Bleiben Sie auf dem Laufenden

Newsletterangebote der Unfallkasse Hessen

Abonnieren Sie den Newsletter der Unfallkasse Hessen für Ihren Arbeitsbereich. So sind Sie immer auf dem neusten Stand zu Sicherheits- und Gesundheitsthemen, Corona-Infos, neuen Veröffentlichungen, Änderungen der Rechtslage und freien Seminarplätzen.

Persönlichen Daten
Ich interessiere mich für Themen aus dem Bereich (Mehrfachauswahl möglich):*

Teilen Sie uns mit, was Sie sich von Ihrer Unfallkasse wünschen: Einen Podcast für Ihren Tätigkeitsbereich? Bestimmte Arbeitshilfen? Oder möchten Sie Teil des UKH Medien-Beirats werden und UKH Produkte für Ihren Arbeitsbereich mitentwickeln oder als erstes testen? Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

Ihre Mitteilung an uns zur Newsletter-Anmeldung

Durch Angabe meiner E-Mail-Adresse und Absenden des Formulars erkläre ich mich damit einverstanden, dass die Unfallkasse Hessen mir Neuigkeiten zum Thema Sicherheit und Gesundheit sowie Informationen zu Seminaren per E-Mail zuschickt. Meine Einwilligung kann ich gegenüber der Unfallkasse Hessen jederzeit durch Klicken auf den Abmeldebutton im Newsletter widerrufen.

* Pflichtfelder


Letzte Änderung: 27. November 2021
Technische Geräte im Feuerwehreinsatz: Auswahl, Unterweisung, Transport und Prüfung

Sicherer Einsatz von technischen Geräten bei der Feuerwehr

Um adäquat und effektiv Hilfe leisten zu können, setzt die Feuerwehr eine Vielzahl von technischen Geräten ein. Dazu gehören z. B. Steckleitern, Stromerzeuger, Motorkettensägen, Hebezeuge und diverse andere Werkzeuge. Diese Geräte müssen für die stets sichere Nutzung sorgfältig ausgewählt, gepflegt und geprüft werden.

Beim Lehrgang mit HessenForst werden Feuerwehrangehörige bestens auf technische Hilfeleistungen mit Motorsägeneinsatz vorbereitet.

Normgerechte Auswahl der Geräte

Die Unfallverhütungsvorschrift (UVV) „Feuerwehren“ fordert (§ 13 Abs. 1), dass Geräte und Ausrüstungen so ausgewählt werden müssen, dass auch unter Einsatzbedingungen Gefährdungen von Feuerwehrangehörigen vermieden werden.

Zur Sicherheit der Einsatzkräfte soll entsprechend der Regelungen des Hessisches Brand- und Katastrophenschutzgesetz (HBKG) nur genormte Ausrüstung im Feuerwehrdienst verwendet werden. Auch in der Erläuterung der UVV (DGUV Regel 105-049) wird ausgeführt, dass sich vorrangig genormte Geräte und Ausrüstungen für den Feuerwehrdienst eignen.

Die Verwendung normgerechter Ausrüstung bedeutet letztendlich Rechtssicherheit für die Verantwortlichen in den Feuerwehren!

Transport technischer Geräte und sichere Ladung

Ausrüstung und technisches Gerät müssen häufig unter erschwerten Bedingungen zur Übungs- bzw. Einsatzstelle transportiert werden. Damit diese Transporte sicher und reibungslos durchgeführt werden können, sind zwei Voraussetzungen erforderlich:

  • entsprechend ausgerüstete Fahrzeuge und
  • gut ausgebildete Feuerwehrangehörige, welche die Gefahren unzureichend gesicherter Ladung beurteilen können.

Zur Unterstützung der Gerätewart*innen und Maschinist*innen bei Planung und Ausführung der korrekten Ladungssicherung können Landkreise und Sonderstatus-Städte ein entsprechendes Seminar der UKH in Zusammenarbeit mit dem Technischen Prüfdienst Hessen abrufen.

Zu einer unfallfreien Nutzung gehört auch die kompetente Sicherheitsunterweisung an Geräten und Ausrüstungen im Rahmen der Grundausbildung oder der weiterführenden Ausbildung innerhalb der Feuerwehr. Die UKH bietet dazu den Lehrgang für Motorsägeninstrukteur*innen in Kooperation mit der Hessischen Landesfeuerwehrschule (HLFS) sowie HessenForst an.

Geräte und Ausrüstungsgegenstände der Feuerwehr werden jährlich durch eine befähigte Person einer Funktions- oder Belastungsprüfung unterzogen.

(Sicht-)Prüfung technischer Geräte

Die UVV 49 „Feuerwehren“ schreibt für Ausrüstungen und Geräte der Feuerwehr regelmäßige Prüfungen vor. Art, Zeitpunkt und Umfang der Prüfungen ergeben sich aus dem DGUV Grundsatz 305-002. Nach der jeweiligen Benutzung reicht meist eine Sichtprüfung der eingesetzten Geräte durch eine unterwiesene Person aus. Die Sichtprüfung nach jeder Nutzung trägt dazu bei, dass die Ausrüstungen und Geräte im Einsatzfall sicher und betriebsbereit sind.

Darüber hinaus sind fast alle Geräte und Ausrüstungsgegenstände der Feuerwehr jährlich durch eine befähigte Person einer Funktions- oder Belastungsprüfung (z. B. nach Herstellerangaben) zu unterziehen. Wenn komplexe Prüfungen erforderlich werden, kann es sinnvoll sein, diese an qualifizierte Dritte (z. B. die Hersteller) zu vergeben.

