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Letzte Änderung: 28. November 2021
UKH übernimmt Kosten von Erste-Hilfe-Lehrgängen für Mitgliedsbetriebe

Ersthelfer*innen für den Betrieb aus- und fortbilden

Weitere Inhalte

Informationen zum Thema Ersthelfende im Betrieb

Im Notfall können gut ausgebildete Ersthelferinnen und Ersthelfer Leben retten. Auch im Betrieb oder in der Schule sind eine wirksame Erste Hilfe und die dazugehörige Ausbildung wichtig. Um dies im betrieblichen Kontext zu gewährleisten, hat der Gesetzgeber einige Vorkehrungen getroffen. Auf Antrag übernimmt die UKH deshalb die Kosten für Erste-Hilfe-Lehrgänge für die erforderliche Anzahl von Ersthelfer*innen in ihren Mitgliedsbetrieben und -einrichtungen.

Schnellnavigation

Wie viele betriebliche Ersthelfer*innen erforderlich sind, variiert je nach Art des Betriebs. Betriebe mit gleichen Anforderungen wurden deshalb zu Kontingenten zusammengefasst.

Informationen zu anderen Betriebsarten (z. B. Kita, Schule, Feuerwehr) finden Sie im jeweiligen Tätigkeitsbereich.

Dass in den Betrieben und Einrichtungen die erforderliche Anzahl Ersthelfer*innen (gemessen am Bedarf) sichergestellt ist, ist unser Ziel. Die Maßgabe dafür ergibt sich aus § 26 DGUV Vorschrift 1.

Um einen Antrag auf Kostenübernahme zu stellen, nutzen Sie bitte das Onlineverfahren im Erste-Hilfe-Portal.

So stellen Sie einen Antrag auf Kostenübernahme von Erste-Hilfe-Lehrgängen

Häufige Fragen

Unternehmen und Schulen sind verpflichtet Ersthelfer*innen für unsere Versicherten bereitzustellen. Für die Teilnahme an Erste-Hilfe-Lehrgängen können Berechtigungsscheine online angefordert werden. Hierzu benötigt eine feste Ansprechperson in Ihrem Unternehmen oder Ihrer Schule einen individuellen Zugang zum Erste-Hilfe-Onlineverfahren. Mit diesem Zugang loggt sich die Ansprechperson, die uns künftig für Fragen zur Verfügung steht, über die Anmeldemaske ein. Unser Ziel ist eine bedarfsorientierte Zahl von Ersthelfer*innen sicherzustellen. Deshalb richten wir je nach Art der Unternehmen und Schulen passende Kontingente (z. B. für Verwaltungen, Bauhöfe, Kindertageseinrichtungen, Lehrkräfte) zur Anforderung der Berechtigungsscheine ein. Im Rahmen dieser Kontingente erfassen Unternehmen und Schulen online die geforderten Berechnungsgrundlagen (Anzahl der Beschäftigten, Gruppen, Standorte, etc.).

Die Zugangsdaten wurden an alle Mitgliedsbetriebe versendet. Bitte informieren Sie sich daher ggf. in Ihrem Betrieb, wer für Ihren Bereich den Antrag zur Kostenübernahme stellt und die Zugangsdaten hierfür erhalten hat. Bei der Erstanmeldung werden von jeder Antragstellerin und jedem Antragsteller Kontaktdaten abgefragt. Somit gibt es pro Mitgliedsbetrieb bzw. pro Schule meist nur einen festen Antragsteller. Schulen erreichen das Erste-Hilfe-Onlineverfahren über das Extranet UKH Schulportal.

Liegen Ihrem Betrieb/Ihrer Schule keine Zugangsdaten vor, kontaktieren Sie unser Servicetelefon unter 069 29972-440 oder senden Sie uns eine E-Mail an Portal-Erste-Hilfe[at]ukh.de.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir zum Schutz der Betriebe und Schulen grundsätzlich keine Zugangsdaten an private E-Mail-Adressen versenden. Da es sich um einen geschützten Zugang (Benutzername und Passwort) handelt, können die jeweiligen Zugangsdaten nur an die offizielle E-Mail-Adresse der Schule oder den uns mitgeteilten Ansprechpartner des Betriebes versendet werden.


Kontingent 1

Infos zum Antragsverfahren zur Kostenübernahme der Erste-Hilfe-Lehrgänge von Verwaltungs- und Bürobetrieben

Hierzu zählen alle versicherten Beschäftigten in Verwaltungs- und Bürobetrieben, auch einzelne Beschäftigte mit technischen oder hauswirtschaftlichen Tätigkeiten. Einzelne Beschäftigte mit Verwaltungsaufgaben in technischen Betrieben zählen hingegen zu Kontingent 2 (K2).

Berechnungsgrundlagen für Kontingent 1 (K1): Beschäftigte und Standorte

Über das Onlineverfahren beantragen Sie Berechtigungsscheine zur Teilnahme an Erste-Hilfe-Lehrgängen. Hierfür geben Sie die Anzahl der versicherten Beschäftigten und die Anzahl Ihrer Standorte an.

