Entscheidung wird die Pandemielage vor Ort berücksichtigt. Über erforderliche Maßnahmen informiert beispielsweise der Bundesfeuerwehrarzt auf der Website des Bundesfeuerwehrverbands.

Lesen Sie auch die Hinweise der DGUV zum Umgang mit bzw. zum Schutz vor dem Coronavirus und den pandemiebedingten Einschränkungen. So können Sie beurteilen, welche Maßnahmen für den Übungs- und Ausbildungsbetrieb erforderlich sind. Dort finden Sie auch eine Hilfestellung zur Einhaltung des Arbeitsschutzstandards bei der Feuerwehr, wenn der Ausbildungs- und Übungsdienst wieder aufgenommen wird.

Sie und Ihre Klasse werden schnell erfahren, dass man mit dem Roller nicht nur von A nach B fahren kann. Es gibt spannende Bewegungsaufgaben, Tricks, Spiele, Kooperationsübungen, Wettbewerbe bis hin zur vorbereiteten Ausfahrt. Im Schulalltag lassen sich Aktivitäten mit dem Roller sehr gut im regulären Sportunterricht, aber auch in Bewegungsstunden, Sport-AGs, in der Nachmittagsbetreuung, bei der aktiven Pausengestaltung sowie an Wandertagen und in Projektwochen einbinden.

Neben den Rollern benötigen die Kinder Helm, Knie- und Ellenbogenschützer. Kostenfreier Verleihpool der UKH: Schulen, die am UKH RollerKIDS-Projekt teilnehmen, können sich bis zu vier Wochen kostenfrei max. zehn Roller inkl. Schutzausrüstung ausleihen.

Die Schule trägt nur die Kosten für Verpackung und Versand. Schülereigenes Equipment: Viele Kinder besitzen eine eigene Ausrüstung oder können sich diese ausleihen. Fragen Sie daher den tatsächlichen Bedarf im Vorfeld ab.

Schuleigener Materialpool: Auf Dauer ist es für viele Schulen sinnvoll, sich einen kleinen eigenen Materialpool anzuschaffen (fünf bis zehn Roller plus Schutzausrüstung). So können Kinder ohne eigenes Equipment versorgt und defektes Material kann kurzfristig ausgetauscht werden. Schuleigenes Equipment kann außerdem in der Nachmittagsbetreuung, in Bewegungsstunden und zum Teil in den Pausen sinnvoll eingesetzt werden.

Für Tipps zur Anschaffung von hochwertigen und kostengünstigen Schulsets schreiben Sie uns eine E-Mail. Weitere Infos auf der Seite der City Skate RollerKIDS.

Es gibt keine gesetzliche Regelung dazu. Aber: Sie sollten das Tragen einer Schutzausrüstung (Helm, Knie- und Ellenbogenschützer) unbedingt zur Pflicht machen beim Rollerfahren! Es kann immer zu (kleinen) Stürzen kommen. Gehen Sie als Lehrkraft mit gutem Beispiel voran. Und Achtung: Die Kinder müssen die Helme absetzen, sobald sie Spielgeräte nutzen. Es besteht erhebliche Strangulationsgefahr.

Es kann im Eifer des Gefechts – wie auch in Pausen oder beim Sportunterricht – zu kleinen Unfällen kommen. Wenn die Kinder Helm, Knie- und Ellenbogenschutz tragen, gehen diese glimpflich aus. Es besteht keine erhöhte Unfallgefahr. Wenn die Grundregeln beachtet werden, können Sie das Programm als gelebte Unfallprävention einbinden.

Die Kinder werden schrittweise an die Grenzen ihres eigenen Könnens herangeführt und für alltägliche, gefährliche Situationen sensibilisiert. Dadurch verbessert sich die Bewegungssicherheit und die Risikokompetenz deutlich. So beugen Sie aktiv Unfällen auch außerhalb der Schule vor.

Im SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) finden Sie alle Informationen dazu. Er bildet die Grundlage für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit in Zeiten der Corona-Situation.

Kita-Personal ist mit medizinischem Mund-Nasen-Schutz (OP-Maske) oder auch mit einer filtrierenden Halbmaske (Atemschutzmaske FFP1-FFP3) gut geschützt.

Das Tragen von Atemschutzmasken (FFP1-3) ist entsprechend der Gefährdungsbeurteilung in der Regel nur dann erforderlich, wenn Beschäftigte ein besonders hohes Risiko haben, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren und direkten Kontakt zu infizierten Personen oder infektiösem Material haben.

Das ist z.B. im Gesundheitswesen oder bei der Labordiagnostik der Fall. Personen, die Atemschutzmasken tragen sind, müssen unterwiesen werden und es muss eine arbeitsmedizinische Vorsorge sichergestellt werden.

Handschuhe verhindern die notwendige Händedesinfektion. Statt Handschuhe zu tragen, sollte die grundlegende Basis-Handhygiene eingehalten werden (Hust- und Niesetikette, Händewaschen, Hände desinfizieren und nicht ins Gesicht fassen).

Beim Wicken sollten allerdings Handschuhe getragen werden. Da Einmalhandschuhe keinen 100 %-igen Schutz vor einem Hautkontakt mit Corona-Viren gewährleisten, müssen die Hände nach dem Ausziehen der Handschuhe immer desinfiziert oder gründlich gewaschen werden. Geeignete Einmalhandschuhe sind solche nach DIN 374. Sie sind als persönliche Schutzausrüstung zugelassen und auch bei geringen chemischen Gefährdungen (Reinigungs- und Desinfektionsmittel) ausreichend.

Es ist alternativlos, den Kindern alters- und entwicklungsangemessene Verhaltensregeln (bspw. Händewaschen, Hust- und Niesetikette) zu vermitteln. Unterstützende Medien und Plakate – auch in Fremdsprachen – hier und hier. Hygienetipps für Kids

Ja, die Kinder sind gesetzlich unfallversichert. Es muss sich allerdings um eine offizielle Veranstaltung der Kita handeln.

Ja, der Versicherungsschutz besteht auf dem Weg zwischen Kindergarten bzw. Schule und der Sportstätte (z.B. Turnhalle, Sportplatz etc.).

Ja, die Kinder sind im Fahrzeug von Eltern, Kita-Personal oder Sport-Fahrdienst versichert.

Voraussetzung sollte sein, dass die Eltern der transportierten Kinder vorher ihr schriftliches Einverständnis erteilen. Kita und Träger müssen sich abstimmen, welche Fahrer*innen eingesetzt werden sollen; sie sind schriftlich zu beauftragen. Dann sind sie ebenfalls über die UKH versichert.

Die Kinder müssen entsprechend den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung gesichert werden. Dazu gehören geeignete Kindersitze und Sicherheitsgurte. Die UKH ist nicht zuständig für Schäden, die ggf. an einem Transportfahrzeug entstehen.

Ja, die Kinder sind bei Sport und Bewegung in der Kita versichert. Die Personen, die mit den Bewegungsangeboten betraut sind, müssen über ausreichende Fachkenntnisse verfügen, insbesondere beim Einsatz von Geräten und den korrekten Sicherungsmaßnahmen.

Erzieher*innen dürfen nur Geräte verwenden, die sie aufgrund ihrer Aus- oder Fortbildung fachgerecht einsetzen können. Hierzu gehören u. a. Kenntnisse über Gefahren und Schutzmaßnahmen, z.B. Fallschutz (Matten).

Es dürfen nur Geräte verwendet werden, für deren Einsatz bei den Erzieher*innen entsprechende Fachkenntnisse vorliegen. Dies müssen die Kita-Mitarbeiter*innen und -Leitungen vor der Hallennutzung klären. In diesem Rahmen sollte auch eine qualifizierte Unterweisung in der Hallennutzung (spezifische Gefahren) durch eine Sportfachkraft erfolgen.

Für die Bereiche Forschung und Verwaltung sowie in den Forschungseinrichtungen gilt der Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Informationen-Corona/Arbeitsschutz/arbeitsschutz.html Im Lehrbetrieb und in Bereichen, in denen die Umsetzung nicht ohne weiteres möglich ist, müssen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung Kompensationsmaßnahmen festgelegt werden. Hochschulleitungen können sich an den publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/3814 Empfehlungen für Hochschulen orientieren.

Machen Sie einen Screenshot während der Unterweisung von der Namensliste oder den Videocall-Fenstern Ihres Konferenztools und dokumentieren Sie so, wer teilgenommen hat. Ist dies nicht möglich, können die Teilnehmenden per Mail an den Unterweisenden bestätigen, dass sie an der Unterweisung teilgenommen haben. Voraussetzung: alle haben ihre eigene Dienst-Mailadresse.

Die Gruppe der betreuten Kinder sollte möglichst klein sein. Pädagogische Fachkräfte mit einem höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf sollten nachrangig zur Betreuung eingesetzt werden. Sie können ggf. mit dem betriebsärztlichen Dienst bzw. Hausarzt*Hausärztin die grundsätzliche Arbeitsfähigkeit abklären. Krankheitsverlauf und demografische Einflüsse.

Wenn Beschäftigte erfahren, dass sie innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einer Person hatten, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, dürfen sie die Kindertageseinrichtung nicht betreten. Dasselbe gilt, wenn sie während der Kinderbetreuung erfahren, dass Kontakte zu einer infizierten Person bestanden. In diesem Fall entscheidet der Träger in Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt, ob die Person weiter in der Betreuung eingesetzt werden kann und darf. RKI „Entlassungsmanagement“.

Nein, das ist zurzeit nicht möglich. Grundlage für die (Weiter-)Beschäftigung von stillenden oder schwangeren Frauen in der Kita – und auch in anderen Arbeitsbereichen – ist die Gefährdungsbeurteilung. Ohne Gefährdungsbeurteilung greift das Beschäftigungsverbot (§10 Abs. 3 MuSchG).

Weist die Gefährdungsbeurteilung eine unverantwortbare Gefährdung der Schwangeren auf, so kommt vielleicht eine Umsetzung in Frage, z. B. für Verwaltungsaufgaben in einen unkritischen Bereich. Vorrangig sollten aber die Arbeitsbedingungen verändert werden.

U. a. heißt das: Kontaktverbot mit Kolleg*innen, Kindern, Eltern, Kund*innen, Patient*innen etc. sowie Arbeiten von zu Hause aus. Als letzte Möglichkeit kommt die Freistellung in Betracht. Diese Maßnahmen hat der Arbeitgeber eigenverantwortlich umzusetzen. Es bedarf hier keiner ärztlichen oder behördlichen Bestätigung.

Kinder dürfen nicht zur Betreuung kommen, wenn sie selbst oder Angehörige des gleichen Hausstands Krankheitssymptome aufweisen. Auch Covid-19 ähnliche Symptome, die bspw. durch Allergien oder Erkältung ausgelöst werden können, sollten vor dem Kita-Besuch abgeklärt sein.

Die betroffenen Kinder dürfen bis zur Abklärung nicht betreut werden. Dies gilt auch, wenn sie in Kontakt zu infizierten Personen stehen oder seit dem Kontakt mit infizierten Personen noch keine 14 Tage vergangen sind. Für Kinder, deren Eltern berufsbedingt in Kontakt mit Infizierten kommen (Gesundheitsvorsorge), gilt dieses Verbot nicht!

Die aktuellen Vorgaben des Robert-Koch-Instituts zur Rückkehr aus (Hoch-)Risikogebieten und entsprechende Vorschriften des hessischen Sozialministeriums sind unbedingt zu beachten. Ordnungswidrig handelt, wer diese Vorgaben nicht beachtet.

Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen sollen untereinander den Mindestabstand von 1,5 Metern (besser 2 Meter) und folgende Hygieneregeln einhalten: Häufiges Händewaschen während der Arbeit mit Seife, inkl. Handrücken, Fingerzwischenräumen, Daumen und Fingernägeln, für mindestens 20 Sekunden (Hautschutz danach nicht vergessen und Hände eincremen). Desinfektion der Hände nach den Vorgaben des Hygieneplans. Hände vom Gesicht fernhalten, Husten und Niesen in ein Taschentuch oder in die Armbeuge, auf keinen Fall in die Hand. Schutzhandschuhe und Desinfektionsmöglichkeiten im Sanitär- und Wickelbereich und für die Versorgung von Wunden bereitstellen. Ausstattung der Waschbecken mit ausreichend Flüssigseife und Papierhandtüchern. Besteck und Geschirr bei mind. 60 ° C reinigen.

Oberflächen, die mit den Händen berührt werden, insbesondere Türklinken, Tischoberflächen, in Kinderkrippen auch Fußböden, und Spielzeuge nach Bedarf häufiger reinigen. Alle 2 bis 3 Stunden Stoßlüften. Diese Verhaltensregeln können auch mit den Kindern erarbeitet und umgesetzt werden. Ein kindgerecht illustriertes Infoblatt, wie man das gründliche Händewaschen üben kann, finden sie hier.

Vorbehaltlich anderer Erkenntnisse sollten die Beschäftigten von Kitas nach dem Arbeitstag duschen und Haare waschen, die Kleidung wechseln, die Kleidung im Verdachtsfall bei 60° C waschen.

Bring- und abholberechtigte Personen können die Kinder wie gewohnt zur Kindertageseinrichtung bringen. Die Kinder müssen nicht schon an der Eingangstüre an die Beschäftigten übergeben werden, wenn das Abstandsgebot eingehalten werden kann. Eine Ausnahme vom Abstandsgebot gilt bei der Übergabe junger Krippenkinder. Wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, können temporäre Trennwände aus Plexiglas angebracht werden oder entsprechende Bodenmarkierungen auf die einzuhaltenden Abstände hinweisen. Wenn diese Alternativen nicht möglich sind, sollte zumindest ein Mund-Nase-Schutz getragen werden. Es wird empfohlen, dass sich Eltern und Kinder beim Betreten der Kindertageseinrichtungen umgehend gründlich die Hände desinfizieren.

Kita-Gruppen sollten so klein wie organisatorisch möglich sein und sich während der Betreuungszeit nicht durchmischen. Jede Gruppe sollte möglichst immer von den gleichen Beschäftigten betreut werden. Die Infektionswahrscheinlichkeit ist im Freien geringer als in geschlossenen Räumen, deshalb sollten sich die Gruppen viel im Außengelände aufhalten. Außenbereiche, die den Mindestabstand nicht ermöglichen wie z. B. Höhlen, sollten gesperrt werden. Wenn möglich, sollten die Wasch- und Toilettenbereiche gruppenbezogen genutzt werden.

Schwer umsetzbar, aber auf jeden Fall zu beachten: keine angeleiteten Aktivitäten mit engem Körperkontakt durchführen! Versuchen Sie, die Kinder für das Abstandsgebot und das regelmäßige Händewaschen zu sensibilisieren. Das mindeste ist es, einen angemessenen Abstand zwischen den Gesicherten von Kindern und Betreuer*innen zu wahren, denn die Infektion wird vordergründig über Tröpfchen übertragen.

Krankheitssymptome bei Kindern sind häufig weniger stark ausgeprägt als bei Erwachsenen. Ein Kind mit den Symptomen einer Atemwegserkrankung oder mit Fieber sollte schnellstmöglich von den Eltern zur Abklärung der Symptomatik abgeholt werden.

Bis dahin sollte sich das Kind in einem separaten Raum oder in einem abgrenzbaren Bereich ohne engen Kontakt zu anderen Kindern oder Beschäftigten aufhalten. Zeigen sich während der Betreuung Krankheitssymptome bei Beschäftigten, muss die Arbeit sofort beendet werden.

Wenden Sie sich telefonisch an einen Arzt/eine Ärztin, den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder das Gesundheitsamt. Weitere Informationen (auch zu Ansteckung und Symptomen).

Die Corona-Pandemie ist eine Ausnahmesituation, die die Beschäftigten auch psychisch belastet. Diese Belastung müssen Führungskräfte erkennen und ernst nehmen. Sorgen Sie für klare Aufgabenstellungen und abgegrenzte Verantwortungsbereiche. Klare Zuständigkeitsregelungen helfen, die notwendige Orientierung und Prioritätensetzung sicherzustellen. Informieren Sie Ihr Personal regelmäßig über die aktuelle Situation, bevorstehende Änderungen oder getroffene Maßnahmen. Die Kommunikationskette muss transparent und immer gewährleistet sein. Der kollegiale Austausch sollte hierbei ebenso wenig vernachlässigt werden wie die interne Kommunikation zu Leitung oder Trägerverantwortlichen.

Unsere Empfehlung: Konzentrieren Sie sich auf Dinge, die Sie selbst kontrollieren können (Gestaltung des Tages, Zeitpunkt der Informationsaufnahme, Einhalten von Hygieneregeln).

Nutzen Sie möglichst seriöse Medien, um sich zu informieren und halten Sie sich an die Regelungen Ihres Arbeitgebers zu Hygienemaßnahmen. Kümmern Sie sich aktiv um Ihre Sicherheit und um die anderer Personen: So beeinflussen Sie Situationen selbst und leisten einen Beitrag für die Gemeinschaft. Behalten Sie möglichst Ihre Routinen und den Tagesablauf ein – planen Sie Ihren Arbeitstag im Homeoffice mit Arbeitsbeginn, Pausen und Arbeitsende. Fokussieren Sie auf Positives, z. B. den starken Zusammenhalt in Ihrem Team.

Suchen Sie das Gespräch und Lösungen mit Vorgesetzten und Kolleg*innen, wenn Sie Ängste oder Probleme haben. Tauschen Sie sich mit für Sie wichtigen Bezugspersonen aus und versuchen Sie nicht, alles mit sich selbst auszumachen. Und scheuen Sie sich nicht, Hilfe außerhalb Ihrer Arbeit zu suchen und anzunehmen. Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen betreibt z. B. eine kostenfreie Hotline. Das Angebot ist anonym und täglich von 08:00 bis 20:00 Uhr unter der Nummer 0800 7772244 geschaltet.

Als Führungskraft sind Sie aktuell besonders gefordert, Ihre Mitarbeitenden bei ungewohnten Belastungen und Herausforderungen in ihrer Arbeit zu unterstützen.
Die veränderten Arbeitsbedingungen sollten so sein, dass Ihre Mitarbeitenden die offiziellen Empfehlungen, bspw. zu Abstandsregelungen und Hygieneempfehlungen, einhalten können. Sorgen Sie dafür, das bspw. ausreichend Seife, Papierhandtücher und Desinfektionsmittel zur Verfügung stehen.
Leiten Sie notwendige und hilfreiche Informationen an Ihre Beschäftigten weiter. Auch über die offiziellen Richtlinien hinaus kann die Umorganisation der Arbeit dabei helfen, psychische Belastungen zu reduzieren, wenn Sie z. B. für Arbeitszeitgestaltung flexible Lösungen anbieten. Wenn Sie Home-Office anbieten können, sollten die Beschäftigten nach Möglichkeit großzügig davon Gebrauch machen, um die Anzahl gleichzeitig Anwesender im Betrieb zu reduzieren und so das Infektionsrisiko zu senken.
Bedenken Sie, dass sich die Arbeit für Mitarbeiter*innen, die Kontakt zu Kund*innen, Patient*innen oder Bürger*innen haben, stark verändert hat und unter Umständen besonders belastend sein kann. Es sollte ein Konzept vorhanden sein, wie auch im direkten Kontakt die offiziellen Empfehlungen und Richtlinien eingehalten werden können. Stärken Sie Ihren Mitarbeitenden den Rücken, falls Kund*innen/Patient*innen/Bürger*innen aufgrund der Situation ungewohnt ungeduldig oder aggressiv reagieren und erarbeiten Sie mit Ihren Mitarbeiter*innen Vorschläge zum Umgang mit kritischen Situationen.
Für Ihre Mitarbeitenden sind Sie Vorbild und wichtige Ansprechperson zugleich. Das bedeutet aber nicht, dass Sie für alle Probleme direkt eine Lösung parat haben müssen. Bieten Sie Mitarbeitenden ein offenes Ohr, nehmen Sie Anliegen ernst, binden Sie sie in die Lösungssuche ein und setzen Sie machbare Verbesserungen um.
Prüfen Sie, ob durch die Anliegen in Bezug auf die momentane Situation auch die Gefährdungsbeurteilung zur psychischen Belastung aktualisiert werden muss. Wenn Anliegen außerhalb Ihrer Entscheidungsbefugnis oder Expertise liegen, suchen Sie sich Unterstützung auf der nächsten Führungsebene oder verweisen Sie auf externe Unterstützungsangebote, wie die Corona-Hotline des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen. Das anonyme und kostenlose Angebot ist täglich von 08:00 bis 20:00 Uhr unter der Nummer 0800 777 22 44 geschaltet.

Ja. Versicherungsschutz besteht, wenn die Lehrkraft feste Zeiten bestimmt, in denen die Aufgaben zu erledigen sind, und die Erledigung auch kontrolliert. Private Tätigkeiten, wie Essen, Trinken, Toilettengang, Spielen am PC/Tablet, sind nicht versichert.

Statten Sie Abfallbehälter mit einem Abfallsack aus. So kann das Ausleeren von Hand auf eine offene Ladefläche oder das Umschütten in andere Behälter unterbleiben. Der Handkontakt zu Abfällen muss unbedingt vermieden werden. Sorgen Sie dafür, dass Arbeitshandschuhe getragen werden, die der mechanischen Beanspruchung standhalten und die außen leicht zu reinigen sind. Empfohlen werden Schutzhandschuhe mit Nitril- oder Latexbeschichtung – möglichst auch am Handrücken. Passen Sie den Reinigungszyklus der Arbeits- und Warnkleidung an. Dazu ist eventuell ein weiterer Satz Kleidung/PSA erforderlich. Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz und FFP2-Atemschutz wird aktuell nicht als notwendig angesehen. Für das Aufsammeln von Müll sollten Greifer oder Zangen benutzt werden.

Stellen Sie sicher, dass persönliche Kontakte möglichst vermieden oder zumindest auf das unvermeidliche Maß begrenzt werden. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter*innen jederzeit, auch im Außendienst, Zugang zu Wasch- und Desinfektionsgelegenheiten haben. Ersetzen Sie Besprechungen/Unterweisungen soweit möglich durch schriftliche, digitale oder telefonische Anweisungen. Möglicherweise reicht eine schriftliche Information, eine elektronische Unterweisung oder ein Kurzbriefing im Freien.

Die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zur Entsorgung von Abfällen, die mit Sekreten oder Exkreten kontaminiert sind, beziehen sich auf die Abfallschllüsselnummern (ASN). Aus dem Haushalt: immer in den Restabfall (ASN 20 03 01).

Aus Einrichtungen des Gesundheitswesens, die nur „in sporadischen Einzelfällen“ entsprechend infizierte/erkrankte Patienten behandeln (z. B. Hausarztpraxen): ASN 18 01 04, Richtlinie der LAGA Nr. 18.

Aus Einrichtungen des Gesundheitswesens, die entsprechend infizierte/erkrankte Patienten „schwerpunktmäßig behandeln“ (z. B. Isolierstationen der Krankenhäuser): ASN 18 01 03*, Richtlinie der LAGA Nr. 18.

Ja. Pandemiepläne können vor allem für mittlere und große Unternehmen bei einem über mehrere Wochen andauernden Pandemieereignis existenznotwendig sein.

Falls solche Pläne nicht vorhanden sind, sollten sie möglichst umgehend aufgestellt werden. Tipps zur Aufstellung betrieblicher Pandemiepläne finden sich auf der Website der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Nein. Am Anfang der Corona-Pandemie gab es Engpässe, u. a. bei geeigneten Schutzmasken. Sollte in einer ärztlichen Praxis die notwendige Schutzausrüstung nicht vorhanden sein, schließt dies im Falle einer beruflich erworbenen Infektion den Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung nicht aus.

Die Kinder sind auf allen direkten, unmittelbaren Wegen zur Betreuung oder von dort nach Hause gesetzlich versichert. Nach neuester Rechtsprechung sind Sie auch als Eltern auf diesen Wegen versichert, wenn Sie die Wege aus dem Homeoffice antreten und die Wege direkt und unmittelbar sind. Private Erledigungen sind nicht versichert.

