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Letzte Änderung: 27. November 2021
UKH Seminar und Empfehlungen für Sportlehrkräfte und Übungsleiter*innen an Uni und Hochschule

Unfallschwerpunkt Hochschulsport – so trainieren Sie Studierende sicher!

Die grundsätzlich gute Nachricht: Ein Großteil der hessischen Studierenden sucht beim Hochschulsport körperlichen Ausgleich zum theoretischen Studium. Die Studierenden sind auch beim Sport bei der UKH versichert. Die schlechte Nachricht:  Beim Allgemeinen Hochschulsport und auch beim Sportstudium passieren die meisten Unfälle. Wie kommt es dazu und wie kann man Unfällen und schweren Unfallfolgen vorbeugen? Das Seminar der Unfallkasse Hessen hilft Übungsleiter*innen, angehenden Sportlehrkräften und Trainer*innen, Gefahren einzuschätzen und Risiken zu minimieren.

Sport als Ausgleich für zu viel Denken und Sitzen

Die aktuelle Hochschulausbildung geht mit einer verstärkt kognitiv-intellektuellen Ausrichtung einher und: man sitzt zu viel am Schreibtisch. Zum Ausgleich ist ein ausgefeiltes Sportangebot erforderlich. Ein gut konzipiertes Programm für den Hochschulsport lohnt sich doppelt:

  • Man beugt Unfällen vor und berücksichtigt Aspekte, die die Gesundheit fördern.
  • Ein sportlich ansprechendes Angebot steigert die Attraktivität der Hochschule im Wettbewerb.

Die Hochschulen bieten ein breites Spektrum sportlicher Aktivitäten an. Fast alle Sportdisziplinen werden bedient.

Bild: © mma23, Adobe Stock

Unfallschwerpunkt Hochschulsport

Einige Zahlen verdeutlichen, welche Rolle der Sport – sowohl der Allgemeine Hochschulsport als auch das Sportstudium – im Rahmen der gemeldeten Unfälle von Studentinnen und Studenten spielt:

  • Circa 50 % der Unfälle von Studierenden ereignen sich beim Hochschulsport (Wegeunfälle ausgenommen).
  • Aber circa 70 % aller Unfallkosten, die die UKH für Studierende leistet, fallen für die Behandlung von Sportunfällen an.

Die UKH macht in dieser Statistik keinen Unterschied zwischen dem Sport als Ausgleich und dem Sportstudium. Für wirksame Maßnahmen der Unfall-Prävention müssen allerdings beide Zweige getrennt betrachtet werden. Besonders bei der Organisation der Sportangebote bestehen hier grundsätzliche Unterschiede, die eine wichtige Rolle bei der Unfallverhütung spielen.
Die UKH konzentriert sich auf Präventions-Seminare und Empfehlungen zum Allgemeinen Hochschulsport.

Der Vorteil ist, dass alle auf Anfängerniveau und somit auf Augenhöhe miteinander umgehen.

Organisation des Allgemeinen Hochschulsports

In der Regel ist der Allgemeine Hochschulsport als Freizeit-, Ausgleichs- oder Breitensport angelegt. Qualität und Quantität der Sportangebote sind unterschiedlich und von der Ausstattung der einzelnen Uni bzw. Hochschule abhängig. Nicht jede Hochschule verfügt über ein sportwissenschaftliches Institut, dessen Angehörige auch den Allgemeinen Hochschulsport anbieten können.

Auch die Befähigungen und Kenntnisse der Übungsleiter und Trainerinnen sind sehr unterschiedlich, was sich maßgeblich auf das Unfallgeschehen auswirken kann.

Meist führen freiberuflich tätige Personen die Kurse und Sportstunden durch. Sie haben den direkten Kontakt zu den Sporttreibenden. Sie gestalten den Übungsbetrieb und haben Einfluss auf die Nutzung von Sportgeräten. Und: Sie müssen für die Umsetzung sicherheitsrelevanter Präventionsmaßnahmen sorgen.

Fakt ist:

Viele Verletzungen entstehen, weil Trainer*innen Gefahren falsch einschätzen, durch mangelndes Aufwärmen oder falsche bzw. ungünstige Übungen.

Geeignete Präventionsmaßnahmen und der Einsatz qualifizierter Übungsleiterinnen und Übungsleiter senken die Unfallrisiken.

Bild: © Winfried Eberhardt
Eine Gruppe Erwachsener spielt in einer Sporthalle mit einem Ball.