Beispiele:

  • In Ihrem Betrieb arbeiten 100 Beschäftigte in der Verwaltung. Zusätzlich sind 3 Hausmeister*innen und 2 Reinigungskräfte beschäftigt. In diesem Fall zählen Sie 105 Beschäftigte im Kontingent 1.
  • In Ihrem Betrieb arbeiten 20 Beschäftigte in der Werkstatt und 2 Beschäftigte in der Verwaltung. In diesem Fall zählen Sie 22 Beschäftigte im Kontingent 2.

Begriffsbestimmungen

Beschäftigte sind Personen, nicht Vollzeitstellen. Allein tätige Personen werden nicht mitgezählt, da Ersthelfer*innen erst ab mindestens zwei anwesenden versicherten Beschäftigten gefordert werden. Beamte/Beamtinnen sind keine versicherten Personen der UKH. Für sie ist der Dienstherr zuständig. Sie werden deshalb nicht mitgezählt.

Standorte sind räumlich getrennte regelmäßige Arbeitsorte, an denen mindestens zwei versicherte Personen gleichzeitig tätig sind. Zählen Sie getrennte Gebäude, nicht verschiedene Stockwerke oder Abteilungen innerhalb eines Gebäudes.

Wichtig: Beschäftige und Standorte, die in ein anderes Kontingent (K2 bis K11) gehören, dürfen hier nicht erneut gezählt werden.

Kostenübernahme der Lehrgangsgebühren für Kontingent 1

Für Verwaltungs- und Bürobetriebe übernimmt die UKH Lehrgangsgebühren für 5% der anwesenden Versicherten (§ 26 Abs. 1 Nr. 2a DGUV Vorschrift 1) sowie eine*n zusätzliche*n Ersthelfer*in für jeden weiteren Standort in einem Zeitraum von zwei Jahren. Übernommen werden die Lehrgangsgebühren für die Erste-Hilfe-Ausbildung und -Fortbildung.


Kontingent 2

Infos zum Antragsverfahren zur Kostenübernahme der Erste-Hilfe-Lehrgänge von Betrieben, die nicht unter K1 fallen, und Hochschulen (Kontingent 2)

Zu diesem Kontingent zählen alle versicherten Beschäftigten in sonstigen Betrieben und Hochschulen, auch einzelne Beschäftigte mit Verwaltungstätigkeiten. Sonstige Betriebe sind alle Betriebe, die keinem anderen Kontingent (K1, K3 bis K11) zugeordnet sind. Das sind beispielsweise

  • technische, hauswirtschaftliche Betriebe
  • Betriebe für öffentliche Sicherheit und Ordnung mit Streifendienst
  • Theater- und Musikbetriebe
  • Landwirtschaftliche und gärtnerische Betriebe (ohne Beschäftigte in Kolonnen, siehe Kontingent 4)
  • Entsorgungsbetriebe und Bauhöfe (ohne Einteilung in Kolonnen, siehe Kontingent 4 und Deponien, siehe Kontingent 6)
  • Zoos (ohne Beschäftigte in der Tierpflege, siehe Kontingent 5)
  • Betreuungseinrichtungen (ohne Kindertagesstätten, siehe Kontingent 3, und ohne Schulbetreuung, siehe Kontingent 9)

Betriebsarten, die unter Kontingent 2 fallen, und deren Berechtigungsgrundlagen

In unserem Erste-Hilfe-Onlineverfahren beantragen Sie Berechtigungsscheine zur Teilnahme an Erste-Hilfe-Lehrgängen. Hierfür geben Sie die Anzahl der versicherten Beschäftigten und die Anzahl Ihrer Standorte an.

Beispiele:

  • In Ihrem technischen Betrieb arbeiten 20 Beschäftigte in der Werkstatt und 2 Beschäftigte in der Verwaltung. In diesem Fall zählen Sie 22 Beschäftigte in Kontingent 2.
  • Im Jugendamt zählen die Beschäftigten in der Verwaltung in Kontingent 1 (K1), die Erzieher*innen in Kindertagesstätten in Kontingent 3 (K3). Jugend- und Sozialarbeiter*innen, die beispielsweise in Jugendzentren im Team tätig sind, zählen in Kontingent 2 (K2).
  • Im Bauhof zählen Beschäftigte in Kolonnen in Kontingent 4 (K4), Beschäftigte in der Werkstatt in Kontingent 2 (K2).

Begriffsbestimmungen

Beschäftigte sind Personen, nicht Vollzeitstellen. Allein tätige Personen sind nicht mitzuzählen, da wir Ersthelfer*innen erst ab mindestens zwei anwesenden versicherten Beschäftigten fordern. Beamt*innen sind keine versicherten Personen der UKH und werden daher nicht erfasst.

Standorte sind räumlich getrennte regelmäßige Arbeitsorte, an denen mindestens zwei versicherte Personen gleichzeitig tätig sind. Zählen Sie getrennte Gebäude, nicht verschiedene Stockwerke oder Abteilungen innerhalb eines Gebäudes.