  • Beachten Sie die allgemeinen Hygieneregeln: Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen.
  • Verzichten Sie auf Begrüßungsformen mit direktem Körperkontakt, zum Beispiel Händeschütteln.
  • Husten und niesen Sie in die Armbeuge oder in ein Papiertaschentuch, das Sie anschließend entsorgen.
  • Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig und gründlich mindestens 20-30 Sekunden lang mit Flüssigseife.
  • Verwenden Sie Einmalhandtücher, keine Stoffhandtücher.
  • Fassen Sie sich nicht mit den Händen ins Gesicht.
  • Teilen Sie Arbeitsmaterialien wie Tastatur und Stifte möglichst nicht mit anderen.
  • Lüften Sie Büro- und Aufenthaltsräume regelmäßig. Die Empfehlung lautet viermal täglich für jeweils fünf bis zehn Minuten
  • Nehmen Sie Ihre Mahlzeiten möglichst allein ein, z. B. in Ihrem Büro.
  • Reinigen Sie Ihren Arbeitsplatz nach Beendigung der Arbeit oder gegebenenfalls bei Dienstantritt, insbesondere wenn sie ihn mit anderen teilen.
  • Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie sich krank fühlen. Quelle

Ja. Die Erste-Hilfe-Grundversorgung muss sichergestellt sein. Hierbei kann auch auf externe Personen als Ersthelfende zurückgegriffen werden; zum Beispiel Sicherheitspersonal, das oftmals eine Erste-Hilfe-Aus- bzw. Fortbildung nachweisen kann.

Es sollte versucht werden – auch bei einem reduzierten Personalstamm – die in der DGUV Vorschrift 1 festgelegte Mindestanzahl zu erreichen (bei 2 bis 20 anwesenden Versicherten ein Ersthelfender, bei über 20 anwesenden Versicherten in Verwaltungs- und Handelsbetrieben 5 % und in sonstigen Betrieben mindestens 10 % der anwesenden Beschäftigten).

Ist dies aufgrund der aktuellen Situation nicht immer möglich, sollte man auch unter Einbeziehung der Gefährdungsbeurteilung der vorgegebenen Anzahl an Ersthelfenden möglichst nahekommen.

Da Ersthelfende erst ab zwei anwesenden Versicherten zur Verfügung stehen müssen, ist bei allein von zu Hause aus Arbeitenden kein Ersthelfender notwendig. Es muss die Möglichkeit bestehen, einen Notruf per Festnetz- oder Mobiltelefon absetzen zu können, wenn nötig.

"Nach der DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“ haben Unternehmende dafür zu sorgen, dass die Ersthelfenden „in der Rege“ in Zeitabständen von zwei Jahren fortgebildet werden.

Sollte die Fortbildungsfrist auf Grund der Absagen im Rahmen der Corona-Virus-Pandemie-Planung überschritten werden, lässt die Forderung einen gewissen Handlungsspielraum offen. Bei deutlicher Überschreitung oder in Zweifelsfällen sollte erneut eine Teilnahme an einer Ersten-Hilfe-Ausbildung erfolgen. Diese Einzelfallentscheidung muss im Unternehmen getroffen werden. Anhaltspunkte für die Entscheidung sind die Erfahrung des Ersthelfenden und sein Einsatzgebiet.

Bei langjährigen und erfahrenden Ersthelfenden kann auch bei Fristüberschreitung die Teilnahme an einer Erste-Hilfe-Fortbildung leichter begründet werden als bei einem Mitarbeitenden, für den es die erste Fortbildung wäre. Ebenso sind die spezifischen Arbeitsplatzgegebenheiten zu berücksichtigen. Gegebenenfalls kann der Betriebsarzt bzw. die Betriebsärztin in die Entscheidung eingebunden werden. Ein Tipp: Der zeitliche Umfang der Neu-Ausbildung ist identisch mit der Fortbildung und beträgt ebenfalls 9 Unterrichtseinheiten (Nettoausbildungszeit: 6 h 45 min). In Zweifelsfällen können Sie Ersthelfende also ohne Zeitverlust statt zu einer Fort- auch zu einer Ausbildung anmelden.

Sind Teilnehmende zu Erste-Hilfe-Kursen angemeldet und die Kurse nicht bereits durch die ausbildende ermächtigte Stelle abgesagt, sollten Sie sich umgehend mit der ermächtigten Stelle bezüglich einer Verschiebung der Ersten-Hilfe-Aus- oder Fortbildung in Verbindung setzen.

Gegebenenfalls sind die Vorgaben eines privatrechtlichen Vertrages zwischen ermächtigter Ausbildungsstelle/Unternehmen zu beachten.

Das kommt auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Ausbildungsstelle an, mit der Sie einen Vertrag geschlossen haben.

Grundsätzlich ist es für ermächtigte Ausbildungsstellen zulässig, Regelungen zu treffen, um bei Stornierung angemeldeter Personen Kosten in Rechnung zu stellen (Stornoregelungen). Ob diese Regelungen auch im Fall der Untersagung des Kursbetriebs durch Behörden angewendet werden können, muss zivilrechtlich geklärt werden.

Nein. Erste-Hilfe-Kurse nach DGUV Vorschrift 1 müssen nach wie vor als Präsenzveranstaltung absolviert werden.

Ziel jedes Erste-Hilfe-Kurses ist die ganzheitliche Handlungskompetenz der Ersthelfenden in Notfallsituationen. Die reine Wissensvermittlung steht daher im Hintergrund. Augenmerk wird stattdessen auf das praktische Üben gelegt.

Einen Verband anzulegen oder Betroffene psychisch zu betreuen kann man nur mit anderen Menschen üben. Daher sind online-Kurse für die Erste Hilfe ausgeschlossen.

Ersthelfende müssen immer darauf achten, sich selbst zu schützen. Diese Regel gilt unabhängig von der aktuellen Corona-Pandemie.

Momentan sollten Ersthelfende aufgrund des Corona-Virus aber besonders auf Maßnahmen des Eigenschutzes achten, zum Beispiel Atemschutzmaske und Schutzbrille tragen. Dazu gehört außerdem das Abstand halten, wenn es möglich ist. Auch das Einhalten der Husten- und Niesetikette und gründliches Händewaschen zählen dazu.

Es liegt im Ermessen der handelnden Personen, im Rahmen der Reanimation auf die Beatmung notfalls zu verzichten, bis gegebenenfalls eine geeignete Beatmungshilfe zur Verfügung steht. Die Frage zur möglichen Infektionsgefahr bei der Beatmung ist vor dem Hintergrund der aktuellen Infektionslage berechtigt – umso mehr, je höher die Anzahl nicht getestet infizierter und nicht genesener Personen ist.

Die Maßnahmen der Ersten-Hilfe, wie sie in der Aus- und Fortbildung betrieblicher Ersthelfender geschult werden, sehen grundsätzlich bei den Wiederbelebungsmaßnahmen in erster Linie die Herzdruckmassage, die Anwendung eines AED (falls vorhanden) sowie die Beatmung vor. Diese Lehraussagen sind verpflichtend durch die ermächtigten Ausbildungsstellen einzuhalten und dürfen auch nicht anders geschult werden.

Für Betriebe könnte das Thema „Beatmung“ im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung, unter Einbeziehung des betriebsärztlichen Dienstes, insofern berücksichtigt werden, dass ggf. ergänzend Beatmungsmasken vorgehalten werden. In Bezug auf das Infektionsrisiko und die Anwendung sollten detaillierte Informationen beim Hersteller eingeholt werden. Die Ersthelfenden müssen in der Nutzung unterwiesen werden.

Kundenkontakt sollte möglichst vermieden werden. Sorgen Sie dafür, dass Kunden keinen Zugang zu den Betriebsgebäuden haben. Dort wo Kundenverkehr zwingend notwendig ist, müssen geeignete Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden. Dazu gehören Abstandsregelungen durch Beschilderung und Bodenaufkleber in den Wartezonen. Passen Sie die Öffnungszeiten so an, dass die Anwesenheit von Kunden sich über den Tag verteilen kann.

Kunden sollten bevorzugt elektronisch zahlen. Sie sollten auf die Möglichkeit des bargeldlosen Bezahlens und der berührungsfreien PIN-Eingabe (z. B. mittels mitgebrachtem Stift) hingewiesen werden.

Bei Barzahlung gilt: Damit das Geld nicht direkt an die Kassenkraft übergeben werden muss, nutzen Sie ein kleines Tablett oder eine Schale als fixe Geldablage. Da in vielen Fällen doch ein gewisser direkter Kontakt mit Bargeld erfolgt, muss auf eine konsequente Händehygiene geachtet werden.

Wenn möglich, verzichten Sie auf Unterschriften. Einen guten Schutz gegen Tröpfchen o. Ä. bieten Trennscheiben, z. B. aus Plexiglas. Auch sind Aushänge zu Verhaltensregeln für die Kunden am Eingang und Ausgang erforderlich (z. B. Abstand einhalten zu Personen im Laden, im Treppenhaus oder im Fahrstuhl). Aushänge bei der BGHW zum Download.

Lassen Sie die Teams zeitlich versetzt beginnen, ggf. sollten Sie diese vorher in kleinere Gruppen aufteilen. Die Teams betreten das Betriebsgelände erst kurz vor Arbeitsbeginn und verlassen es danach schnell wieder. Mehrere Teams sollen nicht zu Pausen oder Besprechungen aufeinandertreffen.

In den Pausen sollte der Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden. Um ein Aufeinandertreffen der Beschäftigten in Kantinen zu verhindern, stellen einige Betriebe Lunchpakete bereit.

Die Abwicklung der arbeitstäglichen Touren sollte ohne Zugang zur Disposition gewährleistet werden.

Die Nutzung der Umkleide- und Duschräume ist so zu regeln, dass sich verschiedene Teams und Gruppen nicht dort treffen. Sorgen Sie aber dafür, dass die Beschäftigten den Kleidungswechsel und das Duschen nach der Arbeit nicht nach Hause verlegen. Auch das Reinigen der Arbeitskleidung muss in jedem Fall weiterhin vom Betrieb übernommen werden.

Verringern Sie die gleichzeitige Anwesenheit und Begegnungen der Teams auf dem Betriebshof, z. B. durch unterschiedliche Abfahrtszeiten. Das Aussetzen der Zeiterfassung kann unnötige Anwesenheitszeiten sowie das Aufeinandertreffen an Erfassungsterminals verhindern. Gemeinsames Frühstücken oder Kaffeetrinken mit anderen Besatzungen bitte unterlassen.

Die Zahl der Mitfahrenden im Fahrerhaus möglichst begrenzen. Neben dem Fahrer sollte nur eine weitere Person im Fahrerhaus mitfahren. Anders ist es nur, wenn organisatorisch sichergestellt ist, dass das Team privat diszipliniert und während der Arbeitszeit nur innerhalb des eigenen Teams unterwegs ist.

Die Teams sind möglichst auf Dauer zu bilden, um die Anzahl der Kontaktpersonen so gering wie möglich zu halten. Beim Reden im Fahrerhaus nicht das Gegenüber ansehen, sondern Abstand halten. Fahrerhaus möglichst oft lüften. Das Fahrzeug mindestens arbeitstäglich mit geeigneten Mitteln (fettlösende Haushaltsreiniger/Spülmittel) reinigen, insbesondere bei schichtweiser Nutzung eines Fahrzeugs durch verschiedene Fahre*innen. Desinfektionsmittel und Waschgelegenheit müssen am Fahrzeug mitgeführt werden.

Mundschutz oder Atemschutz in Form von Halbmasken sind bei der Ladetätigkeit nicht sinnvoll. Die Verschleppung von Keimen in den Gesichtsbereich ist eher beim An- und Ablegen der Masken zu erwarten. Deckel der Abfallsammelbehälter geschlossen halten. Nicht in die Behälter greifen. Abfälle nicht anfassen, Heruntergefallenes mit Schaufel oder Greifer bewegen. Sich möglichst von Personen fernhalten. Hygienemaßnahmen beachten bezüglich möglicher Kontaktflächen (Fahrzeuginnenraum, Türgriffe), z. B. Reinigung mit fettlösenden Haushaltsreinigern/Spülmittel. Diese sind aufgrund eines zusätzlichen mechanischen Effekts zur Inaktivierung und Entfernung von Coronaviren geeigneter als reine Desinfektionsmittel. Es sollten getränkte Einmaltücher genutzt werden. Wenn die Reinigung mittels Eimer und Wischlappen erfolgt, müssen danach sowohl Wischwasser als auch Lappen gewechselt werden. Handschuhe vor dem Einstieg ins Fahrerhaus ausziehen und diese, wenn möglich, nicht mit ins Fahrzeug nehmen. Türinnengriffe grundsätzlich nicht mit Handschuhen anfassen.

Schwarz-/Weißtrennung unbedingt weiterhin einhalten! Nicht mit der verschmutzten Arbeitskleidung nach Hause fahren. Zeitliche Abstände zwischen Fahrzeugbesatzungen beim Aufenthalt im Schwarz-/Weiß-Bereich einführen. Duschen mit Seife ist in der jetzigen Situation weiterhin dringend zu empfehlen und der beste Schutz gegen das Virus. Zugang zu den Duschen unter Berücksichtigung der Abstandsregelungen begrenzen. Generell Abstand (min. 1,5 bis 2 Meter) voneinander halten.

Kontakte minimieren, Abstände für Wartende ermöglichen. Eingänge papierlos behandeln. Erforderliche Ausstattung zur Verfügung stellen (z. B. Eingabestifte für Touchscreen-Geräte). Touchscreens bei automatischen Waageeinrichtungen und andere Bedienelemente sollten regelmäßig gereinigt werden. Die notwendige Nutzung von Sanitäreinrichtungen durch Fremdpersonal nach Möglichkeit über mobile Einrichtungen gewährleisten, die auch die Möglichkeit bieten, die Hände zu reinigen.

Verwenden Sie nur Abfallbehälter, die mit einem Abfallsack ausgestattet sind. Vermeiden Sie das Ausleeren von Hand auf eine offene Ladefläche oder Umschütten in andere Behälter. Auch der Handkontakt zu Abfällen muss unbedingt vermieden werden. Bei der Leerung sollten passende Hilfsmittel, z. B. Greifer oder geeignete Säcke, eingesetzt werden. Schutz vor Schmierinfektionen bietet regelmäßiges Händewaschen bzw. Desinfektion der Hände.

Der Fachausschuss zum Arbeits- und Gesundheitsschutz der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) hat aus gegebenem Anlass aktuelle Hinweise zu Pandemiemaßnahmen in Abwasserbetrieben erarbeitet und passt diese regelmäßig an. Zur Webseite der DWA.

Zur Vermeidung direkter Kontakte sollte die gleichzeitige Anzahl der Kund*innen auf dem Hof begrenzt werden. Erweitern Sie gegebenenfalls die Öffnungszeiten (Entzerrung) und kommunizieren diese Maßnahme. Ermöglichen Sie Abstände vor dem Kassenhäuschen; Einweiser halten Abstand zu den Einliefernden.Treffen Sie Abstandsregelungen bei der Schadstoffannahme und verdeulichen diese durch Markierungen; Kund*innen und Beschäftigte sollten sich nicht gleichzeitig im Annahmebereich aufhalten.

Wenn im Außendienst kein Waschbecken zur Verfügung steht, sollten Wasserbehälter mit Zapfhahn, Handreinigungsmittel und Einmalhandtücher mitgeführt werden. Das gilt insbesondere für Grün- und Erdarbeiten. Bei den übrigen Arbeiten ist ein Desinfektionsmittel ausreichend.

Prüfen Sie, ob der Betrieb zeitweise unterbleiben kann. Verringern Sie die Besetzung und vergrößern Sie die Abstände. Ermöglichen Sie Händehygiene und Reinigungsmöglichkeiten in Kabinennähe. Die Handschuhe sollten häufiger gewechselt werden.

Stellen Sie Ihren Bildschirm so auf, dass möglichst keine Fenster oder Lichtquellen sich darin spiegeln. Tageslicht kommt am besten von der Seite. Alle Arbeitsmittel, die Sie ständig benötigen, sollten sich direkt vor Ihnen befinden.

Die Arbeit am Laptop kann länger als dessen Akkukapazität in Anspruch nehmen. Verlegen Sie das Kabel des Netzteiles daher vorsorglich so, dass ein Stolpern und hängenbleiben vermieden wird. Nutzen Sie eine separate Tastatur, Maus und wenn vorhanden auch einen separaten Bildschirm für Arbeiten am Notebook, da sie eine ergonomischere Arbeitshaltung ermöglichen.

Tipp: Sowohl Mauszeigergeschwindigkeit als auch Doppelklickeigenschaften lassen sich in den Einstellungen des Betriebssystems individuell anpassen. Der Mauszeiger sollte sich ohne allzu viele Mausbewegungen – handgelenkschonend – steuern lassen.

Der Abstand zum Bildschirm sollte 50-70 cm betragen. Am besten schaut man entspannt von oben auf den Bildschirm herab, so als würde man ein Buch lesen. Als Faustformel gilt: Es sollte über den oberen Bildschirmrand hinweg geschaut werden können – ohne den Kopf in den Nacken zu strecken.

Richtiges Sitzen und Sitzplatz: Die Oberarme hängen locker herab und bilden mit den Unterarmen eine waagerechte Linie zur Tastatur. Oberarme und Unterarme bilden einen Winkel von 90° oder mehr. Es sollte immer die ganze Sitzfläche genutzt werden, damit der Rücken abgestützt wird. Gegebenenfalls mit der Rückenlehne korrigieren. Der rechte Winkel gilt auch für die Ober- und Unterschenkel. Dabei sollten die Füße ganz auf den Boden gestellt werden, zur Not muss eine improvisierte-Fußstütze vorhanden sein. Dynamisches Sitzen ist wichtig. Also öfter die Sitzhaltung ändern und Bewegungspausen machen, um Verspannungen im Rücken vorzubeugen.

Telearbeit: Gemäß § 2 Abs. 7 ArbStättV (Arbeitsstättenverordnung) sind Telearbeitsplätze vom Arbeitgeber fest eingerichtete Bildschirmarbeitsplätze im Privatbereich der Beschäftigten, für die der Arbeitgeber eine mit den Beschäftigten vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit und die Dauer der Einrichtung festgelegt hat. Die Ausstattung des Arbeitsplatzes entspricht daher den betrieblichen Büroarbeitsplätzen. Mobiles Arbeiten: Im Gegensatz zur Telearbeit ist die Arbeitsform des mobilen Arbeitens (auch mobile Telearbeit oder Mobile Office genannt) bisher nicht rechtlich definiert. Charakteristisch für das mobile Arbeiten ist, dass es weder an das Büro, noch an den häuslichen Arbeitsplatz gebunden sein muss. So können Mitarbeiter*innen von einem beliebigen Ort über das mobile Netz ihre Arbeit erledigen.

Die Ausstattung mit einem dienstlichen Notebook oder gar die Nutzung privater Computer für dienstliche Zwecke fällt nicht in den Geltungsbereich der Arbeitsstättenverordnung. Die Arbeit erfolgt hier ohne Bindung an einen fest eingerichteten Arbeitsplatz außerhalb des Betriebes. Allerdings muss der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin seinen/ihren Pflichten gemäß des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) weiterhin dadurch gerecht werden, indem er/sie organisatorische Maßnahmen trifft und den Beschäftigten klare Verhaltensanweisungen gibt. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass kurzfristig verordnetes mobiles Arbeiten im Homeoffice in der Dauer wie ein Telearbeitsplatz anmuten kann – je nachdem wie lange die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus andauern.

Beschäftigte sind auch im Homeoffice gesetzlich gegen Arbeitsunfälle versichert. Dies gilt allerdings nur, wenn ein Unfall unmittelbar im Zusammenhang mit der Arbeit passiert, und nicht bei "privaten Verrichtungen". Gehen Arbeitnehmende in die private Küche, um sich ein Glas Wasser zu holen und rutschen dabei aus, greift die gesetzliche Unfallversicherung nicht.

Wenn die angebotenen Kurse Teil des betrieblichen Sportangebots sind, die nun online stattfinden, dann sind Sie während der Ausübung gesetzlich unfallversichert. Voraussetzung ist allerdings, dass es sich um Live-Angebote/Live-Streams handelt, bei denen der Kontakt zur Trainingsleitung für Nachfragen oder ähnliches stattfinden kann.

Sowohl bei Telearbeit und beim mobilen Arbeiten haben Arbeitgebende eine Fürsorgepflicht und die Verantwortung, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten gleichermaßen sicherzustellen. Für beide Tätigkeitsbereiche gilt hier das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG). Es müssen die erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes unter Berücksichtigung der Umstände getroffen werden, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit beeinflussen.

Arbeiten Beschäftigte nur gelegentlich oder befristet im Homeoffice, ist es ausreichend, wenn dafür ein Laptop genutzt wird. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) geht davon aus, dass diese Form der mobilen Arbeit auch für die aktuelle Corona-Situation gilt. Erst bei regelmäßiger Arbeit von zu Hause aus, der sogenannten Telearbeit, muss ein fester Bildschirmarbeitsplatz eingerichtet und die Arbeitsstättenverordnung beachtet werden. Die Arbeitsstättenverordnung regelt in Einheit mit der Gefährdungsbeurteilung dann auch die Büroausstattung (drehbarer Bürostuhl, Beleuchtungssituation etc.)

Sind im Arbeitsvertrag feste Arbeitszeiten geregelt, gelten diese auch im Homeoffice, sofern nichts anderes vereinbart wurde. Auch wenn die Arbeitszeit im Homeoffice eher frei gestaltet werden kann, muss das Arbeitszeitgesetz eingehalten werden. Es regelt sowohl die Höchstarbeitszeit von normalerweise acht Stunden als auch die Vorschrift zur Ruhezeit von mindestens elf Stunden zwischen zwei Arbeitstagen. Bis 23 Uhr zu arbeiten und dann am nächsten Tag um 8 Uhr morgens weiterzumachen, wäre also nicht erlaubt.

Auch hier gilt das Arbeitszeitgesetz. Zu weiteren Regelungen sprechen Sie am besten Ihren Arbeitgeber an. Wenn Sie Ihre Kinder zu Hause betreuen, stehen weder Sie noch die Kinder unter gesetzlichem Unfallversicherungsschutz. Bei Unfällen greift in diesem Fall die Krankenversicherung. Bei Unsicherheiten sprechen Sie uns gerne an.

Auch die Datenschutzgesetze sind bei der Arbeit von zu Hause aus zu beachten. So dürfen sensible Informationen, beispielsweise Kunden- und Personaldaten, in der Wohnung nicht offen herumliegen. Der Zugang zu betriebsinternen Systemen muss geschützt sein. Die Arbeitnehmer*innen müssen sicherstellen, dass nur sie allein, also auch nicht Familienangehörige oder gar Dritte, Zugang zu PC und Mobiltelefon und damit zu vertraulichen Daten am Homeoffice-Arbeitsplatz haben.

Wie effektive Teamführung gelingt, wenn die Mitarbeiter*innen im Homeoffice sind, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Übertragungen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, sind durch Schmierinfektionen denkbar. Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Corona-Viren in der Umwelt ist dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahrscheinlich. Es gibt derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen mit dem Corona-Virus infiziert haben. Auch für andere Corona-Viren sind keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel oder den Kontakt mit trockenen Oberflächen bekannt.

Nein. Solange diese Einrichtungen nicht schließen müssen, gibt es dort kein erhöhtes Infektionsrisiko, das solche Schutzmaßnahmen medizinisch notwendig macht.

Mit Seife die Hände zu waschen ist deutlich wirksamer als nur mit Wasser, denn Waschsubstanzen lösen Schmutz und Mikroben von der Haut. Zudem neigt man dazu, bei Verwendung von Seife die Hände gründlicher einzureiben und abzuwaschen als ohne, was zur zusätzlichen mechanischen Entfernung von Keimen führt.

Auch befinden sich bestimmte Keime im natürlichen Fettfilm der Haut und lassen sich mit Wasser alleine kaum entfernen. Ist keine Seife vorhanden, sollte man dennoch auf das Händewaschen mit Wasser nicht verzichten. Denn auch mit Wasser alleine wird zumindest ein Teil der Erreger entfernt. Auch wenn die Verwendung von Seife die Wirksamkeit des Händewaschens deutlich steigert, ließ sich in Untersuchungen bereits durch das Händewaschen nur mit sauberem Wasser beispielsweise die Häufigkeit von Durchfallerkrankungen senken.

