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Letzte Änderung: 19. November 2021
SOS-Zahnrettungsbox rettet den Zahn Ihres Kindes

Abgebrochene oder ausgeschlagene Zähne retten nach einem Unfall in der Schule

Wenn ein Kind in der Schule oder im Kindergarten aufs Gesicht stürzt, sind oft auch die Zähne betroffen. Entwarnung: Die Zähne können mit besten Aussichten auf Einheilung zurückgepflanzt werden, wenn richtig und schnell gehandelt wird. Was können Sie tun, wenn ein Zahn ausgeschlagen, verschoben oder beschädigt wurde?

Jemand lächelt in die Kamera. Er trägt einen Goldzahn im Gebiss. Auf der Grafik steht "Das wäre mit der Zahnrettungsbox nicht passiert".
Bild: © schallundschnabel

Manche Mutter und mancher Vater denkt vielleicht: "Ist nicht so schlimm, ist ja noch ein Milchzahn, das wird schon wieder." Aber diese Auffassung ist nicht korrekt: Selbst der frühzeitige traumatische Verlust eines Milchzahns kann Auswirkungen auf die bleibenden Zähne haben. Darum sollten schon Milchzähne möglichst gerettet werden, um spätere unangenehme Folgen für das bleibende Gebiss zu verhindern. Aus diesem Grund beliefert die Unfallkasse Hessen alle allgemein bildenden Schulen, Schwimmbäder und Jugendfeuerwehren in Hessen mit Zahnrettungsboxen.

Abbildung der SOS-Zahnrettungsbox

Wie funktioniert die Zahnrettungsbox?

Ausgeschlagene Zähne lassen sich nur dann retten, wenn sie so gelagert und transportiert werden, dass das Gewebe nicht verletzt wird und sie möglichst schnell nach dem Unfall wieder eingesetzt werden. Optimal lagern können Sie Zähne oder Zahnbruchstücke in der Zahnrettungsbox

Die Zahnrettungsbox enthält eine spezielle Nährlösung, in der ausgeschlagene Zähne bis zu 48 Stunden lang lebensfähig bleiben. Der Zahn oder das Zahnbruchstück muss so schnell wie möglich in die Box gelegt werden, bevor die Wurzelhaut an der Luft austrocknet und die Zellen zerstört werden.

Aber Achtung: Reinigen oder desinfizieren Sie den Zahn nicht! Das zerstört die Gewebereste und die Chance auf Rettung des Zahns sinkt erheblich.

Was Sie tun sollten, wenn der Zahn beschädigt wurde oder ganz ausgefallen ist:

Ruhe bewahren und schnell handeln!

  • Leisten Sie zunächst dem Kind Erste Hilfe.
  • Blutet das Kind stark, drücken Sie einen Verbandmull oder eine saugfähige Kompresse (z. B. Gaze) auf die Wunde. Haben Sie keinen Verbandskasten in der Nähe, können Sie auch ein sauberes, fusselfreies Stofftaschentuch o. Ä.. verwenden. 
  • Kühlen Sie die Wunde vorsichtig von außen. 
  • Informieren Sie bei Kindern oder Jugendlichen rasch die Eltern.
  • Versorgen Sie den abgebrochenen oder ausgefallenen Zahn.

Was Sie tun sollten, wenn der Zahn beschädigt wurde oder ganz ausgefallen ist:


Szenario 1: Der Zahn ist ausgeschlagen oder abgebrochen:

  • Finden Sie den Zahn bzw. das Zahnstück möglichst schnell!
  • Fassen Sie den ausgeschlagenen Zahn nur an der Zahnkrone und nicht an der Zahnwurzel an.
  • Säubern oder desinfizieren Sie den Zahn nicht, um das Gewebe nicht zu zerstören.
  • Legen Sie den Zahn sofort in die SOS-Zahnrettungsbox. Wenn Sie keine Zahnrettungsbox zur Verfügung haben, transportieren Sie den Zahn in kalter H-Milch oder isotonischer Kochsalzlösung, falls vorhanden – zumindest aber in einer Frischhaltefolie oder einem möglichst luftdichten Plastikbeutel.
  • Transportieren Sie den Zahn auf keinen Fall in Wasser oder dem Mund des Kindes. Die Zellen sterben so ab, außerdem ist die Gefahr für Verschlucken zu groß.
  • Suchen Sie schnellstmöglich einen Zahnarzt oder eine Zahnklinik auf. Das Gewebe auf der Zahnwurzel darf nicht austrocknen, um die Chancen zur Zahnrettung zu erhalten. Wird der Zahn in der Nährlösung einer Zahnrettungsbox transportiert, können die Zellen bis zu 48 Stunden überleben.