Beschäftige und Standorte, die in ein anderes Kontingent (K1, K3 bis K11) gehören, dürfen hier nicht erneut gezählt werden!

 

Erläuterungen zu Betriebsarten

Hochschulen: Hier bilden die anwesenden versicherten Beschäftigten (ohne Beamte*Beamtinnen) die Berechnungsgrundlage. Durch das 10%-Kontingent wird auch die Erste Hilfe für Studierende abgedeckt.

Justizvollzug: Zu den versicherten Beschäftigten zählen auch die beschäftigten Gefangenen. Berechtigungsscheine können auch für Beamtinnen und Beamte verwendet werden.

Friedhof, Park- und Gartenpflege sowie Forst (kommunaler Bereich): Bitte beachten Sie, dass die dort Beschäftigten nicht mitgezählt werden dürfen, wenn sie bei der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) versichert sind.

Öffentliche Einrichtungen (z. B. Museen, Theater, Stadthallen): Die Erste Hilfe für Besucher*innen und Gäst*innen öffentlicher Einrichtungen sind eine Gemeinschaftsaufgabe, für die wir keine Leistungsmöglichkeit haben. Die Kosten eines erhöhten Bedarfs an Ersthelfer*innen trägt daher der Betrieb selbst.

Schwimmbäder: Für bestimmte Berufsgruppen (z. B. Fachangestellte im Bäderwesen), sind Kenntnisse in Erster Hilfe erforderlich. Da die Aktualisierung von beruflichem Fachwissen als berufliche Weiterbildung gilt, übernehmen wir für diese Beschäftigten keine Erste-Hilfe-Lehrgangsgebühren.

Kostenübernahme der Erste-Hilfe-Lehrgänge für K2

Für sonstige Betriebe und Hochschulen übernehmen wir die Lehrgangsgebühren für 10 % der versicherten Beschäftigten (§ 26 Abs. 1 Nr. 2b und 2d DGUV Vorschrift 1) sowie eine*n zusätzliche*n Ersthelfer*in für jeden weiteren Standort in einem Zeitraum von zwei Jahren.

Diese Lehrgangsgebühren werden übernommen:

  • Erste-Hilfe-Ausbildung
  • Erste-Hilfe-Fortbildung

Kontingent 3

Infos zum Antragsverfahren zur Kostenübernahme der Erste-Hilfe-Lehrgänge von Kindertageseinrichtungen

Bitte fassen Sie alle Kindertageseinrichtungen des Trägers zusammen. Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) beachten bitte die Informationen zu Kontingent 13.

Berechnungsgrundlagen und Kostenübernahme der Erste-Hilfe-Lehrgänge für Kontingent 3 (K3)

Berechnungsgrundlage ist die Anzahl aller Kindergruppen sowie die Anzahl der Standorte aller Kindertageseinrichtungen. Basierend auf diesen Angaben werden Ihnen Berechtigungsscheine zur Teilnahme an den Erste Hilfe-Lehrgängen bereitgestellt.

Beispiel:
Kindertageseinrichtung A betreibt 4 Vormittagsgruppen und 2 Nachmittagsgruppen. Das sind maximal 4 Gruppen gleichzeitig. Kindertageseinrichtung B betreibt 3 Vormittagsgruppen und 1 Nachmittagsgruppe. Das sind maximal 3 Gruppen gleichzeitig. In unserem Erste-Hilfe-Onlineverfahren geben Sie deshalb 7 Gruppen an 2 Standorten an.

Kindertageseinrichtungen mit einem „offenen Konzept“ berechnen die Gruppenzahl nach den §§ 25a – 25d des Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuches (HKJGB) wie folgt:

  • Je 25 Kinder über 3 Jahre = 1 Gruppe
  • Je 12 Kinder unter 3 Jahre = 1 Gruppe

In einer Kindertageseinrichtung mit „offenem Konzept“ werden 30 Kinder über 3 Jahren und 15 Kinder unter 3 Jahren betreut. In unserem Erste-Hilfe-Onlineverfahren geben Sie deshalb 4 Gruppen an 1 Standort an.

 

Für kommunale Kindertageseinrichtungen übernimmt die UKH Lehrgangsgebühren für eine Ersthelferin bzw. einen Ersthelfer je betriebener Kindergruppe sowie eine*n weitere*n Ersthelfer*in je Einrichtung in einem Zeitraum von zwei Jahren. Diese Regelung ist eine pragmatische Lösung der UKH, um der relativ hohen Fluktuation beim pädagogischen Fachpersonal gerecht zu werden. Diese zusätzlichen Berechtigungen sollen daher unter den Einrichtungen nicht gleichmäßig, sondern nach Bedarf verteilt werden.

Die Anzahl der Kindergruppen ist die Gesamtzahl der Kindergruppen aller Kindertageseinrichtungen in Ihrer Trägerschaft. Zu zählen sind alle Gruppen, die gleichzeitig betrieben werden.

