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Letzte Änderung: 20. November 2021
Arbeiten mit der Motorsäge bei der Freiwilligen Feuerwehr

Richtige Unterweisung von Feuerwehrangehörigen für den Umgang mit Motorsägen

Der Einsatz von Motorsägen ist gefährlich – für die Feuerwehrarbeit aber nicht wegzudenken. Deshalb darf dieses Arbeitsmittel nur von körperlich und fachlich geeigneten Personen geführt werden, da es ein hohes Gefährdungspotenzial birgt. Umso wichtiger ist es, die Ausbilder*innen bestmöglich für die Unterweisungen zu qualifizieren.

Von den Besten lernen: den Motorsägen-Lehrgang leiten Profis von HessenForst.  Bild: © UKH

Auswahl der Motorsägenführer*innen

Für die Auswahl der Personen, die eine Motorsäge führen dürfen, ist die Leitung der Feuerwehr verantwortlich. Sie beurteilt auch die körperliche und fachliche Eignung. Falls Zweifel an der körperlichen und/oder geistigen Eignung bestehen, sollte eine ärztliche Expertise hinzugezogen werden. Jugendarbeitsschutzgesetz und Mutterschutzgesetz sind zu beachten.

Fachliche Eignung

Sie umfasst:

  • Kenntnisse über Funktion der Motorsäge und Arbeiten mit diesem Werkzeug
  • Absolvierung praktischer Übungen unter Anleitung Fachkundiger
  • Kenntnisse über Unfallgefahren und Sicherheitsbestimmungen

Die erforderliche fachliche Eignung kann durch eine Berufsausbildung, z. B. zum/zur Forstwirt*in oder Landschaftsgärtner*in oder durch Qualifizierungsmaßnahmen, z. B. nach der DGUV Information 214-059 „Ausbildung für Arbeiten mit der Motorsäge und die Durchführung von Baumarbeiten“, erworben werden.

Die Leitung beurteilt die körperliche und fachliche Eignung.

Welche Unterweisung brauchen Feuerwehrangehörige für Arbeiten mit der Motorsäge?

Für eine akute Gefahrenbeseitigung dürfen Feuerwehrangehörige Motorsägearbeiten auch ohne eine Berufsausbildung oder Qualifizierung durchführen, wenn sie zuvor qualifiziert  unterwiesen worden sind. Das heißt: Feuerwehrangehörige, die im Einsatz- oder Ausbildungsdienst mit der Motorsäge arbeiten, müssen mindestens die Ausbildungsinhalte nach Modul A der DGUV Information 214-059 „Ausbildung für Arbeiten mit der Motorsäge und die Durchführung von Baumarbeiten“ oder gleichwertig absolviert haben.

Wer darf die Unterweisungen durchführen?

Die Leitung der Feuerwehr muss sicherstellen, dass die Ausbilder*innen geeignet sind, eine qualifizierte Unterweisung vorzunehmen.

Anforderungen:

  • notwendiges Fachwissen,
  • erforderliche Fertigkeiten und
  • ausreichende pädagogische Kenntnisse zur Wissensvermittlung.

Geeignet für die Unterweisung sind z. B. Forstwirtschaftsmeister*innen, erfahrene Forstwirt*innen mit berufs- und arbeitspädagogischer Ausbildung sowie Gärtnermeister*innen mit Berufspraxis und nachweislichem Tätigkeitsschwerpunkt in der Fällung und Aufarbeitung.

Der Lehrgang „Motorsägeninstrukteur*innen“ bietet eine weitere Möglichkeit zur Qualifizierung.

Liegt ein Baum nach einem Sturm quer über der Fahrbahn, kann der Einsatz der Motorsäge nötig werden.

Lehrgang „Motorsägen-Instrukteur*innen“

Der Lehrgang Motorsägeninstrukteur*innen, den die UKH in Kooperation mit der Hessischen Landesfeuerwehrschule (HLFS) und HessenForst durchführt, bietet eine weitere Möglichkeit zur Qualifizierung.

