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Letzte Änderung: 27. November 2021
Wie Kitas auch im Winter sicheres Spielen im Außengelände gewährleisten

Hurra, es schneit – auch in der Kita raus an die frische Luft!

An kalten Wintertagen mit Frost, Schnee und Glätte verwandelt sich das vertraute Außengelände der Kindertagesstätte in eine ganz neue Welt. Solche Wintertage bieten den Kindern neue Erfahrungen und Nutzungsmöglichkeiten, die Kitas gut in ihr pädagogisches Konzept einbauen können. Kinder lieben die Bewegung an der frischen Luft, besonders, wenn sie mit einem inzwischen so seltenen Erlebnis wie Schnee verbunden ist. Allerdings führen die Gefahren, die Glätte und Schnee im Winter mit sich bringen können, bei vielen Eltern zu Unsicherheiten. Sie fürchten, dass ihr Kind auf Eis und Schnee stürzen könnte oder dass es durch einen Schneeball verletzt wird. Diese Angst kann man Eltern nehmen.

Die Gefährdungen, die die kalte Jahreszeit birgt, sind Eltern und Erzieher*innen hinreichend bekannt. Bei den Kindern ist der Winter aber eher mit sehr viel Freude verbunden, wenn ihre Kleidung warm und bequem genug ist. So steht also für die Kleinen der Spaß im Vordergrund, für die Erwachsenen hingegen die Sicherheit.

Checkliste: Winterliche Gefährdungen

  • Eis und Schnee bringen Kälte und Glätte mit sich.
  • Schnellbälle sind manchmal ziemlich hart und können zu Verletzungen führen.
  • Schlitten und Schneerutscher bringen Heidenspaß und ziehen andererseits Unfälle mit manchmal schlimmen Folgen nach sich.
  • Schneelasten auf Dächern und Bäumen können unerwartet auf spielende Kinder herunterbrechen.
  • Die Nutzung von Spielplatzgeräten wird durch Kälte, Glätte, dicke Handschuhe und dicke Stiefel problematisch.
  • Besonders gefährlich ist die ungenügende Tragfähigkeit von zugefrorenen Flächen (z.B. von Teichen), denen man z. B. bei Ausflügen begegnet.

 

Bild: © Lukassek, Adobe Stock

Glätte und Kälte

Wenn die Zugangswege zur Einrichtung gefroren oder eingeschneit sind, müssen sie geräumt und gestreut werden. Das Gleiche gilt für Terrassen oder intensiv genutzte Wege im Außengelände. Für Kinder und Erzieher*innen sind wegen der Rutschgefahr geeignete Winterschuhe wichtig. Daneben ist auch kälte- und nässebeständige Winterkleidung erforderlich. Denken Sie bei Schnee daran, dass insbesondere Hosen leicht durchnässen können. Aus diesem Grund sollte immer witterungsentsprechende Ersatzkleidung in der Kita vorhanden sein.

Das kann ins Auge gehen! Animieren Sie die Kinder lieber zum Schneemann bauen statt zur Schneeballschlacht.  Bild: © Sergey Novikov, Adobe Stock

Schneeballwerfen

Ein Schneeballtreffer ins Auge kann sehr unangenehme Folgen haben. Um Unfälle zu vermeiden, sollte es Regeln geben, wo und wie Schneebälle geworfen werden dürfen und was absolut nicht erlaubt ist (z. B. Steine im Schneeball)!


Schlitten und Schneerutscher

Ob mit oder ohne Schlitten, am Hügel oder in der Ebene: rutschen und schlittern macht den Kindern in jeder Form Spaß. Spielerisch lernen sie dabei, sich bei Glätte sicher zu verhalten. Diese Erfahrung sollte den Kindern unbedingt ermöglicht werden. Um schwerere Verletzungen zu vermeiden, achten Sie darauf, dass es um die Auslauf- und Seitenbereiche von Rutschbahnen und Schlitterflächen keine harten, scharfkantigen Gegenstände, wie Steine oder Hausecken, gibt. Bei Bedarf kann man solche Stellen beispielsweise mit einer alten Turnmatte abschirmen.


Schneelasten auf Dächern und Bäumen

Wenn es länger geschneit hat, kann sich auf Dächern und Bäumen eine gefährliche Menge Schnee ansammeln. Neben der Gefahr von Dachlawinen besteht auch die Möglichkeit, dass Äste durch die hohe Schneelast abbrechen. Die Abgangsbereiche von Dachlawinen oder Astbruchzonen unter Bäumen müssen deshalb bei solchen Witterungslagen unbedingt gesperrt werden. In ungünstigen Fällen betrifft die Sperrung das ganze Außengelände der Kita.


Spielplatzgeräte und Fallschutz

Bei Nässe und Frost können Tritte und Griffe sowie Podestbeläge etc. der Spielgeräte sehr rutschig  sein. Das gleiche gilt für Sitzstufenanlagen aus Stein oder Holz. Denken Sie daran, dass auch Fallschutzmaterialien wie Sand und Mulch im Winter gefrieren und so ihre Dämpfwirkung bei einem Sturz eventuell nicht mehr erfüllen können.

Damit die Spielplatzgeräte im Winter sicher genutzt werden können, muss deshalb täglich überprüft werden, ob Geräte und Anlagen trittsicher sind und der Fallschutz noch ausreichend locker ist. Häufig frieren trockene Schüttmaterialien, wie Feinkies oder Holzschnitzel, nicht so schnell ein wie Sand. Ob dies im jeweiligen Gelände wirklich der Fall ist, muss regelmäßig überprüft werden.

Im Winter müssen die Spielplatzgeräte täglich überprüft werden, ob Geräte und Anlagen trittsicher sind und der Fallschutz noch ausreichend locker ist.

Und jetzt genießen Sie den Winter mit Ihren Kita-Kindern!

Auch Wintertage lassen sich also sicher gestalten. Sie bieten vielfache pädagogische Anreize, die von den Erzieherinnen genutzt werden sollten. Mit neuen und unerwarteten Gefahren - wie Glätte - umzugehen, ist für Kinder eine wertvolle Erfahrung, die ihnen meist großen Spaß macht. Von diesem Erleben profitieren die Kinder bis ins Erwachsenenalter. Deshalb ermutigen wir alle Mitarbeiter*innen in Kitas ausdrücklich, sich mit den Kindern auch im Winter draußen aufzuhalten.

Häufige Fragen

Hortkinder werden aufgrund des mit den Sorgeberechtigten geschlossenen Betreuungsvertrages beaufsichtigt und betreut. Für diese Kinder besteht Versicherungsschutz auch während der Teilnahme an den Ferienspielen. Die mitgebrachten Freunde sind nicht versichert.

Kinder in Tageseinrichtungen sind für die Dauer des Besuchs grundsätzlich bei allen Tätigkeiten versichert. Der Versicherungsschutz besteht ferner auf den unmittelbaren Wegen sowie in der Zeit, in der die Tageseinrichtung die Obhutspflicht ausübt. Auch von der Kita veranstaltete Ausflüge, Besichtigungen etc. sind versichert. Die Obhutspflicht endet mit dem erlaubten Verlassen der Einrichtung bzw., wenn die Kinder wieder den Eltern übergeben werden.

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