DVR/UK/BG-Schwerpunktaktion 2021

Gefährdungen und Rücksichtnahme auf Arbeits-, Dienst- und Schulwegen: Es kann so einfach sein

"Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht."

Der oben zitierte Satz ist in § 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO) zu finden. Er ist die erste Grundregel der Sicherheit im Straßenverkehr und beschreibt das Ziel für das Verhalten aller Menschen, die sich im Straßenverkehr bewegen, insbesondere in Situationen, die durch andere Regelungen nicht genau definiert sind. Dem Gedanken der Rücksichtnahme liegt zugrunde, dass alle Verkehrsteilnehmende gleiche Rechte haben und dass Menschen Fehler machen. Dies gilt ausnahmslos für alle am Verkehr teilnehmenden Personen. Das Gebot zur Rücksichtnahme hat also nicht nur für Autofahrende Bedeutung, sondern zum Beispiel auch für Radfahrende und zu Fuß Gehende.

Klingt zunächst einfach, ist aber im komplexen Straßenverkehr des Alltags oft schwierig. Die Forderung nach Rücksichtnahme auf andere hat durch ihre Formulierung sowie durch Ihre Stellung ganz zu Beginn der Straßenverkehrsordnung somit eine besondere Bedeutung.

Die diesjährige Aktion liefert alltagspraktische Tipps und Hinweise für ein rücksichtsvolles Miteinander im Straßenverkehr, denn die Devise heißt:

Miteinander statt gegeneinander – Individuelle Vorsicht und Rücksicht für die Sicherheit der Gemeinschaft

Blockiert – wo darf ich stehen?

Es gibt Situationen, in denen man gegen das Gebot zur Rücksichtnahme verstößt, weil man in Gedanken ist oder glaubt, das eigene Verhalten störe andere nicht. Dies kann zu unerwünschten Kettenreaktionen führen:

In der Stadt werden häufig am Fahrbahnrand Radfahrstreifen eingerichtet. Wer diese beispielsweise mit einem PKW befährt und/oder darauf hält, behindert Radfahrende. Dies hat zur Folge, dass letztere gezwungen werden, in den fließenden Verkehr auszuweichen. Damit werden sie in kritische, gefährliche Situationen gebracht. Kurz gesagt: Wenn ein Glied der Verkehrskette auf die Vor-und Rücksicht verzichtet, kann das diverse Folgen auf alle anderen Glieder haben. Welche Gefahren im Straßenverkehr können durch Fehlverhalten für andere entstehen?

Hier komme ich – wer gibt nach?

Bei einer beidseitigen Fahrbahnverengung ist die Person wartepflichtig, die als zweite die Stelle erreicht. Aber wenn es sich um eine längere Engstelle handelt, lässt sich das manchmal nicht eindeutig nachvollziehen und beide Parteien meinen, dass sie Vorrang hätten. Auch wenn beide fast gleichzeitig eine kurze Engstelle erreichen, fällt das Urteil schwer. Steht man sich dann erst mal gegenüber, ist Verständigung erforderlich. Welche Partei soll den Weg freimachen? Wer hat Vorrang?

Kinderleicht – Wie war das mit dem Reißverschluss?

Das Reißverschlussprinzip ist eigentlich eine optimale Lösung der Situation, wenn ein Fahrstreifen endet, das es allen ermöglicht, die Engstelle weitgehend reibungslos zu passieren. Im dichten Verkehr bedeutet diese Situation für viele Verkehrsteilnehmende Stress. Manchmal kommt es auch zu Missverständnissen: Werde ich jetzt reingelassen? Oder reihe ich mich besser dahinter ein?

Die Ampel – stehen oder gehen?

Eine Ampel auf dem Weg zur Schule soll es den Schüler*innen ermöglichen, die Fahrbahn sicher zu überqueren, besonders morgens und abends in der Dämmerung. Doch wie ist die Lage, wenn niemand weit und breit zu sehen

Zentrale Fragen klären

Wie kann es gelingen, Gefährdungen und Rücksichtnahme auf Arbeits-, Dienst- und Schulwegen zu reduzieren? Welche Chancen bieten sich und worauf muss man achten, damit Unfallgefahren vermieden werden? Antworten auf diese Fragen und noch viel mehr liefert die aktuelle Schwerpunktaktion, damit alle gut und sicher ankommen; möglichst ohne Stress, und vor allem unfallfrei.

Es kann so einfach sein.


Medien und Materialien

Um die Beschäftigten und Schüler*innen für Gefährdungen und Rücksichtnahme auf Arbeits-, Dienst- und Schulwegen zu sensibilisieren, stellt die UKH das dazugehörige Medienpaket kostenlos und digital zur Verfügung.

Alle Informationen hierzu gibt es unter: www.ruecksicht-ist-einfach.de

Mitmachen und gewinnen

Versicherte der Unfallkassen und Berufsgenossenschaften können über die Webseite www.ruecksicht-ist-einfach.de innerhalb des Aktionszeitraums (19. Juni 2021 bis 28. Februar 2022) an einem Gewinnspiel teilnehmen. Es warten tolle 100 Sach- und Erlebnispreise.