Frankfurt, im März 2017

Öffentlicher Dienst soll bei der Gesundheitsvorsorge Vorbild sein

Umfrage: Hessen legen an staatliche Arbeitgeber hohe Maßstäbe an

Infografik Erwartung Öffentlicher Dienst

Öffentliche Arbeitgeber wie die Berufsfeuerwehr, Bundeswehr und Behörden sollen bei der Vorsorge für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter eine Vorbildfunktion einnehmen. Dieser Meinung sind 73 Prozent der Hessen im erwerbsfähigen Alter. Sie legen an staatliche und halbstaatliche Betriebe damit höhere Maßstäbe an als an private Arbeitgeber, von denen dies nur 62 Prozent erwarten. Das zeigt die repräsentative Studie "Präventionskultur" der Unfallkasse Hessen, für die 1.000 Hessen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren online befragt wurden.

Im Einzelnen fordern 76 Prozent der Befragten, dass der öffentliche Dienst grundsätzlich aktiv etwas für die Gesundheit seiner Mitarbeiter unternimmt. 74 Prozent erwarten, dass bei der Belegschaft das Bewusstsein dafür geschärft wird, dass alle im Team für die Vermeidung von Unfällen verantwortlich sind. Eine besondere Fürsorge für Risikogruppen verlangen 71 Prozent von öffentlichen Unternehmen. 65 Prozent erwarten, dass ihre Bemühungen für die Sicherheit und dauerhafte Gesundheit ihrer Belegschaft über gesetzliche Mindestanforderungen hinausgehen.

"In Sachen Mitarbeitergesundheit reicht es nicht, sich darauf zu beschränken, Unfälle zu vermeiden", meint Sabine Longerich, Pressesprecherin der Unfallkasse Hessen. "Um den Krankenstand dauerhaft gering zu halten, ist es ebenso wichtig, die Gesundheit der Mitarbeiter aktiv zu fördern. Dies spart auf lange Sicht auch den Arbeitgebern erhebliche Kosten, und im öffentlichen Dienst bedeutet das: Das Geld der Steuerzahler."

65 Prozent der Befragten wünschen sich, dass öffentliche Arbeitgeber Kurse zur Stress- und Krankheitsvermeidung anbieten. 59 Prozent stellen den Anspruch, dass der öffentliche Dienst auch bei seinen Zulieferern und Kooperationspartnern auf die Erfüllung höherer Standards achtet. Dies ist damit der einzige Bereich, in dem die Hessen an private Arbeitgeber gleichhohe Maßstäbe ansetzen.

"Das Bewusstsein, dass am Arbeitsplatz neben dem Sicherheitsschutz auch aktive Gesundheitsprävention sehr wichtig ist, ist in der Bevölkerung stark gewachsen", sagt Sabine Longerich. "Umso wichtiger ist es, dass in Unternehmen ausreichend Angebote vorhanden sind, die die Mitarbeiter nutzen können."

Über die Studie
Für die Studie "Präventionskultur" der Unfallkasse Hessen hat das Meinungsforschungsinstitut Toluna 1.000 Hessen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren online befragt. Die Studie untersucht unter anderem, welche Gesundheits- und Vorsorgethemen die hessischen Arbeitnehmer bewegen, inwiefern sich die Bevölkerung Gedanken um Prävention macht, und ebenfalls, wie ehrenamtliche Tätigkeiten in Hessen wahrgenommen werden. Die Befragung erfolgte im März 2016 und ist repräsentativ für die hessische Bevölkerung nach Geschlechter- und Altersverteilung.

Pressekontakt:
Unfallkasse Hessen
Sabine Longerich
Pressesprecherin
Telefon: 069 299 72-619
E-Mail: s.longerich[at]ukh.de