Beschäftigte, die bei der Arbeit ein besonders hohes Risiko haben, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren, müssen filtrierende Atemschutzmasken tragen. Medizinische Gesichtsmasken, auch Mund-Nasen-Schutzmasken genannt, reichen für Arbeitsbereiche mit hohem Risiko nicht aus, um sich vor einer Ansteckung zu schützen. Wie Sie Schutzmasken richtig verwenden, finden Sie hier. Den Unterschied zwischen Nase-Mund-Schutz und Atemschutzmasken verdeutlicht dieses Plakat.

Der Mund-Nase-Schutz soll vor allem dann getragen werden, wenn Sie sich in öffentlichen Räumen aufhalten, in denen der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann. Dies gilt z. B. im öffentlichen Nahverkehr oder beim Einkaufen. Einige Städte haben eine Tragepflicht für den öffentlichen Raum ausgesprochen. Infomieren Sie sich ggf. über Ihre örtlichen Regelungen.

Setzen Sie die Maske so auf, dass sie Mund und Nase bedeckt. An den Rändern sollte sie möglichst eng sitzen. Beim Aufsetzen der Maske sollten Sie die Innenseite der Maske nicht mit den Händen berühren, um sie nicht mit Viren zu kontaminieren. Am besten setzen Sie die Maske nur mit frisch gewaschenen Fingern auf.

Wenn die Maske feucht geworden ist (z. B. durch die Atemluft), entsorgen Sie sie über den Hausmüll in einem geschlossenen Müllbeutel. Die Außenseite der Maske kann durch Erreger kontaminiert sein. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihre Hände die Außenseite nicht berühren – insbesondere beim Ausziehen. Waschen Sie sich gründlich die Hände, sobald Sie die Maske abgelegt haben – mindestens für 20-30 Sekunden und mit Seife.

Nicht alle, die mit dem Corona-Virus infiziert sind, bemerken dies auch. In der Regel sind Betroffene bereits mit sehr leichten Symptomen ansteckend. Manche infizierte Personen haben keine Krankheitsanzeichen, könnten den Erreger aber trotzdem verbreiten. In diesen Fällen trägt das vorsorgliche Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung dazu bei, das Risiko einer Infektion zu verringern. Außerdem erinnert der Mund-Nase-Schutz andere daran, den geforderten Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

Nein. Zu Anfang der Pandemie hatten Unternehmen erhebliche Schwierigkeiten, die nötige Schutzausrüstung für ihre Mitarbeitenden zu beschaffen. Wurde dann aufgrund einer Notsituation bei der Versorgung erkrankter Personen ganz ohne oder ohne hinreichende PSA gearbeitet und hat sich eine versicherte Person dabei infiziert, so gab es keine Regressforderungen der UKH. Versicherte Unternehmen müssen natürlich grundätzlich für die notwendige PSA sorgen und sich stets darum bemühen, diese zu erhalten.

Für Arbeitsplätze, an denen bereits ein Hautschutzplan aufgrund von Hautgefährdungen oder Hygienevorschriften vorhanden ist, sind die dort festgelegten Maßnahmen weiterhin zu beachten. Es sind keine zusätzlichen Maßnahmen erforderlich.

Für Personen, die keine Tätigkeiten mit erhöhter Hautbelastung ausüben kann sich infolge der zusätzlichen Hygienemaßnahmen der Pflegebedarf der Hände erhöhen. Häufiges Händewaschen, die Händedesinfektion und das Tragen von Handschuhen belasten die Haut.

Die konsequente Anwendung von Hautpflegemitteln zur Regeneration der Hautbarriere und Vermeidung von Hautveränderungen ist deshalb sehr wichtig. Cremen Sie sich nach jedem Händewaschen/Desinfizieren die Hände. Für das Eincremen nach der Arbeit sind fetthaltige Cremes zu empfehlen. Nutzen Sie dafür Produkte ohne Duftstoffe.

Tipp: Denken Sie beim Eincremen an Fingerkuppen, Nagelfalz und Fingerzwischenräume! Werden Einmalhandschuhe verwendet, beachten Sie folgendes: Handschuhe möglichst wechseln, wenn sie innen feucht sind. Eventuell Baumwollhandschuhe unterziehen (ebenfalls rechtzeitig wechseln) Nach der Benutzung Hautpflegemittel auftragen.

Die Anwendung von Hautschutz- oder Hautpflegemitteln unter Einmalhandschuhen wird nicht empfohlen, da für eine Schutzwirkung (Verringerung der Hautquellung, bzw. des Schwitzens) bisher keine überzeugenden Wirksamkeitsnachweise vorliegen. Zudem kann je nach Zubereitungsform das Aufquellen der Haut unter dem Handschuh und das Herauslösen von Handschuhinhaltsstoffen gefördert werden.

Wenn Schulen und Kindergärten aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen sind, besteht bei der Notbetreuung von Kindern, deren Eltern in Bereichen der kritischen Infrastruktur tätig sind, Versicherungsschutz.

Es besteht kein Versicherungsschutz in selbst-organisierten Eltern-Kind-Gruppen oder bei der Betreuung durch Verwandte und Bekannte.

Betriebe und Schulen melden der UKH die Infektion mit der vorgeschriebenen Unfallanzeige (über das Mitgliederportal bzw. das Schulportal), sobald sie davon Kenntnis erhalten haben. Der Verdacht auf Vorliegen einer Berufskrankheit wird vom Unternehmen, vom betriebsärztlichen Dienst oder sonstigen Arztpraxen gemeldet. Betroffene können sich natürlich auch selbst an die UKH wenden.

Bei Abbruch durch die Patienten (Abreise bzw. Nichtwahrnehmung von Terminen wegen Infektionsgefahr), sollte diese von der Einrichtung dokumentiert und dem Unfallversicherungsträger mitgeteilt werden. Die Abrechnung erfolgt gemäß der erbrachten Leistung. Eine Verlängerung der Gültigkeit der Verordnung ist in der Regel nicht zu empfehlen. Bei einer Unterbrechung der Maßnahme für mehr als zwei Wochen ist eine Vorstellung und die Verordnung des D-Arztes erforderlich. Dabei sollte eine für die Patienten weitestgehend unbedenkliche Wiedervorstellung hinsichtlich der Pandemieproblematik berücksichtigt werden. Grundsätzlich kann die Einrichtung belegt werden, solange dort kein identifizierter Fall/ Verdachtsfall aufgetreten ist.

COVID-19-Erkrankungen können ggf. die Voraussetzungen einer Berufskrankheit der BK-Nummer 3101 erfüllen. Nämlich dann, wenn Versicherte durch Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit in bestimmten Bereichen gegenüber der allgemeinen Bevölkerung einer wesentlich erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt waren (hierzu zählen Versicherte mit Tätigkeiten in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder in Laboratorien oder die durch eine andere Tätigkeit in ähnlichem Maße einer Infektionsgefahr ausgesetzt sind). Die Allgemeingefahr tritt dabei wegen des erhöhten beruflichen Risikos in den Hintergrund.

Wenn Versicherte im Rahmen ihrer versicherten Tätigkeit direkten Kontakt mit einer Person hatten, die wahrscheinlich oder bestätigt mit SARS-CoV-2 infiziert war, werden die notwendigen Testungen übernommen.

Nein. Personen, die eine Infektion mit SARS-CoV-2 vermuten, wenden sich bitte an das zuständige Gesundheitsamt, das dann die weitere Koordination übernimmt. Bei positivem Test, entsprechenden Krankheitszeichen und der Vermutung der Ansteckung im Beruf erstattet die behandelnde Praxis oder Klinik eine Anzeige auf Verdacht einer Berufskrankheit. Die UKH übernimmt die Kosten von Testungen, wenn Versicherte wahrscheinlich oder nachweislich/bestätigt beruflichen Kontakt mit einer Person hatten, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist.

Diese Hilfe ist gesetzlich unfallversichert. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Helfer*innen bei einer von der Gemeinde organisierten Hilfe tätig werden oder im Rahmen privat organisierter Hilfen. Auch Mitglieder von Vereinen, Parteien oder sonstigen Organisationen, die ihre Unterstützung anbieten, sind bei der jeweiligen Hilfsmaßnahme gesetzlich unfallversichert. Sofern kein vorrangiger Versicherungsschutz über eine Berufsgenossenschaft besteht, greift die Satzung der Unfallkasse Hessen, die freiwillig Engagierte und andere ehrenamtlich Tätige unter Versicherungsschutz stellt.

Sofern kein medizinischer Notfall besteht, kann die Maßnahme zu einem anderen Zeitpunkt nachgeholt werden. Sie können Ihren Arzt*Ihre Ärztin um eine Verordnung ambulanter Maßnahmen bitten. Inwiefern diese jedoch bei der aktuellen Situation durchgeführt werden können, können wir nicht beeinflussen.

Es kommt u. a. auf die Fließgeschwindigkeit im Verkehrsbereich an. Wenn die tages- und nachtauffälligen Warnstreifen auf der Feuerwehrüberjacke entsprechend den Vorgaben der HuPF Teil 1 (bzw. DIN EN 469:2020 Nr. 6.2.6 mit den Anforderungen nach DGUV-Information 205-020 "Feuerwehrschutzkleidung – Tipps für Beschaffer und Benutzer") angebracht sind, so kann im öffentlichen Verkehrsraum auf zusätzliche Warnkleidung (z. B. Warnweste) verzichtet werden. Diese Warnwirkung genügt, wenn nicht mit erhöhten Gefährdungen, wie beispielsweise einer Fließgeschwindigkeit des Verkehrs von mehr als 60 km/h, gerechnet wird.

Liegt während einer technischen Hilfeleistung im Verkehrsbereich die Fließgeschwindigkeit bei über 60 km/h, wird Warnkleidung der Klasse 3 nach DIN EN ISO 20471 benötigt. Diese muss über die erforderlichen Flächen an fluoreszierendem (0,8 m²) und retroreflektierendem (0,2 m²) Material verfügne. Außerdem müssen die Hinweise der DGUV Information 212-016 "Warnkleidung" beachtet werden.

In den meisten Fällen, in denen die Feuerwehr agiert, ist die Einsatzstelle abgesichert oder ganz gesperrt. Innerhalb der gesicherten Bereiche werden keine Geschwindigkeiten gefahren, die das Tragen von Warnkleidung der Klasse 3 erforderlich macht. Klasse 2 ist in dann ausreichend.

Eine ausreichende Wahrnehmbarkeit wird in diesen Fällen durch folgende Kombinationen erreicht:

Feuerwehrschutzkleidung HuPF Teil 1 und Teil 4 / Feuerwehrschutzkleidung HuPF Teil 3 und Teil 2 (wenn die Kleidung mit der optional verfügbaren Warn- und Reflexausstattung ausgestattet ist) / Warnweste (StVZO) und Feuerwehrhose HuPF Teil 4

Laut der uns vorliegenden Expertenmeinungen des DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE) ist nach derzeitigem Erkenntnisstand davon auszugehen, dass das in der Feuerwehrnorm angegebene Kabel H07RN-F für den Feuerwehreinsatz besser geeignet ist als z.B. das Kabel H07BQ-F. Da bei einem Einsatz kurzfristig höhere Temperaturen auftreten, ist der Kabeltyp H07BQ-F nicht geeignet, da die Thermoplaste, aus denen der Mantel besteht, recht schnell schmelzen und ein Feuer weiterleiten. Die Gummileitungen H07RN-F und H07RN8-F (Pumpenleitung) können Temperaturspitzen wesentlich besser verkraften und sind unbedenklich im Einsatz bei Temperaturspitzen und Pumpen. Bei Tauchpumpen ist der Einsatz von H07BQ-F recht kritisch, da diese Pumpen eine Gummidichtung haben und diese nur mit Gummileitungen typgeprüft werden. Weiter zeigen die Thermoplaste des Mantels von H07BQ-F einen Kaltfluss, der sich negativ bezüglich der Dichtigkeit auswirkt. Eine Gefährdungsbeurteilung, welche ausschließlich auf organisatorische Maßnahmen setzt, kann somit nicht als ausreichend angesehen werden. Grundlegend gilt, dass organisatorische Maßnahmen technischen nachgeordnet sind. Ein Fehlverhalten kann durch rein organisatorische Maßnahmen nicht sicher ausgeschlossen werden. Werden durch die Feuerwehr HN07BQ-F-Kabel eingesetzt, so wird die Ausrüstung bei der Prüfung durch den Technischen Prüfdienst als kurzfristig zu beseitigender Mangel beanstandet und im Revisionstext mit dem Hinweis auf die nicht normgerechte Ausführung versehen. Für den Feuerwehreinsatz sind somit weiterhin ausschließlich H07RN-F-Kabel zu verwenden.

Das Verbandbuch ist verschlossen aufzubewahren. Nur zwingend berechtigte Personen dürfen Zugriff darauf haben. Auf den Verbandkasten müssen hingegen alle Beschäftigten Zugriff haben, so dass beides getrennt aufbewahrt werden muss.

Alternativ: Legen Sie Verbandbuch-Blanko-Formulare zum Verbandkasten, auf denen Mitarbeiter*innen selbst ihre Verletzung dokumentieren können. Das Formular wird in einem verschlossenen Umschlag an die zuständige Person weitergeleitet. Ist das Verbandbuch voll, muss es fünf Jahre lang aufbewahrt und dann datenschutzkonform vernichtet werden (§24 Abs. 6 UVV „Grundsätze der Prävention“). Quelle

Kinder, die während einer Klassenfahrt oder Skifreizeit ihrer Schule verunglücken, sind auch im Ausland gesetzlich unfallversichert. Die Reise muss von der Schule geplant, organisiert und durchgeführt sein. Der Unfallschutz umfasst alle schulbezogenen, beaufsichtigten Aktivitäten sowie die Hin- und Rückreise. Wichtig für Krankheit und Unfall: Die Schüler*innen sollten im europäischen Ausland die Europaeische-Krankenversicherungskarte/EHIC-Karte der gesetzlichen Krankenversicherung mitführen.

Für privat Versicherte stellen wir auf Antrag eine Ersatzbescheinigung aus. Unfälle auf Klassenreise im Ausland sind der UKH umgehend zu melden unter ukh[at]ukh.de, Telefon: +49 (0)6929972-440. Wir kümmern uns ggf. auch um den sicheren Rücktransport. 

Info-Flyer der UKH

Wenn Sie bei einer Hilfeleistung einen Sachschaden (Kleidung, Mobilgerät) erlitten haben, ersetzt die UKH diesen auf Antrag grundsätzlich. Auch andere Aufwendungen, die in der Hilfesituation notwendig wurden, werden erstattet.

Um den Wert der beschädigten Gegenstände nachzuweisen, reichen Sie mit Ihrem Antrag am besten direkt vorhandene Rechnungen oder andere Nachweise ein. Für die Angehörigen der freiwilligen Feuerwehren gelten Sonderregelungen, die Sie bitte über das Servicetelefon erfragen (069 29972-440).

Nach dem Stand der Technik legt die DIN EN 443 Mindestanforderungen an Feuerwehrhelme für die Brandbekämpfung in Gebäuden und anderen baulichen Anlagen fest. Aluminium-Helme nach der zurückgezogenen Norm DIN 14 940, die sich in einem ordnungsgemäßen Zustand befinden, dürfen im Rahmen ihrer Einsatzgrenzen weiter verwendet werden. So ist beispielsweise bei der Ausbildung auf die materialbedingt höhere Wärmeabstrahlung auf den Kopf sowie die elektrische Leitfähigkeit hinzuweisen.

Sofern Helme dieser Norm noch Innenausstattungen aus Kunststoff oder gar Lederpolster haben, sollten diese Helme ausgesondert werden oder deren Innenausstattung nach Rücksprache mit dem Hersteller durch gabelförmigen Kinn-Nacken-Riemen aus Textil ersetzt werden.

Bei der Neuanschaffung von Helmen müssen diese die Anforderungen nach der DIN EN 443 erfüllen. Auch nach Zurückziehung der DIN 14 940 können Aluminium-Helme bis zur Ablegereife weitergenutzt werden. Dies wurde gemeinsam mit den Brandschutzaufsichten des Land Hessen und dem Technischen Prüfdienst und der UKH beschlossen. Auch die Hessische Landesfeuerwehrschule teilt diese Meinung.

Stromerzeuger für die Feuerwehr (DIN 14685) stellen den Schutz des Benutzers durch die Schutztrennung sicher. Die Verwendung eines PRCD-K ist grundsätzlich nicht erforderlich. Die Verwendung eines PRCD-S oder PRCD-S+ ist nicht möglich. Dieser PRCD kann an einem Stromerzeuger in der Regel nicht eingeschaltet werden.

In Bereichen mit einer erhöhten elektrischen Gefährdung (zum Beispiel überflutete Räume) muss zusätzlich die technische Ausstattung des Stromerzeugers beachtet werden: An Stromerzeugern ohne Isolationsüberwachung soll jeweils nur ein elektrisches Betriebsmittel/Verbraucher angeschlossen werden (DGUV-I 203-052, Elektrische Gefahren an der Einsatzstelle).

Bei der Verwendung von Stromerzeugern mit Isolationsüberwachung bestehen keine Einschränkungen bei der Anzahl der angeschlossenen Verbraucher. Bei der Nutzung elektrischer Energie aus einem anderen Speisepunkt (Steckdose der Gebäudeinstallation) kann nicht sicher von einer ordnungsgemäß installierten und regelmäßig geprüften Anlage ausgegangen werden. Hier ist eine mobile Personenschutzeinrichtung für Einsatzkräfte nach DIN SPEC 14660 erforderlich.

Die in der Norm beschriebenen Anforderungen werden von den Typen PRCD-S und PRCD-S+ erfüllt. Um einen möglichst vollständigen Schutz zu gewährleisten, soll der PRCD-S/S+ möglichst nah an der Steckdose eingebaut werden. Ein PRCD-K erfüllt die für einen Anschluss an einen sonstigen Speisepunkt geforderten Funktionen nicht vollständig (Stand: Februar 2020.)

Das Hessische Brand- und Katastrophenschutzgesetz (HBKG) legt fest, dass der ehrenamtliche Feuerwehrdienst mit der Vollendung des 60. Lebensjahres endet. Auf Antrag kann das Feuerwehr-Dienstzeitende bis zum vollendeten 65. Lebensjahr hinausgeschoben werden. Die Antragstellerin oder der Antragsteller hat sich vor der Entscheidung über die Verlängerung der Feuerwehrdienstzeit einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen. Der Antrag ist bei der Gemeinde zu stellen. Die Unfallverhütungsvorschrift Feuerwehren (GUV-V C53) legt fest, dass für den Feuerwehrdienst nur körperlich und fachlich geeignete Feuerwehrangehörige eingesetzt werden dürfen. Darüber hinaus gibt es von der Unfallkasse Hessen keine Vorgabe, über Art und Umfang der ärztlichen Untersuchung, die für den Antrag auf Verlängerung der Feuerwehrdienstzeit bis 65 vorgelegt werden muss. Die Entscheidung trifft die Gemeinde. Wird der Antrag positiv beschieden, besteht der Versicherungsschutz durch die UKH in vollem Umfang einschließlich der Mehrleistungen.

Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigte sowie Minijobber:
Grundsätzlich ist eine Kostenübernahme von Erste-Hilfe-Lehrgangsgebühren nicht nur für Vollzeitbeschäftigte, sondern auch für Minijobber oder andere Teilzeitkräfte möglich. Wir empfehlen die Aus- und Fortbildung möglichst von Vollzeitkräften oder solchen Beschäftigten, die häufig und regelmäßig tätig sind. In jedem Fall muss gewährleistet sein, dass während des Betriebs ausreichend Ersthelfer zur Verfügung stehen. Gegebenenfalls müssen Sie dann weitere Ersthelfer*innen auf eigene Kosten aus- und fortbilden.

Beamtinnen und Beamte:
Das Arbeitsschutzgesetz (§ 10 ArbSchG) gilt auch für die verbeamteten Bediensteten. Allerdings gibt es einen Unterschied beim Kostenträger. Die UKH übernimmt für einen Teil der bei ihr versicherten Beschäftigten die Lehrgangsgebühren gemäß § 23 SGB VII (Siebtes Sozialgesetzbuch) in Verbindung mit § 26 DGUV Vorschrift 1. Für die verbeamteten Bediensteten ist dies die Aufgabe des Dienstherrn.

Beamtinnen und Beamte dürfen nur dann mit unseren Berechtigungsscheinen am Erste-Hilfe-Lehrgang teilnehmen, wenn sich nicht ausreichend Beschäftigte zur Bestellung zum/zur Ersthelfer*in bereit erklären.
Achtung: Bei der Angabe der Berechnungsgrundlagen für die Berechtigungsscheine dürfen Beamtinnen und Beamte trotzdem nicht mitgezählt werden.

Ersthelfer*innen für Besucher*innen und Gäst*innen:
Die UKH ist gesetzlich verpflichtet, ihre Mitgliedsbetriebe bei der Ersten Hilfe für ihre Versicherten zu unterstützen (§ 23 SGB VII [Siebtes Sozialgesetzbuch]). Die Erste Hilfe für Besucher und Gäste öffentlicher Einrichtungen wie Museen, Theater, Stadthallen oder städtische Schwimmbäder sind jedoch eine Gemeinschaftsaufgabe, für die die UKH keine Leistungsmöglichkeit hat. Die Kosten für einen erhöhten Bedarf an Ersthelfer*innen durch Besucher*innen, Gäst*innen und Klient*innen sind daher grundsätzlich durch den Betrieb selbst zu tragen.

Der „digitale Lohnnachweis“ ist nur der Name für ein neues Meldeverfahren. Seit 1. Januar 2017 müssen alle Arbeitgebenden – auch die Mitglieder der UKH – die Bemessungsgrundlagen für den Jahresbeitrag mithilfe dieses neuen Meldeverfahrens übermitteln.

Der neue digitale Lohnnachweis ist die Grundlage für die Berechnung der Beiträge für alle Unternehmen in der gesamten gesetzlichen Unfallversicherung. Künftig werden alle Arbeitgeber*innen die Bemessungsgrundlagen für den Beitrag zur Unfallversicherung direkt aus ihren Lohnabrechnungsprogrammen heraus erstellen und versenden. Dadurch werden der Aufwand und das Risiko für Fehler bei der Datenübertragung verringert.

Der so genannte Lohnnachweis ist eine der Grundlagen für die Berechnung des Beitrags, den Sie für den Unfallversicherungsschutz Ihrer Beschäftigten jährlich zahlen. Seit 1. Januar 2017 wurde das bisherige Lohnnachweisverfahren der gesetzlichen Unfallversicherung – zunächst mit einer zweijährigen Übergangsphase – durch das neue UV-Meldeverfahren mit dem elektronischen Lohnnachweis abgelöst.

Mithilfe des Stammdatendienstes führt der Unternehmer vor der Erstattung seines elektronischen Lohnnachweises einen automatisierten Abgleich mit der bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) errichteten Stammdatendatei durch. Die darin gespeicherten Unternehmensdaten enthalten insbesondere auch die für die Meldezeiträume gültigen Veranlagungsdaten (Beitragsgruppen). Hierdurch wird sichergestellt, dass in den beim Unternehmen geführten Entgeltabrechnungsdaten nur richtige UV-Stammdaten gespeichert sind.

Die Nummer ist die von der Unfallkasse Hessen für Ihr Unternehmen vergebene Mitgliedsnummer. Sie finden diese u. a. auf den Beitragsbescheiden der letzten Jahre und auf den bereits zugestellten Informationen zum künftigen digitalen Lohnnachweis. Sofern Ihnen diese Nummer nicht bekannt ist, erfragen Sie diese bitte bei unserem Servicetelefon unter 069/29972-440.

Die BBNR-UV ist die von der Bundesagentur für Arbeit vergebene Nummer Ihres Unfallversicherungsträgers; in Ihrem Falle die der Unfallkasse Hessen (UKH). Die zu meldende BBNR-UV wurde Ihnen mit den Informationen zum Stammdatendienst mitgeteilt. Sie lautet für die UKH 44861264 Unfallkasse Hessen. Bitte verwenden Sie ausschließlich diese Nummer. Sollte Ihre Software statt der Nummerneingabe die Auswahl des UV-Trägers aus einer Liste anbieten, wählen Sie dort Unfallkasse Hessen (UKH) aus.

