Letzte Änderung: 24. September 2022

Psychologische Hilfe nach belastenden Einsätzen für Helfer*innen und Ersthelfende

Psychologische Einsatznachsorge (PEN) für Angehörige von Hilfeleistungsorganisationen

Besonders schwere und belastende Einsätze können für die Angehörigen von Hilfeleistungsunternehmen, beispielsweise in den freiwilligen Feuerwehren oder bei den Rettungsdiensten, schwerwiegende psychische Folgen nach sich ziehen. Wo finden die betroffenen Helferinnen und Helfer in diesen Fällen selbst Hilfe? Die UKH hilft den Betroffenen nach traumatischen Erlebnissen weiter, um posttraumatische Belastungen zu vermeiden.

Eine Grafik zeigt einen Feuerwehrmann der einen Wasserschlauch in den Händen hält mit einem aufgeregtem Gesichtsausdruck. Über dem Wasserstrahl steht "Auch Retter*innen brauchen mal Hilfe..." . Das Logo der Unfallkasse Hessen befindet sich in der oberen rechten Ecke der Grafik.
Bild: © schallundschnabel

Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) direkt am Unfalltag

Notfallseelsorger*innen und Fachkräfte von Hilfeleistungsorganisationen leisten PSNV am Unfallort für Unfallopfer, Zeug*innen, Angehörige und auch für die Einsatzkräfte selbst. Bei besonders schweren Unfällen/Notfällen oder größeren Schadensereignissen können Helferinnen und Helfer überbelastet werden und ihre eignen psychosozialen Ressourcen nehmen Schaden. Weitergehende Unterstützung kann also notwendig werden. Deshalb vermittelt die UKH noch am Unfalltag erfahrene Therapeut*innen oder die Notfallseelsorge weiter, die den Betroffenen die Möglichkeit geben, das akute, belastende Ereignis zu besprechen.

Psychologische Einsatznachsorge (PEN) für die Tage danach

Mit PEN bietet die Unfallkasse Hessen den Angehörigen der hessischen Hilfeleistungsorganisationen Unterstützung durch eine strukturelle und zielführende Krisenintervention an. Ziel ist es, die Handlungsfähigkeit der Betroffenen möglichst schnell wiederherzustellen und einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) möglichst vorzubeugen. PEN schließt zeitlich an die Maßnahmen der PSNV an und soll diese keinesfalls ersetzen! Sobald Bedarf an dieser speziellen Unterstützung besteht, können Betroffene selbst oder Führungskräfte der jeweiligen Organisation die PEN bei der UKH beantragen. Die UKH vermittelt eine professionelle Krisenintervention als Einzel- oder Gruppenberatung.

Weitere Maßnahmen: Psychotherapeutisches Verfahren

Sollte über die PEN hinaus weiterer Therapiebedarf bestehen, greift das UKH Reha-Management ein und vermittelt ambulante und/oder stationäre Einzeltherapien im so genannten Psychotherapeuten-Verfahren. So wird auch eine langfristige psychologische Nachbetreuung zur Bearbeitung des Stresses nach dem belastenden Ereignis sichergestellt

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Eine weinenden Frau wird von einer anderen Frau getröstet.
Verschwommenes Bild von drei Einsatzkräften, die an einem Feuerwehrwagen vorbeilaufen.
Das Wort „Stress“ wurde mit Bleistift auf ein Blatt Papier geschrieben, dann teilweise ausradiert. Ein Bleistift mit einem Radiergummi am Ende liegt auf dem Papier. Beim Radiervorgang entstandener Dreck wurde nicht entfernt.

Weitere Medien

  • Detailseite: UKH Broschüre – Psychologische Einsatznachsorge (PEN)

    UKH Broschüre

    Psychologische Einsatznachsorge (PEN)

    Ein Angebot der Unfallkasse Hessen für die Angehörigen von Hilfeleistungsorganisationen

  • Detailseite: DGUV Informationen – Gut vorbereitet für den Ernstfall – Mit traumatischen Ereignissen im Betrieb umgehen

    DGUV Informationen

    Gut vorbereitet für den Ernstfall – Mit traumatischen Ereignissen im Betrieb umgehen

    DGUV Information 206-017

  • NEU
    Detailseite: DGUV Informationen – Traumatisierende Ereignisse in Gesundheitsberufen

    DGUV Informationen

    Traumatisierende Ereignisse in Gesundheitsberufen

    DGUV Information 207-012

  • Detailseite: DGUV Vorschriften, Regeln und Grundsätze – Traumatische Ereignisse – Prävention und Rehabiliation

    DGUV Vorschriften, Regeln und Grundsätze

    Traumatische Ereignisse – Prävention und Rehabiliation

    DGUV Grundsatz 306-001

  • Detailseite: UKH Broschüre – Trauma – was tun? Damit Sie sich nicht mehr so hilflos fühlen müssen.

    UKH Broschüre

    Trauma – was tun? Damit Sie sich nicht mehr so hilflos fühlen müssen.

    Informationen für akut betroffene Menschen und deren Angehörige

  • Detailseite: UKH Broschüre – Trauma – was tun? Damit Sie sich nicht mehr so hilflos fühlen müssen.

    UKH Broschüre

    Trauma – was tun? Damit Sie sich nicht mehr so hilflos fühlen müssen.

    Information für alle, die mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen zu tun haben

  • Detailseite: DGUV Informationen – Standards in der betrieblichen psychologischen Erstbetreuung (BpE) bei traumatischen Ereignissen

    DGUV Informationen

    Standards in der betrieblichen psychologischen Erstbetreuung (BpE) bei traumatischen Ereignissen

    DGUV Information 206-023