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Letzte Änderung: 04. Dezember 2021

Hygieneempfehlungen für Bau- und Betriebshöfe

Sicherheitshinweise für Bauhöfe in Zeiten von Corona

Kommunale Bauhöfe sichern den Erhalt der kommunalen Infrastruktur, insbesondere der Straßenunterhaltung, Straßenreinigung und der Wasser- und Abwasserentsorgung. Anlässlich der Corona-Situation hat die Unfallkasse Hessen Empfehlungen zu Hygiene, Kontaktvermeidung und den Umgang mit Risikogruppen für Sie zusammengestellt.

Die allgemeinen Empfehlungen zum Umgang mit dem Coronavirus müssen im Rahmen der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung auf die einzelnen Arbeitsbereiche angepasst, unterwiesen, angewendet und deren Umsetzung überwacht werden. Hinweise, wie Sie die Gefährdungsbeurteilung ergänzen, finden Sie hier.

Allgemeine Hinweise zu Risikogruppen

Das Robert Koch-Institut (RKI) weist darauf hin, dass das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf (nach derzeitigem Kenntnisstand) mit zunehmendem Alter steigt. Besprechen Sie deshalb mit älteren Kolleg*innen, wie deren Anwesenheit im Betrieb auf das Nötigste beschränkt werden kann.

Auch bei Personen mit einer Grunderkrankung (z. B. Herz- und Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber oder der Niere sowie Krebserkrankungen) sowie allen Mitarbeitenden mit unterdrücktem Immunsystem (wegen Erkrankung oder Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr unterdrücken) sollte über einen Verzicht auf die Präsenzpflicht nachgedacht werden. Auch Schwangere gehören zur Risikogruppe.

Beschäftigte, die Atemwegsinfektionen oder Fieber zeigen, sollten der Arbeit unbedingt fernbleiben!

Ein Schild mahnt zum Einhalten von Abstand.

Checkliste: So vermeiden und vermindern Sie Kontakte

  • Teilen Sie Ihre Beschäftigten in Gruppen auf und lassen Sie diese zeitlich versetzt beginnen.
  • Ist ein Arbeiten im Team unvermeidbar, lassen Sie immer die gleichen Mitarbeiter*innen zusammenarbeiten.
  • Ein Betreten des Betriebsgeländes erst unmittelbar vor der Rüstzeit und das Verlassen unmittelbar danach sollte ebenfalls vorgesehen werden.
  • Verteilen Sie, wenn möglich, die Mitarbeiter*innen auf mehrere Fahrzeuge, damit nicht mehr als zwei Personen in einem Fahrzeug unterwegs sind.
  • Fahren mehrere Personen in einem Fahrzeug mit, sollte MNB zur Verfügung gestellt und benutzt werden.
  • Lassen Sie nicht zu, dass mehrere Personen, z. B. zu Pausen oder Besprechungen, aufeinandertreffen, wenn sie die Abstände nicht großzügig einhalten können. Werden Räume von mehreren Personen gleichzeitig genutzt, müssen pro Person mindestens 10 m² zur Verfügung stehen. Lassen die auszuführenden Tätigkeiten dies nicht zu, so ist ein gleichwertiger Schutz der Beschäftigten durch andere geeignete Schutzmaßnahmen sicherzustellen. Geeignet sind insbesondere Lüftungsmaßnahmen und Abtrennungen zwischen den anwesenden Personen.
  • Ersetzen Sie Besprechungen/Unterweisungen soweit möglich durch schriftliche oder telefonische Anweisungen. Möglicherweise reicht ausnahmsweise auch eine schriftliche Information oder elektronische Unterweisung, oder ein Kurzbriefing im Freien. Die besondere Situation wird bei möglicherweise drohenden haftungsrechtlichen Konsequenzen, z. B. nach einem Arbeitsunfall, sicherlich durch die Aufsichtsbehörden berücksichtigt werden.

