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Letzte Änderung: 03. Mai 2021
Lernmodul für Fahranfänger*innen

Unfallrisiko Multitasking: Ablenkung beim Autofahren

Über 40 Prozent der tödlichen Verkehrsunfälle von Schülerinnen und Schülern passieren auf dem Weg von oder zur Berufsschule. Daher ist es besonders wichtig, junge Menschen für die Risiken beim Autofahren zu sensibilisieren. Mit dem neuen Lernmodul für Fahranfänger*innen stellt die Unfallkasse Hessen Schulen der Sekundarstufe II eine Online-Anwendung zur Verfügung, die sich hervorragend für den Unterricht eignet. Nach wenigen Vorbereitungsminuten sind Lehrkräfte in der Lage, eine professionelle 90-minütige Lehreinheit durchzuführen. Nutzen Sie diesen wichtigen Beitrag für die Sicherheit Ihrer Schüler*innen!

Viele junge Menschen fahren heute mit dem Auto zur Schule oder zur Ausbildungsstätte. Dabei erhöhen Stress, Zeitdruck und eine zunehmende Verkehrsdichte das Unfallrisiko. Für junge Menschen mit wenig Fahrpraxis und Erfahrung bergen kritische Situationen durch Multitasking zudem ein besonders hohes Risiko. Besonders das Handy oder die Musik kann zu einer Ablenkung beim Autofahren werden. Und in gefährlichen Situationen fehlt Fahranfänger*innen oft das Wissen und die Erfahrung, wie man diese sicher löst.

Weniger Ablenkung = mehr Sicherheit im Straßenverkehr!

Aus vier Blickwinkeln werden unterschiedliche Ursachen von Ablenkungen beim Autofahren thematisiert. Zur Unterstützung von Berufsschullehrkräften und betrieblichen Ausbilder*innen, die die jungen Fahranfänger*innen für Risiken sensibilisieren, stellt die Unfallkasse Hessen ein kostenloses Online-Lernmodul zu Verfügung. Das Lernmodul berücksichtigt das Medienverhalten der Fahranfänger*innen und ermöglicht ihnen ein problem- und handlungsorientiertes Lernen. Die Schüler*innen arbeiten sich durch Videos, Quizfragen, Rechercheaufgaben und weitere interessante Links, die besonders wichtige Lerninhalte erneut aufgreifen. Die Kurzanleitung für Lehrkräfte begleitet das Tool und bereitet die Lehrkraft oder den/die Ausbilder*in vor. Die Inhalte sind auf eine 90-minütige Unterrichtseinheit ausgelegt.

So ist die Unterrichtseinheit aufgebaut:

Die 90-minütige Unterrichtseinheit beginnt mit einem Einstiegsvideo, in dem ein Unfallhergang gezeigt wird. Die gesamte Klasse reflektiert die Ursachen und benennt die Multitasking-Aspekte. In kleinen Arbeitsgruppen (AGs) werden vier Themenschwerpunkte mithilfe von Leitfragen erarbeitet. Jede AG präsentiert ihre Antworten vor dem Klassenverband. Aufgabe der Lehrkraft ist es, die Recherche-Ergebnisse zu vertiefen und die Diskussion mit der gesamten Klasse anzuregen.

Phasen der Unterrichtsstunde:
 

  • Gesamte Klasse: Einstiegsvideo
  • Erarbeitungsphase: Internet-Recherche in Kleingruppen
  • Präsentation der Ergebnisse der einzelnen AGs
  • Abschlussdiskussion

Das Lernmodul ist als WebQuest konzipiert:


Schüler*innen recherchieren im Internet anhand von Leitfragen eigenständig die wichtigsten Aspekte zu den häufigsten Ablenkungsrisiken:

  • Smartphone
  • Navigationsgeräte
  • Essen, Trinken und Rauchen
  • Mitfahrer*innen

Gut vorbereitet mit der Kurzanleitung für Lehrkräfte

Lehrkräfte finden detaillierte Informationen und einen Vorschlag für den Unterrichtsablauf, methodische Hinweise und benötigte Materialien sowie bewährte organisatorische Tipps in der "Kurzanleitung für Lehrkräfte".

Sie wollen direkt einen Blick in das Lernmodul werfen? Hier geht’s zum WebQuest-Modul "Multitasking – Ablenkung beim Autofahren!"

WebQuest im Praxis-Test – Erfahrungsbericht einer Berufsschule

Roman Spohr, Lehrkraft am BerufsschulCampus Schwalmstadt, hat für uns mit seinen Schüler*innen das WebQuest-Modul getestet. Im Anschluss haben wir ihn zur Wirkung der E-Learning-Anwendung im Unterricht befragt. Seine 15 Schülerinnen und Schüler machen allesamt eine Ausbildung zu Kaufleuten für Büromanagement.

Ein Mann telefoniert beim Autofahren und hält dabei das Lenkrad nur noch mit einer Hand fest. Auf der Grafik steht der Text" Multitasking: Ablenkung beim Autofahren". Die Grafik ist das Titelbild des Lernprogramms für Fahranfänger von der UKH.

