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Letzte Änderung: 19. November 2021
Informationen für Eltern zum Unfallversicherungsschutz von Kita-Kindern

Gut behütet und gut versichert in Kindertageseinrichtungen

Die Unfallkasse Hessen (UKH) ist nicht nur „die Berufsgenossenschaft“ für erwachsene Beschäftigte. Sie ist auch die gesetzliche Unfallversicherung für Kinder in Tageseinrichtungen (Krippe, Kindergarten, Kita, bei anerkannten Tagespflegepersonen, Hort). Das bedeutet im Klartext: Ihr Kind ist automatisch und ohne Anmeldung in der Kita gegen Unfälle versichert. Das gilt auch für alle Wege, die mit dem Kita-Besuch verbunden sind. Sie als Eltern zahlen keine Beiträge für den Versicherungsschutz und für die Maßnahmen, die nach einem Unfall geleistet werden. Die Beiträge übernehmen Land, Städte und Gemeinden.

Wobei ist mein Kind genau versichert?

  • in der Kita selbst
  • auf dem Außengelände
  • auf allen Wegen, ganz gleich, wie sie zurückgelegt werden: zu Fuß, mit Bahn und Bus, per Rad und Roller oder mit dem Auto
  • bei allen Kita-Ausflügen und damit verbundenen Wegen
  • bei allen Kita-Veranstaltungen und den Wegen dorthin

Ein Unfall in der Kita – was muss ich tun?

Die Kita-Leitung weiß bei einem Unfall, was zu tun ist. Sie leitet alles Notwendige in die Wege und informiert die Erziehungsberechtigten, wenn die Verletzung schlimmer sein sollte. Wenn Erste Hilfe-Maßnahmen nicht ausreichend oder erfolgversprechend sind, werden Notarzt- bzw. Rettungswagen hinzugezogen.

Haben Sie einen Unfall auf dem Weg zur Kita oder nach Hause, bei dem Ihr Kind verletzt wird, so suchen Sie, wenn das möglich ist, sofort eine unfallmedizinische Praxis oder Ambulanz auf (D-Arzt-Praxis, wenn bekannt). Aber auch Kinder- und Hausarztpraxen kennen das Verfahren nach einem Kita-Unfall.

Eine Liste der D-Arzt-Praxen finden Sie hier.

Sie selbst müssen sich nur um Ihr verletztes Kind kümmern. Informieren Sie die Praxis, dass es sich um einen Kita-Unfall handelt – alles Weitere regelt die Praxis direkt mit der Unfallkasse. Wir übernehmen sämtliche Kosten und kümmern uns bei schweren Unfällen um die bestmögliche medizinische Betreuung. Sie haben keinerlei Eigenanteile zu leisten. Verweisen Sie Ärzte/Ärztinnen und Therapeut*innen einfach an die UKH und wenden Sie sich bei Fragen direkt an uns (Telefon 069 29972-440, montags bis freitags von 7:30-18 Uhr, ukh[at]ukh.de).

Verletzt sich ihr Kind, weil Sie es auf dem Weg zur Kita schnell noch in den Einkaufsmarkt mitnehmen, so besteht kein Unfallschutz bei der UKH. Private Besorgungen sind nicht versichert.

Kleine Unfälle gehen meist glimpflich aus.  Bild: © pictonaut, Adobe Stock

Ein Unfall mit Folgen …

Ein schwerer Unfall ist passiert und Sie stellen sich die Frage, wie es weitergeht – mit der Behandlung, mit der Betreuung, mit der familiären Situation … Die Unfallkasse kümmert sich von Anfang an darum, dass Ihr Kind bestmöglich versorgt wird. Und das ein Leben lang.

Wir …

  • übernehmen für die Unfallfolgen ohne zeitliche Begrenzung die Kosten der ärztlichen und zahnärztlichen Behandlung sowie der Krankenhausaufenthalte.  
  • erstatten die Fahrtkosten zur Praxis, die Kosten für Medikamente und Krankengymnastik sowie ggf. Pflegekosten zu Hause oder in einem Heim.
  • bieten ein speziell auf Kinder ausgerichtetes Reha-Management mit bundesweiten Netzwerken, dass Ihnen zur Seite steht und die Koordination mit Kliniken, Mediziner*innen und Therapie-Praxen übernimmt. Es kümmert sich auch um die schulische Entwicklung Ihres Kindes.
  • zahlen nach Unfällen mit schweren gesundheitlichen Folgen Rente – bei dauerhaften Folgen ein Leben lang.
  • erstatten, wenn Sie berufstätig sind und sich nach einem Kindergartenunfall vorübergehend zu Hause um Ihr Kind (Voraussetzung: Es ist jünger als 12 Jahre) kümmern müssen, den Verdienstausfall mit Kinderpflege/Verletztengeld. Gegebenenfalls haben Sie Anspruch auf eine Hilfe im Haushalt.
Unser spezialisiertes Team berät Land, Städte und Kommunen bereits bei Planung und Bau einer neuen Kita.

