Sparkassen

Allgemeines

aus DGUV Vorschrift 26 "Kassen"
„§ 7 Sicherung von Banknotenbeständen
Zum Schutze der Versicherten sind die Banknoten so zu sichern, dass der Anreiz zu Überfällen nachhaltig verringert wird.Zum Schutze der Versicherten sind die Banknoten so zu sichern, dass der Anreiz zu Überfällen nachhaltig verringert wird.“

Eingangsfront einer Sparkassenfiliale.

Um erfolgreich auf dem Finanzmarkt existieren zu können, müssen sich die Sparkassen genau an den Kundenwünschen orientieren. 

Sie sind verlässliche Partner für das Gewerbe, die Kommunen und die Privatkunden. Zu dem öffentliche Auftrag, die Grundversorgung der Bevölkerung mit  Bargeld zu versorgen, kommt der ständig wachsenden Druck  des Wettbewerbs. Das Dienstleitungsangebot umfasst  alle Arten der Finanzdienstleistungen und geht schon lange über das Annehmen, Verwahren und Ausgeben von Geld hinaus.

Um dem allen gerecht zu werden, müssen die Vertriebswege immer wieder angepasst werden. Zentrale Kassenboxen sind einer offenen Kommunikationslandschaft gewichen. Der Geldfluss läuft überwiegend mit dem automatischen Kassentresor und über SB-Bereiche.

Die Unfallkasse Hessen hilft den Sparkassen in Hessen durch sinnvollen Arbeits- und Gesundheitsschutz Erkrankungen, Unfälle und Überfällen zu vermeiden. Insbesondere nach Überfallereignissen versucht sie durch ein umfassendes Konzept, die Folgen der psychischen Belastung abzubauen.

Seminarangebot

Die Unfallkasse Hessen bietet regelmäßig einen zweitägigen Erfahrungsaustausch zu Sicherheit und Gesundheitsschutz in Sparkassen an.

Hier wird auf rechtliche Neuerungen, auf Änderungen der Rechtssprechung, auf das Unfallgeschehen und Maßnahmen der Unfallverhütung eingegangen. Auch eine praxisnahe Umsetzung der Arbeitsschutzmaßnahmen wird gemeinsam erarbeitet. Der Praxisbezug wird zudem durch das Auftreten von Fachfirmen und Fachreferenten (z. B. Vertreter der Kriminalpolizei, Psychologen u.v.m.) hergestellt.

Die Veranstaltung ist nicht auf einseitige Wissensvermittlung ausgerichtet. Besonderer Wert wird auf den bilateralen Austausch von Informationen gelegt. Hierdurch ist es möglich, dass die Unfallkasse Hessen auf die Bedürfnisse der Sparkassen in Hessen eingehen kann.

Psychische Belastungen als Folge eines Raubüberfalls stellt eine besondere Form des Arbeitsunfalls dar. Um die Folgen zu mindern und einer posttraumatischen Belastungsstörung vorzubeugen, bietet die Unfallkasse Hessen gemeinsam mit dem Sparkassen und Giro Verband Hessen-Thüringen (SGVHT) regelmäßig ein Seminar für Betreuer von Überfallbetroffenen an.

Das Seminar Arbeitsplatz Sparkasse - Gesunde Gestaltung, gesunder Betrieb richtet sich an Sparkassenmitarbeiter, die mit dem Neu- oder Umbau von Geschäftsstellen betraut sind. Neben den baulichen Aspekten und Vorgaben, die sich aus der Bauordnung, dem Arbeitsstättenrecht und der UVV Kassen ergeben, wird auf die Themen Ergonomie, Demografie und Barrierefreiheit eingegangen.

Es handelt sich um ein Kooperationsseminar mit den Unfallkassen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Dies ermöglicht einen Austausch mit Vertretern von Sparkassen über die Landesgrenzen hinaus. 

Seit 2014 wird das Seminar Basiswissen UVV Kassen in Zusammenarbeit mit der Unfallkasse Rheinland-Pfalz angeboten. Das Seminar soll Mitarbeiten von Sparkassen, welche mit der UVV Kassen arbeiten müssen, verständlich vermitteln. Zum Verständnis der UVV wechseln die Teilnehmer auch mal die Perspektive. Das Seminar ist eine Fortbildung für Fachkräfte für Arbeitssicherheit gemäß DGUV-Vorschrift 2. 

