Letzte Änderung: 14. Dezember 2025

Psychologische Hilfe nach belastenden Einsätzen für Helfer*innen und Ersthelfende

Psychologische Einsatznachsorge (PEN) für Angehörige von Hilfeleistungsorganisationen

Besonders schwere und belastende Einsätze können für die Angehörigen von Hilfeleistungsunternehmen, beispielsweise in den freiwilligen Feuerwehren oder bei den Rettungsdiensten, schwerwiegende psychische Folgen nach sich ziehen. Wo finden die betroffenen Helferinnen und Helfer in diesen Fällen selbst Hilfe? Die UKH hilft den Betroffenen nach traumatischen Erlebnissen weiter, um posttraumatische Belastungen zu vermeiden.

Auch Retter*innen brauchen mal Hilfe …
Bild: © schallundschnabel

Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) direkt am Unfalltag

Notfallseelsorger*innen und Fachkräfte von Hilfeleistungsorganisationen leisten PSNV am Unfallort für Unfallopfer, Zeug*innen, Angehörige und auch für die Einsatzkräfte selbst. Bei besonders schweren Unfällen/Notfällen oder größeren Schadensereignissen können Helferinnen und Helfer überbelastet werden und ihre eignen psychosozialen Ressourcen nehmen Schaden. Weitergehende Unterstützung kann also notwendig werden. Deshalb vermittelt die UKH noch am Unfalltag erfahrene Therapeut*innen oder die Notfallseelsorge weiter, die den Betroffenen die Möglichkeit geben, das akute, belastende Ereignis zu besprechen.

Psychologische Einsatznachsorge (PEN) für die Tage danach

Mit PEN bietet die Unfallkasse Hessen den Angehörigen der hessischen Hilfeleistungsorganisationen Unterstützung durch eine strukturelle und zielführende Krisenintervention an. Ziel ist es, die Handlungsfähigkeit der Betroffenen möglichst schnell wiederherzustellen und einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) möglichst vorzubeugen. PEN schließt zeitlich an die Maßnahmen der PSNV an und soll diese keinesfalls ersetzen! Sobald Bedarf an dieser speziellen Unterstützung besteht, können Betroffene selbst oder Führungskräfte der jeweiligen Organisation die PEN bei der UKH beantragen. Die UKH vermittelt eine professionelle Krisenintervention als Einzel- oder Gruppenberatung.

Weitere Maßnahmen: Psychotherapeutisches Verfahren

Sollte über die PEN hinaus weiterer Therapiebedarf bestehen, greift das UKH Reha-Management ein und vermittelt ambulante und/oder stationäre Einzeltherapien im so genannten Psychotherapeuten-Verfahren. So wird auch eine langfristige psychologische Nachbetreuung zur Bearbeitung des Stresses nach dem belastenden Ereignis sichergestellt

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