Die PIN wird benötigt, um Ihr Unternehmen eindeutig identifizieren zu können. Sie ist neben der Mitgliedsnummer zwingend für den Stammdatenabgleich. So wird gewährleistet, dass plausible Daten übermittelt und dem jeweils zugehörigen Unternehmen korrekt zugeordnet werden. Die PIN für Ihr Unternehmen wurde Ihnen per Schreiben übermittelt. Sollten Sie dieses Schreiben nicht erhalten oder die PIN nicht mehr verfügbar haben, wenden Sie sich bitte umgehend an unser Servicetelefon: 069/29972-440.

Mit den übermittelten Zugangsdaten konnten die Unternehmen ab dem 1. Dezember 2016 den Stammdatenabgleich starten. Bis zum 16. Februar 2017 war der Lohnnachweis für 2016 erstmals auf elektronischem Weg zu erstatten. Außerdem sind die bisherigen Bemessungsgrundlagen über das Mitgliederportal der UKH zu melden. Während der Übergangszeit werden die Beiträge auf der Grundlage des bisherigen Verfahrens berechnet. Ab dem Beitragsjahr 2018 sollen Unternehmer die gezahlten Lohnsummen ausschließlich über den elektronischen Meldeweg übermitteln.

Ja, auch geringfügig Beschäftigte sind grundsätzlich ab dem ersten Euro zu melden. Ausnahme: Handelt es sich um geringfügig beschäftigte Haushaltshilfen, so erfolgt die Meldung im Rahmen des Haushaltsscheckverfahrens über die "Minijobzentrale" (Knappschaft-Bahn-See). Dies gilt nicht für Haushaltshilfen, die mehr als geringfügig beschäftigt sind.

Ja. Sofern Steuerberater oder andere Dienstleister mit der Meldung beauftragt sind, sollten die Zugangsdaten für den Stammdatendienst unbedingt an diese weitergeleitet werden. Die Dienstleister können dann auch zukünftig jährlich den Stammdatenabgleich vornehmen und den Lohnnachweis digital erstatten.

Ist die Entgeltabrechnung auf mehrere Stellen verteilt, muss jede einen eigenen Stammdatenabgleich ausführen. Die UKH erhält zu jedem Stammdatenabruf aus einem Unternehmen einen Teilnachweis. Anschließend fasst sie die Teilnachweise im Beitragsbescheid für das jeweilige Meldejahr zusammen. Da die Stammdaten jedes Jahr neu abgeglichen werden, bleiben die registrierten Angaben stets aktuell.

An den Seminaren der UKH können alle die für Sicherheit und Gesundheit verantwortlichen Beschäftigten aus den Betrieben, Schulen und Kindertageseinrichtungen, die bei der UKH versichert sind, teilnehmen. Die einzelnen Termine sind für bestimmte Zielgruppen (z. B. Führungskräfte, Personal- und Betriebsräte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit oder Sicherheitsbeauftragte) konzipiert. Teilweise bestehen weitere Teilnahmevoraussetzungen, die Sie den Seminardetails entnehmen können.

Seminaranfragen können Sie online an die UKH stellen.Telefonische Anmeldungen sind aus organisatorischen Gründen nicht möglich. Bitte stellen Sie für jeden Veranstaltungstermin und jede*n Teilnehmer*in bzw. eine eigene Buchungsanfrage. Eine Unterschrift Ihrer Dienststelle ist ab sofort nicht mehr nötig. Der Eingang Ihrer Buchungsanfrage wird Ihnen zeitnah bestätigt. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei noch nicht um die verbindliche Vergabe eines Seminarplatzes handelt. Nach Eingang Ihrer Buchungsanfrage prüfen wir die Teilnahmevoraussetzungen. In der Regel erhalten Sie sechs Wochen vor dem Termin eine persönliche Einladung mit dem Seminarprogramm und einer Anfahrtsbeschreibung zum Seminarort. Sollte die Veranstaltung ausgebucht sein, nehmen wir Sie auf die Warteliste oder senden Ihnen eine Absage. Bieten wir ein Seminar an unterschiedlichen Veranstaltungsorten an, so bitten wir Sie, das Ihrem Wohn-/Dienstort am nächsten gelegene zu buchen.

In der Regel ist der Anmeldeschluss sechs Wochen vor Veranstaltungsbeginn.

Bei Anreise mit einem dienstlichen Fahrzeug geben Sie dies bitte bei der Reisekostenabrechnung an. Bitte halten Sie in diesem Fall die Kontodaten (IBAN) Ihres Betriebs bereit. Kontoinhaber ist dann Ihr Arbeitgeber.

Ihre persönlichen Daten werden ausschließlich für die Seminarverwaltung und zur Qualitätssicherung verwendet. Detaillierte Hinweise zur EU-Datenschutzgrundverordnung inklusive des UKH-Informationsblatts finden Sie unter ukh.de/datenschutz.

Sind Sie als ehrenamtlich Tätige*r bei der Unfallkasse Hessen versichert, haben Sie bei Seminarteilnahme keinen Anspruch auf Verdienstausfall (Ausnahme: Freiwillige Feuerwehren).

Bei der Buchung können Sie angeben, wenn Sie besondere Anforderungen an das Seminar haben. Wir setzen uns dann mit Ihnen in Verbindung, um die näheren Details abzusprechen.

Für Versicherte der Unfallkasse Hessen ist die Teilnahme an unseren Seminaren kostenfrei. Wir übernehmen auch die Verpflegungs- Übernachtungs- und Reisekosten. Teilnehmende, die bei mehrtägigen Seminaren nicht am Seminarort übernachten, erhalten die täglich anfallenden Fahrtkosten zwischen Dienst- bzw. Wohnort und Seminarstätte. Ausgangspunkt ist immer der Ort, welcher dem Veranstaltungsort am nächsten liegt. Sie erhalten im Seminar ein Reisekostenformular, das Sie vor Ort bitte komplett ausfüllen und unterschreiben müssen. Bitte beachten Sie, dass der kürzeste Weg erstattet wird (laut Routenplaner). Bei Anreise mit der Bahn erstatten wir die Kosten für eine Fahrkarte der 2. Klasse; Fahrpreisermäßigungen sind dabei zu berücksichtigen.

Auch wenn Sie nicht bei der Unfallkasse Hessen versichert sind, können Sie grundsätzlich an unseren Seminaren teilnehmen. Voraussetzung ist jedoch, dass freie Seminarplätze zur Verfügung stehen und seitens Ihres Unfallversicherungsträgers eine Kostenübernahmeerklärung vorliegt. Die Unfallversicherungsträger haben untereinander eine Vereinbarung getroffen, Beschäftigte aus anderen Unfallkassen und Berufsgenossenschaften zu schulen, sofern der eigene Unfallversicherungsträger das benötigte Seminar nicht anbietet. Voraussetzung ist hierbei, dass der zuständige Unfallversicherungsträger die Teilnahmevoraussetzung prüft und eine Kostenübernahmeerklärung abgibt.

Sind Sie als Fachkraft für Arbeitssicherheit oder Betriebsärztin bzw. Betriebsarzt bei einem überbetrieblichen Dienst beschäftigt und betreuen einen Mitgliedsbetrieb der Unfallkasse Hessen, können Sie an den Seminaren teilnehmen. Die Unfallkasse Hessen übernimmt in diesem Fall die Lehrgangs-, Verpflegungs- und ggf. anfallende Übernachtungskosten. Die Fahrtkosten für An- und Abreise tragen Sie selbst.

Die Ausbildung zur Fachkraft für Kommunales Gesundheitsmanagement wird in Kooperation mit dem Bundesverband Betriebliches Gesundheitsmanagement e.V. (BBGM e.V.) angeboten. Der Lehrgang gliedert sich in drei aufeinanderfolgende Module mit insgesamt fünf Präsenztagen und schließt mit einem Zertifikat der UKH ab. Die Inhalte orientieren sich an den Qualitätsstandards des BBGM e.V. Daher besteht die Möglichkeit, eine Prüfung zur Fachkraft für Betriebliches Gesundheitsmanagement zu absolvieren, um das offizielle Abschlusszertifikat des BBGM e.V. zu erlangen. Diese Abschlussprüfung ist optional und kann – auf eigene Kosten – abgelegt werden (Prüfungsgebühr: 160 Euro).

Vier Module umfasst das Seminar-Kurrikulum zur Erlangung des UKH Zertifikats, welches die sozialen Kompetenzen von Führungskräften stärken will. Die Module, die in der Regel über zwei Jahre angeboten werden, sind zwar einzeln buchbar, vorrangig werden jedoch Anmeldungen von Versicherten berücksichtigt, die das UKH Zertifikat erwerben möchten.

Um Arbeitsschutzkoordinator*innen in ihrer Tätigkeit zu unterstützen, bietet die UKH ein abgestimmtes Qualifizierungskonzept an, welches insgesamt vier Module umfasst:

  • Basisqualifizierung 1: Grundlagen zu Sicherheit und Gesundheit
  • Basisqualifizierung 2: Arbeitsschutzorganisation und Pflichtenübertragung
  • Aufbaumodul: Einführung in die Gefährdungsbeurteilung für Führungskräfte
  • Aufbaumodul: Gesundheit im Betrieb

Wenn Sie innerhalb von drei Jahren alle vier Module besucht haben, können Sie das UKH Zertifikat Arbeitsschutzkoordination bei uns anfordern.

Haben Sie zentral einen oder mehrere Seminarplätze als Option bei uns angefragt, teilen Sie uns die Namen der Teilnehmenden bitte spätestens sechs Wochen vor dem Termin unaufgefordert mit. Ansonsten werden die Seminarplätze an andere Mitgliedsunternehmen vergeben.

Nach Ihrer Buchungsanfrage erhalten Sie eine schriftliche Eingangsbestätigung. Nach Prüfung der Teilnahmevoraussetzungen werden Sie ca. sechs Wochen vor dem Seminarbeginn darüber informiert, ob Sie am Seminar teilnehmen können. Sollten mehr Interessenten zum Seminar angemeldet sein als Plätze vorhanden sind, werden wir Sie ebenfalls darüber informieren und Sie ggf. auf eine Warteliste setzen.

Gehen mehr Anmeldungen ein, als Seminarplätze zur Verfügung stehen, buchen wir die weiterhin Interessierten auf eine Warteliste und informieren Sie, sobald ein Platz freigeworden ist.

Falls Sie verhindert sind und nicht am Seminar teilnehmen können, informieren Sie uns bitte rechtzeitig. So können wir Ihren Platz an jemanden von der Warteliste vergeben. Falls Sie wider Erwarten kurzfristig absagen müssen, bitten wir um einen Anruf, gerne auch direkt in der Bildungsstätte. So helfen Sie mit, dass keie unnötigen Kosten entstehen.

Die Teilnahme an den Seminaren ist für Beschäftigte unserer Mitgliedsunternehmen kostenfrei. Ein Verdienstausfall wird jedoch nicht gezahlt. Dieser Passus gilt nicht für die Seminarangebote der Freiwilligen Feuerwehren.

In Absprache mit der für Sie zuständigen Aufsichtsperson ist die Durchführung eines hausinternen und auf Sie abgestimmten Qualifizierungsangebotes möglich. Es müssen jedoch mindestens 15 Beschäftigte daran teilnehmen. Wenden Sie sich diesbezüglich bitte an Ihre Aufsichtsperson. Die Kosten für die Verpflegung und die Referenten übernimmt die UKH. Über unser Servicetelefon erfahren Sie den Namen der für Sie zuständigen Aufsichtsperson.

Als gesetzliche Unfallversicherungsträgerin sind wir per Gesetz verpflichtet, mit allen geeigneten Mitteln Unfälle in den uns versicherten Unternehmen zu verhüten. Dazu gehört auch die Qualifizierung von Versicherten. Wenn Sie in einem bei der UKH versicherten Unternehmen beschäftigt sind und in Ihrem Betrieb als s. g. Multiplikator (Führungskraft, Personal- oder Betriebsrat, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Betriebsarzt, Sicherheitsbeauftragter usw.) tätig sind, können Sie kostenfrei an den Seminaren der UKH teilnehmen, sofern keine dienstlichen Gründe dagegen sprechen. Dies gilt auch für die Verpflegungskosten. Die Lohn- oder Gehaltsfortzahlung trägt Ihr Unternehmen.

Nicht bei der UKH versicherte Beschäftigte können bei den Seminaren der UKH teilnehmen, sofern noch Plätze frei sind und der zuständige Unfallversicherungsträger die Kosten übernimmt (Kostenübernahmeerklärung erforderlich).

In der Regel übernimmt die UKH die anfallenden Schulungs- und Verpflegungskosten für Sie, wenn Sie einen bei der UKH versicherten Mitgliedsbetrieb betreuen. Lediglich die Fahrtkosten werden nicht erstattet.

Sie erhalten ca. sechs Wochen vor Seminarbeginn eine Einladung zum Seminar mit allen für die Teilnahme notwendigen Informationen.

Wenn Sie mehrere Personen aus Ihrem Betrieb anmelden möchten, verwenden Sie bitte bei der Online-Anfrage den Button "Teilnehmer hinzufügen". Nutzen Sie das Fax-Formular, füllen Sie bitte für jede Person eine extra Anmeldung aus.

Die Teilnahme an unseren Veranstaltungen ist in der Regel auch Menschen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung möglich. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, dass Sie eine gesundheitliche Beeinträchtigung haben und dann werden wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen. Melden Sie mehrere Personen aus einem Betrieb zu einer Veranstaltung an, so vermerken Sie im Feld "Bemerkungen", dass eine gesundheitliche Beeinträchtigung vorliegt, damit wir mit Ihnen Kontakt aufnehmen können.

Haustiere sind im Seminar nicht zugelassen. Im Einzelfall können Assistenz- und Begleithunde in Absprache mitgebracht werden.

Grundsätzlich können nur dann die Kosten übernommen werden, wenn die UKH ein entsprechendes Seminar nicht anbietet und das Schulungsthema für den eigenen Betriebszweck passend ist. Die Unfallversicherungsträger haben eine Vereinbarung getroffen, untereinander Beschäftigte aus anderen UVT zuzulassen. In diesem Falle prüft die UKH vorab die Teilnahmevoraussetzungen und erteilt ggf. eine Kostenübernahme.

Für Angehörige der Jugendfeuerwehren, die nach § 8 HBKG an dem für sie angesetzten Übungs- und Ausbildungsdienst teilnehmen, sind feste, knöchelhohe Schuhe mit profilierter, rutschfester Sohle und Absatz einzusetzen. Es hat sich allerdings in der Praxis bewährt einen Sicherheitsschuh mindestens der Klasse S 2 zu verwenden, wie es die Hessische Feuerwehrbekleidungs- und DienstgradVO vorgibt. Diese Schuhe sind mittlerweile auch zu erschwinglichen Preisen im Handel erhältlich. Die Hessische Feuerwehrbekleidungs- und DienstgradVO ist vom Hessischen Ministerium des Innern und Sport (HMdIS) erlassen und dementsprechend für die Hessischen Feuerwehren verbindlich. Ausnahmen oder andere Vorgehensweisen müssten mit dem HMdIS vereinbart werden.

Bei der Verwendung eines für den Feuerwehrdienst genormten Stromerzeugers (DIN 14685) ist die Verwendung eines PRCD-S grundsätzlich nicht erforderlich, weil der Schutz über die Schutztrennung sichergestellt wird.

Beachten Sie bei der Verwendung von Tauchmotorpumpen, dass bei Stromerzeugern ohne Isolationsüberwachung grundsätzlich nur eine Tauchpumpe angeschlossen werden darf. Um eine weitere Tauchpumpe sicher zu betreiben, ist die Verwendung eines PRCD-K erforderlich.

An Stromerzeugern mit Isolationsüberwachung ist der sichere Betrieb von mehr als einer Tauchpumpe ohne weitere Maßnahmen möglich. Bei der Verwendung eines anderen Speisepunktes, zum Beispiel einer Gebäudeinstallation, ist ein PRCD-S oder ein PRCD-S+ zu verwenden und so nah wie möglich am Speisepunkt in die Leitung einzubauen. Der PRCD-S+ hat den Vorteil, dass dieser auch mit Handschuhen eingeschaltet werden kann.

Solche speziellen Lehrgänge werden auch angeboten, sind jedoch nicht mit unserem Dachverband DGUV abgestimmt. Deshalb können wir die Qualität nicht bewerten und übernehmen keine Kosten. Wichtige Themen für Waldkindergärten, wie der Umgang mit Zeckenbissen oder das Erkennen von Vergiftungen, können Thema in den anerkannten Lehrgängen sein (als Option). Es lohnt daher, sich vor der Anmeldung bei der ermächtigten Stelle nach solchen Inhalten zu erkundigen.

Ob eigene Ersthelfende für die Wäscherei und die Werkstatt erforderlich sind, wird in der Gefährdungsbeurteilung festgelegt (Erste Hilfe als Teil der Maßnahmen). Das Gefährdungspotenzial und die Gewährleistung einer raschen Erste-Hilfe-Leistung sind hierfür wichtige Maßstäbe.

Wird ein Bedarf für beide Betriebsteile festgestellt, der durch die medizinischen Einrichtungen nicht abgedeckt werden kann, sind weitere Ersthelfer*innen zu qualifizieren. Die UKH übernimmt für diese auch die Kosten.

In Schwimmbädern gibt es ausgebildetes Personal, das Kenntnisse der Ersten Hilfe vorweisen muss, nämlich die Schwimmbadaufsicht. Diese ist zur qualifizierten Ersten Hilfe für Besucher*innen verpflichtet.

Damit sind bereits ausreichend Beschäftigte mit Erste-Hilfe-Kenntnissen vorhanden, so dass die betriebliche Erste Hilfe ohne Mehraufwand abgedeckt werden kann. Somit entstehen dem Schwimmbad keine weiteren Kosten für die Qualifizierung von Ersthelfenden, die von der UKH veranlasst und zu tragen wären.

Nein, an den Grundsätzen ändert sich nichts. Die Regelungen sind nicht neu. Bisher war in der Praxis die Anwendung allerdings nicht zufriedenstellend. Daher benennt die Regel zur Unfallverhütungsvorschrift konkretere Anforderungen an eine wirkungsvolle Pflichtenübertragung. Das Formblatt für die Übertragung ist überarbeitet und enthält an Stelle der früheren allgemeinen Formulierungen nun wesentlich konkretere gesetzliche Aufgaben.

Nein, sie können eigene Formulare entwerfen. Der Vordruck eignet sich für Unternehmen mit einfacher Struktur, weniger für komplexe Organisationen mit differenzierter Aufgabenverteilung.

Ohne ein klares Bild von den Aufgaben im Arbeitsschutz wird jede Pflichtenübertragung zum Zufallstreffer. Denn wichtig ist die genaue Spezifizierung der Aufgaben, die übertragen werden sollen. Ohne diese gibt es keine Delegation von Verantwortung.

Sie gehören bei größeren Schadensereignissen (schwere Verletzung, Berufskrankheit oder Unfalltod) zumindest zum Kreis derjenigen Verantwortlichen, für die man Unterlassungen bei Schutzmaßnahmen überprüfen wird. Ob letztlich die Verantwortung an Ihrem Verhalten – oder Unterlassen – festgemacht wird, hängt vom Einzelfall ab. Denn die Führungskräfte haben auch ohne detaillierte schriftliche Übertragung Fürsorgepflichten.

Die in § 7 geforderte Befähigung soll ausschließen, dass Beschäftigte gefährdet werden, weil ihnen bestimmte Kenntnisse fehlen. Die formale Qualifikation ist eines von mehreren überprüfbaren Kriterien, ob der Unternehmer bestimmte Fachkenntnisse der Risiken und damit einen angemessenen Umgang mit Gefährdungen erwarten darf. Genauso wichtig sind jedoch die praktischen Erfahrungen, die Beschäftigte mitbringen. Nicht zuletzt sind die körperliche und mentale Verfassung bei der Übertragung gefährlicher Arbeiten zu berücksichtigen.

Hierfür gibt es mehrere Quellen:

  1. Fachliche Anforderungen an die Bedienung gefährlicher Arbeitsmittel werden in den Grundsätzen der Unfallversicherungsträger (DGUV Grundsätze) formuliert. Die BetrSichV weist nur darauf hin, dass eine angemessene Qualifikation bei gefährlichen Tätigkeiten als organisatorische Schutzmaßnahme zu sehen ist.
  2. Für den Umgang mit biologischen Arbeitsstoffen der Schutzstufen 3 und 4 fordert die BioStoffV eine besondere Fachkunde. 2014 soll die TRBA 200 mit Aussagen zur erforderlichen Fachkunde erscheinen.
  3. Für den Umgang mit bestimmten Gefahrstoffen sind gemäß den Anforderungen der GefStoffV in verschiedenen TRGS Anforderungen an die Fach- oder Sachkunde festgelegt.

Wenn Sie in Gesetzen und Verordnungen nicht fündig werden, welche Qualifikation Sie verlangen sollen, lohnt ein Blick in das untergesetzliche Regelwerk der staatlichen Ausschüsse oder der Unfallversicherungsträger. Auch die Fachkraft für Arbeitssicherheit oder der Betriebsarzt/die Betriebsärztin sollten Ihnen bei der Beantwortung Hilfestellung geben können.

Das ist unterschiedlich geregelt:

  1. Für den allgemeinen Bildungsbetrieb selbst ist keine Gefährdungsbeurteilung für Studierende erforderlich. Allerdings sind die Verkehrssicherungs- und Sorgfaltspflichten zu beachten.
  2. Für Praktika, die im Rahmen des Studiums in der Hochschule zu absolvieren sind, ist eine Gefährdungsbeurteilung vorzunehmen, inwieweit die Studierenden durch den Umgang mit Arbeitsmitteln gefährdet sind oder ob sie gegenüber Gefahrstoffen oder biologischen Stoffen exponiert sind. Hier sehen die staatlichen Vorschriften bei Bedarf ausdrücklich gleichwertige Schutzmaßnahmen vor, was nur Resultat einer Beurteilung sein kann. Ggf. sind angemessene Maßnahmen zu ergreifen.
  3. Für Studierende, die in einem Arbeitsverhältnis mit der Hochschule stehen, sind wie für andere Beschäftigte Gefährdungsbeurteilungen Pflicht. Dies kann auch bei unentgeltlichen Tätigkeiten im Rahmen von internen Forschungsprojekten der Fall sein, wie sie häufig im Rahmen von Abschlussarbeiten vorkommen, da sie in erster Linie dem wissenschaftlichen Fortschritt dienen.

In vielen Fällen werden die Beurteilungen für Beschäftigte und Studierende ähnliche bis gleiche Inhalte haben, da sich die Tätigkeiten räumlich und sachlich überschneiden. Bei den Maßnahmen kann es expositionsbedingt zu Unterschieden kommen.

UVVen und staatliche Arbeitsschutzvorschriften gelten grundäätzlich für alle Versicherten. Die im öffentlichen Auftrag ehrenamtlich Tätigen sollen den gleichen Schutz genießen wie Beschäftigte. Die Kommune, in deren Auftrag die Tätigkeit ausgeführt wird, steht dafür in der Verantwortung. Unter Beachtung der Verhältnismäßigkeit hat sie ggf. eine Beurteilung der Gefährdungen vorzunehmen, Schutzmaßnahmen einzufordern und persönliche Schutzausrüstung bereitzustellen. Gefährliche Arbeiten sollten nur fachkundigen Personen überlassen werden.

Ja, wenn es sich um Tätigkeiten im Rahmen des Rettungswesens handelt. Dann gelten die Vorgaben der DGUV Vorschrift 1 § 2. So gelten die Arbeitsschutzvorschriften auch für die ehrenamtlichen Rettungssanitäter*innen.

Nicht ausschließlich, denn nach § 3 Abs. 1 ist die Beurteilung der für die Versicherten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdungen gemäß § 5 ArbSchG erforderlich. Ehrenamtliche Aktivitäten, die nicht als Arbeit zu verstehen sind, sondern zum Beispiel der Geselligkeit dienen, ziehen keine Arbeitsschutzpflichten nach sich. Es gelten aber immer die allgemeinen Regeln der Sorgfalts-, Verkehrssicherungs- und Aufsichtspflichten.

Ein Beispiel ist die Unterscheidung von Einsatzübungen, die wie Arbeit einzustufen sind, und anderen dienstlichen Veranstaltungen innerhalb der Feuerwehr, die dem sozialen Zusammenhalt dienen, aber keine fachliche Ausbildung beinhalten.

