Bürgerhäuser, Theater und Versammlungsstätten

Allgemeines

Foto der alten Oper Frankfurt, im Vordergrund der Brunnen auf dem Vorplatz.

Zu den Veranstaltungsstätten zählen zum Beispiel Theater, Freilichtbühnen, Mehrzweckhallen, Spiel- und Szenenflächen in Konzertsälen und Schulen. Besondere Anforderungen gelten für die Bühnentechnik und deren Prüfungen. Leitung und Aufsicht der Arbeiten darf hier nur besonders ausgebildeten und erfahrenen Personen übertragen werden.

Die besonderen Anforderungen ergeben sich z.B. daraus, dass in Veranstaltungsstätten unter schwebenden Lasten sowie mit Traversen gearbeitet werden muss und die Beleuchtungsverhältnisse meist nicht optimal sind.

Spezielle fachspezifische Belange, die von bundesweitem Interesse sind, werden im Fachbereich Verwaltung (Sachgebiet Bühnen und Studios) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung diskutiert, entschieden und veröffentlicht.

Ermächtigte Sachverständige

Die Prüfung von sicherheits- und maschinentechnischen Einrichtungen, die im Theater- und Veranstaltungsbereich Verwendung finden, ist regelmäßig entsprechend § 34 DGUV Vorschrift 18 "Veranstaltungs- und Produktionsstätten für szenische Darstellung", mindestens alle 4 Jahre durchzuführen. Da im Unterscheid zu anderen Bereichen hier unter schwebenden Lasten gearbeitet und agiert wird, ist es notwendig, bei der Prüfung o. g. Einrichtungen besondere Sorgfalt walten zu lassen. Um diese geforderte Qualität stets zu sichern, wurde das Anhörungsverfahren für Sachverständige installiert.

Seit 1999 läuft dieses Verfahren zur Ermächtigung von Sachverständigen, die diese Prüfungen vornehmen können. Nur diese sind dafür zugelassen. Die Zulassung ist auf 5 Jahre beschränkt. Innerhalb dieses Zeitraums muss entweder eine anerkannte Weiterbildungsveranstaltung besucht oder eine erneute Anhörung absolviert werden. Der Nachweis über die Aktualität der Ermächtigung ist aus der Bescheinigung des ermächtigten Sachverständigen ersichtlich.

Informationen zu Gehör und Gehörerhaltung für Musiker/innen

Viele Musiker machen sich im Laufe ihres Berufslebens Sorgen um die Gesundheit ihres Gehörs. Ist ein gesundes und funktionierendes Gehör doch Voraussetzung für Ihren beruflichen Erfolg. Welcher Musiker hat es nicht schon erlebt, dass im Verlauf einer Probe, einer Aufführung sich ein zunächst lästiges, zunehmend störendes Pfeifen im Ohr bemerkbar macht. Die Broschüre "Safe and Sound – Ratgeber zur Gehörerhaltung in der Musik- und Entertainmentbranche" gibt einen sehr guten Überblick über die Zusammenhänge zwischen Schall, Akustik und der Entstehung von Hörschäden in dieser Branche.

"Safe and Sound – Ratgeber zur Gehörerhaltung in der Musik- und Entertainmentbranche", (2. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2010, ISBN: 978-3-88261-655-2, Seiten 84, Papier)

Die Schrift ist als pdf Datei auf nachfolgendem Link der BAuA Seite herunterzuladen.
https://www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Praxis/A87.html

Wer über die Gehörgefährdung im Zusammenhang mit der Tätigkeit in dieser Branche gut informiert ist, kann die Gefährdungen für sein Gehör erkennen und ist gegenüber möglichen technischen, organisatorischen und individuellen persönlichen Maßnahmen aufgeschlossen. Das Wissen um einen drohenden Gehörschaden macht die Notwendigkeit der arbeitsmedizinischen Vorsorge für Beschäftigte in diesem Bereich als vorbeugende und regelmäßige Maßnahme zum frühzeitigen Erkennen einer beginnenden Schädigung des Gehörs verständlich.

Gefährdungsbeurteilungen für den Veranstaltungsbereich

Die VBG hat einen Katalog von 30 Mustergefährdungsbeurteilungen für den Veranstaltungsbereich erstellt, die den Verantwortlichen als Instrument zur Durchführung der Gefährdungsbeurteilung vor Ort dienen. Diese Muster sind wordbasiert und können entsprechend angepasst werden. Hier finden Sie die immer wieder ergänzten Muster-Gefährdungsbeurteilungen.

Schriften aus dem Regelwerk für den Bereich Theater und Veranstaltungstechnik finden Sie hier:

Ihre Ansprechpartner/in bei der Unfallkasse Hessen in diesem Bereich

Unsere Beratung erfolgt telefonisch, schriftlich oder persönlich vor Ort durch die nachfolgenden Aufsichtsbeamten und Aufsichtspersonen:

Frau Ute Peppermüller,
Regionalbüro Kassel,
Telefon 0561 72947-24
u.peppermueller[at]ukh.de

Herr Markus Kaiser
Büro Frankfurt a. M., 
Telefon 069 29972-236
m.kaiser[at]ukh.de

Herr Rainer Ehemann,
Büro Frankfurt a. M., 
Telefon 069 29972-218
r.ehemann[at]ukh.de