Szenario 2: Der Zahn ist gelockert oder verschoben:

  • Lassen Sie die Zahnsituation so, wie sie ist und manipulieren Sie nicht am Zahn herum. Versuchen Sie nicht, den Zahn selbst wieder zu richten.
  • Suchen Sie schnellstmöglich einen Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen/ Oralchirurgen/Zahnarzt oder eine Zahnklinik auf. Über die Internetseite der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen finden Sie Expert*innen in Ihrer Nähe.


Szenario 3: Der Zahn ist nur noch teilweise zu sehen:

  • Der Zahn hat sich in den Kiefer verschoben.
  • Gehen Sie mit dem Kind in eine Zahnklinik oder zu einem Zahnarzt.


Szenario 4: Die Zähne passen nicht mehr übereinander:

  • Entweder ist der Kiefer ausgerenkt oder der Unter- oder Oberkiefer ist gebrochen.
  • Suchen Sie eine Zahnklinik oder eine kieferchirurgische Praxis auf.


Szenario 5: Die Zähne sehen nicht beschädigt aus:

  • Gehen Sie trotzdem zum Zahnarzt.
  • Auch wenn auf den ersten Blick keine Beschädigung zu sehen ist, kann die Wurzel einen Schaden genommen und z. B. gebrochen sein. So kann es später noch zu Folgeschäden kommen.

Ist der Unfall in der Schule, im Schwimmbad oder bei der Freiwilligen Feuerwehr passiert?

Bitten Sie die Eltern oder die das Kind begleitende Person, die Ärztin oder den Arzt darüber zu informieren, dass es sich um einen Schulunfall bzw. um einen Unfall im Feuerwehrdienst handelt und dass die Unfallkasse Hessen die Kosten übernehmen wird. Wurden Zähne bei einem Unfall in der Schule, beim Schwimmunterricht oder bei der Freiwilligen Feuerwehr beschädigt, ist die UKH für die Kosten der Behandlung zuständig – bei Spätfolgen sogar ein Leben lang.

Die Schule bzw. Freiwillige Feuerwehr muss eine elektronische Unfallanzeige im UKH Schulportal erstatten. Sofern es auf den ersten Blick zu keiner Beschädigung des Zahns gekommen ist, sollte der Unfall zumindest im elektronischen Verbandbuch dokumentiert sein, um bei Spätfolgen gewappnet zu sein. 

Sobald die Zahnrettungsbox benutzt wurde, können Schulen unter www.zahnrettungskonzept.info einfach und schnell online eine neue Zahnrettungsbox beantragen, denn sie ist jeweils nur einmal einsetzbar. Die neue SOS-Zahnrettungsbox wird kostenfrei übersandt. Privatpersonen können Zahnrettungsboxen in der Apotheke erwerben.

Weitere Informationen

Häufige Fragen

Die Heilbehandlung umfasst auch die durch einen versicherten Arbeitsunfall erforderlich gewordene zahnärztliche Behandlung nach den für die gesetzlichen Unfallversicherungsträger bestehenden Abkommen. Sofern Zahnersatz notwendig ist, wird er ebenso nach unseren gültigen Sätzen übernommen. Später entstehende Zahnbehandlungskosten werden, soweit sie auf den Unfall zurückzuführen sind, ebenfalls im Rahmen bestehender Abkommen übernommen.

Unter bestimmten Umständen kann es dazu kommen, dass der/die Versicherte einen Eigenanteil zu leisten hat. Dies ist dann der Fall, wenn die Leistungen auf der Grundlage der privaten Gebührenordnung für Zahnärzt*innen (GOZ) erbracht werden und der/die Versicherte sich mit der Abrechnung nach privaten Gebührensätzen einverstanden erklärt hat. Erfolgt die Abrechnung allerdings nach den für die Unfallkasse Hessen geltenden Bestimmungen, entsteht dem/der Versicherten kein Eigenanteil.

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