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Letzte Änderung: 27. November 2021
Informationen für Eltern zum Unfallversicherungsschutz von Schülerinnen und Schülern

Gut beschützt und gut versichert in hessischen Schulen

Die Unfallkasse Hessen (UKH) ist nicht nur „die Berufsgenossenschaft“ für erwachsene Beschäftigte. Sie ist auch die gesetzliche Unfallversicherung für Schülerinnen und Schüler in allgemein und berufsbildenden Schulen. Das bedeutet: Ihr Kind ist automatisch und ohne Anmeldung bei der UKH in der Schule gegen Unfälle versichert. Das gilt auch für alle Wege, die mit dem Schulbesuch verbunden sind. Sie als Eltern zahlen keine Beiträge für den Versicherungsschutz und für die Leistungen, die nach einem Unfall fällig sind. Die Beiträge übernehmen Land und Kommunen.

Auch sportliche Aktivitäten bei Schulausflügen sind versichert.  Bild: © UKH

Wobei ist mein Kind genau versichert?

  • beim Unterricht in der Schule
  • in unterrichtsfreien Zeiten, wenn die Schulkinder sich bis zum Beginn der nächsten Unterrichtsstunde im organisatorischen Verantwortungsbereich der Schule aufhalten
  • bei der Betreuung unmittelbar vor und nach dem Unterricht, die mit der Schule zusammen organisiert und durchgeführt wird
  • beim Schulsport in der Sporthalle, Schwimmhalle und auf sonstigen Sportstätten, auf denen schulischer Sportunterricht stattfindet
  • in den Pausen: im Klassenzimmer und auch auf dem Schulhof
  • auf allen Wegen, die zum Schulbesuch gehören, gleich, wie sie zurückgelegt werden: zu Fuß, mit Bahn und Bus, per Rad und Roller oder (als Mitfahrer*in) mit dem Auto
  • bei allen Schulausflügen und Klassenreisen und den damit verbundenen Wegen
  • bei allen schulischen Veranstaltungen und den Wegen dorthin

Versicherungsschutz im Sinne der gesetzlichen Unfallversicherung besteht immer dann, wenn die Schule die organisatorische Verantwortung für das Angebot trägt. Private Betreuung und private Treffen, um Hausaufgaben zu machen, gehören nicht dazu.

Ein Unfall in der Schule – was müssen Eltern tun?

Schulleitung und Lehrkräfte wissen bei einem Unfall, was zu tun ist. Sie leiten alles Notwendige in die Wege und informieren Sie als Erziehungsberechtigte, wenn die Verletzung schlimmer sein sollte. Wenn Erste Hilfe-Maßnahmen, zum Beispiel durch den Schulsanitätsdienst, nicht ausreichend oder erfolgversprechend sind, werden Notarzt- bzw. Rettungswagen hinzugezogen. Oder das verletzte Kind wird in eine Praxis begleitet, wenn die Situation dies erlaubt.

Unfallschutz für Schüler*innen beim Bring- und Holdienst mit dem Auto

Haben Sie selbst einen Unfall auf dem Weg zur Schule oder nach Hause, bei dem Ihr Kind verletzt wird, so suchen Sie, wenn das möglich ist, sofort eine unfallmedizinische Praxis oder Ambulanz auf (D-Arzt-Praxis, wenn bekannt). Aber auch Kinder- und Hausarztpraxen kennen das Verfahren nach einem Schulunfall. Die Unfallkasse Hessen wird sofort benachrichtigt. Bitte informieren Sie sofort die Schule über den Unfall Ihres Kindes, sie schickt uns die gesetzlich vorgeschriebene Unfallanzeige.

Sie selbst sollen sich nur um Ihr verletztes Kind kümmern. Informieren Sie die Praxis, dass es sich um einen Unfall in Zusammenhang mit der Schule handelt – alles Weitere regelt die Praxis direkt mit der Unfallkasse. Wir übernehmen sämtliche Kosten und kümmern uns bei schweren Unfällen um die bestmögliche medizinische Betreuung. Sie haben keinerlei Eigenanteile zu leisten. Verweisen Sie Ärzte/Ärztinnen und Therapeut*innen einfach an die UKH und wenden Sie sich bei Fragen direkt an uns (Telefon 069 29972-440, montags bis freitags von 7:30-18 Uhr, E-Mail an ukh[at]ukh.de).

Wir kümmern uns – medizinisch und finanziell, bei Bedarf auch ein Leben lang.

Ein Unfall mit Folgen …

in schwerer Unfall ist passiert und Sie stellen sich die Frage, wie es weitergeht – mit der Behandlung, mit der Betreuung, mit der familiären Situation … Wichtig für Sie ist: Die Unfallkasse kümmert sich von Anfang an darum, dass Ihr Kind bestmöglich versorgt wird. Medizinisch und finanziell, bei Bedarf auch ein Leben lang.