Die Teilnehmenden werden dadurch befähigt, Unterweisungen für hessische Feuerwehrangehörige gemäß dem Modul A der DGUV Information 214-059  vorzunehmen.

Die Kosten für das zehntägige Seminar sowie etwaigen Verdienstausfall trägt die UKH. Wir empfehlen den ausgebildeten Motorsägen-Instrukteur*innen, ca. alle drei Jahre am Fortbildungsseminar für Motorsägen-Instrukteur*innen teilzunehmen, um Kenntnisse und Fertigkeiten zu erweitern.

Welche Arbeiten dürfen unterwiesene Feuerwehrangehörige mit der Motorsäge ausführen?

Grundlage ist die Ausbildung auf der Basis des Moduls A der DGUV Information 214-059. Aus Sicht der UKH und der HLFS sind Arbeiten, welche eine Ausbildung gemäß der Module B, C oder D voraussetzen, grundsätzlich keine Tätigkeiten, die von Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren ausgeführt werden sollten!

Beurteilung der Gefahrenlage vor Einsatzbeginn

Motorsägearbeiten müssen sich nicht zwangsläufig bei jedem Einsatz ergeben. Wenn keine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung vorliegt, reicht es oft aus, die Gefahrenstelle nur abzusperren. Je komplexer und gefährlicher die Motorsägearbeiten sind, desto dringender sollten qualifizierte Profis mit den entsprechenden Werkzeugen und Maschinen tätig werden.

Dürfen Motorsägearbeiten aus Arbeitskörben von Hubarbeitsbühnen und Drehleitern durchgeführt werden?

Zur akuten Gefahrenbeseitigung kann in Ausnahmefällen auf die grundsätzlich dafür geforderte Ausbildung nach Modul C bzw. D bzw. die fachliche Qualifizierung verzichtet werden, wenn sichergestellt ist, dass die Unfallverhütungsvorschrift „Feuerwehren“ und die FwDV 1 (Punkt 13.4) eingehalten werden.

Hier ist besonders zu beachten:

  • Beim Einsatz vom Rettungskorb der Drehleiter aus soll sich nur der/die Motorsägenführer*in im Korb aufhalten.
  • Vom Rettungskorb aus dürfen nur Sägen bis zu 6,5 kg und einer Schienenlänge bis 40 cm verwendet werden.
  • Es darf nicht über Schulterhöhe gesägt werden.
  • Es sind keine besonderen Sicherungsmaßnahmen für die Arbeit erforderlich (z. B. Absägen eines einzelnen, frei zugänglichen Astes).

Häufige Fragen

In Hessen gelten ab dem 01.10.2020 neue Regelungen zu den Fristen für die arbeitsmedizinische Untersuchung für Atemschutzgeräteträger*innen. Die Regelungen erfolgten in Abstimmung mit der Fachabteilung V im Hessischen Innenministerium, der Hessischen Landesfeuerwehrschule und dem Landesfeuerwehrverband Hessen e. V. Bitte beachten Sie auch den abgestimmten Musterausbildungsplan.

Bei der Verwendung eines für den Feuerwehrdienst genormten Stromerzeugers (DIN 14685) ist die Verwendung eines PRCD-S grundsätzlich nicht erforderlich, weil der Schutz über die Schutztrennung sichergestellt wird. Beachten Sie bei der Verwendung von Tauchmotorpumpen, dass bei Stromerzeugern ohne Isolationsüberwachung grundsätzlich nur eine Tauchpumpe angeschlossen werden darf. Um eine weitere Tauchpumpe sicher zu betreiben, ist die Verwendung eines PRCD-K erforderlich. An Stromerzeugern mit Isolationsüberwachung ist der sichere Betrieb von mehr als einer Tauchpumpe ohne weitere Maßnahmen möglich. Bei der Verwendung eines anderen Speisepunktes, zum Beispiel einer Gebäudeinstallation, ist ein PRCD-S oder ein PRCD-S+ zu verwenden und so nah wie möglich am Speisepunkt in die Leitung einzubauen. Der PRCD-S+ hat den Vorteil, dass dieser auch mit Handschuhen eingeschaltet werden kann.

