Letzte Änderung: 24. September 2022

Coronavirus SARS-CoV-2 und Corona Virus Disease

Informationen rund um die Corona-Situation und über COVID-19-Infektionen

Hier finden Sie Neuigkeiten zur Corona-Situation sowie Antworten auf häufige Fragen, z. B. zum Versicherungsschutz und zu Schutzmaßnahmen bei der Arbeit, sowie spezielle, auf die Corona-Pandemie abgestimmte Medien.

Was tun, wenn ein Kita-Kind positiv auf Corona getestet wurde?

Ist der Antigen-Schnelltest bzw. Selbsttest eines Kita-Kindes positiv, besteht der Verdacht auf eine Infektion mit SARS-CoV-2. Eine verlässliche Diagnose kann erst durch einen nachfolgenden PCR-Test sowie ärztliche Beurteilung gestellt werden. Weitere Festlegungen trifft das örtliche Gesundheitsamt. (Stehen keine PCR-Tests mehr zur Verfügung, kann ersatzweise ein Antikörper-Test beim Hausarzt/Kinderarzt durchgeführt werden.)

Kitas müssen der Unfallkasse positive Fälle nicht melden und keine Unfallanzeige erstellen.

Wann eine Unfallanzeige erstellt werden muss: 

  • die Infektion fand in der Kita statt (die Indexperson ist bekannt oder es gibt ein massenhaftes Ausbruchsgeschehen) und
  • das infizierte Kind musste wegen der Symptome beim Arzt behandelt werden

Wann keine Unfallanzeige erstellt werden muss: 

  • wenn die Kita bezogene Covid-19-Infektion symptomlos verläuft bzw. so leicht, dass keine Behandlung beim Arzt erforderlich wurde (z. B. lediglich Erkältungssymptome und Fieber)

Zur Entlastung der Träger, ist es in diesen Fällen ausreichend, sie im Verbandbuch (elektronisch über das Mitgliederportal) zu vermerken. Wird im Nachhinein eine ärztliche Behandlung notwendig, verschlimmern sich die Symptome oder Beeinträchtigungen in Folge der Covid-Infektion treten auf (z. B. Post- oder Long-Covid), kann der Verbandbucheintrag auch später noch als Grundlage für die Unfallmeldung verwendet werden. Der Verbandbucheintrag hilft der Unfallkasse bei ihren Ermittlungen und Bewertungen zur konkreten Ursache der Infektion.

Ein Eintrag im Verbandbuch und eine spätere Meldung steht der Anerkennung als „Schulunfall“ nicht entgegen. Mit dem Eintrag in das Verbandbuch besteht, wie bei anderen leichten Schulunfällen auch, der urkundliche und rechtssichere Nachweis, der auch bei später evtl. eintretenden Folgen dieser schulbezogenen Corona-Infektion herangezogen werden kann. Damit können auch evtl. später notwendig werdende medizinische Versorgungen oder später entstehende Leistungsansprüche gesichert werden.

Infizierte sich das Kind im privaten Bereich, die Infektion wurde aber erst in der Kita durch einen Schnelltest entdeckt, müssen weder ein Verbandbucheintrag noch eine Unfallmeldung erstellt werden. Bei Infektionen im privaten Bereich greifen die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung.

Eintragungen im Verbandbuch

Folgende Informationen vermerken Sie bitte im Feld "Unfallhergang":

  • Unterliegt die Einrichtung aktuell einem massiven Infektionsgeschehen (Massenausbruch)?
  • Sind die einzelnen Kita-Gruppen strikt voneinander getrennt?
  • Wie viele Kinder sind in der Gruppe infiziert (bitte unter Angabe der Gruppengröße)? 

Liegt kein massenhaftes Infektionsgeschehen vor, ergänzen Sie bitte noch diese Informationen:

  • Name der Indexperson (sofern bekannt)
  • Wann hatte das Kind Kontakt mit der Indexperson?
  • Worin Bestand der Kontakt? (Bestand ein enger Kontakt von länger als 15 Minuten? Wie groß war der Abstand? Wurde eine Maske/ein Mund-Nasen-Schutz getragen?)

Bis dahin sollte sich das Kind in einem separaten Raum oder in einem abgrenzbaren Bereich ohne engen Kontakt zu anderen Kindern oder Beschäftigten aufhalten. Zeigen sich während der Betreuung Krankheitssymptome bei Beschäftigten, muss die Arbeit sofort beendet werden.

Wenden Sie sich telefonisch an einen Arzt/eine Ärztin, den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder das Gesundheitsamt. Weitere Informationen (auch zu Ansteckung und Symptomen).