Ja, nach § 26 Abs. 2 dürfen Unternehmen Personen als Ersthelfende einsetzen, die über eine sanitätsdienstliche/rettungsdienstliche Ausbildung oder über eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem Beruf des Gesundheitswesens verfügen. Voraussetzung: Bei ihrer Tätigkeit praktizieren sie regelmäßig Erste-Hilfe-Maßnahmen oder sie bilden sich im Beruf entsprechend fort. Näheres finden Sie in der DGUV Regel 100-001 unter Ziffer 4.6.1.

Die UKH übernimmt für die Ausbildung von Rettungssanitäter*innen und Personen, die für ihre berufliche Tätigkeit eine Ersthelfer-Ausbildung brauchen, zum Beispiel Fachangestellte im Bäderwesen, keine Kosten.

Eine Unterweisung, welche die Handhabung von AED zum Ziel hat, wird von der UKH nicht finanziert.

Der Umgang mit AED ist nur ein Thema unter vielen anderen in den neuen Lehrgängen der Erste Hilfe-Ausbildung ab 1. April 2015. Deren Kosten werden von der UKH im Rahmen des in der Vorschrift geforderten Ersthelferkontingents übernommen.

Der Bedarf an Sicherheitsbeauftragten wird vom Betrieb auf der Grundlage mehrerer Kriterien betriebsbezogen festgelegt. In Ihrem Fall gilt insbesondere das Kriterium räumliche Nähe der Sicherheitsbeauftragten zu den Beschäftigten. Das heißt pro Kindertagesstätte ist ein/e Sicherheitsbeauftragte/r notwendig. Die Zahl der Sicherheitsbeauftragten kann sich erhöhen, wenn es Außenstellen oder besondere Gruppen wie z.B. Waldgruppen gibt oder sich die Gruppen in ihrer Zusammensetzung deutlich voneinander unterscheiden (z. B. Krippe oder Hort).

Nach der DGUV Vorschrift 1 ist für den äußeren Schulbereich (Zuständigkeitsbereich des Sachkostenträgers) je Schule ein*e Sicherheitsbeauftragte*r erforderlich. Dies ist in der Regel der*die Schulhausverwalter*in. Der innere Schulbereich ist von der DGUV Vorschrift 1 ausgenommen. Für Hessen gilt stattdessen ein Erlass des Hessischen Kultusministeriums. Demnach ist mindestens eine Lehrkraft als Sicherheitsbeauftragte*r für den inneren Schulbereich zu bestellen. Für räumlich getrennte Dependancen ist die Benennung weiterer Sicherheitsbeauftragter sinnvoll.

Der Arbeitsschutzausschuss muss folgende Fragen prüfen: Ist das Museum bei einer kommunalen Einrichtung untergebracht oder in einem eigenen Gebäude? Treten im Museum spezielle Gefährdungen auf, etwa durch Geräte, Stoffe oder räumliche Bedingungen? Kennen die Sicherheitsbeauftragten des Rathauses die Tätigkeiten im Museum, auch die Gefährdungsbeurteilung dafür? Wie viele Mitarbeiter*innen arbeiten im Museum? In Abhängigkeit von diesen Bedingungen muss entschieden werden, ob gesonderte Sicherheitsbeauftragte notwendig sind.

Nach § 22 SGBVII zählen Personen, die im Unternehmen zur Hilfe bei Unglücksfällen oder im Zivilschutz unentgeltlich, insbesondere ehrenamtlich tätig sind, als Beschäftigte und sind bei der Bemessung der Anzahl der Sicherheitsbeauftragten zu berücksichtigen. Wenn die Ortsfeuerwehren jeweils in eigenen Gebäuden untergebracht sind, sind für jede Ortsfeuerwehr entsprechend der Wehrstärke Sicherheitsbeauftragte vorzusehen.

Hier gilt das Kriterium: "zeitliche Nähe der zuständigen Sicherheitsbeauftragten". Da die Sicherheitsbeauftragten den Unternehmer bei der Durchführung der Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten unterstützen sollen, setzt dies voraus, dass die in den jeweiligen Arbeitsbereichen zuständigen Sicherheitsbeauftragten zur gleichen Arbeitszeit wie die sonstigen Beschäftigten, z.B. in der gleichen Arbeitsschicht, tätig sind. Bei Schichtsystemen mit überlappenden Zeiten können Sicherheitsbeauftragte auch auf mehr als eine Schicht einwirken. Zusätzlich sollten Sie prüfen, ob eine räumliche bzw. fachliche Nähe gegeben ist. So sollte z.B. der Technikbereich eine/n eigene/n Sicherheitsbeauftragte/n haben.

In § 1 wird der Geltungsbereich der Unfallverhütungsvorschriften festgelegt. Die Unfallverhütungsvorschriften gelten für Unternehmende und Versicherte. Ausgenommen wird in § 1 Abs. 2 DGUV nur der sogenannte innere Schulbereich. In öffentlichen Unternehmen sind also weit mehr versicherte Personen betroffen als die Beschäftigten, soweit die einzelnen Regelungen nicht ausdrücklich auf diese beschränkt sind. Beamtinnen und Beamte sind keine Versicherten.

Die Regelungen der DGUV Vorschrift 1 finden keine Anwendung auf den Lehrbetrieb der Schulen, da nach § 21 Abs. 2 Satz 2 SGB VII das Hessische Kultusministerium (HKM) als Schulhoheitsträger verpflichtet ist, im Benehmen mit der UKH eigene Regelungen für den Schutz der Schülerinnen und Schüler zu treffen. UKH und HKM haben demnach gemeinsam die Präventionsverantwortung.

Wenn die Amtsleitungen auch die Verantwortung für Beschäftigte oder andere Versicherte der UKH in ihrem Unternehmen haben, so müssen sie auch die UVVen kennen und beachten, obwohl diese nicht zu ihrem eigenen Schutz gilt.
Im Übrigen gelten das Arbeitsschutzgesetz und die darauf aufbauenden Verordnungen, wie die Gefahr- und die Biostoffverordnung, auch für Beamtinnen und Beamte, soweit nicht explizit gesonderte Regelungen getroffen sind (§ 83 HBG).

Nein, es können auch andere Personen einbezogen sein. Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts ist der Begriff der Arbeit wirtschaftlich zu verstehen. Das bedeutet, dass auch unentgeltliche Tätigkeiten, die der Befriedigung eines fremden materiellen oder geistigen Bedürfnisses dienen, unter Arbeit gefasst werden. Die zu schützenden Personen können auch ehrenamtlich tätig sein oder im Rahmen ihrer Ausbildung an einer vom Unternehmen verwertbaren Arbeit beteiligt sein. Diese Personengruppen sind wie Beschäftigte zu schützen.

Nach § 16 Absatz 2 SGBVII und § 1 DGUV Vorschrift 1 gelten die Unfallverhütungsvorschriften auch für diese Beschäftigten, auch wenn sie keinem Unfallversicherungsträger angehören. In der Europäischen Union gilt immer das Arbeitsschutzrecht des Inlands, in dem eine Arbeitstätigkeit ausgeführt wird, was in Deutschland durch § 2 Nr. 5 Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AentG) ausdrücklich festgelegt ist. Von besonderer Bedeutung ist die Gleichartigkeit von Schutzvorschriften, wenn ausländische Beschäftigte mit deutschen Beschäftigten gemeinsam in einer Betriebsstätte oder an Arbeitsplätzen tätig werden. Anzuwenden sind die Vorschriften des fachlich und örtlich zuständigen UV-Trägers.

Es gibt orthopädische Einlagen für Feuerwehrstiefel.

Bei orthopädischen Einlagen gilt, dass diese im Sicherheitsschuh unter bestimmten Voraussetzungen getragen werden dürfen. Es muss eine positive Baumusterprüfbescheinigung und eine Konformitätserklärung der Hersteller vorliegen. Bei der Verwendung von nicht zugelassenen Einlagen kann z. B. die elektrische Leitfähigkeit oder die Resthöhe unter der Zehenkappe beeinträchtigt werden. Die jeweiligen Schuhhersteller erteilen Auskunft darüber, ob und welche Einlagen verwendet werden dürfen.

Auch bei Feuerwehrstiefeln kann in aller Regel ein baumustergeprüfter Rohling orthopädisch umgearbeitet werden. Falls es der Hersteller nicht bereits bewirbt, empfiehlt es sich, mit dem gewünschten Schuhhersteller – entweder direkt oder über den Handel - Rücksprache zu halten.

Grundsätzlich ist der*die Unternehmer*in dafür verantwortlich, persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung zu stellen. Wenn die Fußschädigung als Folge eines Arbeits- oder Wegeunfalls oder wegen einer Berufskrankheit besteht, kann die UKH die Kosten orthopädischer Einlagen übernehmen. Wenn die Fußschädigung nicht auf einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit zurückzuführen ist, ist die UKH nicht für die Kosten zuständig. Alternativen ggf: Gesetzliche Rentenversicherung, Bundesagentur für Arbeit, Träger der Sozialhilfe und andere. Weitere Informationen.

Sowohl die Gefahrstoffverordnung als auch die DGUV Vorschrift 1 schließen Studierende in die Pflicht der Hochschule ein, für den erforderlichen Schutz zu sorgen. Somit gelten dieselben Vorschriften. Wichtig: Das gleiche Schutzziel kann aber durchaus mit unterschiedlichen Schutzmaßnahmen erreicht werden, wenn unterschiedliche Expositionsrisiken vorliegen (Art, Intensität, Dauer der Exposition).

Für Beschäftigte einer Fremdfirma gilt die Unfallverhütungsvorschrift des Unternehmens, für das sie tätig werden. Dadurch wird ein einheitliches Schutzniveau erzielt.

Nein. Der gesetzliche Unfallversicherungsschutz besteht unabhängig davon, wie die Kinder zur Schule oder Kita gelangen. Die Wahl des Beförderungsmittels hat grundsätzlich keine Bedeutung für den Unfallversicherungsschutz. Auch die Frage, ob das Kind alleine zur Einrichtung kommt oder in Begleitung, hat auf den Versicherungsschutz keinen Einfluss.

Ja, wenn Eltern ihre Kinder in die Tagesstätte oder zu einer Tagesmutter/Tagespflege bringen müssen, um ihren Beruf ausüben zu können, sind Sie auf den Wegen gesetzlich unfallversichert. Auch eine notwendige Abweichung vom sonst üblichen Arbeitsweg ist versichert. Der gesetzliche Versicherungsschutz soll die Ausübung einer Erwerbstätigkeit erleichtern beziehungsweise erst ermöglichen und bezieht sich auf die versicherte Mutter oder den versicherten Vater.

Ihr Kind ist versichert bei einem Kurs, der in den organisatorischen Verantwortungsbereichder der Tageseinrichtung fällt. Stellt die Einrichtung lediglich die Räume zur Verfügung, die Veranstaltung selbst liegt aber in der Verantwortung Dritter, so besteht bei der Teilnahme kein Unfallschutz.

Hortkinder werden aufgrund des mit den Sorgeberechtigten geschlossenen Betreuungsvertrages beaufsichtigt und betreut. Für diese Kinder besteht Versicherungsschutz auch während der Teilnahme an den Ferienspielen. Die mitgebrachten Freunde sind nicht versichert.

Die teilnehmenden Kinder sind versichert, wenn das Fest/die Übernachtung von der Kindertageseinrichtung organisiert und durchgeführt wird.

Versicherungsschutz besteht nur dann, wenn das Gastkind offiziell aufgenommen und in das Betreuungsangebot integriert wird.

Nein. Die Grundschüler*innen könnten nur versichert sein, wenn sie die Tageseinrichtung regelmäßig besuchen oder wenn es sich bei dem Besuch um eine Veranstaltung der Grundschule handelt, um zum Beispiel die schulpflichtig gewordenen Kinder auf die Schule zusätzlich vorzubereiten.

In Hessen gelten ab dem 01.10.2020 neue Regelungen zu den Fristen für die arbeitsmedizinische Untersuchung für Atemschutzgeräteträger*innen. Die Regelungen erfolgten in Abstimmung mit der Fachabteilung V im Hessischen Innenministerium, der Hessischen Landesfeuerwehrschule und dem Landesfeuerwehrverband Hessen e. V. Bitte beachten Sie auch den abgestimmten Musterausbildungsplan.

Eine spezielle Eignungsuntersuchung für den "einfachen" Feuerwehrdienst gibt es nicht. Untersuchungen etwa zum Nachweis der Eignung für Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten (G 25) und Arbeiten mit Absturzgefahr (G 41) werden von der Unfallkasse Hessen für den Feuerwehrdienst nicht gefordert. Bestehen jedoch Zweifel daran, dass ein*e Feuerwehrangehörige*r aus gesundheitlichen Gründen zum Führen eines Fahrzeugs, zu Arbeiten mit Absturzgefahr oder auch zu anderen Feuerwehrtätigkeiten geeignet ist, so soll er oder sie von einem mit den Aufgaben der Feuerwehr vertrauten Arzt oder einer Ärztin untersucht werden.

Für den Einsatz- und Übungsdienst in einer Freiwilligen Feuerwehr sind Eignungsuntersuchungen nur für spezielle Tätigkeiten erforderlich (§ 6 Abs. 3 DGUV Vorschrift 49).

Die körperliche Eignung ist nach dem Stand der Medizin (z. B. DGUV Grundsätze für arbeitsmedizinische Untersuchungen oder feuerwehrspezifisches Regelwerk) regelmäßig nachzuweisen.

Das Hessische Brand- und Katastrophenschutzgesetz (HBKG) legt fest, dass der ehrenamtliche Feuerwehrdienst mit der Vollendung des 60. Lebensjahres endet. Auf Antrag kann das Feuerwehrdienstzeitende bis zum vollendeten 65. Lebensjahr hinausgeschoben werden. Die Antragstellerin oder der Antragsteller hat sich vor der Entscheidung über die Verlängerung der Feuerwehrdienstzeit einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen. Der Antrag ist bei der Gemeinde zu stellen.
Die Unfallverhütungsvorschrift Feuerwehren (GUV-V C53) legt fest, dass für den Feuerwehrdienst nur körperlich und fachlich geeignete Feuerwehrangehörige eingesetzt werden dürfen. Darüber hinaus gibt es von der Unfallkasse Hessen keine Vorgabe, über Art und Umfang der ärztlichen Untersuchung, die für den Antrag auf Verlängerung der Feuerwehrdienstzeit bis 65 vorgelegt werden muss.
Die Entscheidung trifft die Gemeinde. Wird der Antrag positiv beschieden, besteht der Versicherungsschutz durch die UKH in vollem Umfang einschließlich der Mehrleistungen.

Nach § 30 der PSA-Benutzungsverordnung hat der Unternehmer dafür zu sorgen, dass persönliche Schutzausrüstungen entsprechend bestehender Tragezeitbegrenzungen und Gebrauchsdauern bestimmungsgemäß benutzt werden. Die Gebrauchsdauer wird vom Hersteller bestimmt, der diese in den Bedienungsanleitungen angibt. Nur innerhalb dieser Gebrauchsdauer greift die Produkthaftung der Hersteller. Es sind somit die Herstellerangaben zu beachten.

Die regelmäßige sportliche Betätigung in der Gruppe (Dienstsport) ist unter bestimmten Voraussetzungen versichert. Sie sollten bei der Planung darauf achten, dass der Sport mit einer gewissen Regelmäßigkeit durchgeführt wird. Er muss außerdem darauf ausgerichtet sein, die Leistungsfähigkeit der Feuerwehrangehörigen zu fördern, sie also fit zu halten für den Feuerwehrdienst. Eine qualifizierte Anleitung zur Benutzung der Geräte ist hierfür dieGrundvoraussetzung. Eine weitere Bedingung Bestandteil für Versicherungsschutz ist der gemeinsame Sport in der Gruppe. Die Feuerwehrangehörigen sollen den Sport im eigenen Fitnessraum gemeinsam und zu einer im Dienstplan festgelegten Zeit ausüben und nicht jeder für sich allein. Um eine regelmäßige Teilnahme für alle Aktiven zu ermöglichen, können mehrere Termine in der Woche im Dienstplan angeboten werden.

Die UKH Versichertenkarte stellen wir allen ehrenamtlichen Feuerwehreinsatzkräften zur Verfügung. Sie wird von den KBI bzw. FW-Leitungen ausgegeben. Die Karte informiert die ärztliche Praxis nach einem Unfall im Feuerwehrdienst über die Zuständigkeit der Unfallkasse Hessen. Die Praxis führt auf Basis des bestätigten Versicherungsschutzes einfach und schnell die Behandlung zu Lasten der UKH durch, ohne Rückfragen stellen zu müssen. Die UKH Versichertenkarte dient dazu, das Verfahren zu vereinfachen. Persönliche Daten sind auf der UKH Versichertenkarte nicht hinterlegt, so dass die Praxis Ihre Krankenversicherungskarte zusätzlich benötigt.

Auf dem UKH Unfallausweis sollen Name, Anschrift und Erreichbarkeit von Erziehungsberechtigten und die Kontaktdaten der hausärztlichen Praxis vermerkt werden. Die Karte dient dazu, den*die Arzt*Ärztin nach einem Unfall im Feuerwehrdienst auf die Zuständigkeit der Unfallkasse Hessen hinweisen, die die Kosten übernehmen wird. Der UKH Unfallausweis dient dazu, das ärztliche Verfahren zu vereinfachen.

Auch bei den Freiwilligen Feuerwehren ist das Mutterschutzgesetz (MuSchG) anzuwenden. Demnach sollen Schwangere und Stillende nicht mit schweren körperlichen Arbeiten und nicht mit Arbeiten beschäftigt werden, bei denen sie erhöhten Unfallgefahren, schädlichen Einwirkungen von gesundheitsgefährdenden Stoffen oder Strahlen, von Staub, Gasen oder Dämpfen, von Hitze, Kälte oder Nässe, von Erschütterungen oder Lärm ausgesetzt sind. Darüber hinaus muss sichergestellt sein, dass die Schwangere oder Stillende ihre Tätigkeit jederzeit kurz unterbrechen kann und sich, soweit erforderlich, unter geeigneten Bedingungen hinlegen, hinsetzen und ausruhen kann.

Durch eine Gefährdungsbeurteilung (§ 4 DGUV Vorschrift 49 "Feuerwehren" i.V.m. MuSchG) können innerhalb des Feuerwehrdienstes Tätigkeiten bestimmt werden, die für Schwangere oder Stillende keine Gefahr darstellen.

Diese können unter Einhaltung der Beschäftigungsverbote nach MuSchG sein:

  • rückwärtige Dienste bei Übungen
  • Teilnahme oder Durchführen von Theorieunterricht
  • administrative Tätigkeiten

Eine Teilnahme am Einsatzdienst sollte nicht mehr stattfinden.

Durchgangsärzte (D-Ärzte) sind von den Landesverbänden der gewerblichen Berufsgenossenschaften bestellte Fachärzt*innen für Chirurgie und Orthopädie mit besonderen Kenntnissen und Erfahrungen auf dem gesamten Gebiet der Unfallmedizin. Sie sollen die Qualität und Wirksamkeit der Rehabilitation medizinisch absichern.

Arztpraxen und Unternehmen sind verpflichtet, arbeitsunfähige Versicherte nach einem Arbeitsunfall unverzüglich einem D-Arzt vorzustellen. Für Ärzt*innen gilt diese Verpflichtung auch dann, wenndie* der Versicherte voraussichtlich mehr als eine Woche behandlungsbedürftig ist. Der D-Arzt entscheidet, ob die*der Versicherte einer besonderen fachärztlichen oder unfallmedizinischen Versorgung bedarf. Durchgangsarzt in Ihrer Nähe.

Die Aufsichtspersonen beraten bei Neubauten und Umbauten und beraten bei der Bauplanung. Sie untersuchen Unfälle, werten diese aus und erstellen Statistiken zur Ermittlung von Unfallschwerpunkten. Sie bieten Erfahrungsaustausche an für KBI und FW-Leitungen sowie für Atemschutz-Gerätewart*innnen. Sie begleiten die Aus- und Fortbildung zum*zur Übungsleiter*in, führen Lehrgänge und Seminare für Motorsägen-Instrukteure durch.

Die Präventionsexpert*innen im Bereich Feuerwehr bieten zahlreiche Seminare an: Sicherheit im FW-Dienst, Sachkunde, Absturzsicherung, Ladungssicherung, Gefährdungsbeurteilung, Sicherheit in der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Die Präventionsabteilung finanziert 40 % der Kosten des Technischen Prüfdienstes in Hessen. Sie unterstützt außerdem das von der HLFS angebotene Fahrsicherheitstraining für Maschinisten.

Außerdem planen und realisieren die Mitarbeiter*innen der UKH Beiträge für Feuerwehr-TV und sie veranstalten regelmäßig Wettbewerbe in den Kinder- und Jugendfeuerwehren zu den Themen Sicherheit und Gesundheit.

In der DGUV Regel "Benutzung von Atemschutzgeräten" (DGUV Regel 112-190) wird auf die Problematik des Tragens von Kontaktlinsen (3.1.5.3 Ergonomie und Anpassung) wie folgt hingewiesen: „Das Tragen von Kontaktlinsen birgt ein zusätzliches Risiko – ein Zugriff bei Augenreizung oder Verrutschen der Linse ist u. U. nicht möglich – und ist bei der Benutzung bestimmter Atemschutzgeräte zu berücksichtigen.“

Die Unfallkasse Hessen rät dazu, auf das Tragen von Kontaktlinsen beim Atemschutzeinsatz zu verzichten, da es zusätzliche Risiken birgt. Ebenso sind Brillen mit Bügeln für die Benutzung unter einer Vollmaske ungeeignet. Wir empfehlen beim Atemschutzeinsatz das Tragen einer geeigneten Maskenbrille. Masken aller 3 Klassen (Vollmasken) können für Brillenträger mit optischen Sehhilfen, z. B. Maskenbrille, versehen werden. Die Festlegung, ob Kontaktlinsen als Sehhilfen beim Atemschutzeinsatz toleriert werden, hat letztlich der verantwortliche Leiter der Einsatzeinheit (z. B. Leitung der Feuerwehr) zu treffen.

Eine verbindliche Vorschrift in der festgelegt wird, nach welcher Zeit Reifen von Feuerwehrfahrzeugen zu ersetzen sind, gibt es nicht. Es sind zunächst die Angaben des Reifenherstellers hinsichtlich der maximalen Einsatzdauer zu beachten. Untersuchungen haben gezeigt, dass Reifen von Feuerwehrfahrzeugen nach spätestens zehn Jahren zu ersetzen sind. Längere Einsatzzeiten sind nicht zu verantworten.

Diese Einschätzung wird vom Hessischen Ministerium des Inneren und des Sports (HMdIS) geteilt. Ein Schreiben des HMdIS vom November 2006 gibt dazu folgende Aussage: „Wegen der zumeist geringen Laufleistung von Feuerwehrfahrzeugen ist die Erneuerung der Bereifung in der Regel bereits vor Erreichen dieser Verschleißgrenze erforderlich. Mit steigendem Alter härtet die Gummimischung der Laufflächen aus und die Haftung lässt nach. Darüber hinaus können Standschäden im Unterbau entstehen, die von außen nicht erkennbar sind. Reifen von Feuerwehrfahrzeugen sind daher spätestens 10 Jahre nach ihrer Herstellung auszusondern.“ Mehr dazu ... (Stand: Januar 2020)

Für Angehörige der Jugendfeuerwehren, die nach § 8 HBKG nur an dem für sie angesetzten Übungs- und Ausbildungsdienst teilnehmen, halten wir feste, knöchelhohe Schuhe mit profilierter, rutschfester Sohle und Absatz für ausreichend. Aufgrund des uns bekannten Unfallgeschehens gehen wir davon aus, dass durch entsprechende Gestaltung des Übungs- und Ausbildungsdienstes die Gefährdungen so begrenzt werden, dass beim Tragen von Schuhen mit o. g. Eigenschaften, das Schutzziel des § 12 UVV Feuerwehren (GUV-V C 53) erreicht wird. (Stand April 2010)

Ja. Nach § 21a der Straßenverkehrsordnung müssen vorgeschriebene Sicherheitsgurte während der Fahrt angelegt werden. Dies gilt auch für Feuerwehrfahrzeuge. Ausnahmeregelungen für Feuerwehreinsätze sind uns nicht bekannt. (Stand: April 2010)

Spezielle arbeitsmedizinische Pflichtuntersuchungen sind erforderlich für Atemschutzgeräteträger*innen nach dem berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 26, Taucher nach G 31 (Überdruck), Ausbilder in Übungsanlagen zur Brandbekämpfung nach G 26 und G 30 (Hitzearbeiten). Ansonsten fordert unsere Unfallverhütungsvorschrift „Feuerwehren“ GUV-V C 53 in § 14: Für den Feuerwehrdienst dürfen nur körperlich und fachlich geeignete Feuerwehrangehörige eingesetzt werden. Maßgeblich für die Forderung sind die landesrechtlichen Bestimmungen. Eine spezielle arbeitsmedizinische Pflichtuntersuchung für den einfachen Feuerwehrdienst gibt es nicht. Die arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen nach G 25 (Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten) und G 41 (Arbeiten mit Absturzgefahr) werden für den Feuerwehrdienst nicht gefordert.

