20.03.2020 - Hinweise zur aktuellen Corona-Situation

Erste-Hilfe-Lehrgänge

Wegen eindämmender Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus sprechen die Unfallversicherungsträger (UVT) gegenüber ihren Mitgliedsunternehmen bzw. deren Versicherten die dringende Empfehlung aus, zunächst bis 30. April 2020 an keiner Erste-Hilfe-Aus- und Fortbildung teilzunehmen. Die Unfallversicherungsträger folgen damit den Entscheidungslinien der Politik, die auf der jeweils aktuellen Beurteilung der Lage z.B. aus Expertengremien resultieren.

Was ist, wenn die Kursteilnahme bereits geplant war?

Wenn Teilnehmende bereits zu Erste-Hilfe-Kursen in dem oben genannten Zeitraum angemeldet waren und diese Kurse nicht bereits durch die ausbildende ermächtigte Stelle abgesagt wurden, sollten sich die Mitgliedsbetriebe umgehend mit der ermächtigten Stelle bzgl. einer Verschiebung der Ersten-Hilfe-Aus- oder Fortbildung in Verbindung setzen.  

Wie ist zu verfahren, wenn dadurch die Fortbildungsfrist für Ersthelfer*innen überschritten wird?

Nach der DGUV Vorschrift 1 "Grundsätze der Prävention" hat der Unternehmer dafür zu sorgen, dass die Ersthelfer*innen "in der Regel" in Zeitabständen von zwei Jahren fortgebildet werden. Sollte die Fortbildungsfrist wegen der Kursabsagen überschritten werden, lässt die Forderung in der aktuellen Situation einen gewissen Handlungsspielraum offen. Bei deutlicher Überschreitung oder in Zweifelsfällen sollte erneut eine Teilnahme an einer Ersten-Hilfe-Ausbildung erfolgen. Beziehen Sie ggf. den zuständigen Betriebsarzt in die Entscheidung mit ein. Der zeitliche Umfang der Ausbildung ist übrigens identisch mit der Fortbildung und beträgt ebenfalls 9 Unterrichtseinheiten (Nettoausbildungszeit: 6h 45 min).

Können Berechtigungsscheine weiterhin beantragt werden?

Über das Erste-Hilfe-Onlineverfahrens können die antragberechtigten Personen weiterhin Berechtigungsscheine für die Teilnahme an Erste-Hilfe-Lehrgängen anfordern. Die Lehrgangsteilnahme ist mit den aktuellen Berechtigungsscheinen bis 31. Dez 2020 möglich. Ab 01.Januar 2021 stellt die UKH neue Berechtigungsscheine mit Gültigkeit bis 31. Dez 2022 zur Verfügung. Alle Informationen zum Onlineverfahren finden Sie hier

Weitere News

Hinweise zur derzeitigen Corona-Situation:

Temporäre Änderungen im Serviceangebot der UKH

Auch die Unfallkasse Hessen hilft mit, durch eine Reduzierung der Sozialkontakte die Ausbreitung des Coronavirus zu reduzieren. Davon sind leider einige Serviceangebote für unsere Mitgliedsbetriebe und Versicherte betroffen:

Versicherungsschutz von Beschäftigten, Eltern und Kindern

Kita- bzw. Schulschließungen, alternative Betreuung und mobiles Arbeiten

Nach der aktuellen zweiten Verordnung durch die hessische Landesregierung zur Bekämpfung des Corona-Virus (Stand 13. März 2020) dürfen Kinder bis zum 19. April 2020 keine Kindertageseinrichtung und keine erlaubnispflichtige Kindertagespflegestelle betreten. Die Personensorgeberechtigten tragen die Verantwortung, dass diese Verpflichtung erfüllt wird. Somit ist die Betreuung sowohl in der Kita als auch bei einer Tagespflegeperson untersagt.

Für Versicherte und Seminarteilnehmer*innen

Informationen zum Coronavirus von Unfallkasse Hessen und DGUV

Wir haben für Sie Informationen und FAQs zum Erreger, allgemeinen und berufsbedingten Schutzmaßnahmen, zu Seminarabsagen der Unfallkasse Hessen sowie nützliche Links zusammengetragen. 

Ersthelfer*innen sind umfassend abgesichert:

Wer in Hessen anderen in einer Notlage hilft, steht unter dem Schutz der Unfallkasse Hessen

Aus Anlass der Ereignisse in Hanau und in Volkmarsen machen wir auf die Absicherung der UKH für Ersthelfer*innen aufmerksam:
Wer anderen Menschen in einer Notlage hilft, ist dabei umfassend abgesichert. Diese Menschen stehen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Wird die Person, die hilft, bei der Hilfeleistung verletzt, so hat sie Anspruch auf Leistungen nach Sozialgesetzbuch VII. Diese umfassen neben der Heilbehandlung und Rehabilitation auch finanzielle Unterstützung, zum Beispiel Verletztengeld für die Dauer einer länger andauernden Arbeitsunfähigkeit. Download Broschüre "Gesetzlicher Unfallversicherungsschutz für Ersthelferinnen und Ersthelfer"