Laut der uns vorliegenden Expertenmeinungen des DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE) ist nach derzeitigem Erkenntnisstand davon auszugehen, dass das in der Feuerwehrnorm angegebene Kabel H07RN-F für den Feuerwehreinsatz besser geeignet ist als z.B. das Kabel H07BQ-F. Da bei einem Einsatz kurzfristig höhere Temperaturen auftreten, ist der Kabeltyp H07BQ-F nicht geeignet, da die Thermoplaste, aus denen der Mantel besteht, recht schnell schmelzen und ein Feuer weiterleiten. Die Gummileitungen H07RN-F und H07RN8-F (Pumpenleitung) können Temperaturspitzen wesentlich besser verkraften und sind unbedenklich im Einsatz bei Temperaturspitzen und Pumpen. Bei Tauchpumpen ist der Einsatz von H07BQ-F recht kritisch, da diese Pumpen eine Gummidichtung haben und diese nur mit Gummileitungen typgeprüft werden. Weiter zeigen die Thermoplaste des Mantels von H07BQ-F einen Kaltfluss, der sich negativ bezüglich der Dichtigkeit auswirkt. Eine Gefährdungsbeurteilung, welche ausschließlich auf organisatorische Maßnahmen setzt, kann somit nicht als ausreichend angesehen werden. Grundlegend gilt, dass organisatorische Maßnahmen technischen nachgeordnet sind. Ein Fehlverhalten kann durch rein organisatorische Maßnahmen nicht sicher ausgeschlossen werden. Werden durch die Feuerwehr HN07BQ-F-Kabel eingesetzt, so wird die Ausrüstung bei der Prüfung durch den Technischen Prüfdienst als kurzfristig zu beseitigender Mangel beanstandet und im Revisionstext mit dem Hinweis auf die nicht normgerechte Ausführung versehen. Für den Feuerwehreinsatz sind somit weiterhin ausschließlich H07RN-F-Kabel zu verwenden.

Stromerzeuger für die Feuerwehr (DIN 14685) stellen den Schutz des Benutzers durch die Schutztrennung sicher. Die Verwendung eines PRCD-K ist grundsätzlich nicht erforderlich. Die Verwendung eines PRCD-S oder PRCD-S+ ist nicht möglich. Dieser PRCD kann an einem Stromerzeuger in der Regel nicht eingeschaltet werden. In Bereichen mit einer erhöhten elektrischen Gefährdung (zum Beispiel überflutete Räume) muss zusätzlich die technische Ausstattung des Stromerzeugers beachtet werden: An Stromerzeugern ohne Isolationsüberwachung soll jeweils nur ein elektrisches Betriebsmittel/Verbraucher angeschlossen werden (DGUV-I 203-052, Elektrische Gefahren an der Einsatzstelle). Bei der Verwendung von Stromerzeugern mit Isolationsüberwachung bestehen keine Einschränkungen bei der Anzahl der angeschlossenen Verbraucher. Bei der Nutzung elektrischer Energie aus einem anderen Speisepunkt (Steckdose der Gebäudeinstallation) kann nicht sicher von einer ordnungsgemäß installierten und regelmäßig geprüften Anlage ausgegangen werden. Hier ist eine mobile Personenschutzeinrichtung für Einsatzkräfte nach DIN SPEC 14660 erforderlich. Die in der Norm beschriebenen Anforderungen werden von den Typen PRCD-S und PRCD-S+ erfüllt. Um einen möglichst vollständigen Schutz zu gewährleisten, soll der PRCD-S/S+ möglichst nah an der Steckdose eingebaut werden. Ein PRCD-K erfüllt die für einen Anschluss an einen sonstigen Speisepunkt geforderten Funktionen nicht vollständig (Stand: Februar 2020.)

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