Frankfurt, im April 2018

Abi-Streich – gesetzliche Unfallversicherung greift nicht automatisch

Zum Abitur gehört der Abi-Streich – das hat Tradition und gehört für viele junge Menschen einfach zur Reifeprüfung dazu. Passiert dabei allerdings ein Unfall, greift nicht automatisch die gesetzliche Unfallversicherung. Darauf weist die Unfallkasse Hessen (UKH) hin.

"Gilt die Feier als schulische Veranstaltung, das heißt: Die Organisation liegt bei der Bildungseinrichtung, besteht für die Schülerinnen und Schüler gesetzlicher Unfallversicherungsschutz", erklärt Sabine Longerich, Pressesprecherin der UKH. Bei Abi-Streichen, die nicht unter Aufsicht, Kontrolle oder Einflussnahme der Schule stehen, sieht das etwas anders aus: "Hier handelt es sich um sogenanntes eigenwirtschaftliches Handeln, das nicht gesetzlich unfallversichert ist", informiert Sabine Longerich weiter.

Die Schulleitung hat bei schulischen Veranstaltungen darauf zu achten, dass "Späße", die von den Beteiligten schwer beherrschbar sind, unterbleiben. Zu verbieten sind zum Beispiel riskante Kletterpartien. Zwar ist der Wunsch nachvollziehbar, einen außergewöhnlichen Abi-Streich zu bieten, doch appelliert die UKH an die jungen Erwachsenen, sich und andere dabei nicht zu gefährden.

Die Unfallkasse Hessen (UKH) ist die gesetzliche Unfallversicherung für rund 900.000 hessische Schulkinder. Unsere Aufgabe ist die Prävention von Unfällen, dabei arbeiten wir eng mit allen Akteuren für Sicherheit und Gesundheitsschutz in der Schule zusammen. Wenn trotzdem ein Unfall passiert, kümmern wir uns um die notwendige medizinische und therapeutische Behandlung der Kinder. Der Unfallschutz ist für die Eltern kostenlos. Die hessischen Städte, Gemeinden und Landkreise übernehmen den Beitrag. Weitere Informationen unter www.ukh.de

Pressekontakt:
Unfallkasse Hessen (UKH)
Pressesprecherin
Sabine Longerich
Tel.: 069 29972 619
Fax: 069 29972 8619
E-Mail: presse[at]ukh.de