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Letzte Änderung: 04. Dezember 2021

Versicherungsschutz bei Kita-Festen, Ausflügen und Co.

Unfall bei einer Veranstaltung in der Kita – was nun?

Ein Fest im Kindergarten ist ein besonderes Ereignis. Es wird lange geplant und häufig werden auch Eltern in die Veranstaltungsorganisation mit einbezogen. Ist der Tag der Feier endlich da, kommen häufig viele weitere Gäste wie Geschwister oder Freunde in die Kita. Doch was ist, wenn ein Unfall passiert? Wer ist wie unfallversichert? Und wie sieht es mit Besucher- oder Schnupperkindern in der Einrichtung aus?

Unfallversicherungsschutz im Kindergarten: Wer und was ist versichert?

Kinder, die in einer Kindertagesstätte angemeldet sind

Feierlichkeiten oder Ausflüge, die von der Kindertagesstätte organisiert werden, sind für die Kinder der Einrichtung über die Unfallkasse Hessen versichert. Sie sind beim Spielen und Toben geschützt. Anders als beim Versicherungsschutz für Arbeitnehmer*innen ist bei den Kleinsten auch das Essen und Trinken versichert. Der Versicherungsschutz gilt nicht nur für Feiern in den Räumen der Kita, sondern zum Beispiel auch bei einem von der Einrichtung organisierten Ausflug, wie dem Laternenumzug. 

Privat organisierte Kindergeburtstage, die in einer von Eltern angemieteten Kindertagesstätte gefeiert werden, sind dagegen nicht gesetzlich unfallversichert. Denn hier trägt nicht die Kita-Leitung die organisatorische Verantwortung. Bei Unfällen ist hier die Krankenversicherung der Kinder zuständig.

Erwachsene als Eltern, Fahrdienst, Gäste oder Helfende

Viele Feierlichkeiten oder Ausflüge im Kindergarten sind erst durch die Mitarbeit der Eltern möglich. Werden „Kernaufgaben“ der Kita-Leitung auf Eltern und Helfende übertragen, wie das Beaufsichtigen der Kinder, stehen auch die Eltern dabei unter gesetzlichem Unfallschutz. Sie werden dann "Wie-Beschäftigte" tätig. Zuständig ist der Unfallversicherungsträger, der auch für die Beschäftigten der Kita zuständig ist. Der Unfall wird über die Personalstelle der Einrichtung an die Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse gemeldet.

Eltern, die Kinder in Fahrgemeinschaften zu einer von der Kita durchgeführten Veranstaltung fahren, sind versichert, wenn die Fahrt von der Kindertageseinrichtung angeordnet wurde. Sie müssen als Aufsichtspersonen Pflichten gegenüber den Kindern übernommen haben, also wie Erzieherinnen und Erzieher tätig werden.

Geschwister und Freund*innen

Geschwister, Freund*innen, Eltern und andere Gäste, die an Kita-Feiern und Veranstaltungen teilnehmen, sind nicht über die gesetzliche Unfallversicherung versichert. Für sie gilt der Schutz der eigenen Krankenversicherung. Dies gilt auch für Eltern, die zum Beispiel zu Hause Kostüme für eine Aufführung schneidern. Diese Arbeit fällt nicht in den Organisationsbereich der Kita.

Unter bestimmten Voraussetzungen sind auch „Schnupperkinder“ versichert  Bild: © Dron, Adobe Stock

Sind Besucher- oder Schnupperkinder gesetzlich unfallversichert?

Besucher- oder Schnupperkinder sind gesetzlich versichert, wenn sie in einer Kindertagesstätte im Sinne des Hessischen Kinderförderungsgesetzes (HessKifög) betreut werden. Voraussetzung ist eine bewusste und gewollte Aufnahme des Kindes in das Betreuungskonzept der Einrichtung.

Dies gilt sowohl für Schnupperkinder, die nur zeitweise an der Betreuung teilnehmen (ungeachtet dessen, ob danach ein regelmäßiger Besuch der Kindereinrichtung vereinbart wird), als auch für Besucherkinder, die aus privaten Gründen (zum Beispiel Krankheit oder berufliche Gründe der Eltern) vorübergehend probeweise eine andere Einrichtung besuchen, unabhängig davon, ob sonst regelmäßig eine andere Tageseinrichtung besucht wird. 

Diese Regelungen gelten auch für den Fall, wenn Erziehungsberechtigte sich mit ihren Kindern wegen eines Krankenhausaufenthalts oder einer Kur jenseits des Wohnortes aufhalten und Kinder dort eine ortsansässige Kindertageseinrichtung nach § 22 Sozialgesetzbuch VIII besuchen. Für diese Kinder müssen die Erzieher*innen die Aufsicht übernehmen. Grundlage hierfür ist die Vereinbarung über den Probebesuch.

Und wenn doch ein Unfall im Kindergarten passiert?