Leider gibt es derzeit für Ärzt*innen keine Möglichkeit, sich nach G 26 ermächtigen zu lassen, da die DGUV keine Ermächtigungen mehr erteilt. Grund ist das Inkrafttreten der Verordnung zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) am 24.12.2009 und damit die Ablösung der Unfallverhütungsvorschrift Arbeitsmedizinische Vorsorge (GUV-V A 4) in weiten Bereichen. Nach der staatlichen Verordnung sind Ermächtigungen nicht mehr vorgesehen; vielmehr dürfen nur noch Fachärzt*innen für Arbeitsmedizin und Ärzt*innen mit der Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen durchführen. Da für die Unfallverhütungsvorschrift Arbeitsmedizinische Vorsorge (GUV-V A 4) jedoch zur Zeit noch für die Freiwilligen Feuerwehren gilt, haben sich für diesen Personenkreis keine Änderungen ergeben: Ärzt*innen, die bereits im Besitz einer Ermächtigung nach G 26 sind, dürfen arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen bei Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren weiterhin durchführen. Nur die Neuerteilung von Ermächtigungen für ÄrztInnen ist nicht mehr möglich. (Stand April 2010)

Unfallversicherungsschutz besteht im Rahmen der Selbsthilfe auch bei Bauarbeiten an Feuerwehrhäusern, wenn die Kommune diese beauftragt und finanziert (organisatorische Verantwortung). Die hierbei eintretenden Unfälle gelten als Arbeitsunfälle im Sinne des Sozialgesetzbuches VII.

Voraussetzungen hierfür sind, dass die Beteiligten ihre Tätigkeit ehrenamtlich und unentgeltlich ausüben, dass die Arbeiten im Rahmen eines ordnungsgemäß angesetzten und durchgeführten Feuerwehrdienstes (Arbeits- und Werkstättendienst) erfolgen und diese auch vom Träger des Brandschutzes ausdrücklich genehmigt sind. Fördernde Mitglieder bzw. andere Personen, die nicht der Freiwilligen Feuerwehr angehören, aber ebenfalls an den Baumaßnahmen teilnehmen, sind hierbei nicht nach § 2 Abs. 1 Nr. 12 SGB VII unfallversichert.

Für diese Personen besteht Versicherungsschutz nach § 2 Abs. 2 Satz 1 i.V.m. § 2 Abs. 1 Nr. 1 SGB VII, wenn sie im Auftrag der jeweiligen Kommune tätig werden. Anspruch auf Mehrleistungen neben den normalen Regelleistungen der gesetzlichen Unfallversicherung hat diese Personengruppe jedoch nicht.

Bei der Übertragung von Aufgaben auf Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr und Helfer*innen ist deren Befähigung für die Aufgabenerfüllung hinsichtlich der für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz zu beachtenden Bestimmungen und Maßnahmen zu berücksichtigen (Auswahlverantwortung des Trägers des Brandschutzes nach § 7 UVV GUV-V A 1). Wir empfehlen daher die Beauftragung einer Fachfirma, unter deren Anleitung die Feuerwehrangehörigen und ehrenamtlichen Bürger ausgewählte Aufgaben und Zuarbeiten durchführen. Einfache Arbeiten (z. B. Malerarbeiten) können dagegen von fachkundigem Personal in Eigenregie übernommen werden.

Die Unfallkasse Hessen unterstützt die unter der Regie der Hessischen Landesfeuerwehrschule durchgeführten Fahrsicherheitstrainings für Maschinisten. Andere Trainingsformate bezuschussen wir aktuell nicht

Versichert sind grundsätzlich alle Tätigkeiten, die in einem inneren Zusammenhang mit den Aufgaben der Feuerwehr stehen. Daneben können den Trägern der Feuerwehren zusätzliche Aufgaben übertragen werden, z. B. Hilfeleistungen. Versichert sind ferner Feuerwehreinsätze und -übungen, Dienstsport, Tage der offenen Tür und sonstige Veranstaltungen, die der Selbstdarstellung dienen. Ebenso ist die Mithilfe beim Um- oder Ausbau eines Feuerwehrgerätehauses versichert. Das schließt auch die Angehörigen der Mini- und Jugendfeuerwehren sowie der Alters- und Ehrenabteilungen mit ein.

Bei Rufbereitschaft und wenn umgehend gehandelt werden muss, besteht ausnahmsweise Versicherungsschutz im häuslichen Bereich. In der Regel beginnt der Unfallversicherungsschutz jedoch erst mit Durchschreiten der Außenhaustür des bewohnten Gebäudes. Dies gilt im Übrigen z. B. auch für Personen, die bei Unglücksfällen Hilfe leisten.

Entscheidend ist, dass die Unfall verursachende Tätigkeit in einem inneren Zusammenhang mit der Feuerwehr steht. In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr neben dem eigentlichen Feuerwehrdienst nicht nur bei Feuerwehrübungen, Probeeinsätzen, sog. Tagen der offenen Tür oder sonstigen Veranstaltungen zur Selbstdarstellung versichert sind, sondern auch bei Veranstaltungen, die der Werbung der Freiwilligen Feuerwehr als Institution dienen. Wie bei jeder anderen derartigen Organisation ist es besonders bei der Freiwilligen Feuerwehr notwendig, in der Bevölkerung bekannt und im öffentlichen Leben präsent zu sein. Geeignete Gelegenheiten können nicht nur Veranstaltungen sein, bei denen sich die Feuerwehr als Institution vorstellt, oder Feste, zu denen die Feuerwehr die Bevölkerung einlädt. Vielmehr kommen auch sonstige der Öffentlichkeit zugängliche Veranstaltungen in Betracht, die wesentlich der Öffentlichkeitsarbeit der Freiwilligen Feuerwehr dienen. Unter diesen Voraussetzungen besteht nicht nur für Mitglieder der Löschzüge Versicherungsschutz, sondern auch für solche von satzungsgemäß vorgesehenen Musik- und Spielmannszügen.

Bei den Betrieben des öffentlichen Dienstes bietet sich im Regelfall eine Berechnung der Grundeinsatzzeiten in Anlehnung an § 11 ASIG an, da sie den dort üblichen Teilzeitmodellen am besten Rechung trägt. Danach werden Teilzeitkräfte mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von nicht mehr als 20 Stunden mit dem Faktor 0,5 und 30 Stunden mit dem Faktor 0,75 gewertet. Teilzeitbeschäftigte mit mehr als 30 Stunden gehen mit dem Faktor 1 in die Berechnung ein. Diese Vorgehensweise deckt sich mit dem Vorgehen bei der Zuordnung zum Betreuungsmodell, bei dem Teilzeitbeschäftigte ebenfalls anteilig berücksichtigt werden. Grundsätzlich ist aber auch eine Berechnung nach Vollzeitstellen oder nach Köpfen zulässig. Wird die Zahl der Beschäftigten nach Vollzeitstellen berechnet, ist der Mehraufwand zur Betreuung von Teilzeitkräften als dauerhafter betriebsspezifischer Anlass zu werten.

Ermitteln Sie zunächst die Summe der Einsatzzeiten. Die Aufteilung erfolgt anhand einer Betrachtung der Aufgaben der Grundbetreuung und deren Bewertung hinsichtlich der betrieblichen Betreuungserfordernisse. Beachten Sie dabei die Einhaltung der Mindestzeitanteile (20%, mindestens 0,2 Std. pro Beschäftigtem).

Nein, die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen ist nicht Bestandteil der Grundbetreuung.

Entsprechend den Aufgabenkatalogen nach §§ 3 und 6 ASiG sind mehrere Aufgaben von Betriebsarzt/Betriebsärztin und Fachkraft für Arbeitssicherheit gleich lautend. Der betriebsärztliche Dienst und die Fachkraft für Arbeitssicherheit gehen diese Aufgaben jeweils mit ihrer spezifischen Fachkompetenz an. Die in den §§ 3 und 6 ASiG für Betriebsarzt oder Fachkraft für Arbeitssicherheit spezifisch vorgegebenen Aufgaben können nicht gegenseitig übernommen werden. In jedem Fall gilt, dass Betriebsärzt*innen und Fachkraft für Arbeitssicherheit ihre Beratungen und Betreuungsleistungen soweit wie möglich gemeinsam bzw. abgestimmt wahrnehmen sollten.

Die kollektive arbeitsmedizinische Beratung der Beschäftigten, zum Beispiel im Rahmen von Unterweisungen, gehört zur Grundbetreuung. Alle individuellen Maßnahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge, wie insbesondere die arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen, sind jedoch Gegenstand der betriebsspezifischen Betreuung.

Da es sich bei der DGUV Vorschrift 2 um eine Rahmenvorgabe handelt, die entsprechend den betrieblichen Gegebenheiten zu konkretisieren ist, verfügen Betriebs- und Personalräte über entsprechende Mitbestimmungsrechte bei der Ermittlung und Aufteilung der erforderlichen Betreuungsmaßnahmen.

Bei Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten muss der Umfang der Grundbetreuung bei Änderung der Beschäftigtenzahl überprüft werden. Weiter kann sich die Aufteilung der Grundbetreuung auf Fachkraft und Betriebsarzt bzw. Betriebsärztin verändern. Sie richtet sich nach den betrieblichen Gegebenheiten und muss bei wesentlichen betrieblichen Veränderungen oder bei neuen Gefährdungen überprüft werden. Hier kann es keine Zeitvorgaben geben. Ein Einsatzzeitenkonzept muss neben der Grundbetreuung auch den Bedarf der betriebsspezifischen Betreuung bestimmen. Auch hier gilt, dass dieser Bedarf sich nach den betrieblichen Gegebenheiten richtet und bei Veränderung entsprechend angepasst werden muss. Je mehr temporäre Anlässe stattfinden, umso häufiger muss der Bedarf geprüft werden.

Betriebsarzt bzw. Betriebsärztin und Fachkraft für Arbeitssicherheit stimmen sich hinsichtlich der Aufgaben ab und beraten den Unternehmer/die Unternehmerin entsprechend. Hierzu betrachten Betriebsarzt/Betriebsärztin und Fachkraft für Arbeitssicherheit alle Aufgaben der Grundbetreuung und der betriebsspezifischen Betreuung.

Für die Grundbetreuung wird die Einsatzzeit entsprechend der Betreuungsgruppe nach Anlage 2 als Summenwert ermittelt und unter Berücksichtigung der Mindestzeitanteile auf Betriebsarzt/Betriebsärztin und Fachkraft für Arbeitssicherheit aufgeteilt. Der zusätzliche Bedarf an betriebsspezifischer Betreuung wird anhand des Schemas in Anhang 4 für jedes Aufgabenfeld ermittelt. Mit dem Schema wird auch die Aufteilung auf Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit berücksichtigt. In der Regel erfordert dies eine Anpassung bestehender Verträge.

Zunächst ist es notwendig, das passende Betreuungsmodell für den Betrieb auszuwählen. Damit steht fest, ob Grund- und anlassbezogene Betreuung oder Grund- und betriebspezifische Betreuung geleistet werden muss oder ob eine alternative Betreuung ab 2013 angestrebt wird. Als nächstes werden die bisherigen Tätigkeiten vom betriebsärztlichen Dienst und von der Fachkraft für Arbeitssicherheit entsprechend den Aufgabenkatalogen in den Anlagen 1 und 2 sowie in den Anhängen 3 und 4 abgeglichen und neu vereinbart. Die arbeitsmedizinische Vorsorge gehört dabei nicht zur Grundbetreuung. Sie muss anlassbezogen oder im Rahmen der betriebsspezifischen Betreuung gesondert berechnet werden.

Generell darf auf Fachkraft und Betriebsarzt bzw. Betriebsärztin nicht verzichtet werden. Jedoch können im Rahmen der betriebsspezifischen Betreuung „Personen mit anlassbezogener Ausbildung“ beauftragt werden. Der Aufwand für die Erledigung dieser Aufgaben ist jedoch keine Einsatzzeit nach der Vorschrift 2.

Aus fachlicher Sicht ist es wichtig, dass der betriebsärztliche Dienst und die Fachkraft für Arbeitssicherheit in die Aktivitäten weiterer Akteure der betrieblichen Gesundheitsförderung einbezogen werden. Sie müssen für ihre Beratungstätigkeit die Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung kennen und bei deren Weiterentwicklung mitwirken. Sie müssen die Maßnahmen aber nicht selbst durchführen.

In die Ermittlung des erforderlichen Betreuungsumfangs der betriebsspezifischen Betreuung sind alle Aufgabenfelder unter Berücksichtigung der Auslösekriterien und der Aufwandskriterien einzubeziehen. Wenn diese Anforderungen durch ein vorhandenes Dokumentationssystem erfüllt werden, kann dieses verwendet werden.

Bei der Berechnung der Einsatzzeiten werden Teilzeitkräfte in Anlehnung an § 11 ASiG wie folgt berücksichtigt: mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von nicht mehr als 20 Stunden mit dem Faktor 0,5 und 30 Stunden mit dem Faktor 0,75. Diese Vorgehensweise deckt sich mit dem Vorgehen bei der Zuordnung zum Betreuungsmodell, bei dem Teilzeitbeschäftigte ebenfalls anteilig berücksichtigt werden (Anhang 1).

Die Rechtsgrundlage der arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen ist die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbmedVV). Daher gehört nur die kollektive arbeitsmedizinische Beratung der Beschäftigten als ASiG-Leistung zur Grundbetreuung. Alle individuellen Maßnahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge, wie insbesondere die Untersuchungen im Rahmen der ArbmedVV, sind jedoch Gegenstand der betriebsspezifischen Betreuung.

Die Grundbetreuung umfasst Basisberatungsleistungen nach dem ASiG, die unabhängig von Art und Größe eines Betriebs anfallen. Die Einsatzzeiten pro Beschäftigtem und Jahr sind in der Vorschrift vorgegeben.

Nein. Die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG ist Sache der Arbeitgebenden und der Führungskräfte. Der betriebsärztliche Dienst und die Fachkraft für Arbeitssicherheit haben wie bisher die Aufgabe, den/die Arbeitgeber*in/Leiter*in des Betriebs bei der Einführung eines Konzepts zur Gefährdungsbeurteilung, bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung und bei der Auswertung zu unterstützen.

Für die Grundbetreuung wird die Einsatzzeit entsprechend der Betreuungsgruppe nach Anlage 2 als Summenwert ermittelt und unter Berücksichtigung der Mindestzeitanteile auf Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit aufgeteilt. Der zusätzliche Bedarf an betriebsspezifischer Betreuung wird anhand des Schemas in Anhang 4 für jedes Aufgabenfeld ermittelt. Mit dem Schema wird auch die Aufteilung auf Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit berücksichtigt.

Die Regelungen der DGUV Vorschrift 2 weichen von den bisherigen Regelungen ab. Aufgaben von Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit sind entsprechend den Bestimmungen und Möglichkeiten der Vorschrift zu ermitteln und auf Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit aufzuteilen. In der Regel erfordert dies eine Anpassung bestehender Verträge.

Für die Grundbetreuung gelten feste Einsatzzeiten pro Beschäftigtem mit entsprechender Planungssicherheit. Auch hinsichtlich der regelmäßig vorliegenden betriebsspezifischen Unfall- und Gesundheitsgefahren ist eine gute Planbarkeit gegeben. Für die Erfüllung der temporär anfallenden Aufgaben ist allerdings Flexibilität erforderlich.

Für die Grundbetreuung sind feste Einsatzzeiten und Aufgaben in der Vorschrift vorgegeben. Sie deckt Aufgaben ab, die typischerweise in allen Betrieben vorkommen. Zusätzliche zeitweilig oder dauernd erforderliche Aufgaben sollen durch die betriebsspezifische Betreuung aufgefangen werden, weshalb diese auch individuell für den Betrieb festzulegen ist. Der Betrieb ermittelt ergänzend Art und Umfang der Betreuung selbst auf der Basis des vorgegebenen Verfahrens.

Die Grundbetreuung umfasst Basisleistungen nach dem ASiG. Die betriebsspezifische Betreuung baut auf der Grundbetreuung auf und ergänzt sie auf der Basis der spezifischen betrieblichen Gefährdungssituation und betrieblichen Bedingungen. Auf diese Weise sollen die individuellen Betreuungserfordernisse des einzelnen Betriebs abgedeckt werden.

Die Unternehmen können die betriebliche Betreuung besser und passgenauer ausgestalten, da sowohl Betriebsarzt*Betriebsärztin als auch Fachkraft für Arbeitssicherheit ihre Kompetenzen einbringen. Die enge Zusammenarbeit von Unternehmensleitung, betriebsärztlichem Dienst, Fachkraft für Arbeitssicherheit und betrieblicher Interessenvertretung ist dabei erforderlich.

Die DGUV Vorschrift 2 beschränkt den Anwendungsbereich des ASiG ausdrücklich auf „Beschäftigte“, nicht auf „Versicherte“. Dies führt im Ergebnis dazu, dass die DGUV Vorschrift 2 (und damit auch das ASiG) im Bereich der ehrenamtlich Tätigen keine Anwendung findet.

Ja. Bei Leiharbeitnehmer*innen sind sowohl die Regelungen der DGUV Vorschrift 2 für den Verleiherbetrieb (WZ-Kodes 78.2 und 78.3) als auch die für den Entleihbetrieb zu berücksichtigen. Im Entleihbetrieb sind Leiharbeitnehmer*innen bei der Ermittlung des Betreuungsumfangs wie Beschäftigte des Betriebs zu bewerten. Außerdem sind Leiharbeiter*innen bei der Zuordnung zu einem der Betreuungsmodelle zu berücksichtigen (DGUV Vorschrift 2, Anhang 1).

Wenn Betreute in Behindertenwerkstätten arbeiten, gelten sie als Beschäftigte, für die eine arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung vorzusehen ist.

Schüler*innen, Studierende, ehrenamtlich Tätige und Kita-Kinder werden vom Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) nicht erfasst. Daher ist für diese Personen keine arbeitsmedizinische und sicherheitstechnischen Betreuung vorzusehen. Es sind allerdings für die Beschäftigten zusätzliche betriebsspezifische Einsatzzeiten denkbar, wenn von den genannten Personen zusätzliche Gefährdungen für die Beschäftigten ausgehen (z. B. Studierende in chemischen Laboratorien von Universitäten).

Nein. Ein Betrieb im Sinne der DGUV Vorschrift 2 wird unter Berücksichtigung des jeweiligen Betriebszwecks und nicht nach Tätigkeiten einer einzigen Betreuungsgruppe zugeordnet. Die Vorschrift enthält in Anhang 1 ein Beispiel für eine Gemeinde.

Ein Betrieb im Sinne der DGUV Vorschrift 2 ist eine geschlossene Einheit, die durch organisatorische Eigenständigkeit mit eigener Entscheidungscharakteristik geprägt ist. Eine Gemeinde oder ein Landkreis besteht in der Regel aus unterschiedlichen Betrieben, z.B. aus Verwaltung, Bauhof, Schwimmbad etc.

Nein. Anrechenbare Leistungen ergeben sich ausschließlich aus den Vorgaben der DGUV Vorschrift 2. Eine detaillierte Beschreibung dieser Aufgaben findet sich in den Anhängen 3 und 4 der Vorschrift. Tätigkeiten wie Einstellungsuntersuchungen oder die Sicherheits- und Gesundheitskoordination auf Baustellen gehören nicht dazu und müssen bei Bedarf zusätzlich beauftragt werden.

In den offiziellen Abstimmungen zwischen BMAS, Ländern und DGUV wird für die Fachkraft für Arbeitssicherheit das Kürzel "Sifa" verwendet.

Rechtsgrundlage ist das Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit (Arbeitssicherheitsgesetz – ASiG) vom 31.12.1973. Es legt fest, dass jede Unternehmensleitung Betriebsärzte*-ärztinnen und Fachkräfte für Arbeitssicherheit zu bestellen hat. Diese sollen die Leitung bei ihren Verpflichtungen im Arbeitsschutz beraten und unterstützen. Die DGUV Vorschrift 2 konkretisiert dieses Gesetz.

Leisten Studierende ein Praktikum – unabhängig davon, ob es in der Studienordnung vorgesehen ist oder nicht – so sind sie auch in dieser Zeit unfallversichert. Allerdings ändert sich im Regelfall die Zuständigkeit des Unfallversicherungsträgers. Zuständig für Schutz und Leistungen ist für diese Zeit des Praktikums die Berufsgenossenschaft bzw. die Unfallkasse des Praktikumsbetriebs.

Der Versicherungsschutz für die Studierenden ist im Wesentlichen davon abhängig, ob der Hochschulsport dem organisatorischen Verantwortungsbereich der Hochschule zuzurechnen ist. Studierende sind unter folgenden Voraussetzungen beim allgemeinen Hochschulsport gesetzlich unfallversichert: Das Sportangebot an der Hochschule muss den Charakter einer offiziellen Hochschulveranstaltung haben. Es muss von der Hochschule selbst oder einer hochschulbezogenen Institution (AStA) durchgeführt werden. Die Sportstunden/-kurse finden innerhalb des organisierten Übungsbetriebs, d. h. während der festgesetzten Zeiten und unter Leitung eines*einer bestellten Übungsleiters*Übungsleiterin statt. Alle Veranstaltungen stehen in einem wesentlichen sachlichen Zusammenhang mit den gesundheitlichen, sozialen und persönlichkeitsbezogenen Aufgaben des Hochschulsports.

Organisatorischer Verantwortungsbereich bedeutet: Eine Veranstaltung hat einen unmittelbaren räumlichen und zeitlichen Zusammenhang zur Hochschule. Dieser gilt nicht mehr, wenn Aufsichtsmaßnahmen der Hochschule nicht mehr gewährleistet sind. Die Hochschule muss also zeitliche, örtliche, inhaltliche und organisatorische Einwirkungsmöglichkeiten haben. Bei Exkursionen oder Auslandsfahrten muss grundätzlich ein*r Verantwortliche*r der Hochschule vor Ort die Aufsicht ausüben. Sie*er muss vor Ort die Tätigkeiten organisieren und koordinieren.

Grundsätzlich sind nur eingeschriebene (immatrikulierte) Studierende gesetzlich unfallversichert. Gasthörer*innen oder so genannte Senioren- oder Ruhestandsstudierende sind nicht versichert, da diese Studien Freizeitcharakter aufweisen. Versicherungsschutz besteht bei allen studienbezogenen Tätigkeiten, die im organisatorischen Verantwortungsbereich der Hochschule liegen. Dazu gehören nicht nur der Besuch von Vorlesungen, Seminaren oder Übungen, sondern auch die Beteiligung an studentischer Selbstverwaltung, der Besuch der Universitätsbibliothek oder auch Exkursionen.Gesetzlich unfallversichert sind bereits der Weg zur Immatrikulation und auch noch der Weg von der Exmatrikulation nach Hause. Nicht versichert sind allerdings die Anfertigung einer Diplomarbeit, private Studienfahrten oder das Nachbereiten einer Vorlesung in den eigenen vier Wänden.

Während der Pausen besteht innerhalb des Schulbereichs grundsätzlich gesetzlicher Unfallschutz. Dies gilt auch dann, wenn keine oder eine nur unzureichende Beaufsichtigung der Schüler gewährleistet ist.

