01.10.2018 - 19. September 2018:

Weniger tödliche Arbeitsunfälle im ersten Halbjahr 2018

Sturzunfall – Leitern und Tritte

Verdachtsanzeigen wegen hellem Hautkrebs nehmen weiter zu

Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle ist im ersten Halbjahr 2018 gesunken. Das geht aus vorläufigen Zahlen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen hervor, die ihr Verband, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) heute veröffentlicht hat. Danach starben 206 Beschäftigte durch einen Arbeitsunfall, 17 weniger als im ersten Halbjahr 2017. Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle stieg dagegen um rund 2 Prozent auf 441.295. Wenig Veränderung gab es bei den Wegeunfällen: 96.603 Versicherte hatten einen Unfall auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause zurück, 312 weniger als in den ersten sechs Monaten 2017. 8.735 Versicherte erhielten erstmals eine Rente aufgrund eines Arbeits- oder Wegeunfalls (Vorjahr: 8.892).

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 wurde den Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung der Verdacht auf eine Berufskrankheit häufiger angezeigt. Insgesamt gab es 40.024 Verdachtsanzeigen, ein Plus von rund 4 Prozent. Ein großer Teil des Anstiegs entfiel auf Fälle von hellem Hautkrebs und Lärmschwerhörigkeit.

Einen Rückgang von über 7 Prozent verzeichneten die Unfallkassen bei den Schulunfällen. In den ersten sechs Monaten des Jahres hatten 585.607 Versicherte einen Unfall beim Besuch einer Kita, Schule oder Hochschule. Die Zahl der Schulwegunfälle sank um 794 auf 52.695. 5 Schulunfälle und 16 Schulwegunfälle endeten tödlich (2017: 12 bzw. 13). 378 Versicherten erhielten erstmals eine Unfallrente, 57 mehr als im ersten Halbjahr 2017.

Hinweis: Die Statistiken umfassen nicht die Arbeits- und Wegeunfälle sowie Berufskrankheiten in der Landwirtschaft. Diese werden von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau erfasst.

Bild: ©DGUV, Dominik Buschardt

Weitere News

Wechsel an der Spitze der UKH zum 1. Juli 2020

Michael Sauer ist neuer Geschäftsführer der Unfallkasse Hessen

Die Vertreterversammlung der Unfallkasse Hessen wählte Michael Sauer in ihrer Sitzung am 30. Juni einstimmig zum neuen Geschäftsführer der UKH. Er folgt damit auf Bernd Fuhrländer, der das Amt seit November 2005 innehatte und aus gesundheitlichen Gründen aus dem Dienst scheidet. Mit Michael Sauer wurde ein neuer Geschäftsführer bestimmt, der seit mehr als drei Jahrzehnten im Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung tätig und damit ein „Insider“ dieser Säule der Deutschen Sozialversicherung ist.

Hinweise zur aktuellen Corona-Situation

Update 29.06.2020: Handlungshilfen für die Erste Hilfe und Erste-Hilfe-Lehrgänge sowie für die pandemiebedingte Zulage

Für Unternehmen, betriebliche Ersthelfende und Ausbildungsstellen stellt die DGUV Handlungshilfen für die Erste Hilfe im Betrieb zur Corona-Situation zur Verfügung. Zur Eindämmung der Corona-Virus-Pandemie galt bis 30.05.2020 die dringende Empfehlung an keinem Erste-Hilfe-Lehrgang teilzunehmen. Ab 01.06.2020 soll die Teilnahme am Erste-Hilfe-Lehrgang weiterhin nur erfolgen, wenn diese unumgänglich ist. Weitere Informationen, z. B. über die Kostenübernahme der pandemiebedingten Zulage für Erste-Hilfe-Lehrgänge durch die gesetzlichen Unfallversicherungsträger finden Sie auf der Webseite der DGUV.

Ein Statement der DGUV

Bundesweiter Standard vs. föderale Auslegung?

"Arbeitsschutz ist Gesundheitsschutz – Das sollten wir nicht aufs Spiel setzen!" Zu Beginn der Corona-Krise haben sich Bund und Länder um ein abgestimmtes Vorgehen im Umgang mit der Corona-Pandemie bemüht. Mit den Lockerungen zerfällt dieser Konsens immer mehr. Die gesetzliche Unfallversicherung betrachtet diese Entwicklung mit Sorge.

Sie haben Fragen?

Wichtige Antworten rund um die Corona-Situation

Wir haben alle wichtigen Informationen zum Versicherungs- und Infektionsschutz, zur Persönlichen Schutzausrüstung, zum mobilen Arbeiten in Corona-Zeiten, spezielle Infos für Kommunale Betriebe sowie zur Ersten Hilfe auf einer Sonderseite gesammelt. Hier finden Sie Antworten auf Ihre Fragen …