Mobbing

Eine blonde Frau in heller Bluse steht mit verschränkten Armen und leerem Blick im Vordergrund. Im Hintergrund sieht man einen Mann und eine Frau, die sich über die blonde Frau lustig machen.

Unser Arbeitsalltag wird meist nicht nur durch die Erledigung von Arbeitsaufgaben bestimmt. Zusammenarbeit, Austausch und Gespräche mit Kollegen und Vorgesetzten sind wichtige Bestandteile des Arbeitslebens. Meist werden diese sozialen Kontakte als hilfreich, bereichernd und angenehm erlebt. Leider gestaltet sich das zwischenmenschliche Miteinander jedoch nicht immer so positiv. 

Laut einer Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) werden in Deutschland ca. 1,5 Millionen Beschäftigte an ihrem Arbeitsplatz gemobbt. Jeder neunte Arbeitnehmer wird im Laufe seines Berufslebens mindestens einmal Opfer von dauerhaften Benachteiligungen, Schikanen und Ausgrenzung.

Unter Mobbing versteht man ein systematisches Schikanieren, Beleidigen, Ausgrenzen oder auch ein Versehen mit kränkenden Tätigkeiten bestimmter Personen. Dieses Verhalten einer Gruppe oder Einzelner wird über einen längeren Zeitraum hinweg und mit einer gewissen Regelmäßigkeit gezeigt. Mobbing betrifft alle Berufsgruppen und Branchen, Betriebsgrößen, Hierarchieebenen und Tätigkeitsniveaus.

Häufig beginnt der Mobbingprozess mit einem ungelösten und kann bis zum Ausschluss des Opfers aus der Arbeitswelt führen. Mobbing hat für die Betroffenen oft weitreichende Konsequenzen: Verunsicherung, sozialer Rückzug, negative Einflüsse auf das Arbeitsverhalten und psychosomatische Erkrankungen können die Folge sein und erhebliches Leid bedeuten.

Mobbing ist vor allem ein menschliches und ethisches Problem. Es stellt auch ein betriebswirtschaftliches und gesellschaftliches Problem dar, indem beträchtliche Kosten durch Arbeitsausfälle, Qualitäts- und Produktionsrückgänge, Kündigungen und Mitarbeiterfluktuation durch Mobbing bedingt sind.

Betriebliche Rahmenbedingungen können einen Beitrag zur Mobbing-Prävention leisten. Dazu gehören u.a klare arbeitsorganisatorische Strukturen, die Festlegung von Verantwortlichkeiten und Aufgaben, Beteiligung der Mitarbeiter an Entscheidungs- und Gestaltungsprozessen und umfassende Mitarbeiterinformationen. Defizite m Führungsverhalten können durch Schulungen zur Mitarbeiterführung, Kommunikation und Konfliktmanagement abgebaut werden.

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