Qualifikation von Übungsleiter*innen

Das Spektrum der freiberuflich tätigen Übungsleiter*innen im Hochschulsport ist breit gefächert. Es erstreckt sich von ausgebildeten Sportlehrenden über lizenzierte Übungsleiter bis hin zu Studierenden, die ihr Können in ihrer favorisierten Sportdisziplin weitergeben. Eine schwere Aufgabe für diejenigen, die den Hochschulsport verantworten: Sie müssen gewährleisten, dass ausreichend qualifiziertes Personal eingesetzt wird.

Eine gute Voraussetzung für sicheres Training: Die Qualifizierungen, die man über die Landessport- oder Sportfachverbände erwirbt, erfordern regelmäßige Fortbildungen der Übungsleiter. Nur dann behalten sie ihre Lizenzen.

Die UKH empfiehlt:

  • Kontrollieren Sie die Gültigkeit der Lizenzen spätestens dann, wenn Sie die Verträge der Übungsleiter*innen verlängern.
  • Diejenigen, die verantwortlich sind für die Organisation des Hochschulsports, müssen für die Qualifizierung und Weiterbildung der Übungsleitenden sorgen. Diese sollten durch sportart-spezifisches Fachwissen, pädagogische Erfahrung und Empathie in der Lage sein, Sportsituationen so einzuschätzen, dass keine unnötigen Gefährdungen entstehen.

Kollektive Aufgabe: der Sport soll sicher und gesundheitsgerecht sein!

Gemeinsames Ziel: unfallfrei beim Hochschulsport

Alle Akteure, die bei der Organisation und Durchführung von Hochschulsport beteiligt sind, haben eine kollektive Aufgabe: der Sport soll sicher und gesundheitsgerecht sein. Das beginnt bei der Suche nach der fachlich geeigneten Person, die die Verantwortung für den gesamten Bereich trägt. Weiter geht es mit der Auswahl der qualitativ geeigneten Übungsleiter*innen und deren Aus- und Weiterbildung, und mit der Auswahl von Aufgaben, die den Leistungen der Sporttreibenden entsprechen. Die organisatorischen Rahmenbedingungen müssen im Sinne eines ständigen Veränderungsprozesses permanent überprüft und verbessert werden.

Großansicht: ine Gruppe Erwachsener nimmt an einem Seminar in einer Sporthalle teil und macht sportliche Übungen.
Bild: © Winfried Eberhardt

Das UKH Seminar für Sportsicherheit

Für Kursleitende ohne Lizenz bietet die Unfallkasse Hessen in Kooperation mit den Hochschulsportverantwortlichen der Hochschule Fulda als Qualifizierungsmaßnahme regelmäßig ein Sportsicherheits-Seminar an. Dieses Seminar ist auch zur Verlängerung der allgemeinen Übungsleiterlizenz geeignet und mit zwölf Lehreinheiten durch den Landessportbund Hessen anerkannt.

Inhalte des Seminars

  • Verantwortung und Haftung der Übungsleiterinnen und Übungsleiter
  • Versicherungsschutz der Beteiligten im Allgemeinen Hochschulsport
  • Methoden der Unfallprävention
  • sportpraktische Übungen

Die Ausbilder beginnen mit einem funktionellen Bewegungstraining, das die Aspekte der Gesundheit und Sicherheit in den Vordergrund stellt. Danach steht jeweils eine Sportart im Fokus, die in der Regel keine*r der Teilnehmenden beherrscht (beispielsweise Bogenschießen, Klettern oder Life Kinetik). Der Vorteil ist, dass alle auf Anfängerniveau und somit auf Augenhöhe miteinander umgehen. Im Rahmen dieses Seminarteils werden unter anderem sportart-spezifische Sicherheitsaspekte diskutiert. Zudem können alle Teilnehmenden zu ihren eigenen Sportdisziplinen Fragen stellen.

Dieses Seminar ist als Abrufangebot konzipiert. Bei Interesse schreiben Sie uns eine Mail an praev[at]ukh.de.

Häufige Fragen

Der Versicherungsschutz für die Studierenden ist im Wesentlichen davon abhängig, ob der Hochschulsport dem organisatorischen Verantwortungsbereich der Hochschule zuzurechnen ist. Studierende sind unter folgenden Voraussetzungen beim allgemeinen Hochschulsport gesetzlich unfallversichert: Das Sportangebot an der Hochschule muss den Charakter einer offiziellen Hochschulveranstaltung haben. Es muss von der Hochschule selbst oder einer hochschulbezogenen Institution (AStA) durchgeführt werden. Die Sportstunden/-kurse finden innerhalb des organisierten Übungsbetriebs, d. h. während der festgesetzten Zeiten und unter Leitung eines*einer bestellten Übungsleiters*Übungsleiterin statt. Alle Veranstaltungen stehen in einem wesentlichen sachlichen Zusammenhang mit den gesundheitlichen, sozialen und persönlichkeitsbezogenen Aufgaben des Hochschulsports.

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