Wichtig:
Wir empfehlen die Teilnahme an der Erste-Hilfe-Schulung in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder. Dieser zielgruppenspezifische Lehrgang ist besonders für Personal in Kindertageseinrichtungen geeignet. Mit der Teilnahme erreichen Sie den Status des / der betrieblichen Ersthelfer*in.

Wir übernehmen Lehrgangsgebühren für die

  • Erste-Hilfe-Ausbildung
  • Erste-Hilfe-Fortbildung
  • Erste-Hilfe-Schulung in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder

Wir übernehmen keine Gebühren für Erste-Hilfe-am Kind-Lehrgänge!


Kontingent 13

Infos zum Antragsverfahren zur Kostenübernahme der Erste-Hilfe-Lehrgänge von Kindertageseinrichtungen, deren Träger Mitglied bei der Berufsgenossenschaft für Wohlfahrtspflege (BGW) ist

Wir sind für Sie auch die Ansprechpartnerin für die Kostenübernahme von Erste Hilfe-Lehrgängen, wenn Sie eine „BGW-Kita“ sind, da die betreuten Kinder in Hessen bei der UKH versichert sind. Die BGW hat mit uns dazu eine Kooperationsvereinbarung getroffen.

Kostenübernahme und Berechnungsgrundlage für BGW-Kitas (K13)

Für Kindertageseinrichtungen, deren Träger Mitglied bei der BGW ist, übernimmt die UKH Lehrgangsgebühren für eine*n Ersthelfende*n je betriebener Kindergruppe in einem Zeitraum von zwei Jahren für die Erste-Hilfe-Ausbildung, die Erste-Hilfe-Fortbildung und die Erste-Hilfe-Schulung in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder. Wir übernehmen keine Gebühren für Erste-Hilfe-am Kind-Lehrgänge!

Wir übernehmen Lehrgangsgebühren für die

  • Erste-Hilfe-Ausbildung
  • Erste-Hilfe-Fortbildung
  • Erste-Hilfe-Schulung in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder

Wir übernehmen keine Gebühren für Erste-Hilfe-am Kind-Lehrgänge!

So beantragen Sie die Teilnahme-Berechtigungsscheine:

Beispiel:
Sie betreiben 4 Vormittagsgruppen und 2 Nachmittagsgruppen. Das sind maximal 4 Gruppen gleichzeitig. In unserem Erste-Hilfe-Onlineverfahren geben Sie deshalb 4 Gruppen an.

Kindertageseinrichtungen mit einem „offenen Konzept“ berechnen die Gruppenzahl nach den §§ 25a – 25d des Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuches (HKJGB) wie folgt:

  • Je 25 Kinder über 3 Jahre = 1 Gruppe
  • Je 12 Kinder unter 3 Jahre = 1 Gruppe

Beispiel:
In einer Kindertageseinrichtung mit „offenem Konzept“ werden gleichzeitig 30 Kinder über 3 Jahren und 15 Kinder unter 3 Jahren betreut. In unserem Erste-Hilfe-Onlineverfahren geben Sie deshalb 4 Gruppen an.

Wichtig: Wir empfehlen die Teilnahme an der Erste-Hilfe-Schulung in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder. Dieser zielgruppenspezifische Lehrgang ist besonders für Personal in Kindertageseinrichtungen geeignet. Mit der Teilnahme erreichen Sie den Status der/des betrieblichen Ersthelfer*in.

Den Zugang zum Erste-Hilfe-Onlineverfahren erhält die Kindertageseinrichtung, nicht der Träger. Falls der Träger Berechtigungsscheine beantragen möchte, erfragen Sie die Zugangsdaten bei Ihrer Kindertageseinrichtung.


Kontingent 4

Infos zum Antragsverfahren zur Kostenübernahme der Erste-Hilfe-Lehrgänge von Entsorgungsbetrieben und Bauhöfen mit Kolonnen

In Bauhöfen und Entsorgungsbetrieben arbeiten viele versicherte Beschäftigte in Kolonnen. Bitte fassen Sie alle Kolonnen Ihres Betriebs zusammen.

Achtung! Beschäftigte, die nicht in Kolonnen, sondern an einem festen Standort (z. B. Werkstatt) tätig sind, werden in Kontingent 2 berücksichtigt. Beschäftigte auf Deponien oder in Abwasserbetrieben zählen zu Kontingent 6.

Die versicherten Beschäftigten dürfen nur in einem Kontingent erfasst werden!

Berechnungsgrundlage für Kontingent 4 (K4)

Bitte legen Sie beim Antragsverfahren auf Kostenübernahme die Anzahl der Kolonnen zugrunde. Eine Kolonne besteht aus mindestens zwei anwesenden Versicherten die gemeinsam im Außendienst tätig sind.

Im Winterdienst sind Streufahrzeuge oft nur mit einer Person besetzt und bilden daher keine Kolonne.

Beispiele für Kolonnen:

  • Entsorgung: Ein Einsatzfahrzeug mit einem/einer Fahrer*in und weiteren Versicherten.
  • Bauhof: Mehrere Versicherte, die im Straßenverkehr Schilder aufstellen

Kostenübernahme der Lehrgangsgebühren für Kontingent 4

Wir übernehmen für Bauhöfe mit Kolonnen und Entsorgungsbetriebe Lehrgangsgebühren für eine*n Ersthelfer*in je Kolonne (§ 26 Abs. 1 Nr. 1 und 2b DGUV Vorschrift 1) in einem Zeitraum von zwei Jahren.

