20.02.2020 - Ersthelfer*innen sind umfassend abgesichert:

Wer in Hessen anderen in einer Notlage hilft, steht unter dem Schutz der Unfallkasse Hessen

Aus Anlass des Anschlags in Hanau am 19.2.2020 machen wir auf die Absicherung für Ersthelfer*innen aufmerksam:

Wer anderen Menschen in einer Notlage hilft, ist dabei umfassend abgesichert. Diese Menschen stehen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Wird die Person, die hilft, bei der Hilfeleistung verletzt, so hat sie Anspruch auf Leistungen nach Sozialgesetzbuch VII. Diese umfassen neben der Heilbehandlung und Rehabilitation auch finanzielle Unterstützung, zum Beispiel Verletztengeld für die Dauer einer länger andauernden Arbeitsunfähigkeit.

Als Verletzung gelten Körperschäden, aber auch unfallbedingte Störungen der psychischen Gesundheit, zum Beispiel posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS). Speziell für Versicherte, die in Folge eines Unfalls psychisch traumatisiert sind, haben wir Netzwerke zur psychotherapeutischen Behandlung aufgebaut. Diese Netzwerke bestehen aus Fachleuten für Traumatherapie. Diese Therapeutinnen und Therapeuten verpflichten sich, Versicherten der gesetzlichen Unfallversicherung im Schadensfall sofort eine Behandlung zu ermöglichen. Wichtig ist: Für Gesundheitsschäden in Folge der Hilfeleistung gehen die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung grundsätzlich dem Opferentschädigungsgesetz vor. Dies schließt jedoch nicht aus, dass für Gesundheitsschäden, die nichts mit der Hilfeleistung zu tun haben, sondern mit der Tatsache, dass die hilfeleistende Person auch Opfer des eigentlichen Gewaltereignisses ist, Ansprüche nach Opferentschädigungsgesetz (zukünftig SGB XIV) bestehen.

Ihre Fragen beantworten wir gern telefonisch montags bis freitags unter 069 29972-440 oder rund um die Uhr per E-Mail an ukh[at]ukh.de.

Weitere News

Hinweise zur aktuellen Corona-Situation

Erste-Hilfe-Lehrgänge

Die UKH empfiehlt ihren Mitgliedsunternehmen und Versicherten zur Eindämmung der Corona-Virus-Pandemie, zunächst bis 30. April 2020 an keiner Erste-Hilfe-Aus- oder Fortbildung teilzunehmen.

Hinweise zur derzeitigen Corona-Situation:

Temporäre Änderungen im Serviceangebot der UKH

Auch die Unfallkasse Hessen hilft mit, durch eine Reduzierung der Sozialkontakte die Ausbreitung des Coronavirus zu reduzieren. Davon sind leider einige Serviceangebote für unsere Mitgliedsbetriebe und Versicherte betroffen:

Versicherungsschutz von Beschäftigten, Eltern und Kindern

Kita- bzw. Schulschließungen, alternative Betreuung und mobiles Arbeiten

Nach der aktuellen zweiten Verordnung durch die hessische Landesregierung zur Bekämpfung des Corona-Virus (Stand 13. März 2020) dürfen Kinder bis zum 19. April 2020 keine Kindertageseinrichtung und keine erlaubnispflichtige Kindertagespflegestelle betreten. Die Personensorgeberechtigten tragen die Verantwortung, dass diese Verpflichtung erfüllt wird. Somit ist die Betreuung sowohl in der Kita als auch bei einer Tagespflegeperson untersagt.

Für Versicherte und Seminarteilnehmer*innen

Informationen zum Coronavirus von Unfallkasse Hessen und DGUV

Wir haben für Sie Informationen und FAQs zum Erreger, allgemeinen und berufsbedingten Schutzmaßnahmen, zu Seminarabsagen der Unfallkasse Hessen sowie nützliche Links zusammengetragen.