Bleiben Sie auf dem Laufenden

Newsletterangebote der Unfallkasse Hessen

Abonnieren Sie den Newsletter der Unfallkasse Hessen für Ihren Arbeitsbereich. So sind Sie immer auf dem neusten Stand zu Sicherheits- und Gesundheitsthemen, Corona-Infos, neuen Veröffentlichungen, Änderungen der Rechtslage und freien Seminarplätzen.

Persönlichen Daten
Ich interessiere mich für Themen aus dem Bereich (Mehrfachauswahl möglich):*

Teilen Sie uns mit, was Sie sich von Ihrer Unfallkasse wünschen: Einen Podcast für Ihren Tätigkeitsbereich? Bestimmte Arbeitshilfen? Oder möchten Sie Teil des UKH Medien-Beirats werden und UKH Produkte für Ihren Arbeitsbereich mitentwickeln oder als erstes testen? Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

Ihre Mitteilung an uns zur Newsletter-Anmeldung

Durch Angabe meiner E-Mail-Adresse und Absenden des Formulars erkläre ich mich damit einverstanden, dass die Unfallkasse Hessen mir Neuigkeiten zum Thema Sicherheit und Gesundheit sowie Informationen zu Seminaren per E-Mail zuschickt. Meine Einwilligung kann ich gegenüber der Unfallkasse Hessen jederzeit durch Klicken auf den Abmeldebutton im Newsletter widerrufen.

* Pflichtfelder


Letzte Änderung: 27. November 2021
Gesundheitsförderung der Kleinsten

Kinderfitness statt Pommesbude: Gemeinsam für ein gesundes Leben in Frankfurt

Wie kann man Gesundheit für Kinder in der Stadt wirkungsvoll gestalten? Am besten fragt man die Kinder! Das Präventionsgesetz, die Landesrahmenvereinbarung und die Bedeutung der eigenen Gesundheit sowie ein individuelles Verständnis für ein gesundes und glückliches Aufwachsen in Frankfurt: Mit diesen Punkten beschäftigt sich das Projekt "GUT GEHT’S – Gemeinsam für ein gutes und gesundes Leben in Frankfurt".

Eine Reihe von Pommes frites nimmt den Großteil des Bildes ein. Drei illustrierte Menschen laufen mit einem Drachen durch das Bild. Unten im Bild steht: "Fit statt Fritten"
Bild: © schallundschnabel

Wenn man erreichen möchte, dass sich Lebenswelten und Handlungsfelder nicht immer weiter voneinander entfernen, sind gute Kooperationen aller Akteure mit Gesundheitsbezug in der Prävention wichtig. Dazu müssen Strukturen vor Ort in den jeweiligen Kommunen geschaffen werden. Auch um gemäß des Settingansatzes wichtige Impulse für die Gesundheit geben zu können.

GUT GEHT‘S – Gesundheitsförderung in Frankfurt

Prävention und Gesundheitsmanagement sollen in der Stadt kooperativ umgesetzt werden. Zum Erhalt, zur Verbesserung und Förderung von Gesundheit und zur Verhütung von Krankheiten der Frankfurter Bürgerinnen und Bürger wurde 2017 das Projekt "GUT GEHT’S – Gemeinsam für ein gutes und gesundes Leben in Frankfurt" gestartet. Die neu geschaffenen Strukturen von "GUT GEHT’S" beteiligen Personen verschiedener Lebenswelten und externe Akteure, politische Netzwerke, innerstädtische Akteure, das Gesundheitsamt und als Gesamtverantwortliche die Stadt Frankfurt und somit den Magistrat. Die Kooperationspartner der Lenkungsgruppe (u. a. die Techniker Krankenkasse) unterstützen die thematische Schwerpunktsetzung und priorisieren die Handlungsempfehlungen und bringen die notwendigen Maßnahmen in Gang.

Stadtgesundheitskonferenzen als Dreh- und Angelpunkt

Es sind Stadtgesundheitskonferenzen geplant, zu denen neben den Dezernaten, politischen Gremien und städtischen Ämtern auch folgende Partner*innen eingeladen werden, sich aktiv zu beteiligen:

  • Sozialversicherungsträger (z. B. Unfallkasse und Träger der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung)
  • Wohlfahrtsverbände
  • Krankenhäuser
  • landesbezogene Einrichtungen (z. B. Ärztekammer, staatliches Schulamt, Polizei usw.)
  • Organisationen der Zivilgesellschaft (z. B. Vereine, Stadtelternbeirat, Schüler*innenrat, Ehrenamtliche etc.)

Gesund aufwachsen

Auf der Stadtgesundheitskonferenz 2018 „Gesund aufwachsen“ wurde das interdisziplinäre Präventionsprojekt „GUT GEHT’S“ erstmals vorgestellt. Es gab Workshops zu den Lebenswelten: Familie, Krippe/Kita, Schule und Quartier/Wohnumfeld. Ihre Inhalte bezogen sich dabei meist auf konkrete Projekte in Quartieren unter Berücksichtigung der dortigen Lebenswelten. Die Komplexität des Themas sowie die Vielzahl der Beteiligten und der zu Beteiligenden wurde in den einzelnen Impulsvorträgen dargestellt. Immer wieder wurde auf die Wichtigkeit von nachhaltigen und niedrigschwelligen Angeboten für die Umsetzung in den Quartieren hingewiesen und auf bekannte Projekte Bezug genommen.