Artikel zu Corona im Tätigkeitsbereich Kindertagesstätten

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Häufige Frage zur Corona-Situation in der Kita

Ist der Antigen-Schnelltest bzw. Selbsttest positiv, so liegt der Verdacht auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 vor. Eine verlässliche Diagnose kann erst durch einen nachfolgenden PCR-Test sowie ärztliche Beurteilung gestellt werden. Weitere Festlegungen trifft das örtliche Gesundheitsamt. Stehen keine PCR-Tests mehr zur Verfügung, kann ersatzweise ein Antikörper-Test beim Hausarzt/Kinderarzt durchgeführt werden.

Schulen und Kitas müssen der Unfallkasse positive Fälle nicht melden und keine Unfallanzeige erstellen. Es ist ausreichend, diese im Verbandbuch (elektronisch über das Schulportal bzw über das Mitgliederportal) zu vermerken. Bitte vermerken Sie bei symptomhaften Erkrankungen auch die Indexperson. Wird im Nachhinein eine ärztliche Behandlung notwendig und treten stärkere Symptome auf, kann der Verbandbucheintrag als Grundlage für die Unfallmeldung verwendet werden.

Schulleitungen sollten sich auf den Umgang mit positiven Ergebnissen vorbereiten: z. B. verschiedene Räume festlegen, in denen positiv getestete Kinder unter Aufsicht warten können, bis Erziehungsberechtigte sie abholen. Wichtig ist auch eine Trennung der Kinder, damit im Falle einer Verdachtsbestätigung mögliche Infektionsketten frühzeitig unterbrochen werden. Bitte vermeiden Sie den ÖPNV, wenn ein positiv getestetes Kind nach Hause gebracht werden soll.

Krankheitssymptome bei Kindern sind häufig weniger stark ausgeprägt als bei Erwachsenen. Ein Kind mit den Symptomen einer Atemwegserkrankung oder mit Fieber sollte schnellstmöglich von den Eltern zur Abklärung der Symptomatik abgeholt werden.

Bis dahin sollte sich das Kind in einem separaten Raum oder in einem abgrenzbaren Bereich ohne engen Kontakt zu anderen Kindern oder Beschäftigten aufhalten. Zeigen sich während der Betreuung Krankheitssymptome bei Beschäftigten, muss die Arbeit sofort beendet werden.

Wenden Sie sich telefonisch an einen Arzt/eine Ärztin, den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder das Gesundheitsamt. Weitere Informationen (auch zu Ansteckung und Symptomen).

Die Kinder sind auf allen direkten, unmittelbaren Wegen zur Betreuung oder von dort nach Hause gesetzlich versichert. Nach neuester Rechtsprechung sind Sie auch als Eltern auf diesen Wegen versichert, wenn Sie die Wege aus dem Homeoffice antreten und die Wege direkt und unmittelbar sind. Private Erledigungen sind nicht versichert.

Sofern keine PCR-Tests mehr durchgeführt werden können für Schüler/-innen oder Kindergartenkinder, haben wir auch die Möglichkeit sogenannte Antikörpertests beim Hausarzt durchführen zu lassen. Der Antikörpertest gibt Auskunft über die Konzentration an Antikörpern im Blut. So können bspw. Antikörper gegen das sogenannte Spike-Protein nachgewiesen werden. Sofern also eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus erfolgt ist, ist diese auch durch einen Antikörpertest nachweisbar. Hausärzt*innen oder Kinderärzt*innen können Antikörpertests durchführen.

Grundlage unserer Prüfung ist immer die Meldung der Schule bzw. des Betriebs an die UKH (Unfallanzeige). Anhand des übermittelten Sachverhalts prüfen wir die konkreten Umstände im Einzelfall und teilen den Versicherten bzw. den Sorgeberechtigten unsere Entscheidung mit.

Nach aktuellem Stand der Wissenschaft und Technik drohen Kindern und Jugendlichen keine Gesundheitsgefahren durch Mund-Nase-Bedeckungen (MNB). Das gilbt für MNB, Mund-Nase-Schutz (MNS, OP-Maske) und partikelfiltrieredne Atemschutzmasken (FFP-Masken) gleichermaßen. Die Sorgen sind unbegründet.

Eltern und Erziehungsberechtigte können gemeinsam mit den Kindern abwägen, welcher Schutz am besten geeignet ist – ein Medizinprodukt (OP-Maske) oder eine Maske, die als persönliche Schutzausrüstung der Normierung entspricht (FFP). In Zeiten der Coronapandemie gibt es keine wirksame Alternative zum Tragen von Masken, wenn man nicht Kitas und Schulen schließen oder ein hohes Infektionsrisiko in Kauf nehmen will. Informationen vom Bundesumweltamt

Kinder dürfen nicht zur Betreuung kommen, wenn sie selbst oder Angehörige des gleichen Hausstands Krankheitssymptome aufweisen. Auch Covid-19 ähnliche Symptome, die bspw. durch Allergien oder Erkältung ausgelöst werden können, sollten vor dem Kita-Besuch abgeklärt sein.