Für Bauhofbeschäftigte, die im Sommer als Badeaufsichten arbeiten, können wir keine Lehrgangsgebühren übernehmen. Diese müssen aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit Kenntnisse in Erster Hilfe haben. Wir übernehmen Lehrgangsgebühren für die Erste-Hilfe-Ausbildung und die Erste-Hilfe-Fortbildung.

Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigte sowie Minijobber:
Grundsätzlich ist eine Kostenübernahme von Erste-Hilfe-Lehrgangsgebühren nicht nur für Vollzeitbeschäftigte, sondern auch für Minijobber oder andere Teilzeitkräfte möglich. Wir empfehlen die Aus- und Fortbildung möglichst von Vollzeitkräften oder solchen Beschäftigten, die häufig und regelmäßig tätig sind. In jedem Fall muss gewährleistet sein, dass während des Betriebs ausreichend Ersthelfer zur Verfügung stehen. Gegebenenfalls müssen Sie dann weitere Ersthelfer*innen auf eigene Kosten aus- und fortbilden.

Beamtinnen und Beamte:
Das Arbeitsschutzgesetz (§ 10 ArbSchG) gilt auch für die verbeamteten Bediensteten. Allerdings gibt es einen Unterschied beim Kostenträger. Die UKH übernimmt für einen Teil der bei ihr versicherten Beschäftigten die Lehrgangsgebühren gemäß § 23 SGB VII (Siebtes Sozialgesetzbuch) in Verbindung mit § 26 DGUV Vorschrift 1. Für die verbeamteten Bediensteten ist dies die Aufgabe des Dienstherrn.

Beamtinnen und Beamte dürfen nur dann mit unseren Berechtigungsscheinen am Erste-Hilfe-Lehrgang teilnehmen, wenn sich nicht ausreichend Beschäftigte zur Bestellung zum/zur Ersthelfer*in bereit erklären.
Achtung: Bei der Angabe der Berechnungsgrundlagen für die Berechtigungsscheine dürfen Beamtinnen und Beamte trotzdem nicht mitgezählt werden.

Ersthelfer*innen für Besucher*innen und Gäst*innen:
Die UKH ist gesetzlich verpflichtet, ihre Mitgliedsbetriebe bei der Ersten Hilfe für ihre Versicherten zu unterstützen (§ 23 SGB VII [Siebtes Sozialgesetzbuch]). Die Erste Hilfe für Besucher und Gäste öffentlicher Einrichtungen wie Museen, Theater, Stadthallen oder städtische Schwimmbäder sind jedoch eine Gemeinschaftsaufgabe, für die die UKH keine Leistungsmöglichkeit hat. Die Kosten für einen erhöhten Bedarf an Ersthelfer*innen durch Besucher*innen, Gäst*innen und Klient*innen sind daher grundsätzlich durch den Betrieb selbst zu tragen.

Kontingent 5

Infos zum Antragsverfahren zur Kostenübernahme der Erste-Hilfe-Lehrgänge für Betriebe bzw. Tätigkeiten mit erhöhter Gefährdung

Einigen Betrieben gesteht die Selbstverwaltung der UKH ein höheres Kontingent an Ersthelfenden zu, weil Beschäftigte einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, z. B. wenn lebensbedrohliche Gefährdungen nicht auszuschließen sind oder Hilfe schlecht erreichbar ist. Kontingent 5 gilt für Beschäftigte, die in Betrieben mit Tierhaltung, der Tierpflege oder Zoos arbeiten und dort einer erhöhten Gefährdung ausgesetzt sind. Auch das Freilichtmuseum Hessenpark gehört dazu.

Alle anderen versicherten Beschäftigten in genannten Betrieben zählen zu Kontingent 2, auch die Beschäftigten in diesen Verwaltungen.

Die versicherten Beschäftigten dürfen nur in einem Kontingent erfasst werden!

Berechnungsgrundlage und Kostenübernahme für Kontingent 5 (K5)

Bitte legen Sie beim Onlineverfahren die Anzahl der versicherten Beschäftigten mit erhöhter Gefährdung zugrunde.

Für Betriebe und Einrichtungen mit erhöhter Gefährdung übernimmt die UKH Lehrgangsgebühren für 50% der versicherten Beschäftigten, die Tätigkeiten mit erhöhter Gefährdung ausführen, in einem Zeitraum von zwei Jahren für die Erste-Hilfe-Ausbildung und -Fortbildung.

