Was passiert bei der Eignungsuntersuchung?
Zunächst wird immer ein Beratungs- und Aufklärungsgespräch über die belastende Tätigkeit geführt. Im Anschluss erfolgt die Untersuchung. Der Untersuchungsumfang variiert je nach den Gerätegruppen sowie der individuellen Anamnese. Bei der Untersuchung werden beispielsweise Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination geprüft. Auch die Fähigkeit unter Atemschutz zu arbeiten wird getestet. Das arbeitsmedizinische Gespräch dient dazu, eventuelle Vorerkrankungen oder andere Risikofaktoren abzuklären.
Die Ergebnisse der Eignungsuntersuchungen sind entscheidend dafür, ob die Atemschutzgeräteträger*innen weiterhin unter Atemschutz arbeiten dürfen. Bei unzureichenden Ergebnissen kann es sein, dass sie vorübergehend aus dem Dienst genommen werden und weitere Trainings absolvieren müssen, um ihre Leistungsfähigkeit zu verbessern. Im schlimmsten Fall kann es dazu kommen, dass sie dauerhaft vom Einsatz unter Atemschutz ausgeschlossen werden.
Insgesamt dienen die Eignungsuntersuchungen also der Sicherheit aller Beteiligten und tragen dazu bei, dass die Atemschutzgeräte auch tatsächlich sicher und effektiv genutzt werden können. Denn nur, wenn die Träger*innen in guter körperlicher Verfassung sind, können sie ihre Arbeit unter Atemschutz erfolgreich erledigen und im Ernstfall Leben retten.
Das Sachgebiet Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) hat ein Formular (FBFH-011) entwickelt, das als ärztliche Bescheinigung über die Untersuchung von Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr verwendet werden kann.