Interview mit Roman Spohr

Das WebQuest-Modul will Fahranfänger*innen über die wichtigsten Ablenkungsrisiken, hier Multitasking genannt, informieren und sie für die Gefahren sensibilisieren. Gelingt das mit der UE?

Roman Spohr: Ja, das gelingt sehr gut, durch die verschiedenen Themen werden die Schüler*innen schnell sensibilisiert. Bei der Reflexion kamen die Schüler*innen auf verschiedene Ablenkungssituationen, die von Ihnen auch schon so erlebt wurden. Der Aha-Effekt kam dann durch die Themenwahl. Essen als Ablenkung hatte bisher niemand auf der Agenda und das sorgte für großes Interesse.

Was haben Ihre Schüler*innen nach Ihrer Einschätzung insbesondere gelernt?

Eine Stärke der UE ist mit Sicherheit, dass die Schüler*innen ihr eigenes Verhalten und das ihrer Mit- bzw. Beifahrer*innen reflektieren und sich der Gefahrensituationen, die z. B. durch Ablenkung entstehen können, bewusst werden. Dies gelingt sehr gut, da eine persönliche Betroffenheit hergestellt wird und die Schüler*innen evtl. schon selbst entsprechende Situationen erlebt haben oder über solche von den anderen hörten.

Wie viel Vorbereitungsaufwand hatten Sie und worauf sollten Kolleg*innen evtl. achten, wenn sie die UE einsetzen?

Das Modul ist nach meiner Einschätzung sehr gut vorbereitet und ohne größeren Arbeitsaufwand einsetzbar.
Dies wäre vielleicht ein Tipp: vorher selbst mal damit vertraut machen. Je nach Schulform oder Klasse wäre es natürlich auch denkbar, dass Schüler*innen selbstständig (ohne Links und Leitfragen) recherchieren.

Welche Elemente fanden Sie besonders hilfreich und nachhaltig?

Das Einstiegsvideo zieht gut ins Thema hinein. Die Aufbereitung sorgt dafür, dass die Schüler*innen sehr schnell für das jeweilige Thema sensibilisiert werden und eigene Erfahrungen einbringen können.

Würden Sie WebQuest weiterempfehlen?

Auf jeden Fall! Das Thema „Ablenkung im Straßenverkehr“, das Bewusstmachen von Gefahren und auch vom eigenen Verhalten werden sehr anschaulich und praxisnah behandelt.

Ihre Meinung ist gefragt

Wir möchten unser neues Angebot nutzerfreundlich gestalten und kontinuierlich verbessern, deshalb werden die Nutzer*innen am Ende des Lernmoduls aufgefordert, einige Fragen online zu beantworten und uns ggf. Verbesserungsvorschläge mitzuteilen.

Sind Sie neugierig geworden? Möchten auch Sie das Lernmodul (1 UE = ca. 90 Min) an Ihrer Schule einsetzen?

Viel Spaß und Erfolg bei der Durchführung der Unterrichteinheit!

*Die WebQuest-Anwendung wurde gemeinsam mit der Heinrich-Kleyer-Schule konzipiert und durch studium digitale der Universität Frankfurt am Main technisch umgesetzt.

Häufige Fragen

Schüler*innen allgemein bildender und berufsbildender Schulen, Kinder in Tageseinrichtungen (z.B. in Kinderkrippen, Kindergärten und Horten), Kinder bei der Betreuung durch geeignete Tagespflegepersonen sowie Studierende an Hochschulen

Ein Schulunfall ist ein Unfall, den ein*e Schüler*in wegen des Besuchs einer allgemein oder berufsbildenden Schule erleidet. Dasselbe gilt für den Unfall während der Teilnahme an Betreuungsmaßnahmen, die unmittelbar vor oder nach dem Unterricht stattfinden und zumindest im Zusammenwirken mit der Schule durchgeführt werden. Alle damit zusammenhängenden Wege sind auch versichert. Diese Unfälle nennt man Schulwegunfälle.

Ja. Teilnehmende müssen die Schulpflicht erfüllt haben. Es muss sich um Freiwillige im Dienst eines geeigneten Trägers handeln. Solche Träger sind: inländische juristische Personen des öffentlichen Rechts (Länder, Gemeinden, Kreise, Körperschaften des öffentlichen Rechts) unter § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftssteuergesetzes fallende Einrichtungen zur Förderung gemeinnütziger, mildtätiger oder kirchlicher Zwecke (§ 52 bis 54 Abgabenordnung). Derartige Träger müssen eine Haftpflichtversicherung gewährleisten. Ferner müssen sie eine kontinuierliche Begleitung der Freiwilligen sowie deren Fort- und Weiterbildung im Umfang von mindestens durchschnittlich 60 Stunden im Jahr sicherstellen. Schriftliche Vereinbarung Umfang: Mindestens acht Wochenstunden für die Dauer von mindestens sechs Monaten Unentgeltlichkeit des Dienstes (Aufwandspauschale ist aber möglich). Zuständig ist derjenige Unfallversicherungsträger, der auch für das unterstützte Unternehmen zuständig ist (§ 133 Abs. 1 SGB VII).

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