Begriffsbestimmungen

Beschäftigte sind Personen nicht Vollzeitstellen. Allein tätige Personen sind nicht mitzuzählen, da wir Ersthelfer*innen erst ab mindestens zwei anwesenden versicherten Beschäftigten fordern. Beamt*innen sind keine versicherten Personen der UKH und werden daher nicht erfasst


Kontingent 6

Infos zum Antragsverfahren zur Kostenübernahme der Erste-Hilfe-Lehrgänge für Betriebe bzw. Tätigkeiten mit besonders hoher Gefährdung

Einigen weiteren Mitgliedsbetrieben gesteht die Selbstverwaltung der UKH ebenfalls ein höheres Ersthelferkontingent zu als in § 26 Abs. 1 Nr. 2b DGUV Vorschrift 1 gefordert ist, weil bestimmte Versicherte besonders hohen Gefährdungen ausgesetzt sind. Dies ist insbesondere der Fall, wenn lebensbedrohliche Gefährdungen nicht auszuschließen sind oder Hilfe schlecht erreichbar ist.

K6 gilt für die Beschäftigten in folgenden Betrieben:

  • Hessen-Forst (Waldarbeiten)
  • Hessen-Mobil (Straßenbauarbeiten)
  • Hessische Verwaltung für Bodenmanagement (Außendienst)
  • Flughafen-Betrieb N’Ice (ohne Leiharbeitnehmer*innen!)
  • Abwasserbetriebe (Arbeiten im Kanalnetz)
  • Entsorgungsbetriebe (Tätigkeit auf Deponien)
  • Wasserversorgungsbetriebe (Arbeiten in Schächten, sofern für diesen Personenkreis die fachliche Zuständigkeit der Unfallkasse Hessen – nicht der BG ETEM – gegeben ist)

Berechnungsgrundlage und Kostenübernahme der Erste-Hilfe-Lehrgänge für Kontingent 6

Bitte legen Sie die Anzahl der versicherten Beschäftigten mit besonders hoher Gefährdung zugrunde. Für Beamt*innen ist der Dienstherr bzw. die Dienstherrin zuständig, diese werden nicht mitgezählt.

Achtung! Bitte geben Sie nur diejenigen Beschäftigten an, die auch die jeweils genannte Tätigkeit ausüben. Für die übrigen Beschäftigten beantragen Sie das Ersthelferkontingent bitte unter K2. Die versicherten Beschäftigten dürfen nur in einem der beiden Kontingente erfasst werden.

Für diese Betriebe und Einrichtungen übernimmt die UKH Lehrgangsgebühren für 100 % der versicherten Beschäftigten, die Tätigkeiten mit besonders hoher Gefährdung ausführen, in einem Zeitraum von zwei Jahren.

Für kommunale Waldarbeiter*innen übernehmen wir keine Erste-Hilfe-Lehrgangsgebühren, da nach § 123 Absatz 1 SGB VII (Siebtes Sozialgesetzbuch) in Verbindung mit § 129 Absatz 4 SGB VII die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) fachlich zuständig ist.

Begriffsbestimmungen

Beschäftigte sind Personen, nicht Vollzeitstellen. Allein tätige Personen werden nicht mitgezählt, da Ersthelfer*innen erst ab mindestens zwei anwesenden versicherten Beschäftigten gefordert werden. Beamt*innen sind keine versicherten Personen der UKH und werden daher nicht erfasst.


Kontingent 8

Infos zum Antragsverfahren für die Kostenübernahme der Erste-Hilfe-Lehrgänge  von Schulpersonal des Schulträgers (außer Lehrkräfte) (K8)

Zu diesem Kontingent zählen alle versicherten Beschäftigten in Schulen, die nicht als Lehrkraft oder in der Schulbetreuung tätig sind, z. B. Personal im Schulsekretariat, Schulsozialarbeiter*innen, Integrationshelfer*innen, Hausmeister*innen und Reinigungskräfte.

Berechnungsgrundlage: Schulstandorte

In unserem Erste-Hilfe-Onlineverfahren beantragen Sie Berechtigungsscheine zur Teilnahme an Erste-Hilfe-Lehrgängen. Hierfür geben Sie die Anzahl aller Schulstandorte an.

Wichtig: Schulstandorte sind einzelne Schulen. Außenstellen von Schulen werden als eigener Standort gezählt.

Kostenübernahme der Lehrgangsgebühren für Kontingent 8

Für Schulpersonal des Schulträgers (Kommune oder Landkreis) übernehmen wir nach § 26 Abs. 1 Nr. 1 DGUV Vorschrift 1 Lehrgangsgebühren für eine*n Ersthelfer*in je Schulstandort in einem Zeitraum von zwei Jahren.

Wir übernehmen Lehrgangsgebühren für die

  • Erste-Hilfe-Ausbildung
  • Erste-Hilfe-Fortbildung

Private Schulträger beantragen die Kostenübernahme von Erste-Hilfe-Lehrgangsgebühren für ihr Personal bei der Fach-Berufsgenossenschaft, bei der sie Mitglied sind.


Kontingent 9

Infos zum Antragsverfahren für die Kostenübernahme der Erste-Hilfe-Lehrgänge von Schulbetreuungen (K9)

Als Schulbetreuung gelten schulische Betreuungsangebote, die unmittelbar vor oder nach dem Unterricht und im Zusammenwirken mit der Schule stattfinden. Bitte fassen Sie alle Schulbetreuungen des Trägers zusammen.

