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Es liegt im Ermessen der handelnden Personen, im Rahmen der Reanimation auf die Beatmung notfalls zu verzichten, bis gegebenenfalls eine geeignete Beatmungshilfe zur Verfügung steht. Die Frage zur möglichen Infektionsgefahr bei der Beatmung ist vor dem Hintergrund der aktuellen Infektionslage berechtigt – umso mehr, je höher die Anzahl nicht getestet infizierter und nicht genesener Personen ist.

Die Maßnahmen der Ersten-Hilfe, wie sie in der Aus- und Fortbildung betrieblicher Ersthelfender geschult werden, sehen grundsätzlich bei den Wiederbelebungsmaßnahmen in erster Linie die Herzdruckmassage, die Anwendung eines AED (falls vorhanden) sowie die Beatmung vor. Diese Lehraussagen sind verpflichtend durch die ermächtigten Ausbildungsstellen einzuhalten und dürfen auch nicht anders geschult werden.

Für Betriebe könnte das Thema „Beatmung“ im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung, unter Einbeziehung des betriebsärztlichen Dienstes, insofern berücksichtigt werden, dass ggf. ergänzend Beatmungsmasken vorgehalten werden. In Bezug auf das Infektionsrisiko und die Anwendung sollten detaillierte Informationen beim Hersteller eingeholt werden. Die Ersthelfenden müssen in der Nutzung unterwiesen werden.