21.04.2020 - Unfallverhütungsvorschrift: Prüfung von Arbeitsmitteln

Wie mit den Prüfpflichten während der Corona-Pandemie umgehen?

Text "Prüfung von Arbeitsmitteln"

In der momentanen Ausnahmesituation können im Einzelfall auf der Grundlage einer anlassbezogenen Gefährdungsbeurteilung die Prüfungen von Arbeitsmitteln verschoben werde, sofern die sichere Verwendung gewährleistet bleibt.

In der Gefährdungsbeurteilung müssen dann folgende Punkte berücksichtigt und dokumentiert werden:

• Die Gründe, weshalb die festgelegten Prüfungen derzeit nicht durchgeführt werden können.

• Die Feststellung, dass die betreffenden Arbeitsmittel bei den vorausgegangenen Prüfungen bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Mängel aufweisen, die die sichere Verwendung beeinträchtigen. Ergänzenden Maßnahmen, wie die sichere Verwendung der Arbeitsmittel derzeit gewährleistet werden kann, z. B. durch erweiterte Sicht- und Funktionskontrollen vor bzw. während der Verwendung, Festlegungen zu Arbeitsweisen, Beschränkung der Verwendung auf besonders qualifizierte Personen, etc. Falls eine Festlegung ergänzender Maßnahmen nicht notwendig ist, ist dies ebenfalls zu dokumentieren.

• Die Angabe des Zeitraums, bis wann die Prüfung unverzüglich nachgeholt werden soll, sobald der Hinderungsgrund wegfällt. Dieser Zeitraum sollte 25% des vorher angesetzten Prüfintervalls nicht überschreiten.

Sofern konkrete Prüffristen in staatlichen Arbeitsschutzvorschriften festgelegt sind, müssen Abweichungen auf Grund der SARS-CoV-2-Pandemie mit der zuständigen Behörde abgestimmt werden. Verschiebungen von Prüfzeitpunkten, aufgrund der SARS-CoV-2-Pandemie haben keine Auswirkungen auf Prüffristen. Das bedeutet, sie führen nicht zu einer Verlängerung von Prüffristen.

Diese Empfehlungen gelten nicht für Erstprüfungen und Prüfungen vor der Wiederinbetriebnahme nach Aufbau, Reparatur und prüfpflichtigen Änderungen. Von diesen Empfehlungen ausgeschlossen sind Atemschutzgeräte, elektrische Betriebsmittel auf Bau- und Montagestellen sowie bei Einsatz elektrischer Betriebsmittel unter erhöhter elektrischer Gefährdung. Bei tragbaren Gaswarngeräten kann auf Sichtkontrolle und Anzeigetest (Aufgabe von Prüfgas) vor jeder Arbeitsschicht nicht verzichtet werden.

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