Die Nutzung der Umkleide- und Duschräume ist so zu regeln, dass sich verschiedene Gruppen dort nicht treffen und der Zugang generell nur unter Berücksichtigung der Abstandsregelungen erfolgt. Duschen mit Seife ist in der jetzigen Situation weiterhin dringend zu empfehlen und der beste Schutz gegen das Virus. Sorgen Sie dafür, dass die Beschäftigten den Kleidungswechsel und die Körperhygiene nach der Arbeit nicht nach Hause verlegen (Schwarz-Weiß-Trennung).

Die Möglichkeit der Händereinigung muss auch im Außendienst sichergestellt werden.

Hygienemaßnahmen für den Dienstbetrieb

Flächen, mit denen mehrere Mitarbeiter*innen in Kontakt kommen (z. B. Türgriffe, Bedienfelder von Aufzügen, Kaffeemaschinen, Buchungsterminals oder Etagendruckern, Handläufe im Treppenhaus), sollten einmal täglich gereinigt und desinfiziert werden, das gilt auch für Computertastaturen, Monitore und Telefone.

Ebenfalls wichtig sind Hygienemaßnahmen bei den Kontaktflächen in Fahrzeugen und an Arbeitsgeräten. Dazu gehört der Fahrzeuginnenraum ebenso wie Griffe oder Bedienelemente. Diese Kontaktflächen sollten arbeitstäglich bzw. nach Gebrauch z. B. mit fettlösenden Haushaltsreinigern/Spülmitteln gereinigt werden. Da Reiniger abgewischt werden müssen, sind sie effektiver zur Entfernung von Coronaviren als eine reine Sprühdesinfektion. Nutzen Sie bspw. getränkte Einmaltücher. Wenn die Reinigung mittels Eimer und Wischlappen erfolgt, müssen danach Wischwasser und Lappen gewechselt werden.

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter*innen jederzeit, d. h. auch im für Bauhofmitarbeiter üblichen Außendienst, Zugang zu Wasch- und Desinfektionsgelegenheiten haben! Die Möglichkeit der Händereinigung muss auch im Außendienst sichergestellt werden. Dazu kann es nötig sein einen Wasserbehälter mit Zapfhahn, Flüssigseife und Einmalhandtüchern mitzuführen. Eine Option sind auch Desinfektionstücher.

Persönliche Schutzausrüstung (PSA) zum Infektionsschutz

Achten Sie bei der Wahl der persönlichen Schutzausrüstung besonders auf folgende Punkte:

  • Arbeitshandschuhe sollten getragen und regelmäßig (häufiger als sonst) getauscht werden. Empfohlen werden Schutzhandschuhe mit Latex- oder Nitrilüberzug.
  • Passen Sie den Reinigungszyklus der Arbeits- und Warnkleidung an; evtl. ist ein weiterer Satz Kleidung/PSA erforderlich.
Ein Schild mahnt zum Tragen einer FFP2-Maske.

Medizinische Gesichtsmasken und FFP2- Masken

Können die erforderlichen Mindestabstände von 1,5 m oder die Anforderungen an die Raumbelegung bei der Arbeit nicht eingehalten werden oder ist mit einem erhöhten Aerosolausstoß zu rechnen, müssen Sie Ihren den Beschäftigten mindestens medizinische Gesichtsmasken oder FFP2-Masken zur Verfügung stellen. Die Beschäftigten müssen diese tragen. Beachten Sie die Tragepausen von einer halben Stunde bei 110 Minuten Tätigkeiten mit geringer körperlicher Belastung (zum Beispiel sitzender Tätigkeit) und 75 Minuten bei körperlicher Belastung. Das Tragen von FFP2-Masken erfordert das Angebot einer arbeitsmedizinischen Vorsorge.

Die Festlegung der konkreten Arbeitssituationen, bei denen zwingend mit medizinischen Gesichtsmasken gearbeitet werden muss, liegt letztlich im Verantwortungsbereich des Arbeitgebers. Hierbei sollte die zusätzliche Belastung durch die Masken in einem vernünftigen Verhältnis zur Arbeitssituation stehen. Bei körperlicher Arbeit im Freien ist eine medizinische Gesichtsmaske nur eingeschränkt und unter Berücksichtigung der Tragezeitbegrenzung verwendbar. Neben dem Atemwiderstand ist auch die rasche Durchfeuchtung zu bedenken. Bei Tätigkeiten im Freien sollte vornehmlich auf das Abstandsgebot geachtet werden.