Wir …

  • übernehmen für die Unfallfolgen ohne zeitliche Begrenzung die Kosten der ärztlichen und zahnärztlichen Behandlung sowie der Krankenhausaufenthalte.  
  • erstatten die Fahrtkosten zum Arzt, die Kosten für Medikamente und Krankengymnastik sowie ggf. Pflegekosten zu Hause oder in einem Heim.
  • bieten ein speziell auf Kinder ausgerichtetes Reha-Management mit bundesweiten Netzwerken, dass Ihnen zur Seite steht und die Koordination mit Kliniken, Mediziner*innen und Therapie-Praxen übernimmt. Unsere Reha-Berater und -beraterinnen kümmern sich persönlich auch um die schulische Entwicklung Ihres Kindes.
  • zahlen nach Unfällen mit schweren gesundheitlichen Folgen Rente – bei dauerhaften Folgen ein Leben lang.
  • erstatten, wenn Sie berufstätig sind und sich nach einem Schulunfall vorübergehend zu Hause um Ihr Kind (Voraussetzung: Es ist jünger als 12 Jahre) kümmern müssen, den Verdienstausfall mit Kinderpflege-Verletztengeld. Alternativ können wir die Kosten für eine Haushaltshilfe übernehmen.

Sport in der Schule birgt ständige Gefahren …  Bild: © UKH

Unfälle sollen gar nicht erst passieren!

Damit in hessischen Schulen so wenig Unfälle wie möglich passieren, kümmert sich bei der UKH ein ganzes spezialisiertes Team um sichere und gesunde Schulen. Das Team berät die Schulträger*innen bereits bei Planung und Bau einer neuen Schule, damit schon im Vorfeld alle möglichen Gefahren innerhalb des Gebäudes, der Sporthalle und auf dem Außengelände berücksichtigt und vermieden werden. Das Präventions-Team bringt seine Expertise außerdem in zahlreichen Seminaren für Lehrkräfte und Schulleitungen ein, damit alle Lehrerinnen und Lehrer in Sachen Unfallverhütung immer auf dem neuesten Stand sind. Und auch die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsbeauftragten in den Schulen, die diese regelmäßig auf sicheren Betrieb hin überprüfen und Mängel vermerken, erhalten bei der UKH die beste Schulung für dieses Amt. Schulgebäude, Klassenzimmer sowie Aufenthaltsräume und -flächen sollen möglichst von Anfang an so geplant und gebaut werden, dass Ihrem Kind nichts zustößt.

Trotzdem ereignen sich Unfälle. Das bleibt beim Spielen und Toben und auch beim Schulsport manchmal nicht aus. Man kann auch bei bester Vorsorge nicht alle schmerzhaften Erfahrungen verhüten. Sie gehören zum Erwachsenwerden dazu und gehen in den meisten Fällen glimpflich aus. Im besten Fall lernen Kinder aus den Erfahrungen und werden dadurch sicherer. In schlimmeren Fällen ist die UKH an Ihrer Seite.

Schulträger und die Schulen selbst haben durch vorausschauendes Planen, Bauen und Organisieren des Schulalltags also einen gewissen Einfluss darauf, ob in ihrem Bereich Unfälle passieren können. Unterstützt werden sie dabei von der Unfallkasse Hessen.

Was Sie selbst tun können:

  • Sorgen Sie für ausreichend Bewegung, denn Bewegungssicherheit hilft, Unfälle zu vermeiden.
  • Achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung.
  • Helle Kleidung mit reflektierendem Material sorgt für optimale Sicherheit auf allen Wegen.
  • Die Kleidung Ihres Kindes sollte frei sein von Kordeln und Schnüren, damit es sich beim Toben und Klettern nicht stranguliert.
  • Bringen Sie Ihr Kind nicht mit dem Auto zur Schule – zu Fuß gehen, Roller oder Fahrrad fahren tragen zur Mobilitätsbildung bei und helfen, sich im Verkehr gut orientieren zu können.

Sonderfall Wegeunfälle

Die Verhütung von Wegeunfällen, die im Verkehr passieren, ist ein besonders heikles Thema, denn weder Schule noch UKH haben praktischen Einfluss darauf.

Verkehrsunfälle hinterlassen bei Schulkindern und Jugendlichen die schwersten Unfallfolgen. Zwar gibt es in der Grundschule Fahrradtrainings und auch Verkehrsunterricht gehört bei den Jüngsten, den Vorschulkindern, schon zum Standardprogramm. Und auch die Erkenntnis, dass Eltern-Taxis eher Unfälle verursachen, als Kinder zu schützen, hat sich inzwischen herumgesprochen. Trotzdem werden der UKH jedes Jahr folgenschwere Unfälle von Schülerinnen und Schülern gemeldet, meist als Mitfahrer*in im Auto der Eltern, oft auch als junge Autofahrer*innen.

Daher unser Appell: Liebe Eltern, bitte bringen Sie Ihre Kinder nur, wenn es unbedingt sein muss, mit dem Auto zur Schule. So helfen Sie mit, schwere Unfälle zu verhüten.

Bild: © UKH
Mädchen mit Helm sitzt weinend auf der Straße. Vor ihr liegt ein Fahrrad, hinter ihr steigt jemand aus einem Auto.

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