Altersgerechtes Arbeiten

Der demografische Wandel ist in vollem Gange. Nicht nur die Altersstruktur der gesamten Bevölkerung ändert sich, sondern auch die der Erwerbsbevölkerung. Bislang galt das Paradoxon, dass zwar die Gesamtgesellschaft altert, jedoch die Arbeitswelt sich durch Frühverrentungen und eine auf Junge ausgerichtete Personalpolitik verjüngt.

Dieses Paradoxon ist dabei sich aufzulösen, so die Erwartung der meisten Arbeitsmarktexperten und Demographen. Betriebe werden sich in ihrer Personalpolitik und -planung strategisch auf ältere Beschäftigte einstellen müssen. Die Arbeitswelt wird insgesamt ältere und anders zusammengesetzte Belegschaften zu bewältigen haben. Diese Herausforderung wird von vielen Akteuren auch als Chance gesehen.

Angesichts einer erforderlichen langen Vorlaufzeit bei einer Veränderung der Belegschaften ist schon jetzt eine Trendwende gefordert, um überhaupt die Grundvoraussetzungen für eine Weiterarbeit für die Älteren von morgen zu schaffen. Eine zentrale Voraussetzung ist dabei, dass die Arbeitsbedingungen so gestaltet sind, dass alle Mitarbeiter im Unternehmen gesund altern und ihre Beschäftigungsfähigkeit nachhaltig erhalten können. Ebenso offenkundig wird, dass im Unternehmen ein Wissenstransfer zwischen den Generationen notwendig ist: Nur mit der Kombination aus Erfahrungswissen, aktuellem Fachwissen, innovativen Ideen und sozialen Kompetenzen zusammen bleibt das Unternehmen den Anforderungen gewachsen.

Um den Wandel in den Belegschaften erfolgreich zu gestalten sind zahlreiche Netzwerke entstanden, die profunde Informationen und Unterstützung anbieten. Hier eine Auswahl an Internetseiten:

Weiterführende Links

www.demographie-netzwerk.de Das Demographie Netzwerk (ddn) hat 10 goldene Regeln aufgestellt, um den demographiegerechten Wandel zu gestalten. Das Netzwerk gründete sich 2006 auf Initiative des Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit und der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA).

www.inqa.de INQA steht für „Initiative Neue Qualität der Arbeit". Sie wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit angestoßen und bietet einen guten Einstieg in das Thema „demographischer Wandel" sowie weitere Themen aus der Arbeitswelt.

www.baua.de Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) versteht sich als Wissensdienstleister und Serviceeinrichtung für Wirtschaft, Politik, Sozialpartner und Bürger zum Thema sichere und gesunde Arbeitsplätze. Hier finden sich eine Fülle an Publikationen zum Thema alternde Belegschaften.

www.dnbgf.de Das Deutschen Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung (DNBGF) geht auf eine Initiative des Europäischen Netzwerks für betriebliche Gesundheitsförderung ENWHP zurück und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales BMAS und vom Bundesministerium für Gesundheit BMG unterstützt. Es möchte die noch zu geringe Verbreitung von Betrieblicher Gesundheitsförderung in Deutschland verbessern. Alternde Belegschaften gehören dabei zu einem eigenen Handlungsfeld.

www.ergo-online.de Die Gesellschaft Arbeit und Ergonomie - online e.V. arbeitet in Kooperation mit dem Hessischen Sozialministerium. Sie hält ein breites Internetangebot zum Arbeits- und Gesundheitsschutz im Büro bereit. Hier finden sich Informationen und Werkzeuge für eine altersgerechte Personalpolitik und Arbeitsgestaltung.

www.arbeit-demografie.nrw.de Die Seite des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen bietet vielfältige Informationen zum Thema, zu Veranstaltungen, Projekten und Netzwerken.

www.arbeitsfaehig.com Netzwerk zur Anwendung des Arbeitsfähigkeitsindex (Work Ability Index). Der in Finnland entwickelte Work Ability Index (WAI) dient zur Einschätzung der Arbeitsfähigkeit bei einzelnen Arbeitnehmern wie bei Beschäftigtengruppen. Er wird mit einem Fragebogen im Rahmen der betriebsärztlichen Betreuung erhoben. Der WAI kann dazu beitragen, dass frühzeitig Handlungsbedarf identifiziert wird und auf dieser Grundlage Präventionsmaßnahmen zum Erhalt und zur Förderung der Arbeitsfähigkeit getroffen werden.