29.06.2021 - Bundesrat verabschiedet neue BK-Liste

Passivrauch und Hüftarthrose neue Berufskrankheiten

Der Bundesrat hat am 25.06.2021 einer Änderung der Berufskrankheiten-Verordnung (BKV) zugestimmt. Damit werden Hüftgelenksarthrose durch Heben und Tragen schwerer Lasten sowie Lungenkrebs durch Passivrauchen als neue Krankheiten in die Berufskrankheitenliste aufgenommen.
 
Die Hüftgelenksarthrose erhält die Berufskrankheiten-Nummer 2116. Sie kann anerkannt werden, wenn:

- das Krankheitsbild die Diagnose "Koxarthrose" im Sinne der wissenschaftlichen Begründung erfüllt,
- die erkrankte Person während ihres Arbeitslebens mindestens zehnmal pro Tag Lasten mit einem Gewicht von mindestens 20 Kilogramm gehandhabt hat und
- das Gesamtgewicht der im Arbeitsleben bewegten Last mindestens 9.500 Tonnen beträgt.


Lungenkrebs durch Passivrauch erhält die Berufskrankheiten-Nummer 4116. Die Berufskrankheit kann anerkannt werden, wenn

- das Krankheitsbild die Diagnose "Lungenkrebs" erfüllt,
- die erkrankte Person am Arbeitsplatz viele Jahre intensiv Passivrauch ausgesetzt war (Passivrauchexposition) und
- die erkrankte Person selbst nie oder maximal bis zu 400 Zigarettenäquivalente aktiv geraucht hat. Dabei werden etwa Zigarren, Zigarillos und andere Tabakprodukte entsprechend ihrer Zusammensetzung umgerechnet und Zigaretten gleichgestellt.


Als Berufskrankheiten kommen generell nur jene Erkrankungen in Frage, die nach den Erkenntnissen der Medizin durch besondere Einwirkungen wie beispielsweise Lärm oder Staub bei der Arbeit verursacht sind. Bestimmte Personengruppen müssen diesen durch ihre Arbeit in erheblich höherem Grad als die übrige Bevölkerung ausgesetzt sein. Zusätzlich muss im Einzelfall die Krankheit wesentlich durch die schädigende Einwirkung bei der Arbeit verursacht sein.

Liegt eine Berufskrankheit vor, besteht das vorrangige Ziel darin, mit allen geeigneten Mitteln die Folgen der Berufskrankheit zu mildern und eine Verschlimmerung zu vermeiden. Um dieses Ziel zu erreichen, erbringt die gesetzliche Unfallversicherung Leistungen, die von der medizinischen Versorgung bis hin zu beruflichen Maßnahmen reichen können. Verbleiben trotz qualifizierter Rehabilitation schwerwiegende körperliche Beeinträchtigungen, erhalten Versicherte eine Rente.

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Bild: © Adobe Stock, robin_ph

 

 

Wichtige Info für Helfer*innen

Einsatz im Hochwassergebiet

Wer als Mitglied bei einem Hilfsleistungsunternehmen in Hessen wegen der aktuellen Hochwasserlage in Rheinland-Pfalz oder Nordrhein-Westfalen im Einsatz ist, ist dabei über die Unfallkasse Hessen unfallversichert (Freiwillige Feuerwehren, Beschäftigte und Ehrenamtliche des Arbeiter-Samariter-Bundes, der Johanniter Unfallhilfe e. V., der Malteser Hilfsdienst gGmbH sowie deren medizinischen Dienste als auch die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft e. V.). Helfer*innen, die nicht über ein Hilfeleistungsunternehmen organisiert sind, stehen auch unter gesetzlichem Unfallversicherungsschutz, allerdings bei der jeweils zuständigen Unfallkasse in Rheinland-Pfalz oder Nordrhein-Westfalen. Wir helfen Ihnen unter beratung[at]ukh.de oder 069 29972-440 gerne weiter.

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