Häufige Fragen

Mundschutz oder Atemschutz in Form von Halbmasken sind bei der Ladetätigkeit nicht sinnvoll. Die Verschleppung von Keimen in den Gesichtsbereich ist eher beim An- und Ablegen der Masken zu erwarten. Deckel der Abfallsammelbehälter geschlossen halten. Nicht in die Behälter greifen. Abfälle nicht anfassen, Heruntergefallenes mit Schaufel oder Greifer bewegen. Sich möglichst von Personen fernhalten. Hygienemaßnahmen beachten bezüglich möglicher Kontaktflächen (Fahrzeuginnenraum, Türgriffe), z. B. Reinigung mit fettlösenden Haushaltsreinigern/Spülmittel. Diese sind aufgrund eines zusätzlichen mechanischen Effekts zur Inaktivierung und Entfernung von Coronaviren geeigneter als reine Desinfektionsmittel. Es sollten getränkte Einmaltücher genutzt werden. Wenn die Reinigung mittels Eimer und Wischlappen erfolgt, müssen danach sowohl Wischwasser als auch Lappen gewechselt werden. Handschuhe vor dem Einstieg ins Fahrerhaus ausziehen und diese, wenn möglich, nicht mit ins Fahrzeug nehmen. Türinnengriffe grundsätzlich nicht mit Handschuhen anfassen.

Statten Sie Abfallbehälter mit einem Abfallsack aus. So kann das Ausleeren von Hand auf eine offene Ladefläche oder das Umschütten in andere Behälter unterbleiben. Der Handkontakt zu Abfällen muss unbedingt vermieden werden. Sorgen Sie dafür, dass Arbeitshandschuhe getragen werden, die der mechanischen Beanspruchung standhalten und die außen leicht zu reinigen sind. Empfohlen werden Schutzhandschuhe mit Nitril- oder Latexbeschichtung – möglichst auch am Handrücken. Passen Sie den Reinigungszyklus der Arbeits- und Warnkleidung an. Dazu ist eventuell ein weiterer Satz Kleidung/PSA erforderlich. Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz und FFP2-Atemschutz wird aktuell nicht als notwendig angesehen. Für das Aufsammeln von Müll sollten Greifer oder Zangen benutzt werden.

Verringern Sie die gleichzeitige Anwesenheit und Begegnungen der Teams auf dem Betriebshof, z. B. durch unterschiedliche Abfahrtszeiten. Das Aussetzen der Zeiterfassung kann unnötige Anwesenheitszeiten sowie das Aufeinandertreffen an Erfassungsterminals verhindern. Gemeinsames Frühstücken oder Kaffeetrinken mit anderen Besatzungen bitte unterlassen.

Die Zahl der Mitfahrenden im Fahrerhaus möglichst begrenzen. Neben dem Fahrer sollte nur eine weitere Person im Fahrerhaus mitfahren. Anders ist es nur, wenn organisatorisch sichergestellt ist, dass das Team privat diszipliniert und während der Arbeitszeit nur innerhalb des eigenen Teams unterwegs ist.

Die Teams sind möglichst auf Dauer zu bilden, um die Anzahl der Kontaktpersonen so gering wie möglich zu halten. Beim Reden im Fahrerhaus nicht das Gegenüber ansehen, sondern Abstand halten. Fahrerhaus möglichst oft lüften. Das Fahrzeug mindestens arbeitstäglich mit geeigneten Mitteln (fettlösende Haushaltsreiniger/Spülmittel) reinigen, insbesondere bei schichtweiser Nutzung eines Fahrzeugs durch verschiedene Fahre*innen. Desinfektionsmittel und Waschgelegenheit müssen am Fahrzeug mitgeführt werden.

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