11.09.2018 - Erste Hilfe im Betrieb:

Nur wer gut vorbereitet ist, kann im Ernstfall Leben retten

Gute Vorbereitung kann im Ernstfall Menschenleben retten. Deshalb sollten alle im Betrieb wissen, wie bei einem Notfall vorzugehen ist. Darauf weisen die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen im Rahmen ihrer Präventionskampagne kommmitmensch hin. Besonders wichtig: eine gute Organisation der Ersten Hilfe und die Kommunikation des Themas im Betrieb.

Wichtige Informationen zur Ersten Hilfe im Vorfeld kommunizieren
Ein grundlegendes Instrument, um alle im Betrieb für Notfälle vorzubereiten ist die jährliche Unterweisung. Hier werden wichtige Informationen zum Ablauf der Ersten Hilfe an die Beschäftigten weitergegeben. Folgende Aspekte sind von Bedeutung:

 

  • Welche Personen sind Ersthelfer im Betrieb und wie sind diese zu erreichen?
  • Wo und wie kann ein Notruf abgesetzt werden?
  • Wem ist der Unfall zu melden?
  • Wo befindet sich das Erste-Hilfe-Material, z. B. Verbandkästen oder ggf. Automatisierte Defibrillatoren?
  • Wie werden Rettungseinheiten an den Notfallort geleitet?

"Um die jährliche Unterweisung besonders eindrücklich zu machen, bietet es sich auch an, den Beschäftigten im Betrieb zum Beispiel konkret zu zeigen, wo sie Defibrillatoren finden und vorzuführen, wie die Sprachsteuerung eines Automatisierten Defibrillators gestartet wird", erklärt Dr. Horst Reuchlein von der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) und Leiter des Fachbereiches Erste Hilfe der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). "Denn je konkreter eine Unterweisung ist, desto besser sind die Mitarbeiter auf den Notfall vorbereitet." Auch in Form eines Aushanges, zum Beispiel des Erste-Hilfe-Plakates müssen die Beschäftigten über Notruf, Erste-Hilfe-Material und entsprechendes Erste-Hilfe-Personal informiert werden.

Die Erste Hilfe wirksam organisieren
"Grundvoraussetzung für eine gute Erste Hilfe im Betrieb ist natürlich, dass Ersthelfer im Betrieb vom Unternehmen benannt und deren Namen sowie Arbeitsplätze kommuniziert werden", so Reuchlein. "Unternehmen sind dazu verpflichtet je nach Betriebsgröße eine bestimmte Anzahl an Ersthelfern ausbilden und regelmäßig fortbilden zu lassen." Ersthelfer müssen bei einem Notfall einsatzbereit sein und helfen. Auch leichtere Verletzungen müssen im Rahmen der Ersten Hilfe versorgt werden. Gegebenenfalls muss der Transport zur ärztlichen Behandlung in die Wege geleitet werden. Darüber hinaus können Ersthelfer auch damit beauftragt werden, Erste-Hilfe-Leistungen zu dokumentieren. Als weitere Aufgabe kann dem Ersthelfer auch die Kontrolle über das Erste-Hilfe-Material, wie den Verbandkasten übertragen werden.

Ersthelfer leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Gesundheit im Unternehmen und tragen somit zu einer positiven Präventionskultur bei.

Hintergrund: kommmitmensch
kommmitmensch ist die bundesweite Präventionskampagne von Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und ihrem Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Hintergrund ist, dass die Zahl der Arbeitsunfälle in den vergangenen Jahren nicht mehr deutlich gesunken ist. Um dem Ziel der Vision Zero, einer Welt ohne Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen, weiter näher zu kommen, brauchen wir deshalb einen ganzheitlichen Ansatz: kommmitmensch unterstützt Unternehmen und Bildungseinrichtungen dabei, eine Präventionskultur zu entwickeln, in der Sicherheit und Gesundheit Grundlage allen Handelns sind.

Weitere News

Kollege oder Kollegin gesucht

Die UKH sucht ab sofort eine*n Kolleg*in für den Bereich Arbeitspsychologie

Wir suchen für unsere Hauptabteilung Prävention zum schnellstmöglichen Zeitpunkt eine*n Fachberater*in "Arbeitspsychologie" (m/w/d). Zur Stellenanzeige ...

Verschoben auf Frühjahr 2021:

Kostenfreier Rollerworkshop an Ihrer Schule

Melden Sie sich jetzt für die Lehrkräftefortbildung am 25.02.2021 an und holen Sie sich dann das RollerKids Mobil 2021 an Ihre Schule. Das UKH RollerKIDS Mobil kann an Ihrer Schule stehen! Voraussetzung für die Buchung des UKH RollerKIDS Mobils ist die Teilnahme einer Lehrkraft an der Lehrkräftefortbildung am Donnerstag, 25. Februar 2021 in Frankfurt, Landessportbund Hessen e. V., Otto-Fleck-Schneise 4, 60528 Frankfurt. Es wurde ein umfassendes Konzept zum Infektionsschutz erarbeitet, sodass unsere Seminarteilnehmer*innen sicher und gesund an der Fortbildung teilnehmen können.
Mehr zum Rollerworkshop erfahren Sie hier.

Direkt zur Seminaranmeldung.

Achtung Fakes im Netz zu MNB

DGUV geht gegen falsche Behauptungen vor

Achtung Fakes im Netz zu MNB

Aktuell geht ein Gutachten durchs Netz, das den Anschein erweckt, ein offizielles Dokument der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung oder eines Unfallversicherungsträgers zu sein. Der Dateiname lautet "Deutsche Unfall Versicherung.pdf". Weder die UKH, noch die DGUV oder ein anderer Unfallversicherungsträger haben dieses Dokument erstellt. Wenn Sie gesicherte Informationen rund um die Corona-Pandemie oder den Infektionsschutz erhalten möchten, recherchieren Sie die Inhalte bitte auf Seiten offizieller Stellen (Umweltbundesamt, Robert Koch Institut, Ministerien, BAuA, DGUV & Unfallversicherungsträger). Daneben kursieren Videos im Internet mit Falschbehauptungen zu Mund-Nase-Bedeckungen, die sich angeblich auf Aussagen der DGUV stützen. Bitte prüfen Sie genau, von welcher Quelle Informationen an Sie rangetragen werden. Informationen Umgang mit Corona im Bildungsbereich, finden Sie auf unserem Schulportal oder bei der DGUV.

Stellungnahme der Unfallkasse Hessen

Warum die Unfallkassen das Tragen von Masken empfehlen

In den letzten Wochen erreichten die Unfallkassen bundesweit besorgte Anfragen zu den Corona-Maßnahmen der Kultusministerien und der örtlichen Gesundheitsämter. Im Besonderen geht es um das Thema "Maskenpflicht". Die Unfallkassen wurde mit Hinweis auf vermeintliche Gesundheitsgefahren aufgefordert, das Tragen von Masken im Unterricht zu untersagen. Ein solches Verbot würde – selbst wenn die Unfallkassen es durchsetzen könnten – den Grundprinzipien von Sicherheit und Gesundheit in Arbeit und (Schul-)Ausbildung widersprechen. Warum dem so ist, lesen Sie in der Stellungnahme der Unfallkasse Hessen. Bild: ©Hessische Staatskanzlei