Checkliste: Ideen für eine gerechtere Gesundheitsförderung

  • bessere Vernetzung von Kita, Schule und Erziehungsberatung
  • Schulgesundheitsfachkräfte an allen Schulen
  • ergonomische Möbel und Bewegungsräume in Schulen
  • kostenlose Nutzung des ÖPNV für alle Kinder
  • sicherere, besser ausgeleuchtete Schulwege

Auch Schüler und Schülerinnen diskutierten über Maßnahmen, die ihre eigene Gesundheit fördern können.

Die gesundheitliche Chancengleichheit soll weiter auf- und ausgebaut werden, damit Gesundheit und Lebensqualität der Frankfurter Bürger*innen für spezifische Settings in Stadtteilen gefördert werden.

Darauf aufbauend fand am 27. September 2019 eine Kinder- und Stadtteilkonferenz statt. Für das Gesundheitsziel „Gesund aufwachsen“ wurde 2018–2020 der Pilotstadtteil Höchst mit Anbindung an Unterliederbach ausgewählt. Die Stadtteilauswahl erfolgte auf breiter Datenbasis der Gesundheits- und Sozialberichterstattung, um zielgenau ungleiche Gesundheitschancen abzubauen, quartiersbezogene Gesundheits- und Präventionsangebote für vulnerable Zielgruppen zu erschaffen und gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern.

Besonders war, dass zu dieser interaktiven Veranstaltung auch Schüler*innen aus Höchst und Unterliederbach eingeladen waren, um mitzuarbeiten und mitzudiskutieren. Die Leitfragen („Welche Ideen für Maßnahmen haben Sie/habt ihr, damit man in Frankfurt noch besser gesund aufwachsen kann?“ und: „Was sollte zuerst angegangen werden?“) wurde in Kleingruppen diskutiert und die Ergebnisse zu den Handlungsansätzen dem Plenum vorgestellt.  

Die erste Ideensammlung zeigte die Vielfalt, aber auch die Herausforderung in der Umsetzung.

Gemeinsam gestalten ist eine lohnenswerte Investition für mehr Gesundheit.

Workshop in Kleingruppen

Stadtgesundheitskonferenzen als Dreh- und Angelpunkt

Es sind Stadtgesundheitskonferenzen geplant, zu denen neben den Dezernaten, politischen Gremien und städtischen Ämtern auch folgende Partner*innen eingeladen werden, sich aktiv zu beteiligen:

  • Familie: Einrichtung von Orten für Familien zum Austausch und Dialog
  • Kita: Schaffung von Bewegungsangeboten im Sozialraum
  • Schule: Stärkung des psychischen Wohlbefindens
  • Quartier: Schaffung von Treffpunkten für gemeinsame Nutzung

Prävention und Gesundheitsförderung können beim Abbau ungleich verteilter Gesundheitschancen helfen und somit dazu beitragen, das Präventionsgesetzes und die Landesrahmenvereinbarung umzusetzen.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Eine Gruppe Menschen steht mit Helm und Rollern vor einem RollerKIDS Banner.
Einige Böcke in unterschiedlichen Größen stehen in einer Sporthalle. Eine junge Frau steigt gerade auf einen von ihnen. Im Hintergrund bilden andere sportbekleidete Menschen eine Schlange.

Die Ergebnisse der Tischgespräche wurden direkt dokumentiert.

Fazit: Der Dialog mit Kindern ist wichtig!

Für die geforderte übergreifende Zusammenarbeit war insbesondere der Dialog mit den Kindern absolut gewinnbringend.
Der Prozess wurde dadurch anspruchsvoller und es wird spannend, wie die Ideen der Kinder- und Stadtteilkonferenz in "GUT GEHT’S" eingebracht werden.

Es gab viele Vorschläge, wie das bereits gute Angebot in Höchst erweitert werden kann:

  • Spaziergangs-Treff im Park initiieren
  • mehr Bewegungsförderung an Schulen
  • "Kinderfitnessbude" mit einem Bewegungsparcours
  • Gesundheitskompetenzen der Eltern stärken
  • Radwege ausbauen
  • Wartehäuser von Straßenbahnen und Bahnen begrünen
  • "Hilfe-Inseln" einrichten (Läden, in denen Kinder um Hilfe bitten können)

Gemeinsam gestalten (auch wenn die Menge an Ideen in der Umsetzung nicht immer exakt mit der Verabschiedung des PrävG zu tun hatten) ist eine lohnenswerte Investition für mehr Gesundheit.

Ein Blick auf die Homepage von "GUT GEHT’S" lohnt sich: Hier kann jede Kommune Anregungen zur eigenen Umsetzung und Empfehlungen für die Bildung von Strukturen auch in kleinerem Rahmen finden.