Berechnungsgrundlage: Gruppen

In unserem Erste-Hilfe-Onlineverfahren beantragen Sie Berechtigungsscheine zur Teilnahme an Erste-Hilfe-Lehrgängen. Hierfür geben Sie die Anzahl der gleichzeitig betriebenen Gruppen in Ihrer Schulbetreuung an.

Beispiel:

  • Sie betreiben 2 Vormittagsgruppen und 4 Nachmittagsgruppen. Da sich die Gruppen zeitlich nicht überschneiden, werden maximal 4 Gruppen gleichzeitig betreut. In unserem Erste-Hilfe-Onlineverfahren geben Sie deshalb 4 Gruppen an.
  • Sie betreiben 2 Vormittagsgruppen und 4 Nachmittagsgruppen. Stundenweise überschneidet sich die Betreuung aller 6 Gruppen. In unserem Erste-Hilfe-Onlineverfahren geben Sie deshalb 6 Gruppen an.

In Anlehnung an die §§ 25a – 25d des Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuches (HKJGB) berechnen Schulbetreuungen ohne Einteilung in Gruppen: bis 25 Kinder = eine Gruppe.

Beispiel:
In einer Schulbetreuung werden gleichzeitig 30 Kinder betreut. In unserem Erste-Hilfe-Onlineverfahren geben Sie deshalb 2 Gruppen an.

Kommunale Träger von Schulbetreuungen beantragen Berechtigungsscheine für die Teilnahme an Erste-Hilfe-Lehrgängen über ihren bestehenden Zugang zum Erste-Hilfe-Onlineverfahren.

Private Träger von Schulbetreuungen, die noch keinen Zugang zum Erste-Hilfe-Onlineverfahren haben, beantragen ihre Zugangsdaten über Portal-Erste-Hilfe[at]ukh.de. Bitte teilen Sie uns in dieser E-Mail mit, dass Sie Träger einer Schulbetreuung sind, Zugangsdaten zum Erste-Hilfe-Onlineverfahren benötigen und an welcher Schule die Betreuung stattfindet.

Kostenübernahme der Lehrgangsgebühren für Kontingent 9

Wir übernehmen für Schulbetreuungen Lehrgangsgebühren für eine*n Ersthelfer*in je gleichzeitig betriebener Betreuungsgruppe (in Anlehnung an § 26 Abs. 1 Nr. 2c DGUV Vorschrift 1) in einem Zeitraum von zwei Jahren.

Wir übernehmen Lehrgangsgebühren für die

  • Erste-Hilfe-Ausbildung
  • Erste-Hilfe-Fortbildung
  • Erste-Hilfe-Schulung in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder

Wir übernehmen keine Gebühren für Erste-Hilfe-am Kind-Lehrgänge!


Kontingent 11

Infos zum Antragsverfahren zur Kostenübernahme der Erste-Hilfe-Lehrgänge von Gesundheitsbetrieben

Gesundheitsdienste brauchen neben dem medizinischen Personal nur dann weitere betriebliche Ersthelfer*innen, wenn Bereiche so aus dem medizinischen Betrieb ausgelagert sind, dass sie für das medizinische Personal nicht erreichbar sind. Bitte fassen Sie alle Verwaltungs- oder technischen Bereiche zusammen, die getrennt vom medizinischen Betrieb an anderen Standorten untergebracht sind.

Berechnungsgrundlagen und Kostenübernahme für Erste-Hilfe-Lehrgänge von Gesundheitsbetrieben

In unserem Erste-Hilfe-Onlineverfahren beantragen Sie Berechtigungsscheine zur Teilnahme an Erste-Hilfe-Lehrgängen. Hierfür geben Sie folgende Informationen an:

  • Zahl der Beschäftigten in der Verwaltung, die an einem anderen Standort als das medizinische Personal tätig sind.
  • Zahl der Beschäftigten im technischen Bereich, die an einem anderen Standort als das medizinische Personal tätig sind. Zum technischen Bereich zählen z. B. Labore, Werkstätten, Wäschereien und Küchen.
  • Zahl der Standorte im Verwaltungs- und technischen Bereich, die vom Gesundheitsbetrieb getrennt sind.

Begriffsbestimmungen

Beschäftigte sind Personen. Allein tätige Personen sind nicht mitzuzählen, da wir Ersthelfer*innen erst ab mindestens zwei anwesenden versicherten Beschäftigten fordern. Beamtinnen und Beamte sind nicht bei der UKH versichert. Für sie ist der Dienstherr zuständig. Sie werden deshalb nicht mitgezählt.

Standorte sind räumlich getrennte regelmäßige Arbeitsorte, an denen mindestens zwei versicherte Personen gleichzeitig tätig sind. Zählen Sie getrennte Gebäude, nicht verschiedene Stockwerke oder Abteilungen innerhalb eines Gebäudes.

