Dienstunfälle hessischer Beamtinnen und Beamten melden

Wenn Sie einen Dienstunfall melden möchten, gelangen Sie hier zum Portal.

Schon seit einigen Jahren verpflichtet eine Verordnung der Europäischen Union (EU) die Mitgliedsstaaten dazu, jährliche Statistiken über Dienstunfälle von Beamten*innen an die Europäische Kommission (EUROSTAT) zu liefern. Die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand werden künftig in das Meldeverfahren eingebunden, um deutsche Behörden bei der Erfüllung ihrer Meldepflicht zu unterstützen. Dienstunfälle von hessischen Landes- oder Kommunalbeamten*innen müssen der UKH daher künftig zur statistischen Erfassung gemeldet werden. Bei der Umsetzung der EU-Meldepflicht für Dienstunfälle  übernimmt die UKH in Abstimmung mit der Landesregierung künftig die Aufbereitung und Weiterleitung der meldepflichtigen Daten an die Europäische Union.

Welche Fälle sollen gemeldet werden?
Meldepflichtig sind Dienstunfälle aller hessischen Beamten*innen des Landes, der Kommunen und Landkreise und sonstiger, der Aufsicht des Landes unterstehenden Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts.

Eine Meldepflicht besteht, wenn durch einen Dienstunfall eine Dienstunfähigkeit von mindestens drei Tagen Dauer folgt. Bei der Meldung sind allerdings nicht alle inhaltlichen Daten eines Dienstunfalls von statistischer Bedeutung.

Wer ist verantwortlich dafür, dass die Unfälle an die UKH gemeldet werden?
Die Pflicht zur Meldung liegt bei der jeweiligen Dienststelle, die über die Anerkennung eines Dienstunfalls entscheidet. 

Gibt es Dienstunfälle, die nicht meldepflichtig sind?
Nicht jeder Dienstunfall ist meldepflichtig!

Ausgenommen sind zum Beispiel:

  • sämtliche Wegeunfälle von Beamtinnen und Beamten
  • alle Dienstunfälle, die weniger als drei Ausfalltage (mindestens drei Kalendertage ohne den Unfalltag selbst) bedingen
  • Dienstunfälle in den Tätigkeitsbereichen der öffentlichen Sicherheit bzw. Ordnung oder Justiz und Rechtspflege.

Wie soll die Meldung abgegeben werden?
Die UKH stellt über das Dienstunfall-Portal einen datenschutzkonformen, technischen Übertragungsweg zur Annahme und Weiterverarbeitung der gemeldeten Daten bereit. So ermöglicht die UKH eine rein elektronische, papierlose Bearbeitung der Dienstunfalldaten. Verantwortliche der hessischen Dienststellen melden sich zunächst über den Link zur Registrierung im Portal an. Sie erhalten von uns per Post dann die erforderlichen Zugangsdaten, die Sie zukünftig für die Anmeldung im Portal nutzen können. 

Was passiert mit den Daten und wie läuft die Meldekette ab?
Die erforderlichen Daten für einen meldepflichtigen Dienstunfall werden von der Dienststelle (oder der für die statistische Meldung zuständigen Stelle) über das Dienstunfall-Portal der UKH in eine Erfassungsmaske eingetragen. Danach werden die Daten von Mitarbeitern*innen der UKH nach den Vorgaben der o. g. EU-Verordnung kodiert und plausibilisiert. Die Unfallkasse meldet die aufbereiteten Daten an die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Von dort werden die Daten an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) geleitet, welches die Daten an die europäische Statistikbehörde EUROSTAT weitergibt. Die Daten fließen dort in die Statistiken für den gesamten europäischen Arbeitsmarkt ein.