Dann wird der Unfall der UKH gemeldet und diese leitet die medizinischen und therapeutischen Schritte ein. Die Rehamanager*innen und die Leistungsexpert*innen der UKH kümmern sich um die bestmögliche Versorgung. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an unser Servicetelefon.

Checkliste: Diese Leistungen übernimmt die Unfallkasse Hessen nach einem Unfall:

  • Ambulante und stationäre Behandlung, auch in Reha-Einrichtungen
  • Zahnärztliche Behandlung einschließlich Versorgung mit Zahnersatz
  • Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmittel, auch Brillen
  • Fahrtkosten zum Arzt/Ärztin
  • Häusliche Krankenpflege
  • Pflegegeld, Pflegekraft, Heimpflege
  • Kinderpflege-Verletztengeld: Wenn Sie berufstätig sind und sich vorübergehend zu Hause um Ihr Kind kümmern (Voraussetzung: es ist jünger als 12 Jahre) erstatten wir für den Verdienstausfall Kinderpflege-Verletztengeld. Alternativ können wir die Kosten für eine Haushaltshilfe übernehmen.
  • Nach Unfällen mit schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen zahlen wir eine Rente.

Häufige Fragen

Besuchs- oder Gastkinder, die gelegentlich (auch nur für einen Tag) in eine Tageseinrichtung gehen und zusammen mit den anderen Kindern betreut werden, sind in dieser Zeit versichert. Dabei handelt es sichmeist um Kinder, die in eine Kindertageseinrichtung gegeben werden, ohne dass für sie ein Betreuungsvertrag mit der Einrichtung geschlossen wurde. Meistens sind dies die kleineren Geschwister von Kindern, welche die Einrichtung regulär besuchen. Aber Achtung: Sie müssen bewusst und gewollt in das Betreuungskonzept der Einrichtung aufgenommen werden, sonst sind sie nicht versichert! Auch sind Kinder gesetzlich versichert, die üblicherweise in einer anderen Tageseinrichtung bzw. von einer Tagespflegeperson betreut werden und nur ausnahmsweise die Betreuungsform bzw. die Einrichtung wechseln. Dies kann z. B. in Krankheitsfällen oder in den Einrichtungsferien der Fall sein.

Kinder dürfen nicht zur Betreuung kommen, wenn sie selbst oder Angehörige des gleichen Hausstands Krankheitssymptome aufweisen. Auch Covid-19 ähnliche Symptome, die bspw. durch Allergien oder Erkältung ausgelöst werden können, sollten vor dem Kita-Besuch abgeklärt sein.

Die betroffenen Kinder dürfen bis zur Abklärung nicht betreut werden. Dies gilt auch, wenn sie in Kontakt zu infizierten Personen stehen oder seit dem Kontakt mit infizierten Personen noch keine 14 Tage vergangen sind. Für Kinder, deren Eltern berufsbedingt in Kontakt mit Infizierten kommen (Gesundheitsvorsorge), gilt dieses Verbot nicht!

Die aktuellen Vorgaben des Robert-Koch-Instituts zur Rückkehr aus (Hoch-)Risikogebieten und entsprechende Vorschriften des hessischen Sozialministeriums sind unbedingt zu beachten. Ordnungswidrig handelt, wer diese Vorgaben nicht beachtet.

Die betreuende Tagespflegeperson muss besonders geeignet sein! Diese Feststellung trifft der Träger der öffentlichen Jugendhilfe (Jugendamt). Die Eignung der Tagespflegeperson ist Voraussetzung für den gesetzlichen Versicherungsschutz der betreuten Kinder. Die Kinder sind also nur dann versichert, wenn die Tagespflegeperson eine Pflegeerlaubnis des Jugendamtes hat bzw. diese beantragt hat. Zur Prüfung des Versicherungsschutzes muss eine Kopie der Pflegeerlaubnis angefordert werden.

Aber Achtung: Kinder in privat organisierter Tagespflege sind nicht gesetzlich unfallversichert!

Und: Der Versicherungsschutz besteht nur bei der Betreuung fremder Kinder! Die eigenen Kinder der Tagespflegeperson fallen nicht unter den Unfallschutz. Unerheblich ist dagegen, ob die versicherte Betreuung im Haushalt der Eltern des Kindes stattfindet. Der Begriff der Betreuung schließt angesichts des Alters der betreuten Kinder (bis 3 Jahre) alle Tätigkeiten des Kindes in dieser Zeit ein.

Ja, wenn Eltern ihre Kinder in die Tagesstätte oder zu einer Tagesmutter/Tagespflege bringen müssen, um ihren Beruf ausüben zu können, sind Sie auf den Wegen gesetzlich unfallversichert. Auch eine notwendige Abweichung vom sonst üblichen Arbeitsweg ist versichert. Der gesetzliche Versicherungsschutz soll die Ausübung einer Erwerbstätigkeit erleichtern beziehungsweise erst ermöglichen und bezieht sich auf die versicherte Mutter oder den versicherten Vater.

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