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Letzte Änderung: 18. November 2021
Sicherheit im Straßenverkehr – es kann so einfach sein.

Gefährdungen und Rücksichtnahme auf Arbeits-, Dienst- und Schulwegen

Wer sich im Straßenverkehr rücksichtsvoll und umsichtig verhält, übernimmt Verantwortung für das Gelingen des Straßenverkehrs. Zum rücksichtsvollen, umsichtigen Verhalten gehört auch das Einhalten von Regeln. Schätzungen des Europäischen Verkehrssicherheitsrates (ETSC) zufolge könnte jeder zweite Unfall vermieden werden, wenn sich alle am Straßenverkehr Beteiligten an die geltenden Verkehrsregeln halten würden. Die Schwerpunktaktion 2021 des DVR, der Unfallkassen und Berufsgenossenschaften liefert daher alltagspraktische Tipps und Hinweise für ein rücksichtsvolles Miteinander im Straßenverkehr.

Rücksichtnahme im Straßenverkehr gilt für alle – auch für die „Stärkeren“.  Bild: © ARochau, Adobe Stock

Es kann so einfach sein … „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.“ Dieser Satz ist in § 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO) zu finden. Er ist die erste Grundregel der Sicherheit im Straßenverkehr und beschreibt das Ziel für das Verhalten aller Menschen, die sich im Straßenverkehr bewegen. Dies gilt vor allem für Situationen, die durch andere Regelungen nicht genau definiert sind.

Dem Gedanken der Rücksichtnahme liegt zugrunde, dass alle Verkehrsteilnehmenden gleiche Rechte haben und dass Menschen Fehler machen. Dies gilt ausnahmslos für alle, die am Verkehr teilnehmen. Das Gebot zur Rücksichtnahme hat also nicht nur für Autofahrende Bedeutung, sondern zum Beispiel auch für Radfahrende und Fußgänger*innen.

Rücksichtnahme klingt zunächst einfach, ist aber im komplexen Straßenverkehr des Alltags oft schwierig. Die Forderung nach Rücksichtnahme auf andere hat durch ihre Formulierung sowie durch ihre Stellung ganz zu Beginn der Straßenverkehrsordnung somit eine besondere Bedeutung.

Schwerpunktaktion 2021

Die diesjährige Aktion liefert alltagspraktische Tipps und Hinweise für ein rücksichtsvolles Miteinander im Straßenverkehr, denn die Devise heißt:

Miteinander statt gegeneinander – Individuelle Vorsicht und Rücksicht für die Sicherheit der Gemeinschaft.

Plakat zur Schwerpunktaktion 2021  Bild: © 2021 Deutscher Verkehrssicherheitsrat

Welche Gefahren im Straßenverkehr können durch Fehlverhalten für andere entstehen?


Blockiert – wo darf ich stehen?

Es gibt Situationen, in denen man gegen das Gebot zur Rücksichtnahme verstößt, weil man in Gedanken ist oder glaubt, das eigene Verhalten störe andere nicht. Dies kann zu unerwünschten Kettenreaktionen führen: In der Stadt werden häufig am Fahrbahnrand Radfahrstreifen eingerichtet. Wer diese beispielsweise mit einem PKW befährt oder darauf hält, behindert Radfahrende. Dies hat zur Folge, dass diese gezwungen werden, in den fließenden Verkehr auszuweichen. Damit werden sie in kritische, gefährliche Situationen gebracht. Kurz gesagt: Wenn ein Glied der Verkehrskette auf die Vor- und Rücksicht verzichtet, kann das diverse Folgen auf alle anderen Glieder haben.


Hier komme ich – wer gibt nach?

Bei einer beidseitigen Fahrbahnverengung muss die Person warten, die als zweite die Stelle erreicht. Aber wenn es sich um eine längere Engstelle handelt, lässt sich das manchmal nicht eindeutig nachvollziehen und beide Parteien meinen, dass sie Vorrang hätten. Auch wenn beide fast gleichzeitig eine kurze Engstelle erreichen, fällt das Urteil schwer. Steht man sich dann erstmal gegenüber, ist Verständigung erforderlich. Welche Partei soll den Weg freimachen? Wer hat Vorrang?


Kinderleicht – Wie war das mit dem Reißverschluss?

Das Reißverschlussprinzip ist eigentlich eine optimale Lösung der Situation: Wenn ein Fahrstreifen endet, können alle die Engstelle weitgehend reibungslos passieren.


Die Ampel – stehen oder gehen?

Eine Ampel auf dem Weg zur Schule soll es den Schüler*innen ermöglichen, die Fahrbahn sicher zu überqueren, besonders morgens und abends in der Dämmerung. Doch wie ist die Lage, wenn niemand weit und breit zu sehen ist?

Zentrale Fragen klären

Wie kann es gelingen, Gefährdungen durch Rücksichtnahme auf Arbeits-, Dienst- und Schulwegen zu reduzieren? Welche Chancen bieten sich und worauf muss man achten, damit Unfallgefahren vermieden werden? Antworten auf diese Fragen und noch viel mehr liefert die aktuelle Schwerpunktaktion, damit alle gut und sicher ankommen; möglichst ohne Stress, und vor allem unfallfrei.

Es kann so einfach sein.

Medien und Materialien

Um die Beschäftigten und Schüler*innen für Gefährdungen und Rücksichtnahme auf Arbeits-, Dienst- und Schulwegen zu sensibilisieren, können Medienpakete über die Aktionsseite bezogen werden.

Mitmachen und gewinnen

Versicherte der Unfallkassen und Berufsgenossenschaften können über diese Webseite innerhalb des Aktionszeitraums (19. Juni 2021 bis 28. Februar 2022) an einem Gewinnspiel teilnehmen. Mit etwas Glück können sie einen von 100 tollen Sachpreisen gewinnen, wie ein Microsoft Surface Notebook, ein Pedelec, Fahrradtaschen und vieles mehr.

Bild: © Stockwerk-Fotodesign, Adobe Stock
Auf dunkelblauen Hintergrund befindet sich ein Megafon aus dem der Text "Mitmachen und gewinnen" gerufen wird.

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