In unterrichtsfreien Zeiten (so genannten Freistunden) besteht in der Regel Versicherungsschutz, wenn die Schüler*innen sich bis zur Fortsetzung des Unterrichts im Schulbereich aufhalten. Der Versicherungsschutz hängt aber von den konkreten Umständen im Einzelfall ab. Die UKH prüft den Versicherungsschutz ggf. anhand der gesetzlich vorgeschriebenen Unfallanzeige.

Die Teilnahme am Schulfest ist gesetzlich unfallversichert. Es muss jedoch unter Leitung und Verantwortung der Schule stehen. Von den Schüler*innen selbst organisierte Schulfeste sind auch dann nicht versichert, wenn Lehrkräfte zeitweise daran teilnehmen.

Sobald Förderunterricht als schulische Veranstaltung durchgeführt wird, sind die teilnehmenden Schüler*innen versichert. Bei Förderunterricht in außerschulischen Institutionen bzw. wenn er nicht unter dem organisatorischen Verantwortungsbereich der Schule steht, ist der gesetzliche Unfallschutz zu verneinen.

Ja. Wenn Eltern von der Schule beauftragt werden, solche Aufsichtstätigkeiten oder sonstige Hilfsdienste während einer schulischen Veranstaltung (z. B. Ausflüge, Wanderungen, etc.) zu übernehmen, dann sind sie dabei unfallversicherungsrechtlich geschützt.

Fahrtkosten zwischen Wohnung und Schule können nur übernommen werden, wenn aufgrund der Unfallfolgen eine voraussichtliche Unterbrechung des Unterrichts von mehr als vier bis sechs Wochen eintritt. Bitte klären Sie diese Frage individuell und persönlich mit unserem Servicetelefon (069 29972-440).

Ja. Mitglieder der Elternvertretung, die nach den Schulvorschriften gewählt werden, sind bei der Ausübung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit für die Schule unfallversichert.

Schulkinder stehen auch dann unter gesetzlichem Unfallversicherungsschutz, wenn sie an Betreuungsmaßnahmen teilnehmen, die unmittelbar vor oder nach dem Unterricht von der Schule bzw. im Zusammenwirken mit dieser durchgeführt werden. Auch die Wege sind unfallversichert.

Die verpflichtenden Praktika, die in hessischen Schulen meist am Ende der Sekundarstufe I stattfinden, sollen eine Hilfestellung zur Berufsorientierung bieten. Diese Praktika sind als Schulveranstaltung gesetzlich unfallversichert. Zuständig ist die Unfallkasse Hessen. Auch Praktika im Ausland sind nach Schulrecht möglich und können unter Versicherungsschutz stehen. In einem solchen Fall setzen Sie sich bitte mit unserem Servicetelefon in Verbindung, damit im Vorfeld der Versicherungsschutz geklärt werden kann (Telefon 069 29972-440). Ferienpraktika (bzw. Ferienjobs) sind ebenfalls unfallversichert. Hier ist jedoch die Berufsgenossenschaft des Praktikumsbetriebs zuständig.

Nein, ausländische Austauschschüler*innen sind in der Regel während des Aufenthalts in Deutschland nicht versichert. Sie sind grundsätzlich über das Heimatland abgesichert. Ausnahme: Wenn eine vollständige Integration in den Unterricht der deutschen Schule erfolgt (z. B. in Form von Mitschreiben von Klassenarbeiten, Benotung, etc.), so kann der deutsche Unfallschutz greifen. Die andere Seite: Deutsche Schüler*innen, die an einem schulischen Austauschprogramm teilnehmen und im Klassenverband ins Ausland fahren, sind nach deutschem Recht auch im Ausland versichert. Wir empfehlen aber, zusätzlich eine Auslandsreisekrankenversicherung abzuschließen und eine Europäische Krankenkassenkarte (EHIC) mitzuführen. Diese stellt Ihre zuständige Krankenkasse für den Schüler*die Schülerin aus.

Wenn es sich bei der Schulfahrt um eine schulische Veranstaltung handelt, sind die Schüler*innen (auch im Ausland) versichert. Die Schule muss also die Fahrt planen, organisieren, durchführen und beaufsichtigen.

Schulische Veranstaltungen stehen im engen Zusammenhang mit dem Schulbesuch. Sie fallen in den organisatorischen Verantwortungsbereich der Schule und sind i. d. R. in den Lehrplan aufgenommen. Im Rahmen von Projektunterricht, Arbeitsgemeinschaften oder erweiterten Bildungsangeboten kann es außerdem einzelne Ereignisse geben, die die Schulleitung ausdrücklich zur schulischen Veranstaltung erklärt. Die Entscheidung, ob eine schulische Veranstaltung stattfinden soll, wie sie im Einzelnen ausgestaltet wird, ob sie verbindlich ist oder nicht etc., ist nach Abwägung aller Umstände nach pädagogischem Ermessen von der Schulleitung zu treffen. Grundvoraussetzung ist ein Bezug zu den Aufgaben der Schule, also zu Erziehung und Unterricht. Es kann sichauch um Veranstaltungen handeln, die den Unterricht sachlich ergänzen, erweitern, unterstützen oder verdeutlichen. Es können aber auch Maßnahmen sein, die vorwiegend der Erziehung dienen oder das Schulleben bereichern sollen. Nur wenn ein innerer Zusammenhang mit der Unterrichts- und Erziehungsarbeit der Schule vorliegt, darf die Veranstaltung zu einer schulischen erklärt werden. Es ist also nicht möglich, jegliches Ereignis zur Schulveranstaltung zu erklären.

Essen und Trinken sowie der Einkauf von Nahrungsmitteln sind eigentlich dem persönlichen und somit unversicherten Lebensbereich zuzurechnen. Aber: Bei Schüler*innen sind die Wege von der Schule zum Einkauf von Lebensmitteln versichert, wenn sie zum alsbaldigen Verzehr bestimmt sind. Das Essen dient ja im Wesentlichen dazu, die Arbeitskraft bzw. Schulfähigkeit des Kindes bzw. Jugendlichen zu erhalten und es ihm damit zu ermöglichen, die schulische Tätigkeit fortzusetzen. Achtung: Im Geschäft, beim Einkauf selbst, besteht kein Unfallschutz.

Schüler*innen ist in die Wahl der Beförderungsmittel freigestellt. Der Weg zur Schule ist auch dann versichert, wenn er nicht in der gewohnten Weise zurückgelegt werden kann (z. B. zu Fuß, weil der Bus verpasst wurde, oder in einem privaten PKW).

Schüler*innen allgemein bildender und berufsbildender Schulen, Kinder in Tageseinrichtungen (z.B. in Kinderkrippen, Kindergärten und Horten), Kinder bei der Betreuung durch geeignete Tagespflegepersonen sowie Studierende an Hochschulen

Ein Schulunfall ist ein Unfall, den ein*e Schüler*in wegen des Besuchs einer allgemein oder berufsbildenden Schule erleidet. Dasselbe gilt für den Unfall während der Teilnahme an Betreuungsmaßnahmen, die unmittelbar vor oder nach dem Unterricht stattfinden und zumindest im Zusammenwirken mit der Schule durchgeführt werden. Alle damit zusammenhängenden Wege sind auch versichert. Diese Unfälle nennt man Schulwegunfälle.

Die betreuende Tagespflegeperson muss besonders geeignet sein! Diese Feststellung trifft der Träger der öffentlichen Jugendhilfe (Jugendamt). Die Eignung der Tagespflegeperson ist Voraussetzung für den gesetzlichen Versicherungsschutz der betreuten Kinder. Die Kinder sind also nur dann versichert, wenn die Tagespflegeperson eine Pflegeerlaubnis des Jugendamtes hat bzw. diese beantragt hat. Zur Prüfung des Versicherungsschutzes muss eine Kopie der Pflegeerlaubnis angefordert werden.

Aber Achtung: Kinder in privat organisierter Tagespflege sind nicht gesetzlich unfallversichert!

Und: Der Versicherungsschutz besteht nur bei der Betreuung fremder Kinder! Die eigenen Kinder der Tagespflegeperson fallen nicht unter den Unfallschutz. Unerheblich ist dagegen, ob die versicherte Betreuung im Haushalt der Eltern des Kindes stattfindet. Der Begriff der Betreuung schließt angesichts des Alters der betreuten Kinder (bis 3 Jahre) alle Tätigkeiten des Kindes in dieser Zeit ein.

Tagespflegepersonen sind grundsätzlich gesetzlich unfallversichert. Über den zuständigen Unfallversicherungsträger entscheidet jedoch die Form der Betreuung: Ist die Person selbstständig tätig (und betreut die Kinder beispielsweise bei sich zu Hause), so ist sie bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (www.bgw-online.de) versichert. Dort muss sie sich innerhalb einer Woche nach Aufnahme der Tätigkeit anmelden.

Betreut die Tagespflegeperson überwiegend Kinder einer Familie in deren Familienwohnung, so wird sie als Angestellte des Haushalts angesehen. Dann ist die Unfallkasse Hessen zuständig und die Tagesmutter muss – je nach Höhe des Einkommens – bei der Minijobzentrale oder bei der UKH angemeldet werden.

Eine Meldung des arbeitgebenden Haushalts (z. B. der Eltern) ist bei der Minijobzentrale erforderlich, wenn das Entgelt unter 450 Euro liegt.

Besuchs- oder Gastkinder, die gelegentlich (auch nur für einen Tag) in eine Tageseinrichtung gehen und zusammen mit den anderen Kindern betreut werden, sind in dieser Zeit versichert. Dabei handelt es sichmeist um Kinder, die in eine Kindertageseinrichtung gegeben werden, ohne dass für sie ein Betreuungsvertrag mit der Einrichtung geschlossen wurde. Meistens sind dies die kleineren Geschwister von Kindern, welche die Einrichtung regulär besuchen. Aber Achtung: Sie müssen bewusst und gewollt in das Betreuungskonzept der Einrichtung aufgenommen werden, sonst sind sie nicht versichert! Auch sind Kinder gesetzlich versichert, die üblicherweise in einer anderen Tageseinrichtung bzw. von einer Tagespflegeperson betreut werden und nur ausnahmsweise die Betreuungsform bzw. die Einrichtung wechseln. Dies kann z. B. in Krankheitsfällen oder in den Einrichtungsferien der Fall sein.

Kinder in Tageseinrichtungen sind für die Dauer des Besuchs grundsätzlich bei allen Tätigkeiten versichert. Der Versicherungsschutz besteht ferner auf den unmittelbaren Wegen sowie in der Zeit, in der die Tageseinrichtung die Obhutspflicht ausübt. Auch von der Kita veranstaltete Ausflüge, Besichtigungen etc. sind versichert. Die Obhutspflicht endet mit dem erlaubten Verlassen der Einrichtung bzw., wenn die Kinder wieder den Eltern übergeben werden.

Die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung verlangen als Grundvoraussetzung die Beschäftigung fachlich qualifizierten Personals, d. h. zumindest die Leitung der Einrichtung muss in den Händen einer staatlich geprüften sozialpädagogischen Fachkraft liegen. Daneben sind eine Vereinssatzung, die Gemeinnützigkeitsbescheinigung des Finanzamtes sowie eine Betriebserlaubnis des Landesjugendamtes erforderlich. Abschließend benötigen wir von Ihnen den Namen und die Adresse der Einrichtung, dazu noch Anzahl und Alter der Kinder, welche die Einrichtung regelmäßig besuchen.

Ja. Teilnehmende müssen die Schulpflicht erfüllt haben. Es muss sich um Freiwillige im Dienst eines geeigneten Trägers handeln. Solche Träger sind: inländische juristische Personen des öffentlichen Rechts (Länder, Gemeinden, Kreise, Körperschaften des öffentlichen Rechts) unter § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftssteuergesetzes fallende Einrichtungen zur Förderung gemeinnütziger, mildtätiger oder kirchlicher Zwecke (§ 52 bis 54 Abgabenordnung). Derartige Träger müssen eine Haftpflichtversicherung gewährleisten. Ferner müssen sie eine kontinuierliche Begleitung der Freiwilligen sowie deren Fort- und Weiterbildung im Umfang von mindestens durchschnittlich 60 Stunden im Jahr sicherstellen. Schriftliche Vereinbarung Umfang: Mindestens acht Wochenstunden für die Dauer von mindestens sechs Monaten Unentgeltlichkeit des Dienstes (Aufwandspauschale ist aber möglich). Zuständig ist derjenige Unfallversicherungsträger, der auch für das unterstützte Unternehmen zuständig ist (§ 133 Abs. 1 SGB VII).

Menschen, die ehrenamtlich im Auftrag einer privatrechtlichen Organisation oder mit Einwilligung von öffentlich-rechtlichen Institutionen aktiv sind, erhalten gesetzlichen Unfallschutz. Dies gilt auch für gewählte Ehrenamtsträger in gemeinnützigen Organisationen, wie in Sportvereinen. Personen, die im Auftrag, mit ausdrücklicher Einwilligung oder in besonderen Fällen auch mit schriftlicher Genehmigung von Kommunen ehrenamtlich tätig sind als Mitglied von Körperschaften, Anstalten, Stiftungen des öffentlichen Rechts, deren Verbände oder Arbeitsgemeinschaften sowie privatrechtlichen Organisationen.Entscheidend ist, ob die Kommune einen konkreten Auftrag oder die Zustimmung zu einem konkreten Vorhaben erteilt. Vor Aufnahme der ehrenamtlichen Tätigkeit sollte auf jeden Fall ein Auftrag oder eine Einwilligung in schriftlicher Form erteilt werden. Beispiel: Personen, die an Aktionen wie „Sauberhafter Frühjahrsputz“, „Gemarkungsputz“ o. ä. teilnehmen, sind als ehrenamtlich Tätige versichert, wenn es sich um Aufgaben handelt, die grundsätzlich von der Kommune zu erfüllen sind und für die im Vorfeld ein schriftlicher Auftrag oder eine Einwilligung erteilt wurde. Ein allgemeiner Aufruf an die Bevölkerung reicht für den Schutz in der gesetzlichen Unfallversicherung nicht aus! In der Regel werden derartige Aktionen von der Gemeinde selbst oder von Vereinen organisiert. Eine schriftliche Beauftragung der einzelnen ehrenamtlichen Helfer*innen ist nicht erforderlich. Um umfangreiche Ermittlungen nach einem Unfall zu vermeiden, sollte die Gemeinde jedoch bestätigen können, welche Personen als ehrenamtlich Tätige an der Aktion teilgenommen haben.

Die gesetzliche Unfallversicherung ist Teil der deutschen Sozialversicherung und steht damit gleichrangig neben der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung, der gesetzlichen Rentenversicherung sowie der Arbeitslosenversicherung. Die gesetzliche Unfallversicherung sichert das Risiko des Arbeitsunfalls bzw. Schulunfalls sowie der Berufskrankheit ab. Die Beiträge werden allein von den Arbeitgebenden bzw. aus den Haushalten des Bundes, der Länder sowie der Kommunen bezahlt. Das Siebte Buch Sozialgesetzbuch (kurz: SGB VII) enthält die wesentlichen Bestimmungen zum gesetzlichen Unfallversicherungsrecht. Die gesetzliche Unfallversicherung gliedert sich in einen öffentlichen, einen gewerblichen und einen landwirtschaftlichen Bereich: der öffentliche Bereich wird durch Unfallkassen oder Gemeindeunfallversicherungsverbände wahrgenommen. Sie sind die sog. Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Bei ihnen sind u. a die Beschäftigten des Landes und der Kommunen und Personen versichert, die sich in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Die zahlenmäßig größte Versichertengruppe stellen Kinder in Tageseinrichtungen und Tagespflege, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende an Hochschulen dar. Man spricht hier von der Schülerunfallversicherung. für den gewerblichen Bereich sind die Berufsgenossenschaften entsprechend der verschiedenen Gewerbezweige zuständig. für den landwirtschaftlichen Bereich sind die Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften zuständig.

Unfälle im Sinne des Sozialgesetzbuch VII sind zeitlich begrenzte, von außen auf den Körper des Versicherten einwirkende Ereignisse, die zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führen.

Nein. Der versicherte Weg beginnt erst mit dem Durchschreiten der Haustür ins Freie. Wege im eigenen Treppenhaus werden als unversichert angesehen, weil den Versicherten das Treppenhaus gut bekannt ist und die Gefahren leicht zu beherrschen sind.

Ja. Die gesetzliche Unfallversicherung dient der Ablösung der Haftpflicht der Unternehmer*innen und soll den Betriebsfrieden wahren, indem Streitigkeiten unter Arbeitskollegen oder zwischen Arbeitgeber*in und Arbeitnehmer*in vermieden werden sollen. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber ausdrücklich ins Gesetz geschrieben, dass ein Arbeitsunfall vorliegt, auch wenn der Versicherte „verbotswidrig“ gehandelt hat. Demnach erhalten Versicherte, die einen Unfall erlitten haben, auch dann Leistungen, wenn sie sich bei einem Verstoß gegen Gesetze (z. B. Geschwindigkeitsüberschreitung) oder etwa Unfallverhütungsvorschriften verletzt haben. Ein selbstverschuldeter Unfall ist also in der Regel zu entschädigen. Allerdings gibt es auch Ausnahmen: Sollte diese Person im Nachhinein rechtskräftig wegen eines Verbrechens oder eines vorsätzlichen Vergehens verurteilt werden, so können trotz vorliegenden Arbeitsunfalls Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung versagt werden. Der Arbeitsunfall als solcher bleibt aber anerkannt. Sollte die Verletzung beabsichtigt sein (Selbstverstümmelung), so liegt kein Arbeitsunfall vor. Denn die Verletzung erfolgte freiwillig und nicht unfreiwillig.

Nach der ständigen Rechtsprechung ist die Teilnahme von Beschäftigten an Betriebsfesten, Betriebsausflügen oder ähnlichen Gemeinschaftsveranstaltungen dem Unternehmen zuzurechnen und der versicherten Tätigkeit gleichzusetzen und damit versichert. Doch auch hier ist der gesetzliche Unfallversicherungsschutz an bestimmte Voraussetzungen gebunden. Wenn die Veranstaltung der Pflege der Verbundenheit zwischen der Unternehmensleitung und den Beschäftigten sowie der Beschäftigten untereinander dient; die Unternehmensleitung diese selbst veranstaltet oder billigt bzw. fördert und sie bei der Planung und Durchführung von der Autorität des Unternehmenden getragen wird (das kann auch ein*e Beauftragte*r sein). Die Unternehmensleitung muss anwesend sein oder durch eine*n Beauftragte*n vertreten werden. Alle Betriebsangehörigen, wenn auch ohne Pflicht, müssen daran teilnehmen können.

Betriebssport ist unfallversichert, wenn der Sport Ausgleichs- und nicht Wettkampfcharakter hat, er regelmäßig stattfindet, der Teilnehmerkreis im Wesentlichen auf Unternehmensangehörige beschränkt ist, Übungszeit und Übungsdauer in einem dem Ausgleichszweck entsprechenden Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit stehen und der Sport unternehmensbezogen organisiert ist. So ist z. B. regelmäßig durchgeführter Ballsport oder Gymnastik versichert. Nicht versichert sind Aktivitäten, die einen Wettkampfcharakter aufweisen und nicht regelmäßig stattfinden wie z. B. im Rahmen von Fußballturnieren oder auch ein Marathonlauf (z. B. der Frankfurt-Marathon). Oft werden Betriebssportvereine gegründet. In Betriebssportvereinen, die auch Dritten offen stehen, ist man nicht gesetzlich unfallversichert. Die Mitgliedschaft in einem Betriebssportverein steht oftmals nicht mit der Betriebsangehörigkeit im Zusammenhang. Der Verein hat den gleichen Charakter wie ein allgemeiner Sportverein und ist für jeden zugänglich. Von daher lässt sich auch für die dem Betrieb angehörenden Mitglieder ein Zusammenhang zwischen der sportlichen Betätigung und der betrieblichen Tätigkeit nicht begründen.

Bezieher von Leistungen nach dem Zweiten Buch des Sozialgesetzbuches (SGB II), die gemeinnützige Arbeit in Arbeitsgelegenheiten nach § 16d SGB II (Ein-Euro-Job) verrichten, sind über die Einsatzstelle gesetzlich unfallversichert. Erfolgt der Einsatz in Mitgliedsbetrieben der Unfallkasse Hessen, so besteht über sie auch Versicherungsschutz. Das gleiche gilt auch für Arbeitsgelegenheiten nach § 5 des Asylbewerberleistungsgesetzes. Ein-Euro-Jobs in der sog. Entgeltvariante nach § 16e SGB II sind über die Berufsgenossenschaft des Betriebes versichert; hier kommt ein Beschäftigungsverhältnis zustande. Kommen die ALG II berechtigten Personen hingegen einer besonderen, an sie im Einzelfall gerichteten Aufforderung z. B. der Arbeitsagentur nach und suchen diese auf, so besteht über die Unfallkasse des Bundes Versicherungsschutz. Hier ist der Versicherungsschutz wegen der Meldepflicht nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) einschlägig.

Berufskrankheiten sind Krankheiten, die in einer Verordnung der Bundesregierung als solche ausdrücklich aufgelistet sind (Berufskrankheitenverordnung nach § 9 SGB VII) und die sich der Versicherte durch seine versicherte Tätigkeit zugezogen hat. Im Unterschied zum Arbeitsunfall handelt es sich hier in aller Regel nicht um einmalige Einwirkungen auf den Körper des oder der Versicherten, sondern um länger andauernde, sich wiederholende Einwirkungen. Beispiele für Berufskrankheiten sind Lärmschwerhörigkeit, Erkrankungen durch Blei oder Quecksilber, schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen. Voraussetzung für die Aufnahme einer Krankheit in die Berufskrankheitenverordnung (BKV) ist, dass gesicherte medizinische Erkenntnisse darüber vorliegen, dass bestimmte Berufsgruppen in höherem Maße gefährdet sind als der Rest der Bevölkerung. Berufskrankheiten, die auf Grund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse neu in die Liste aufgenommen werden sollen, können bis zu einer Änderung der BKV „Wie-Berufskrankheiten“ anerkannt werden.

Arbeitsunfälle sind gesetzlich definiert als "Unfälle von Versicherten infolge einer den Versicherungsschutz nach den §§ 2, 3 oder 6 SGB VII begründenden Tätigkeit (versicherte Tätigkeit)". Unfälle sind zeitlich begrenzte, von außen auf den Körper einwirkende Ereignisse, die zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod der Versicherten Person führen (§ 8 Abs. 1 SGB VII). Die Rechtsprechung verlangt für die Anerkenntnis eines Arbeitsunfalls u. a., dass eine Person einer versicherten Tätigkeit nachgeht (z. B. als Beschäftigte*r), einen Unfall erleidet und zum Unfallzeitpunkt eine betriebliche bzw. betriebsdienliche Tätigkeit ausübt. Im Bereich der Schülerunfallversicherung wird vom Schulunfall gesprochen. Wege, die in Ausübung der versicherten Tätigkeit zurückgelegt werden (z. B. Fahrten zu Kunden im Auftrag des Arbeitgebernden) sind Teil der betrieblichen Tätigkeit (Betriebsweg). Ein Wegeunfall ist ebenfalls ein Arbeitsunfall und hat mehrere Varianten. Die wichtigste Variante ist der tägliche Weg zur und von der Arbeit bzw. Schule. Versichert ist dabei der unmittelbare Weg. Nicht notwendig ist, dass es sich um den kürzesten Weg handelt. Auch ein etwas längerer, aber verkehrsgünstigerer, schnellerer Weg ist versichert. Es wird jedoch verlangt, dass der Weg mit der Absicht zurückgelegt wird, die Arbeitsstätte oder Schule zu erreichen bzw. nach der Arbeit direkt nach Hause zu gelangen. Umwege oder Abwege zur Erledigung privater Dinge (Tanken, Einkaufen, Besuch von Freunden) können zum Verlust des Versicherungsschutzes führen. Der versicherte Weg beginnt in der Regel morgens an der Außenhaustür und endet an der Außentür der Arbeitsstätte bzw. Werkstor oder am Schultor bzw. Schuleingang. Für den Rückweg gilt das Gleiche. Die Art und Weise, wie die Wege zurückgelegt werden, steht allen Versicherten frei. Sie haben also die Wahl, ob der öffentliche Nahverkehr, ein Auto, ein Fahrrad benutzt wird, oder ob der Weg zu Fuß zurückgelegt wird. Notwendige Wartezeiten (Bushaltestelle, Bahnhof) sind ebenfalls Teil des versicherten Weges.

