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Letzte Änderung: 27. November 2021
Informationen für Betroffene und deren Angehörige nach Amok oder Anschlag

Traumatisierendes Ereignis – was tun gegen die Hilflosigkeit?

Auf so genannte Großschadensereignisse – z. B. einen Amoklauf oder einen terroristischen Anschlag – kann man sich persönlich nicht vorbereiten. Plötzlich ist man mitten im Geschehen und wird von den Ereignissen überrollt. Verletzte, Überlebende und andere Beteiligte wissen oft gar nicht, was gerade geschieht. Viele dieser Menschen – auch, wenn sie vielleicht als vermeintlich unbeteiligte Zuschauende unverletzt bleiben – erleben ein solches Ereignis im Nachhinein als traumatisch. Wie können sie diese Erfahrung verarbeiten? Wer hilft ihnen, insbesondere Kindern und Jugendlichen und ihren Angehörigen?

Hilfe durch die UKH nach traumatisierenden Ereignissen

Die Beschäftigten des Landes Hessen und seiner Kommunen stehen genau wie Schülerinnen und Schüler, Kita-Kinder und Studierende unter dem Schutz der UKH. Wenn sich in den versicherten Betrieben und Einrichtungen ein Amoklauf oder ein Anschlag ereignet, greift der gesetzliche Unfallschutz. Dazu gehört auch die Vermittlung kompetenter Fachleute zur Bewältigung traumatischer Erfahrungen.

Wir sind auch zuständig, wenn unsere Versicherten (Angestellte, Arbeiter*innen, Schulkinder und Kita-Kinder) auf betrieblichen Veranstaltungen, Ausflügen, Klassenreisen, auch ins Ausland, von einem Großschadensereignis oder einer Krisensituation (z. B. terroristischer Anschlag) betroffen sind.

Beachten Sie auch die hilfreiche Broschüre der Unfallkasse Hessen: Traum, was tun – damit Sie sich nicht mehr so hilfslos fühlen müssen.

Das Zentrum für Trauma- und Konfliktmanagement (ZTK) in Köln unter Leitung von Dipl.-Psych. Thomas Weber stellt mit den Broschüren „Trauma – was tun?“ (eine davon speziell zum Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen) Zusammenfassungen hilfreicher Informationen zur Verfügung, um traumatisierte Menschen und deren Angehörige besser verstehen zu können.

„Die Broschüren ersetzen keinesfalls eine ggf. notwendige persönliche Fachberatung, Psychotherapie oder ärztliche Behandlung.

Dipl.-Psych. Thomas Weber und Monika Dreiner, Autorenteam der Broschüren „Trauma – was tun?“

Bild: © VRD, Adobe Stock

Ein psychisches Trauma kann grundsätzlich jeden Menschen treffen. Ein wesentliches Merkmal von traumatisierenden Situationen ist, dass sie sich plötzlich und unerwartet ereignen, sie lassen sich nicht planen, sind plötzlich einfach da, belasten sehr. In diesen Momenten scheint es, als habe jemand die Zeit angehalten. Alle vertrauten und erprobten Mittel und Wege, die bisher ausgereicht haben, um schwierige Situationen zu bewältigen, funktionieren nicht.

Entsprechend sind Angst, Ohnmacht und Hilflosigkeit die vorherrschenden Gefühle. Solche seelischen Traumata oder Psychotraumata überfordern den psychischen Bewältigungsapparat: Es gibt dann keine Strategien und Reserven, auf die die Psyche zurückgreifen kann. Das gilt insbesondere auch für Kinder und Jugendliche nach traumatisierenden Ereignissen.

„Ein Psychotrauma entsteht in einer Situation, die den psychischen Bewältigungsapparat überfordert.“

Dipl.-Psych. Thomas Weber und Dipl.-Psych. Monika Dreiner

Umgang mit Kindern und Jugendlichen nach Trauma-Erfahrung

Grundsätzlich gilt: Werden Kinder oder Jugendliche traumatisiert, ist das gesamte Lebensumfeld des Kindes oder des*der Jugendlichen betroffen, auch wenn nicht all diese Personen die traumatisierende Situation erlebt haben. Betroffene brauchen stabile Bezugspersonen. Scheuen Sie sich daher nicht, einen Fachberater*eine Fachberaterin oder für die Traumabehandlung geschulte Therapeut*innen aufzusuchen. Reaktionen und Verhalten nach einem Psychotrauma können sehr bizarr und verrückt aussehen und auch bei den Bezugspersonen zusätzliche und vermeidbare Ängste auslösen.

Achtsamkeit und kompetente Hilfe

Es hat sich gezeigt, dass traumatisierende Erfahrungen bei betroffenen Menschen ähnliche bzw. vergleichbare Beschwerden und Probleme hervorrufen können. Aber die Menschen und ihre Reaktionen unterscheiden sich trotzdem, sie sind immer individuell zu betrachten. Darum ist es sehr wichtig, dass Betroffene auf sich achten, schauen, was sie persönlich belastet, und dafür sorgen, dass sie die notwenige Unterstützung erhalten, die sie individuell und konkret benötigen.

Auch Angehörige können sich hilflos und ohnmächtig fühlen.

Was Sie als Angehörige tun können

Als Angehörige können Sie darauf achten, was der*dem Betroffenen guttut. Die Menschen geben in der Regel Signale bzw. können Ihnen sagen, welche Hilfe gerade erwünscht ist. Orientieren Sie Ihre Hilfe für die Betroffenen immer an den konkreten Bedürfnissen der*des Einzelnen. Zwingen Sie Ihre Hilfe nicht auf, wenn diese nicht gewollt wird. Bieten Sie Hilfe und Unterstützung an, ohne sich aufzudrängen. Es gibt keine allgemein gültigen Patentrezepte.

Sie fühlen sich als Angehörige hilflos?

Angehörige können ihrerseits belastet werden, z. B. durch die Veränderungen im Verhalten der vertrauten Person. Auch sie können unter Umständen spüren, dass nichts mehr so ist wie vor dem Ereignis, können sich hilflos und ohnmächtig fühlen. Auch für Angehörige ist es schwer auszuhalten, dass eine wichtige Hilfe für Betroffene darin bestehen kann, „nur“ anwesend zu sein und „nichts“ zu tun.

Beratungsstelle in der Nähe finden

Die nächste Beratungsstelle für Betroffene von Straftaten finden Sie in der Online-Datenbank von hilfe-info.de.

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