16.03.2020 - Für Versicherte und Seminarteilnehmer*innen

Informationen zum Coronavirus von Unfallkasse Hessen und DGUV

Erreger

Coronaviren (CoV) können beim Menschen Krankheiten verursachen, die von leichteren Erkältungskrankheiten bis hin zu schwereren Krankheiten wie Middle East Respiratory Syndrome (MERS) und Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS) reichen. Bisher zeigten sieben Coronaviren ein humanpathogenes Potenzial. Das aktuelle Coronavirus SARS-CoV-2 ist ein neues Virus, das bisher beim Menschen nicht nachgewiesen wurde.

Der Ausschuss für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) hat das Virus SARS-CoV-2 vorläufig in die Risikogruppe 3 eingestuft. Die Begründung für diese Einstufung sowie Empfehlungen zur Labordiagnostik finden Sie hier.

Schutz der Allgemeinbevölkerung und Verhalten im Verdachtsfall

Es gelten die gleichen Hygieneregeln wie allgemein zum Schutz vor luftübertragbaren Infektionskrankheiten wie z. B. Influenza:

  • Händeschütteln vermeiden
  • regelmäßiges und gründliches Händewaschen
  • Hände aus dem Gesicht fern halten
  • Husten und Niesen in ein Einmaltaschentuch oder in die Armbeuge
  • Im Krankheitsfall Abstand halten
  • Geschlossene Räume regelmäßig lüften – am besten alle 2-3 Stunden

Durch diese einfachen Maßnahmen verringert sich die Ansteckungsgefahr von Infektionskrankheiten bzw. die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung erheblich.

Berufsbedingte Kontakte und Schutzmaßnahmen

Berufsbedingte Kontakte mit SARS-CoV-2 können durch Kontakt mit infizierten Patienten in der Arztpraxis, im Krankenhaus oder beim Transport von infizierten Patienten z. B. im Flugzeug und im Krankenwagen stattfinden. Weiterhin kann ein berufsbedingter Kontakt in Laboratorien erfolgen, in denen Verdachtsproben auf Erreger untersucht werden.

Für Beschäftigte, die durch ihre berufliche Tätigkeit mit SARS-CoV-2 in Kontakt kommen können, gelten die Biostoffverordnung (BioStoffV) und die einschlägigen Technischen Regeln für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA). Nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse reichen die dort beschriebenen Maßnahmen aus.

Die TRBA 250 und TRBA 100 regeln Maßnahmen zum Schutz Beschäftigter vor Infektionen im Gesundheitswesen und der Wohlfahrtspflege sowie in Laboratorien.

Ergänzend zur TRBA 250 enthält der ABAS-Beschluss 609 Maßnahmen "beim Auftreten einer nicht ausreichend impfpräventablen humanen Influenza", die sich analog auf den Umgang mit 2019-nCoV übertragen lassen.

Wenn im Zusammenhang mit dem Corona-Erreger Fragen zu Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit oder den Leistungen der Unfallkasse Hessen auftauchen, wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige UKH Aufsichtsperson oder an das Servicetelefon. Alle Kontaktdaten finden Sie hier.

Informationen für Seminarteilnehmer*innen der UKH

Die UKH hat sich dazu entschlossen, auf die aktuellen Gegebenheiten im Zuge der drohenden Corona-Pandemie mit der Aussetzung der Seminare zu reagieren. Alle Seminare der Unfallkasse Hessen fallen zunächst bis zum 30.04.20 aus.

Sollten Sie bereits eine Zusage zu einem Seminar für den Zeitraum vom 16.03.2020 bis 30.04.2020 erhalten haben, ist diese hinfällig. Wenn Sie Fahrkarten gebucht haben, die Sie nicht mehr kostenfrei stornieren können, übernehmen wir selbstverständlich die Kosten. Bitte setzen Sie sich dazu mit dem jeweiligen Seminarkontakt in Verbindung. 

Sobald wir absehen können, wann wieder Seminare stattfinden werden, informieren wir dazu online.“

In Abstimmung mit der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung DGUV empfiehlt die Unfallkasse Hessen ihren Mitgliedsunternehmen, auch die Ausbildung der Ersthelfer für den genannten Zeitraum auszusetzen.

Hilfestellung zur betrieblichen Pandemieplanung

Das RKI hat darauf hingewiesen, dass derzeit eine weltweite Ausbreitung des Virus im Sinne einer Pandemie nicht ausgeschlossen werden kann. In diesem Zusammenhang finden Sie als Hilfestellung das Faltblatt der DGUV "10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung"

FAQs

Häufig auftretende Fragen zum Corona-Virus haben wir hier für Sie zusammengestellt:

Weitere Informationen

Informationen zur Epidemiologie, Diagnostik und Prävention sind auf folgenden Seiten abrufbar:

Aktuelle Informationen

Allgemeine Infos

Weitere News

Hinweise zur aktuellen Corona-Situation

Erste-Hilfe-Lehrgänge

Die UKH empfiehlt ihren Mitgliedsunternehmen und Versicherten zur Eindämmung der Corona-Virus-Pandemie, zunächst bis 30. April 2020 an keiner Erste-Hilfe-Aus- oder Fortbildung teilzunehmen.

Hinweise zur derzeitigen Corona-Situation:

Temporäre Änderungen im Serviceangebot der UKH

Auch die Unfallkasse Hessen hilft mit, durch eine Reduzierung der Sozialkontakte die Ausbreitung des Coronavirus zu reduzieren. Davon sind leider einige Serviceangebote für unsere Mitgliedsbetriebe und Versicherte betroffen:

Versicherungsschutz von Beschäftigten, Eltern und Kindern

Kita- bzw. Schulschließungen, alternative Betreuung und mobiles Arbeiten

Nach der aktuellen zweiten Verordnung durch die hessische Landesregierung zur Bekämpfung des Corona-Virus (Stand 13. März 2020) dürfen Kinder bis zum 19. April 2020 keine Kindertageseinrichtung und keine erlaubnispflichtige Kindertagespflegestelle betreten. Die Personensorgeberechtigten tragen die Verantwortung, dass diese Verpflichtung erfüllt wird. Somit ist die Betreuung sowohl in der Kita als auch bei einer Tagespflegeperson untersagt.

Ersthelfer*innen sind umfassend abgesichert:

Wer in Hessen anderen in einer Notlage hilft, steht unter dem Schutz der Unfallkasse Hessen

Aus Anlass der Ereignisse in Hanau und in Volkmarsen machen wir auf die Absicherung der UKH für Ersthelfer*innen aufmerksam:
Wer anderen Menschen in einer Notlage hilft, ist dabei umfassend abgesichert. Diese Menschen stehen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Wird die Person, die hilft, bei der Hilfeleistung verletzt, so hat sie Anspruch auf Leistungen nach Sozialgesetzbuch VII. Diese umfassen neben der Heilbehandlung und Rehabilitation auch finanzielle Unterstützung, zum Beispiel Verletztengeld für die Dauer einer länger andauernden Arbeitsunfähigkeit. Download Broschüre "Gesetzlicher Unfallversicherungsschutz für Ersthelferinnen und Ersthelfer"