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Letzte Änderung: 01. Dezember 2021
Sicherheit und Gesundheitsschutz für die Beschäftigten in kommunalen Bauhöfen

Typische Auslöser für Unfälle in Bauhöfen wirksam eliminieren

Das Arbeitsfeld in kommunalen Bau- und Betriebshöfen ist groß und die Tätigkeiten wechseln häufig. Dadurch gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Unfall- und Gesundheitsgefahren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie typische Auslöser für Arbeitsunfälle vermeiden können.

Typische Unfallgefahren und wie man sie verhindert

TOP 1: Stolpern, stürzen, rutschen

Die meisten Unfälle passieren, wenn Beschäftigte aus- und abrutschen, stolpern oder stürzen. Ursachen können Glatteis, nasses Laub, nasser und rutschiger Boden sowie Arbeiten am Hang sein.

Was tun? Das hilft gegen Stolper-Rutsch- und Sturzunfälle:

  • Tragen von Spikes bei Glatteis
  • rechtzeitiges Streuen von vereisten Flächen innerhalb des Bauhofs
  • Arbeiten an Hängen sollten in den Nachmittagsstunden durchgeführt werden, wenn die Oberflächen abgetrocknet sind.

TOP 2: Baumpflege und Arbeit mit dem Freischneider

An zweiter Stelle stehen Unfälle, bei denen Beschäftigte durch weggeschleuderte Dinge (Äste, Steine etc.) getroffen werden. Das passiert zum Beispiel häufig, wenn mit dem Freischneider gearbeitet wird und auch bei der Baumpflege.

Was tun? Das hilft gegen herumfliegende Teile:

Die Sicherheitsregeln zum Gebrauch von Leitern müssen unbedingt befolgt werden!

TOP 3: Sturz von der Leiter

Unfälle mit schwerwiegenden Verletzungen entstehen, wenn Beschäftigte von einer Leiter fallen. Ursache hierfür ist meist, dass Sicherheitsregeln zum Gebrauch von Leitern nicht befolgt werden. Diese sind unbedingt zu vermitteln und auch einzuhalten!

Darauf müssen Sie bei Arbeiten mit der Leiter achten:

  • Wahl der richtigen Leiter (in Bezug auf Arbeitshöhe, Bodenbeschaffenheit etc.)
  • Korrekter Anstellwinkel (65 – 75°)
  • fester Stand (die obersten drei Stufen einer Anlege- oder Schiebeleiter sind tabu)
  • Leiter ist intakt und weist keinen Verschleiß auf oder ist verformt
  • lieber die Leiter neu positionieren statt sich zu weit herüber zu lehnen

Mehr dazu in der DGUV Information 208-016 Handlungsanleitung für den Umgang mit Leitern und Tritten.

Bei lauten Tätigkeiten, immer an den Gehörschutz denken!

Typische Gesundheitsgefahren für Bau- und Betriebshofmitarbeiter*innen

Lärmende Arbeitsgeräte und Betriebsmittel

Hohe Lärmbelastung kann zu einer Lärmschwerhörigkeit führen. Beschäftigte sollten daher regelmäßig über die Gefahren durch Lärm unterwiesen werden und einen geeigneten Gehörschutz tragen (Otoplastik, Kapselgehörschutz, Ohrstöpsel). Arbeiten unter Lärm sind ein Anlass für eine arbeitsmedizinische Vorsorge nach der Arbeitsmedizinischen Vorsorgeverordnung.

Was tun? Gehörschutz kann überflüssig werden, wenn laute Geräte mit Verbrennungsmotor durch leise E-Geräte ausgetauscht werden. Das kann die Lärmbelastung für die Beschäftigten deutlich reduzieren.  

Mehr dazu in der DGUV Information 209-023 Lärm am Arbeitsplatz.

Das regelmäßige Auftragen von ausreichend Sonnenschutzmittel ist zu empfehlen.

Arbeiten unter der Sonne

Sonnenlicht kann bei langfristiger Einwirkung Hautkrebs verursachen. Die Mitarbeiter*innen von Bauhöfen sind Wind und Wetter ausgesetzt und es besteht nicht immer die Möglichkeit, für technischen (z. B. Sonnensegel) oder organisatorischen (z. B. Arbeiten außerhalb der Mittagssonne) Sonnenschutz zu sorgen.

Was tun? Beschäftigte, die im Freien arbeiten, sollten die Haut weitgehend bedeckende Kleidung und auch eine Kopfbedeckung tragen. Außerdem ist das regelmäßige Auftragen von ausreichend Sonnenschutzmittel zu empfehlen.

Mehr dazu in der DGUV Information 203-085 Arbeiten unter der Sonne.

Schwer heben und tragen

Wenn Beschäftigte häufig schwere Lasten heben oder tragen, kann es zu einer Schädigung der Bandscheiben kommen. Beurteilen kann man die Hebe- und Tragebelastung mit der Leitmerkmalmethode.