Die betroffenen Kinder dürfen bis zur Abklärung nicht betreut werden. Dies gilt auch, wenn sie in Kontakt zu infizierten Personen stehen oder seit dem Kontakt mit infizierten Personen noch keine 14 Tage vergangen sind. Für Kinder, deren Eltern berufsbedingt in Kontakt mit Infizierten kommen (Gesundheitsvorsorge), gilt dieses Verbot nicht!

Die aktuellen Vorgaben des Robert-Koch-Instituts zur Rückkehr aus (Hoch-)Risikogebieten und entsprechende Vorschriften des hessischen Sozialministeriums sind unbedingt zu beachten. Ordnungswidrig handelt, wer diese Vorgaben nicht beachtet.

Für die Entscheidung, ob ein Versicherungsfall vorliegt, muss die konkrete Situation im Einzelfall geprüft werden. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, nur bei einer eindeutig mit der betrieblichen Tätigkeit in Zusammenhang stehenden Infektion, eine entsprechende Anzeige an die UKH zu erstatten. Grundsätzlich sind auch nur Infektionen zu melden, die symptomhaft ablaufen. Symptomlose Infektionen vermerken Sie am besten im Verbandbuch des Betriebs.

Da sich beim Singen Aerosole über eine größere Entfernung verteilen können und daher das Infektionsrisiko erhöhen, sollte möglichst im Freien angeleitet gesungen werden. Beim Singen in geschlossenen Räumen – sofern nicht vermeidbar – sollten die folgenden risikoreduzierenden Maßnahmen beachtet werden:

  • Intensives Lüften
  • größere Abstände einhalten, insbesondere von Beschäftigten untereinander und zur Kindergruppe (Empfehlung mindestens 3 m)
  • Große Räume nutzen (je größer das Raumvolumen, desto kleiner das Risiko)
  • Dauer des Singens begrenzen (je kürzer die Zeit des gemeinsamen Singens, desto geringer das Infektionsrisiko).

Gemäß § 4 der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung hat der Arbeitgeber zur Minderung des betrieblichen SARS-CoV-2-Infektionsrisikos den Beschäftigten, soweit diese nicht ausschließlich in ihrer Wohnung arbeiten, mindestens zweimal pro Kalenderwoche kostenfrei einen Test in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 anzubieten.

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung ermöglicht es dem Arbeitgeber aber, vollständig geimpfte oder von einer COVID-19-Erkrankung genesene Beschäftigte von den betrieblichen Testangeboten auszunehmen, sofern er dazu über belastbare Angaben der Beschäftigten verfügt.

Die Coronavirus-Testverordnung unterscheidet nicht zwischen Ungeimpften, Genesenen und Geimpften. Nach § 2 und § 3 der Coronavirus-Testverordnung sind zum Beispiel für Kontaktpersonen von nachweislich an Corona-Erkrankten oder bei Ausbrüchen in bestimmten Einrichtungen weiterhin kostenfreie Tests möglich. In den §§ 4 und 4a der Coronavirus-Testverordnung ist festgelegt, in welchen Fällen asymptomatische Personen Anspruch auf einen kostenfreien Test haben und im § 4b der Coronavirus-Testverordnung, wann ein Anspruch auf einen kostenfreien PCR-Test besteht.

Medien: Kindertagesstätte und Corona-Pandemie

  • Detailseite: DGUV Informationen – Dokumentation der Erste-Hilfe-Leistungen (Meldeblock/Verbandbuch)

    DGUV Informationen

    Dokumentation der Erste-Hilfe-Leistungen (Meldeblock/Verbandbuch)

    DGUV Information 204-021

  • Detailseite: UKH Broschüre – Gut beschützt in der Tageseinrichtung

    UKH Broschüre

    Gut beschützt in der Tageseinrichtung

    Informationen für Eltern von Kita-Kindern

  • NEU
    Detailseite: UKH Broschüre – Schutz und Leistungen

    UKH Broschüre

    Schutz und Leistungen

    für Kita- und Schulkinder

  • Detailseite: CD/DVD – Wir bleiben gesund

    CD/DVD

    Wir bleiben gesund

    Lieder für Kita-Kinder

  • Detailseite: UKH Broschüre – Handlungshilfe zur Gefährdungsbeurteilung in Kitas

    UKH Broschüre

    Handlungshilfe zur Gefährdungsbeurteilung in Kitas

    UKH Schriftenreihe Band 17