Zur Unterstützung der komplexen Prüfaufgaben bietet die UKH das Seminar zur Sachkunde zur Prüfung der PSA gegen Absturz und den Erfahrungsaustausch für Atemschutzgerätewart*innen an.

Häufige Fragen

Laut der uns vorliegenden Expertenmeinungen des DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE) ist nach derzeitigem Erkenntnisstand davon auszugehen, dass das in der Feuerwehrnorm angegebene Kabel H07RN-F für den Feuerwehreinsatz besser geeignet ist als z.B. das Kabel H07BQ-F. Da bei einem Einsatz kurzfristig höhere Temperaturen auftreten, ist der Kabeltyp H07BQ-F nicht geeignet, da die Thermoplaste, aus denen der Mantel besteht, recht schnell schmelzen und ein Feuer weiterleiten. Die Gummileitungen H07RN-F und H07RN8-F (Pumpenleitung) können Temperaturspitzen wesentlich besser verkraften und sind unbedenklich im Einsatz bei Temperaturspitzen und Pumpen. Bei Tauchpumpen ist der Einsatz von H07BQ-F recht kritisch, da diese Pumpen eine Gummidichtung haben und diese nur mit Gummileitungen typgeprüft werden. Weiter zeigen die Thermoplaste des Mantels von H07BQ-F einen Kaltfluss, der sich negativ bezüglich der Dichtigkeit auswirkt. Eine Gefährdungsbeurteilung, welche ausschließlich auf organisatorische Maßnahmen setzt, kann somit nicht als ausreichend angesehen werden. Grundlegend gilt, dass organisatorische Maßnahmen technischen nachgeordnet sind. Ein Fehlverhalten kann durch rein organisatorische Maßnahmen nicht sicher ausgeschlossen werden. Werden durch die Feuerwehr HN07BQ-F-Kabel eingesetzt, so wird die Ausrüstung bei der Prüfung durch den Technischen Prüfdienst als kurzfristig zu beseitigender Mangel beanstandet und im Revisionstext mit dem Hinweis auf die nicht normgerechte Ausführung versehen. Für den Feuerwehreinsatz sind somit weiterhin ausschließlich H07RN-F-Kabel zu verwenden.

Stromerzeuger für die Feuerwehr (DIN 14685) stellen den Schutz des Benutzers durch die Schutztrennung sicher. Die Verwendung eines PRCD-K ist grundsätzlich nicht erforderlich. Die Verwendung eines PRCD-S oder PRCD-S+ ist nicht möglich. Dieser PRCD kann an einem Stromerzeuger in der Regel nicht eingeschaltet werden. In Bereichen mit einer erhöhten elektrischen Gefährdung (zum Beispiel überflutete Räume) muss zusätzlich die technische Ausstattung des Stromerzeugers beachtet werden: An Stromerzeugern ohne Isolationsüberwachung soll jeweils nur ein elektrisches Betriebsmittel/Verbraucher angeschlossen werden (DGUV-I 203-052, Elektrische Gefahren an der Einsatzstelle). Bei der Verwendung von Stromerzeugern mit Isolationsüberwachung bestehen keine Einschränkungen bei der Anzahl der angeschlossenen Verbraucher. Bei der Nutzung elektrischer Energie aus einem anderen Speisepunkt (Steckdose der Gebäudeinstallation) kann nicht sicher von einer ordnungsgemäß installierten und regelmäßig geprüften Anlage ausgegangen werden. Hier ist eine mobile Personenschutzeinrichtung für Einsatzkräfte nach DIN SPEC 14660 erforderlich. Die in der Norm beschriebenen Anforderungen werden von den Typen PRCD-S und PRCD-S+ erfüllt. Um einen möglichst vollständigen Schutz zu gewährleisten, soll der PRCD-S/S+ möglichst nah an der Steckdose eingebaut werden. Ein PRCD-K erfüllt die für einen Anschluss an einen sonstigen Speisepunkt geforderten Funktionen nicht vollständig (Stand: Februar 2020.)

In Hessen gelten ab dem 01.10.2020 neue Regelungen zu den Fristen für die arbeitsmedizinische Untersuchung für Atemschutzgeräteträger*innen. Die Regelungen erfolgten in Abstimmung mit der Fachabteilung V im Hessischen Innenministerium, der Hessischen Landesfeuerwehrschule und dem Landesfeuerwehrverband Hessen e. V. Bitte beachten Sie auch den abgestimmten Musterausbildungsplan.

Die bisher gültige Norm DIN 14921:2001-07 „Feuerwehrleinenbeutel“ wurde überarbeitet und in die DIN 14921:2014-02 „Mehrzweckleinenbeutel“ überführt. Die Anforderungen an die thermische Beständigkeit wurden gestrichen. Durch die neue DIN 14922 wurde der Leinenbeutel mit definierten flammenhemmenden Eigenschaften genormt. Gleichzeitig wurden Anforderungen an eine Notlöseeinrichtung mit aufgenommen, welche bei einer auftretenden Kraft von 250 Newton auslösen und dazu führt, dass der Feuerwehrmehrzweckbeutel vom Träger getrennt wird. Feuerwehrleinenbeutel nach alter DIN 14921:2001-07, die bereits in der Nutzung sind, können weiterhin verwendet werden, müssen aber bei anstehender Neubeschaffung durch Feuerwehrmehrzweckbeutel nach der neuen Norm DIN 14922:2011-04 ersetzt werden. Mehrzweckleinenbeutel nach DIN 14921:2014-02 dürfen NICHT im Innenangriff verwendet werden.