Was tun? Sinnvolle Maßnahmen sind

  • die Gewichte der Lasten verringern (z. B. Streusalz in 25 kg- anstatt in 50 kg-Gebinden)
  • Lasten mit zwei Personen tragen statt allein
  • Hebe- und Tragehilfen oder andere geeignete Arbeitsmethoden einsetzen (z. B. Streusalzsilo nutzen anstatt 50 kg-Gebinde zur Beladung von Hand).

Zeckenstiche stellen eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar.  Bild: © bluedesign, Adobe Stock

Infektionskrankheiten z. B. durch Zecken

Zecken können die Infektionskrankheiten Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Wer im „Grünen“ arbeitet, kommt unter Umständen häufig mit Zecken in Kontakt.

Was tun?

  • Gegen FSME ist eine Impfung sinnvoll, wenn die Beschäftigten in einem FSME-Risikogebiet arbeiten. Der Betriebsarzt sollte entscheiden, ob die FSME-Impfung sinnvoll ist.
  • Gegen Borreliose gibt es leider keine Impfung. Sinnvoll ist es, bei Arbeiten in Bereichen, in denen Zecken vermutet werden, vorsorglich Antizeckenmittel zu verwenden, lange Kleidung zu tragen und den Körper nach der Arbeit nach Zecken abzusuchen.

Zeckenbisse sollten unbedingt in das Verbandbuch eingetragen und beobachtet werden, auch, wenn kein Arztbesuch notwendig wurde. Wenn eine deutliche, scharf abgegrenzte Rötung (Erythema migrans) um die Stichstelle auftritt, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Häufige Fragen

Statten Sie Abfallbehälter mit einem Abfallsack aus. So kann das Ausleeren von Hand auf eine offene Ladefläche oder das Umschütten in andere Behälter unterbleiben. Der Handkontakt zu Abfällen muss unbedingt vermieden werden. Sorgen Sie dafür, dass Arbeitshandschuhe getragen werden, die der mechanischen Beanspruchung standhalten und die außen leicht zu reinigen sind. Empfohlen werden Schutzhandschuhe mit Nitril- oder Latexbeschichtung – möglichst auch am Handrücken. Passen Sie den Reinigungszyklus der Arbeits- und Warnkleidung an. Dazu ist eventuell ein weiterer Satz Kleidung/PSA erforderlich. Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz und FFP2-Atemschutz wird aktuell nicht als notwendig angesehen. Für das Aufsammeln von Müll sollten Greifer oder Zangen benutzt werden.

Lassen Sie die Teams zeitlich versetzt beginnen, ggf. sollten Sie diese vorher in kleinere Gruppen aufteilen. Die Teams betreten das Betriebsgelände erst kurz vor Arbeitsbeginn und verlassen es danach schnell wieder. Mehrere Teams sollen nicht zu Pausen oder Besprechungen aufeinandertreffen.

In den Pausen sollte der Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden. Um ein Aufeinandertreffen der Beschäftigten in Kantinen zu verhindern, stellen einige Betriebe Lunchpakete bereit.

Die Abwicklung der arbeitstäglichen Touren sollte ohne Zugang zur Disposition gewährleistet werden.

Die Nutzung der Umkleide- und Duschräume ist so zu regeln, dass sich verschiedene Teams und Gruppen nicht dort treffen. Sorgen Sie aber dafür, dass die Beschäftigten den Kleidungswechsel und das Duschen nach der Arbeit nicht nach Hause verlegen. Auch das Reinigen der Arbeitskleidung muss in jedem Fall weiterhin vom Betrieb übernommen werden.

Schwarz-/Weißtrennung unbedingt weiterhin einhalten! Nicht mit der verschmutzten Arbeitskleidung nach Hause fahren. Zeitliche Abstände zwischen Fahrzeugbesatzungen beim Aufenthalt im Schwarz-/Weiß-Bereich einführen. Duschen mit Seife ist in der jetzigen Situation weiterhin dringend zu empfehlen und der beste Schutz gegen das Virus. Zugang zu den Duschen unter Berücksichtigung der Abstandsregelungen begrenzen. Generell Abstand (min. 1,5 bis 2 Meter) voneinander halten.

Zur Vermeidung direkter Kontakte sollte die gleichzeitige Anzahl der Kund*innen auf dem Hof begrenzt werden. Erweitern Sie gegebenenfalls die Öffnungszeiten (Entzerrung) und kommunizieren diese Maßnahme. Ermöglichen Sie Abstände vor dem Kassenhäuschen; Einweiser halten Abstand zu den Einliefernden.Treffen Sie Abstandsregelungen bei der Schadstoffannahme und verdeulichen diese durch Markierungen; Kund*innen und Beschäftigte sollten sich nicht gleichzeitig im Annahmebereich aufhalten.

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