Die gesetzliche Unfallversicherung versichert nicht Personen, sondern stellt Tätigkeiten von Personen unter Versicherungsschutz. Sie besteht nicht rund um die Uhr und auch nicht für die Dauer der gesamten Anwesenheit am Arbeitsplatz oder in der Schule. Bei Beschäftigten sind beispielsweise nur Tätigkeiten versichert, die den Interessen der Arbeitgebenden objektiv dienen (etwa arbeitsvertraglich bestimmt sind). So gibt es auch während der Arbeitszeit Momente und Handlungen, die nicht versichert sind (z. B. der Gang zum Fotokopierer, um Einladungen zum privaten Kindergeburtstag zu kopieren). Besonderheiten bestehen bei Toilettengängen oder dem Gang zur Kantine: Die jeweiligen Wege sind versichert, nicht jedoch der Aufenthalt im Toilettenraum bzw. in der Kantine. Anderes gilt übrigens für die Raucherpause: hier sind weder die Wege noch das Rauchen an sich unfallversichert, weil das Rauchen als Konsum eines so genannten Genussmittels eine persönliche Angelegenheit ist.

Nein. Die gesetzliche Unfallversicherung ersetzt nur Schäden, die am Körper eines Menschen eintreten. Für den Sachschaden kommt eventuell die Haftpflicht- oder Kaskoversicherung auf. Nur ausnahmsweise können bestimmte Sachschäden ersetzt werden: einerseits ist dies möglich bei einer sog. Hilfeleistung (z. B. Bergung eines Verletzten). Die Sache, die jemand in Besitz hatte, muss zum Zweck der Rettung eingesetzt und hierbei beschädigt worden sein (§ 13 SGB VII). Insoweit ist ein Antrag notwendig. eine weitere Ausnahme stellt der Ersatz der beschädigten Hilfsmittel (z. B. Brillen) dar.

Hilfsmittel (z. B. Brillen, Hörgeräte, Prothesen), die bei einem Arbeits- oder Schulunfall beschädigt wurden, werden entschädigt, wenn sie zum Unfallzeitpunkt getragen wurden. Zur Erstattung füllt der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin oder die Schule eine Unfallanzeige aus und sendet sie an die UKH, auch wenn keine körperliche Verletzung eingetreten ist.

Grundsätzlich hat der/die Arbeitgeber*in den Unfall innerhalb von drei Tagen mit der vorgeschriebenen Unfallanzeige zu melden. Tödliche Unfälle sind sofort zu melden (per Telefon, Fax, E-Mail). In der Schülerunfallversicherung obliegt diese Pflicht der jeweiligen Einrichtungsleitung (Kita-Leitung, Schulleitung, Hochschulleitung). Bei ehrenamtlich Tätigen müssen die Länder, Gemeinden etc., in deren Auftrag sie tätig werden, die Unfälle melden.

Bei Verdacht auf Vorliegen einer Berufskrankheit erfolgt die Meldung in der Regel durch einen Arzt, den Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin, oder eine andere Stelle, wie z. B. Krankenkasse, Rentenversicherungsträger oder das Arbeitsamt. Wenn Sie den Verdacht haben, dass bei Ihnen eine Berufskrankheit vorliegt, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, Ihren Arbeitgeber/Ihre Arbeitgeberin oder direkt an die Unfallkasse Hessen.

Nach § 3 SGB VII steht es den Unfallversicherungsträgern frei, zusätzlich zu den gesetzlich Versicherten noch andere dort genannte Personen zu versichern. Die Unfallkasse Hessen hat hiervon Gebrauch gemacht und in § 4 Abs. 3 der Satzung den Unfallversicherungsschutz u. a. auf Teilnehmer*innen an Maßnahmen im Rahmen der Entwicklungshilfe erweitert, die nicht bereits kraft Gesetzes nach § 2 SGB VII versichert sind. Eine freiwillige Versicherung sieht die Satzung der Unfallkasse Hessen nach § 4a der Satzung vor. Die freiwillige Versicherung erfolgt nur auf schriftlichen Antrag bei der Unfallkasse Hessen. Als Beispiel sind hier die gewählten Ehrenamtsträger in gemeinnützigen Organisationen (z. B. Feuerwehrvereine) zu nennen.

Kinder in Tageseinrichtungen und Kinder in Tagespflege (§2 Abs. 1 Nr. 8a SGB VII); Schüler*innen während des Besuchs allgemein- und berufsbildendender Schulen und während der Teilnahme an unmittelbar vor oder nach dem Unterricht von der Schule oder im Zusammenwirken mit ihr durchgeführte Betreuungsmaßnahmen (§2 Abs. 1 Nr. 8b SGB VII); Studierende an Hochschulen (§2 Abs. 1 Nr. 8c SGB VII). Die Schülerunfallversicherung stellt zahlenmäßig den größten Block der Versicherten bei der Unfallkasse Hessen. So sind ca. 60 % aller bei der Unfallkasse Hessen Versicherten entweder Kinder, Schüler*innen oder Studierende.

Durchgangsärzt*innen (D-Ärzt*innen) sind von den Landesverbänden der gewerblichen Berufgenossenschaften bestellte Fachärzt*innen für Chirurgie oder Orthopädie mit besonderen Kenntnissen und Erfahrungen auf dem gesamten Gebiet der Unfallmedizin. Darüber hinaus verfügen die D-Ärzt*innen über die deutsche Schwerpunktbezeichnung „Unfallchirurgie“ oder über die Zusatzbezeichnung „Spezielle Unfallchirurgie“.

Die MdE drückt aus in welchem Umfang der Versicherte durch die vom Versicherungsfall verursachten Funktionsbeeinträchtigungen die Fähigkeit verloren hat, sich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einen Erwerb zu verschaffen. Bei Jugendlichen wird die MdE nach den Auswirkungen bemessen, die sich bei Erwachsenen mit gleichen Gesundheitsschäden ergeben würden. Die MdE ist nicht gleichzusetzen mit den Begriffen Arbeitsunfähigkeit (AU) der gesetzlichen Krankenversicherung, Erwerbsminderung (EM) der gesetzlichen Rentenversicherung oder Grad der Behinderung (GdB) des Rechts der behinderten Menschen. Hinter diesen Begriffen stehen jeweils verschiedene rechtliche Definitionen. Zur Festsetzung der MdE werden in der Regel Gutachten erstellt.

Ist trotz aller medizinischer Bemühungen die Erwerbsfähigkeit für länger als ein halbes Jahr wesentlich (um mindestens 20 von Hundert) gemindert, besteht ein Anspruch auf eine Versichertenrente. Die Rente dient dem Ausgleich des durch die unfallbedingte Gesundheitsschädigung verursachten Mehrbedarfs und soll den unfallbedingten materiellen und immateriellen Schaden ausgleichen. Die Berechnungsgrundlagen sind gesetzlich festgelegt. Während bei Erwerbstätigen die Rente aus dem Arbeitsentgelt der letzten zwölf Monate berechnet wird, wird für Kinder und Jugendliche ein gesetzlich festgelegter Jahresarbeitsverdienst (JAV) zu Grunde gelegt.

Die Leistungen der Unfallkasse Hessen werden in der Regel ohne Antrag von Amts wegen erbracht. Dies geschieht nach Kenntnisnahme von dem Unfall (z. B. durch den Durchgangsarztbericht bzw. die Unfallanzeige) und abschließender Prüfung, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für einen Versicherungsfall im Sinne des SGB VII vorliegen. Selbstverständlich können Sie sich auch nach einem Unfall persönlich bei der Unfallkasse Hessen melden.

Die Unfallkasse Hessen als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung gewährt nach Eintritt eines Versicherungsfalls Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) VII. Eine Gewährung von Schmerzensgeld ist in der gesetzlichen Unfallversicherung nicht vorgesehen. Schmerzensgeld ist ein zivilrechtlicher/privatrechtlicher Anspruch gegen den Schädiger.

Die Heilbehandlung umfasst auch die durch einen versicherten Arbeitsunfall erforderlich gewordene zahnärztliche Behandlung nach den für die gesetzlichen Unfallversicherungsträger bestehenden Abkommen. Sofern Zahnersatz notwendig ist, wird er ebenso nach unseren gültigen Sätzen übernommen. Später entstehende Zahnbehandlungskosten werden, soweit sie auf den Unfall zurückzuführen sind, ebenfalls im Rahmen bestehender Abkommen übernommen.

Unter bestimmten Umständen kann es dazu kommen, dass der/die Versicherte einen Eigenanteil zu leisten hat. Dies ist dann der Fall, wenn die Leistungen auf der Grundlage der privaten Gebührenordnung für Zahnärzt*innen (GOZ) erbracht werden und der/die Versicherte sich mit der Abrechnung nach privaten Gebührensätzen einverstanden erklärt hat. Erfolgt die Abrechnung allerdings nach den für die Unfallkasse Hessen geltenden Bestimmungen, entsteht dem/der Versicherten kein Eigenanteil.

Nein. Der Arzt/die Ärztin muss bei einem Arbeits-/ Schulunfall direkt mit dem Unfallversicherungsträger abrechnen. Seit dem 01.05.2001 erstatten die Unfallversicherungsträger keine Privatrechnungen mehr.

Ziel jedes Erste-Hilfe-Lehrgangs ist die ganzheitliche Handlungskompetenz der Ersthelfer*innen in Notfallsituationen. Die reine Wissensvermittlung steht daher im Hintergrund. Augenmerk wird stattdessen auf das praktische Üben gelegt. Einen Verband anzulegen oder Betroffene psychisch zu betreuen kann man nur mit anderen Menschen üben. Daher sind Online-Lehrgänge für die Erste Hilfe ausgeschlossen (siehe dazu dguv.de).

Ja. Schüler*innen sind in der Wahl der Beförderungsmittel grundsätzlich frei. Der Weg zur Schule ist auch dann versichert, wenn er nicht in der gewohnten Weise zurückgelegt werden kann (z. B. zu Fuß, weil der Bus verpasst wurde).

Kinder sind auf dem unmittelbaren Weg zur Schule versichert. Dabei ist egal, wie der Weg zurückgelegt wird. Der fahrende Elternteil ist jedoch nur versichert, wenn er sich anschließend selbst auf den Weg zur eigenen Arbeitsstelle begibt, denn nur dann handelt es sich um eine geschützte Fahrgemeinschaft.

Ja, der Versicherungsschutz besteht auf dem Weg zwischen Kindergarten und Sportstätte. Unabhängig von der Frage des Versicherungsschutzes muss selbstverständlich eine entsprechende Beaufsichtigung durch genügend Begleitpersonal von der Kita gewährleistet sein.

Ja, auch bei diesen Fahrten sind Kinder versichert. Es ist u. E. jedoch wichtig, dass die Eltern der mitfahrenden Kinder im Vorfeld ihr Einverständnis schriftlich erklären. Die Kita muss in Abstimmung mit dem Träger die als Fahrer*innen eingesetzten Personen offiziell (möglichst schriftlich) beauftragen. Dann sind diese ebenfalls gesetzlich unfallversichert. Selbstverständlich ist darauf zu achten, dass die Kinder entsprechend den Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung, d. h. mit geeignetem Kindersitz und Sicherheitsgurt, transportiert werden. Die Frage der KFZ-Versicherung (bei Schäden am eingesetzten Fahrzeug) muss getrennt bewertet werden.

Eine spezielle Eignungsuntersuchung für den "einfachen" Feuerwehrdienst gibt es nicht. Untersuchungen etwa zum Nachweis der Eignung für Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten (G 25) und Arbeiten mit Absturzgefahr (G 41) werden von der Unfallkasse Hessen für den Feuerwehrdienst nicht gefordert. Bestehen jedoch Zweifel daran, dass ein*e Feuerwehrangehörige*r aus gesundheitlichen Gründen zum Führen eines Fahrzeugs, zu Arbeiten mit Absturzgefahr oder auch zu anderen Feuerwehrtätigkeiten geeignet ist, so soll er oder sie von einem mit den Aufgaben der Feuerwehr vertrauten Arzt oder einer Ärztin untersucht werden.

Für den Einsatz- und Übungsdienst in einer Freiwilligen Feuerwehr sind Eignungsuntersuchungen nur für spezielle Tätigkeiten erforderlich (§ 6 Abs. 3 DGUV Vorschrift 49).

Die körperliche Eignung ist nach dem Stand der Medizin (z. B. "DGUV Grundsätze für arbeitsmedizinische Untersuchungen" oder feuerwehrspezifisches Regelwerk) regelmäßig nachzuweisen.

Versicherungsschutz beim Dienstsport besteht unter diesen Voraussetzungen:

  • Der Sport wird mit einer gewissen Regelmäßigkeit durchgeführt.
  • Er muss darauf ausgerichtet sein, die Leistungsfähigkeit der Feuerwehrangehörigen zu fördern und sie fit zu halten. Eine qualifizierte Anleitung ist hierfür Grundvoraussetzung.
  • Der Sport wird in der Gruppe - nicht jede*r für sich - betrieben und zu einer im Dienstplan festgelegten Zeit ausgeübt.

Für eine regelmäßige Teilnahme aller Aktiven können durchaus mehrere Termine in der Woche im Dienstplan terminiert werden. Ob bei einem Dienstsportunfall Versicherungsschutz besteht, wird im Einzelfall nach den oben genannten Voraussetzungen geprüft. Hierfür reicht es aus, wenn Sie uns die Unfallanzeige und eine Kopie des Dienstplans zuschicken.

Unternehmen und Schulen sind verpflichtet Ersthelfer*innen für unsere Versicherten bereitzustellen. Für die Teilnahme an Erste-Hilfe-Lehrgängen können Berechtigungsscheine online angefordert werden. Hierzu benötigt eine feste Ansprechperson in Ihrem Unternehmen oder Ihrer Schule einen individuellen Zugang zum Erste-Hilfe-Onlineverfahren.

Mit diesem Zugang loggt sich die Ansprechperson, die uns künftig für Fragen zur Verfügung steht, über die Anmeldemaske ein. Unser Ziel ist eine bedarfsorientierte Zahl von Ersthelfer*innen sicherzustellen. Deshalb richten wir je nach Art der Unternehmen und Schulen passende Kontingente (z. B. für Verwaltungen, Bauhöfe, Kindertageseinrichtungen, Lehrkräfte) zur Anforderung der Berechtigungsscheine ein. Im Rahmen dieser Kontingente erfassen Unternehmen und Schulen online die geforderten Berechnungsgrundlagen (Anzahl der Beschäftigten, Gruppen, Standorte, etc.).

Verfügen Sie über mehrere Kontingente, ist die Anforderung der Berechtigungsscheine in den jeweiligen Kontingenten zu unterschiedlichen Zeitpunkten möglich.
Beispiel: Die Berechtigungsscheine für alle Kindertageseinrichtungen können heute im „Kontingent 3 – K3 Erste Hilfe in Kindertageseinrichtungen“ angefordert werden. Die Berechtigungsscheine für die Beschäftigten im Bauhof werden erst später benötigt und können daher im „Kontingent 4 – K4 Erste Hilfe in Bauhöfen“ beispielsweise nächsten Monat angefordert werden.

In einem Zeitraum von zwei Kalenderjahren können Sie nur einen einzigen Antrag je Kontingent stellen. Änderungen können im Anschluss durch Sie nicht mehr erfolgen. Daher ist es wichtig, dass Sie – je nach geforderten Angaben – alle Beschäftigten, alle Standorte, alle Gruppen, alle Lehrkräfte eines Kollegiums etc. innerhalb eines Kontingentes angeben. Nach der Eingabe und Bestätigung der benötigten Angaben findet eine sofortige Prüfung statt. Sind die gemachten Angaben plausibel, werden systemseitig Berechtigungsscheine erzeugt.

Die Zahl der Berechtigungsscheine richtet sich im Wesentlichen nach der geforderten Anzahl von Ersthelfer*innen gemäß § 26 DGUV Vorschrift 1. Sie können die bereitgestellten Berechtigungsscheine nun sofort als PDF-Datei herunterladen und ausdrucken.

Berechtigungsscheine sind in einem festgelegten Zeitraum von zwei Jahren gültig und können nicht auf andere Zeiträume übertragen werden. Die Gültigkeit und die Lehrgänge, an denen die Teilnahme erfolgen kann, sind aufgedruckt. Die Berechtigungsscheine sind einer ermächtigten Stelle für die direkte Abrechnung der Lehrgangsgebühren mit uns vorzulegen.

Ergänzend zu den Berechtigungsscheinen ist der ermächtigten Stelle das Abrechnungsformular ausgefüllt zu übergeben. Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmer*innen dieses Dokument erst im Lehrgang unterschreiben und hiermit ihre Anwesenheit und Teilnahme bestätigen.

Die gesetzlichen Unfallversicherungsträger*innen haben eine Rahmenvereinbarung mit den ermächtigten Stellen geschlossen, die eine pauschale Gebühr pro Teilnehmer*in vorsieht. Für folgende Lehrgänge

  • Erste-Hilfe-Ausbildung
  • Erste-Hilfe-Fortbildung
  • Erste-Hilfe-Schulung in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder
  • Erste-Hilfe-Fortbildung Schule

können ermächtigte Stellen Lehrgangsgebühren berechnen. Im Jahr 2021 beträgt die Lehrgangsgebühr 35,00 EUR. Im Jahr 2022 beträgt die Lehrgangsgebühr 35,80 EUR.

Für die Dauer der pandemischen Lage können ermächtigte Stellen rückwirkend ab 01.06.2020 bis zum 20.03.2022 zusätzlich zur regulären Lehrgangsgebühr eine pandemiebedingte Zulage in Höhe von 12,00 EUR je Teilnehmer*in berechnen.

Für den feuerwehrspezifischen Zusatzlehrgang übernehmen wir in den Kalenderjahren 2021/2022 den Anteil in Höhe von 6,99 EUR.

Unternehmen haben dafür zu sorgen, dass die bereits ausgebildeten Ersthelfer*innen in der Regel in Zeitabständen von zwei Jahren fortgebildet werden (§ 26 Abs. 3 DGUV Vorschrift 1). Liegt die letzte Aus- oder Fortbildung länger zurück, muss erneut an einer Ausbildung teilgenommen werden.

Ausnahme für die Dauer der pandemischen Lage:
Die pandemische Lage von nationaler Tragweite macht es den Unternehmen schwerer ihre Ersthelfer*innen in den vorgeschriebenen zwei Jahren fortbilden zu lassen. Daher kann die Teilnahmefrist unter bestimmten Voraussetzung verlängert werden. Informationen hierzu finden Sie in den drei Handlungshilfen „Erste Hilfe im Betrieb im Umfeld der Corona (SARS-CoV-2)-Pandemie“ für Unternehmen (FBEH-100), für Ersthelfende (FBEH-101) und für ermächtigte Stellen (FBEH-102).

Achtung: Bitte beachten Sie die abweichenden Regelungen für Lehrkräfte an hessischen allgemeinbildenden und beruflichen Schulen.

Grundsätzlich ist eine Kostenübernahme von Erste-Hilfe-Lehrgangsgebühren nicht nur für Vollzeitbeschäftigte, sondern auch für Minijobber oder andere Teilzeitkräfte möglich. Wir empfehlen die Aus- und Fortbildung möglichst von Vollzeitkräften oder solchen Beschäftigten, die häufig und regelmäßig tätig sind. In jedem Fall muss gewährleistet sein, dass während des Betriebs ausreichend Ersthelfende zur Verfügung stehen. Gegebenenfalls müssen Sie dann weitere Ersthelfer*innen auf eigene Kosten aus- und fortbilden.

Die UKH ist gesetzlich verpflichtet, ihre Mitgliedsbetriebe bei der Ersten Hilfe für ihre Versicherten zu unterstützen (§ 23 SGB VII [Siebtes Sozialgesetzbuch]). Die Erste Hilfe für Besucher*innen und Gäste öffentlicher Einrichtungen wie Museen, Theater, Stadthallen oder städtische Schwimmbäder sind jedoch eine Gemeinschaftsaufgabe, für die die UKH keine Leistungsmöglichkeit hat. Die Kosten für einen erhöhten Bedarf an Ersthelfer*innen durch Besucher*innen, Gäste und Klient*innen sind daher durch den Betrieb selbst zu tragen.

Der Gesetzgeber und die gesetzlichen Unfallversicherungsträger*innen (Berufsgenossenschaften und Unfallkassen) verlangen von ihren Mitgliedsunternehmen und -betrieben, dass sie ab zwei anwesenden Versicherten qualifizierte Ersthelfer*innen bereithalten. Die Rechtsgrundlagen sind:

Gutachter*innen werden so ausgewählt, dass sie in der Nähe der Versicherten ansässig sind, um die Reisezeiten zu verkürzen. Versicherte können natürlich auch eigene Gutachter*innen vorschlagen, sofern sie fachlich geeignet sind. Zur fachlichen Eignung gehört, dass die Person mit derm Verfahren von berufsgenossenschaftlichen Gutachten vertraut ist. In der Regel werden drei, mindestens zwei, Gutachter*innen zur Wahl von der UKH vorgeschlagen.

Die Zugangsdaten wurden an alle Mitgliedsbetriebe versendet. Bitte informieren Sie sich daher ggf. in Ihrem Betrieb, wer für Ihren Bereich den Antrag zur Kostenübernahme stellt und die Zugangsdaten hierfür erhalten hat. Bei der Erstanmeldung werden von jeder Antragstellerin und jedem Antragsteller Kontaktdaten abgefragt. Somit gibt es pro Mitgliedsbetrieb bzw. pro Schule meist nur einen festen Antragsteller. Schulen erreichen das Erste-Hilfe-Onlineverfahren über das Extranet UKH Schulportal.

Liegen Ihrem Betrieb/Ihrer Schule keine Zugangsdaten vor, kontaktieren Sie unser Servicetelefon unter 069 29972-440 oder senden Sie uns eine E-Mail an Portal-Erste-Hilfe[at]ukh.de.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir zum Schutz der Betriebe und Schulen grundsätzlich keine Zugangsdaten an private E-Mail-Adressen versenden. Da es sich um einen geschützten Zugang (Benutzername und Passwort) handelt, können die jeweiligen Zugangsdaten nur an die offizielle E-Mail-Adresse der Schule oder den uns mitgeteilten Ansprechpartner des Betriebes versendet werden.

Betriebliche Ersthelfer*innen müssen von einer ermächtigten Stelle (Hilfsorganisationen und private Erste-HIlfe-Schulen) aus- und fortgebildet werden (§ 26 Abs. 2 DGUV Vorschrift 1), da diese sich nach den Anforderungen des DGUV Grundsatzes 304-001 richten.

Die Anforderungskriterien werden durch die Qualitätssicherungsstelle Erste Hilfe (QSEH) der gesetzlichen Unfallversicherungsträger*innen geprüft. Die QSEH ist bei der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) eingerichtet. Sie führt sowohl das Ermächtigungsverfahren als auch die Beurteilung des laufenden Lehrbetriebs im Auftrag der gesetzlichen Unfallversicherungsträger*innen durch.

Die bisher gültige Norm DIN 14921:2001-07 „Feuerwehrleinenbeutel“ wurde überarbeitet und in die DIN 14921:2014-02 „Mehrzweckleinenbeutel“ überführt. Die Anforderungen an die thermische Beständigkeit wurden gestrichen. Durch die neue DIN 14922 wurde der Leinenbeutel mit definierten flammenhemmenden Eigenschaften genormt.

Gleichzeitig wurden Anforderungen an eine Notlöseeinrichtung mit aufgenommen, welche bei einer auftretenden Kraft von 250 Newton auslösen und dazu führt, dass der Feuerwehrmehrzweckbeutel vom Träger getrennt wird. Feuerwehrleinenbeutel nach alter DIN 14921:2001-07, die bereits in der Nutzung sind, können weiterhin verwendet werden, müssen aber bei anstehender Neubeschaffung durch Feuerwehrmehrzweckbeutel nach der neuen Norm DIN 14922:2011-04 ersetzt werden. Mehrzweckleinenbeutel nach DIN 14921:2014-02 dürfen NICHT im Innenangriff verwendet werden.