In Zeiten von Corona

Die Themen des Präventionsgesetzes, der Landesrahmenvereinbarung und der operativen Umsetzung passen auch zur aktuellen Entwicklung: die Gesundheitskompetenz der Familien soll erhöht und der soziale Zusammenhalt trotz körperlicher Distanz gestärkt werden. Seit einigen Monaten haben das eigene Wohnumfeld und die nahe Umgebung (= Lebenswelt) eine ganz andere Bedeutung als noch zu Jahresanfang.

Gerade jetzt gilt in Frankfurt das Motto: "Gemeinsam für ein gutes und gesundes Leben in Frankfurt – auch während der Corona-Pandemie!"

Das Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention

… trat am 25. Juli 2015 in Kraft. Folgend wurde von allen Landesregierungen gefordert, Landesrahmenvereinbarungen zu erarbeiten. Im April 2016 unterzeichnete Hessen diese als erstes Bundesland. Die Unterzeichnenden – neben dem Land Hessen zahlreiche Träger der gesetzlichen Kranken-, Renten- und Unfallversicherung – richten ihre Aktivitäten auf die in den Bundesrahmenempfehlungen festgelegten Ziele und Handlungsfelder aus – entsprechend ihrem jeweiligen gesetzlichen Auftrag. So werden der Gesundheitsförderung in Hessen Impulse gegeben und Handlungsbedarfe in der Prävention identifiziert.

Häufige Fragen

Für den Versicherungsschutz müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:
Der Sport dient in erster Linie als Ausgleich für die Belastungen am Arbeitsplatz. Die Sportart selbst spielt keine Rolle. Der Betriebssport muss regelmäßig stattfinden. Ein klarer organisatorischer Bezug zum Unternehmen ist Pflicht. Das ist der Fall, wenn Arbeitgebende die Sportstätte zur Verfügung stellt und/oder feste Zeiten vorgeben. Die Teilnehmenden müssen im Wesentlichen Beschäftigte des Betriebs sein. Auch Betriebssportgemeinschaften mehrerer Unternehmen, die sich zu überbetrieblichen Sportgruppen zusammenschließen, stehen unter Versicherungsschutz. Versichert sind die Mitarbeiter*innen nicht nur beim Betriebssport selbst, sondern auch auf den damit verbundenen Wegen.
Achtung: Sportliche Wettkämpfe sind nicht gesetzlich unfallversichert, auch keine Fußballturniere! Sportliche Höchstleistungen oder die Teilnahme an Wettkämpfen dürfen beim Betriebssportauf keinen Fall im Mittelpunkt stehen! Dies gilt bereits bei einem einmaligen "Kräftemessen" gegen einen betriebsfremden Gegner und auch bei einer gemeinsamen sportlichen Freizeitgestaltung mit Betriebsangehörigen (z. B. mehrtägige Skifreizeit). Auch in regelmäßigen Übungsstunden stattfindende Wettkämpfe mit anderen Betriebssportgemeinschaften sowie Freizeitveranstaltungen, die im Zusammenhang mit der Sportausübung stattfinden, stehen nicht unter Versicherungsschutz.

Betriebssport ist unfallversichert, wenn der Sport Ausgleichs- und nicht Wettkampfcharakter hat, er regelmäßig stattfindet, der Teilnehmerkreis im Wesentlichen auf Unternehmensangehörige beschränkt ist, Übungszeit und Übungsdauer in einem dem Ausgleichszweck entsprechenden Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit stehen und der Sport unternehmensbezogen organisiert ist. So ist z. B. regelmäßig durchgeführter Ballsport oder Gymnastik versichert. Nicht versichert sind Aktivitäten, die einen Wettkampfcharakter aufweisen und nicht regelmäßig stattfinden wie z. B. im Rahmen von Fußballturnieren oder auch ein Marathonlauf (z. B. der Frankfurt-Marathon). Oft werden Betriebssportvereine gegründet. In Betriebssportvereinen, die auch Dritten offen stehen, ist man nicht gesetzlich unfallversichert. Die Mitgliedschaft in einem Betriebssportverein steht oftmals nicht mit der Betriebsangehörigkeit im Zusammenhang. Der Verein hat den gleichen Charakter wie ein allgemeiner Sportverein und ist für jeden zugänglich. Von daher lässt sich auch für die dem Betrieb angehörenden Mitglieder ein Zusammenhang zwischen der sportlichen Betätigung und der betrieblichen Tätigkeit nicht begründen.

Die Ausbildung zur Fachkraft für Kommunales Gesundheitsmanagement wird in Kooperation mit dem Bundesverband Betriebliches Gesundheitsmanagement e.V. (BBGM e.V.) angeboten. Der Lehrgang gliedert sich in drei aufeinanderfolgende Module mit insgesamt fünf Präsenztagen und schließt mit einem Zertifikat der UKH ab. Die Inhalte orientieren sich an den Qualitätsstandards des BBGM e.V. Daher besteht die Möglichkeit, eine Prüfung zur Fachkraft für Betriebliches Gesundheitsmanagement zu absolvieren, um das offizielle Abschlusszertifikat des BBGM e.V. zu erlangen. Diese Abschlussprüfung ist optional und kann – auf eigene Kosten – abgelegt werden (Prüfungsgebühr: 160 Euro).