In Gesundheitsbetrieben, deren Verwaltungs- oder technische Bereiche getrennt vom medizinischen Betrieb an anderen Standorten untergebracht sind, übernimmt die UKH nach § 26 Abs. 1 Nr. 2b DGUV Vorschrift 1 in einem Zeitraum von 2 Jahren Lehrgangsgebühren für die Erste-Hilfe-Ausbildung und -Fortbildung von

  • 5 % der versicherten Beschäftigten in Verwaltungen
  • 10 % der versicherten Beschäftigten im technischen Bereich
  • Einen zusätzlichen Berechtigungsschein erhalten Sie für jeden weiteren Standort.

Da die Aktualisierung von beruflichem Fachwissen für medizinisches Personal als berufliche Weiterbildung gilt, übernehmen wir für diese Beschäftigten keine Erste-Hilfe-Lehrgangsgebühren.

Häufige Fragen

Unternehmen haben dafür zu sorgen, dass die bereits ausgebildeten Ersthelfer*innen in der Regel in Zeitabständen von zwei Jahren fortgebildet werden (§ 26 Abs. 3 DGUV Vorschrift 1). Liegt die letzte Aus- oder Fortbildung länger zurück, muss erneut an einer Ausbildung teilgenommen werden.

Ausnahme für die Dauer der pandemischen Lage:
Die pandemische Lage von nationaler Tragweite macht es den Unternehmen schwerer ihre Ersthelfer*innen in den vorgeschriebenen zwei Jahren fortbilden zu lassen. Daher kann die Teilnahmefrist unter bestimmten Voraussetzung verlängert werden. Informationen hierzu finden Sie in den drei Handlungshilfen „Erste Hilfe im Betrieb im Umfeld der Corona (SARS-CoV-2)-Pandemie“ für Unternehmen (FBEH-100) , für Ersthelfende (FBEH-101) und für ermächtigte Stellen (FBEH-102).
Achtung: Bitte beachten Sie die abweichenden Regelungen für Lehrkräfte an hessischen allgemeinbildenden und beruflichen Schulen.

Grundsätzlich ist eine Kostenübernahme von Erste-Hilfe-Lehrgangsgebühren nicht nur für Vollzeitbeschäftigte, sondern auch für Minijobber oder andere Teilzeitkräfte möglich. Wir empfehlen die Aus- und Fortbildung möglichst von Vollzeitkräften oder solchen Beschäftigten, die häufig und regelmäßig tätig sind. In jedem Fall muss gewährleistet sein, dass während des Betriebs ausreichend Ersthelfende zur Verfügung stehen. Gegebenenfalls müssen Sie dann weitere Ersthelfer*innen auf eigene Kosten aus- und fortbilden.

Betriebliche Ersthelfer*innen müssen von einer ermächtigten Stelle (Hilfsorganisationen und private Erste-HIlfe-Schulen) aus- und fortgebildet werden (§ 26 Abs. 2 DGUV Vorschrift 1), da diese sich nach den Anforderungen des DGUV Grundsatzes 304-001 richten. Die Anforderungskriterien werden durch die Qualitätssicherungsstelle Erste Hilfe (QSEH) der gesetzlichen Unfallversicherungsträger*innen geprüft. Die QSEH ist bei der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) eingerichtet. Sie führt sowohl das Ermächtigungsverfahren als auch die Beurteilung des laufenden Lehrbetriebs im Auftrag der gesetzlichen Unfallversicherungsträger*innen durch.

Die gesetzlichen Unfallversicherungsträger*innen haben eine Rahmenvereinbarung mit den ermächtigten Stellen geschlossen, die eine pauschale Gebühr pro Teilnehmer*in vorsieht. Für folgende Lehrgänge
• Erste-Hilfe-Ausbildung
• Erste-Hilfe-Fortbildung
• Erste-Hilfe-Schulung in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder
• Erste-Hilfe-Fortbildung Schule
können ermächtigte Stellen Lehrgangsgebühren berechnen. Im Jahr 2021 beträgt die Lehrgangsgebühr 35,00 EUR. Im Jahr 2022 beträgt die Lehrgangsgebühr 35,80 EUR. Für die Dauer der pandemischen Lage können ermächtigte Stellen rückwirkend ab 01.06.2020 bis zum 20.03.2022 zusätzlich zur regulären Lehrgangsgebühr eine pandemiebedingte Zulage in Höhe von 12,00 EUR je Teilnehmer*in berechnen. Für den feuerwehrspezifischen Zusatzlehrgang übernehmen wir in den Kalenderjahren 2021/2022 den Anteil in Höhe von 6,99 EUR.

Der Gesetzgeber und die gesetzlichen Unfallversicherungsträger*innen (Berufsgenossenschaften und Unfallkassen) verlangen von ihren Mitgliedsunternehmen und -betrieben, dass sie ab zwei anwesenden Versicherten qualifizierte Ersthelfer*innen bereithalten. Die Rechtsgrundlagen sind:
• § 10 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
• § 14 Abs. 1 und § 23 Sozialgesetzbuch Sieben (SGB VII)
• § 26 DGUV Vorschrift 1 (Unfallverhütungsvorschrift “Grundsätze der Prävention“)

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