11.03.2019 - Intensive Zusammenarbeit mit Unfallkasse und Polizei vereinbart

Jobcenter schult Sicherheitspaten

Über die Zusammenarbeit freuen sich (von links) Martina Hauf, Alexandra Bolz (Kommunales Jobcenter Kreis Groß-Gerau), Eva Maria Straub (Unfallkasse Hessen), Thomas Schieke, Samira Talib, Juliane Hörning (Kommunales Jobcenter Kreis Groß-Gerau) sowie Sylvia Resch und Simone Stock (polizeiliche Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Südhessen). Foto: Kommunales Jobcenter

KREIS GROSS-GERAU – Die Themen Sicherheit am Arbeitsplatz und Gewaltprävention nehmen im Arbeitsalltag von Behörden zunehmend einen hohen Stellenwert ein, so auch für das Kommunale Jobcenter des Kreises Groß-Gerau. Das Jobcenter hat in Zusammenarbeit mit der Unfallkasse Hessen sowie der polizeilichen Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Südhessen ein Sicherheitskonzept entworfen. Dies greift Strategien auf, wie Übergriffe unterschiedlicher Art – angefangen von Beleidigungen bis hin zu tätlichen Angriffen – möglichst vermieden werden können. Ebenso werden Maßnahmen einer umfangreichen Versorgung nach einem eventuellen Übergriff dargelegt.

Die Unfallkasse Hessen übernimmt in dieser Kooperation die Beratung zu Aspekten der gesetzlichen Unfallversicherung und Unfallanzeige. Zudem erläutert sie Wege der Aufarbeitung eines Übergriffs, wie beispielsweise einer psychotherapeutischen Nachsorge. Die polizeiliche Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Südhessen klärt über die rechtlichen Hintergründe unter anderem bei Notwehr, Körperverletzung, Hausfriedensbruch sowie die weitere Vorgehensweise nach einem Übergriff auf.  

Im Rahmen dieser Kooperation werden nun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kommunalen Jobcenters Kreis Groß-Gerau zu Sicherheitspaten geschult. Sie werden künftig die Kolleginnen und Kollegen über Ansätze der Konfliktvermeidung und Deeskalation informieren und im Bedarfsfall die Koordination der Hilfsmaßnahmen übernehmen, um eine schnelle und abgestimmte Unterstützung zu gewährleisten. 

"In der Kreisverwaltung sind wir sehr auf Bürgernähe bedacht. Ein gewaltfreier und respektvoller Umgang in Behörden sollte selbstverständlich sein. Zugleich ist es uns wichtig, reale Begebenheiten aufzugreifen und darauf zu reagieren. Mit dem Kooperationsprojekt nimmt das Kommunale Jobcenter und nimmt auch der Kreis Groß-Gerau eine Vorreiterrolle ein und trägt mit dem erarbeiteten Konzept zum Schutz und Wohle der Mitarbeitenden bei", sagt Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer über diese Zusammenarbeit.

Der Vorstand des Kommunalen Jobcenters Kreis Groß-Gerau, Robert Hoffmann, fügt hinzu: "Das Thema findet im hessenweiten Austausch zwischen den Jobcentern großen Anklang. Unsere Vorbildfunktion mag dazu anregen, dass andere Jobcenter es uns gleichtun und zukünftig ein Netzwerk entsteht, in dem Sicherheitsfragen erörtert werden."  

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