Letzte Änderung: 10. Januar 2026

Zeckenstichen bei Kita- und Schulkindern vorbeugen und Zecken sicher entfernen

Ab in die Natur – aber bitte gut geschützt vor Zecken!

Die warmen Sonnenstrahlen laden schnell die ersten Kitagruppen und Schulklassen in die Natur ein. In Wald und auf Wiesen lassen sich zahlreiche Entdeckungen und Beobachtungen machen. Allerdings sollte man in manchen Gebieten vorsichtig sein, da mit unangenehmen Begegnungen zu rechnen ist: Die Zecken sind unterwegs! Sie können mit einem Stich zwei gefährliche Krankheiten übertragen: Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Welche Kreise in Hessen zu den FSME-Risikogebieten zählen, kann auf der aktuellen Karte des Robert-Koch-Instituts eingesehen werden: www.rki.de.

Zecken vorsichtig mit einer Pinzette oder Zeckenkarte entfernen, nicht drehen!  Bild: © Jürgen Fälchle, Adobe Stock

Was tun bei einem Zeckenstich? Die Zecke schnell entfernen!

Aus medizinischer Sicht ist es sinnvoll, Zecken so früh wie möglich zu entfernen. Borrelien (Bakterien, die Borreliose hervorrufen) werden während des Saugakts zusammen mit anderen unverdaulichen Blutbestandteilen in die Stichstelle abgegeben. Das Risiko, an Borreliose zu erkranken, steigt mit der Dauer des Saugakts. Umgekehrt gilt: Je früher die Zecke entfernt wird, desto geringer ist das Risiko, an Borreliose zu erkranken.

Zwar vergehen tatsächlich im Schnitt 12-24 Stunden, bis es zu einer Infektion mit Borrelien kommt. Man weiß aber bei der Entdeckung nicht, wie lange die Zecke schon saugt. Daher sollte sie direkt entfernt werden.

FSME-Viren befinden sich im Speichel der Zecke. Sie können direkt nach dem Zeckenstich übertragen werden.

Das Entfernen der Zecke mit Zeckenkarte oder Pinzette ist bei Kindern allerdings keine Erste-Hilfe-Maßnahme, sondern eine erlaubnispflichtige medizinische Hilfsleistung. Daher ist es erforderlich, sich von der Eltern schriftlich die Einwilligung zur Entfernung geben zu lassen. Dieses kann beispielsweise mit diesem Merkblatt (für Kitas und Schulen) geschehen.

Nehmen Sie also besser eine Zeckenkarte oder Zeckenzange mit auf den Ausflug. Diese erhalten Sie in Drogerien und Apotheken.

Wie kann man sich vor Zecken schützen?

Einen völlig sicheren Schutz vor Zecken gibt es letztlich nicht. Diese Maßnahmen verringern aber das Risiko eines Stichs bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen:

  • Vermeiden Sie den Aufenthalt in hohem Gras oder Unterholz.
  • Tragen Sie hochgeschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und lange Hosen.
  • Ziehen Sie Ihre Socken über die Hosenbeine.
  • Tragen Sie eine Kopfbedeckung.
  • Auf heller Kleidung sind die dunklen Zecken besser zu erkennen und können ggf. noch vor einem Stich entfernt werden.
  • Auch insektenabweisende Mittel können eine Weile helfen. Sie stellen aber keinen sicheren Schutz dar. Klären Sie bitte vorher mit den Eltern, ob die Mittel verwendet werden dürfen.

Nach dem Ausflug sollte der ganze Körper vorsorglich nach Zecken abgesucht werden. Sie sind winzig klein und krabbeln solange auf dem Körper und der Kleidung herum, bis sie eine geeignete Einstichstelle gefunden haben. Sie bevorzugen dünne und warme Hautstellen, wie Handgelenke, Kniekehlen, Hals, Kopf oder Schritt. Bitte informieren Sie auch die Eltern über diese wichtige Vorsorge.

Hilfe, eine Zecke! Das ist jetzt zu tun:

  • Die Zecke so schnell wie möglich entfernen! Hilfsmittel gibt es im Fachhandel oder in der Apotheke (Zeckenkarte, Zeckenzange etc.).
  • Die Stich-Stelle markieren, damit sie Ärztin oder Arzt bei einer Untersuchung leichter findet.
  • Eintrag ins Verbandbuch vornehmen
  • Eltern informieren
Bild: © Anna Ritter, Adobe Stock

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