21.06.2021 - Gesetzesänderung tritt in Kraft

Erweiterter Versicherungsschutz im Homeoffice

Mit dem Inkrafttreten des Betriebsrätemodernisierungsgesetzes gilt jetzt ein erweiterter Unfallversicherungsschutz für Beschäftigte, die mobil arbeiten. Bislang galt bereits: Beschäftigte stehen bei mobiler Arbeit - zum Beispiel im Homeoffice - unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Versichert waren neben der eigentlichen Arbeitstätigkeit auch sogenannte Betriebswege wie der Weg zum Drucker in einem anderen Raum.

Anders als im Betrieb waren hingegen im eigenen Haushalt Wege, um zum Beispiel ein Getränk oder etwas zu essen zu holen oder zur Toilette zu gehen, regelmäßig nicht versichert. In der Gesetzesbegründung heißt es dazu: „Diese Unterscheidung lässt sich vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung mobiler Arbeitsformen nicht aufrechterhalten.“ Daher bestimmt das Gesetz jetzt, dass bei mobiler Arbeit im selben Umfang Versicherungsschutz besteht, wie bei Ausübung der Tätigkeit auf der Unternehmensstätte.

Eine weitere Änderung gibt es bei dem Versicherungsschutz auf den Wegen, die Beschäftigte zurücklegen, um ihre Kinder in eine externe Betreuung zu bringen. Für Beschäftigte, die im Betrieb arbeiten, gilt schon bisher: Wenn sie auf dem Weg zur Arbeit einen Umweg machen, um ihr Kind zur Kita oder zur Schule zu bringen, sind sie dabei weiterhin versichert. Für Beschäftigte im Homeoffice waren Wege, um Kinder in Betreuung zu geben, bislang dagegen nicht versichert. Das hat sich nun geändert: Bringen Beschäftigte ihr Kind, das mit ihnen in einem gemeinsamen Haushalt lebt, aus dem Homeoffice zu einer externen Betreuung, stehen sie auf dem direkten Hin- und Rückweg unter Versicherungsschutz. Dies, so die Gesetzesbegründung, sei auch im Interesse der Unternehmen, um die neuen Beschäftigungsformen ihrer Mitarbeiter*innen abzusichern.

Bild: ©Adobe Stock

Weitere News

social distancing

Überarbeitete Handreichung für Organisator*innen von Gremien und Ausschüssen

Gremiensitzungen und Ausschüsse infektionssicher planen und durchführen

Wer Gremien und Ausschüsse verantwortlich organisiert, findet in dieser Handreichung Möglichkeiten, diese infektionssicher zu planen und durchzuführen. Diese Handlungshilfe wurde an die aktuelle Situation und geltende Regeln angepasst und überarbeitet. Die Handreichung finden Sie hier oder auf ukh.de über Webcode U285, Merkblatt "Gremiensitzungen unter Covid-19 infektionssicher gestalten". Stand: Juli 2021

Bild: © Adobe Stock, robin_ph

 

 

Wichtige Info für Helfer*innen

Einsatz im Hochwassergebiet

Wer als Mitglied bei einem Hilfsleistungsunternehmen in Hessen wegen der aktuellen Hochwasserlage in Rheinland-Pfalz oder Nordrhein-Westfalen im Einsatz ist, ist dabei über die Unfallkasse Hessen unfallversichert (Freiwillige Feuerwehren, Beschäftigte und Ehrenamtliche des Arbeiter-Samariter-Bundes, der Johanniter Unfallhilfe e. V., der Malteser Hilfsdienst gGmbH sowie deren medizinischen Dienste als auch die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft e. V.). Helfer*innen, die nicht über ein Hilfeleistungsunternehmen organisiert sind, stehen auch unter gesetzlichem Unfallversicherungsschutz, allerdings bei der jeweils zuständigen Unfallkasse in Rheinland-Pfalz oder Nordrhein-Westfalen. Wir helfen Ihnen unter beratung[at]ukh.de oder 069 29972-440 gerne weiter.

SiBe-Report 3/2021

Informationen für Sicherheitsbeauftragte

Unser SiBe-Report informiert Sie über wissenswerte Neuigkeiten aus der Welt rund um Sicherheit und Gesundheitsschutz. Heute können Sie in die Tiefen der Unfallforschung eintauchen. Weiter haben wir viele Tipps zu Beinahe-Unfällen und wie Sie damit umgehen, zusammengestellt.
Zum SiBe-Report 3/2021

Jetzt bewerben:

Studium bei der Unfallkasse Hessen

Wir suchen zum 01.09.2022 Studierende für den Studiengang Bachelor of Arts Sozialversicherung (Unfallversicherung). Zur Stellenausschreibung …