Die Seminartermine und Veranstaltungsorte entnehmen Sie bitte unserem aktuellen Seminarkatalog.

Ansprechpartner

Für Sparkassen im Bereich des Regierungspräsidium Kassel:

Herr Kramer
Telefon: 069 29972-440
E-Mail: j.kramer[at]ukh.de

Für Sparkassen im Bereich der Regierungspräsidien Gießen und Darmstadt:

Herr Hustiák
Telefon: 069 29972-440
E-Mail: a.hustiak[at]ukh.de

  • In dringenden Fällen, so unbedingt nach Überfallereignissen, senden Sie bitte zusätzlich eine E-Mail an sk-info[at]ukh.de.
  • Überfälle sind unverzüglich an die genannten Ansprechpartner bzw. an das Servicetelefon der Unfallkasse Hessen 069 29972-440 zu melden.

Schriften und Medien

Regelungen der Unfallkasse Hessen/der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung, Druckschriften aus dem Regelwerk Sicherheit & Gesundheitsschutz der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung.

Ausgewählte Unfallverhütungsvorschriften

Unfallverhütungsvorschrift (UVV) „Kassen“ (DGUV Vorschrift 26 – bisher: GUV-V C9) (Muster-UVV)
Die Unfallverhütungsvorschrift „Kassen“ enthält Regelungen über die bauliche Gestaltung und sonstige Ausrüstung der Kassenstellen. Das Hauptziel ist die Verringerung des Anreizes zu Überfällen. Dies wird insbesondere durch die Kombination Kassensicherung-Personalstärke-Höchstbeträge-Verhalten erreicht.

Unfallverhütungsvorschrift (UVV) "Wach- und Sicherungsdienste" (DGUV Vorschrift 24 - bisher: GUV-V C7) (Muster-UVV)
Die UVV "Wach- und Sicherungsdienste" wurde von der Unfallkasse Hessen nicht erlassen. Sie ist jedoch Stand der Technik und entsprechende Vorgabe sind einzuhalten. Der dritte Abschnitt gibt Maßnahmen zur Sicherheit von Geldtransporten vor.

Ausgewählte Regeln für Sicherheit und Gesundheitsschutz

Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute
Hinweise für die Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung zur Umsetzung der Unfallverhütungsvorschrift Kassen (DGUV Information 215-611- bisher: BGI/GUV-I 819-1)
Der erste Teil gibt Hinweise zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung nach § 5 Arbeitsschutzgesetz und UVV „Kassen“ in Form eines Leitfadens, welcher die für Sparkassen typischen Gefährdungspunkte beschreibt und dadurch Lösungsansätze bietet.

Kredit- und Finanzleistungsinstitute
Anforderungen an die sicherheitstechnische Ausrüstung von Geschäftsstellen (DGUV Information 215-612 bisher: BGI/GUV-I 819-2)
Hier wird beschrieben, wie Geschäftstellen zu gestalten und auszustatten sind. Es werden verschiedene Kassensicherungskonzepte dargestellt. Dieser Teil würdigt die technische Entwickung.

Kredit- und Finanzleistungsinstitute
Betrieb (DGUV Information 215-613 bisher: BGI/GUV-I 819-3) 
Un- und Überfälle haben meist ihre Ursache in der Organisation der Arbeit und im Verhalten der Beschäftigten. Der dritte Teil der Schriftenreihe zu Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute stellt dar, wie die Maßnahmen zur Sicherheit der Mitarbeiter umgesetzt werden sollen.

Merkblatt "Einwirkung von Farbrauch" (GUV-I 8546)
Geldfärbesysteme schützen das Geld. Um den Mitarbeiter vor eventuell durch den Farbrauch auftretende Gefährdungen zu schützen sind die hier beschriebenen Regelungen zu beachten.

Sachgebiet Kreditinstitute und Spielstätten

Spezielle fachspezifische Belange, die von bundesweitem Interesse sind, werden im Fachbereich Verwaltung, Sachgebiet Kreditinstitute und Spielstätten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) diskutiert, entschieden und veröffentlicht