Unfälle sollen gar nicht erst passieren!

Damit in Kitas und Schulen so wenig Unfälle wie möglich passieren, kümmert sich bei der UKH ein ganzes spezialisiertes Team um die sichere und gesunde Betreuung der Kinder. Das Team berät Land, Städte und Kommunen bereits bei Planung und Bau einer neuen Kita, damit schon im Vorfeld alle möglichen Gefahren innerhalb des Gebäudes und auf dem Außengelände berücksichtigt und vermieden werden. Das Präventions-Team bringt seine Expertise außerdem in zahlreichen Seminaren für Kita-Personal und Kita-Leitung ein, damit alle Erzieher*innen in Sachen Unfallverhütung immer auf dem neuesten Stand sind.

Und auch die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsbeauftragten der Kitas, die die Einrichtungen regelmäßig auf sicheren Betrieb hin überprüfen und Mängel vermerken, erhalten bei der UKH die beste Schulung für dieses Amt. Technik, Ausstattung und Organisation der Kita sollen sicherstellen, dass Ihrem Kind hier nichts zustößt.

Trotzdem ereignen sich Unfälle, das bleibt beim Spielen und Toben, meist in größeren Gruppen, nicht aus. Man kann auch bei bester Vorsorge nicht alle schmerzhaften Erfahrungen verhüten. Sie gehören zum Erwachsenwerden dazu und gehen in den meisten Fällen glimpflich aus. Im besten Fall lernen Kinder aus den Erfahrungen und werden dadurch sicherer.

Kitaträger und Kitas selbst haben durch vorausschauendes Planen, Bauen und Organisieren des Kita-Alltags also einen gewissen Einfluss darauf, ob in ihrem Bereich Unfälle passieren können. Unterstützt werden sie von der Unfallkasse Hessen.


Was Sie selbst tun können:

  • Sorgen Sie für ausreichend Bewegung, denn Bewegungssicherheit hilft, Unfälle zu vermeiden.
  • Achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung.
  • Helle Kleidung mit reflektierendem Material sorgt für optimale Sicherheit auf allen Wegen.
  • Die Kleidung Ihres Kindes sollte frei sein von Kordeln und Schnüren, damit es sich beim Spielen und Klettern nicht stranguliert.
  • Bringen Sie Ihr Kind nicht mit dem Auto in die Kita – zu Fuß gehen oder Laufrad/Fahrrad fahren schult die Verkehrssicherheit und hilft, sich später im Verkehr gut orientieren zu können.

Sie selbst sind auch versichert!

Arbeiten Sie im Homeoffice (mobiles Arbeiten, remote work) und bringen ihr Kind morgens zur Kita oder holen es am Nachmittag wieder, dann stehen Sie bei diesen Wegstrecken auch unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Bitte kein Elterntaxi!

Die Verhütung von Wegeunfällen, die im Verkehr passieren, ist ein besonders heikles Thema, denn weder Kita noch UKH haben praktischen Einfluss darauf. Verkehrsunfälle hinterlassen die schwersten Unfallfolgen bei Kita-Kindern. Zwar werden die Vorschulkinder in der Kita gewissenhaft auf die Verkehrsteilnahme und ihren Schulweg vorbereitet. Und auch die Erkenntnis, dass Eltern-Taxis eher Unfälle verursachen, als Kinder zu schützen, hat sich inzwischen herumgesprochen. Trotzdem werden der UKH jedes Jahr folgenschwere Unfälle von Kita-Kindern gemeldet, meist als Mitfahrer*in im Auto der Eltern.

Wir appellieren daher an die Eltern, ihre Kinder nach Möglichkeit unmotorisiert – also nicht mit dem Auto, Motorrad oder Motorroller – zu bringen und abzuholen, wann immer es eben geht.

Bild: © DrUGO_1.0, Adobe Stock
Ein Kind geht an der Hand eines Erwachsenen über die Straße.

Häufige Fragen

Ja, die Kinder sind im Fahrzeug von Eltern, Kita-Personal oder Sport-Fahrdienst versichert. Voraussetzung sollte sein, dass die Eltern der transportierten Kinder vorher ihr schriftliches Einverständnis erteilen. Kita und Träger müssen sich abstimmen, welche Fahrer*innen eingesetzt werden sollen; sie sind schriftlich zu beauftragen. Dann sind sie ebenfalls über die UKH versichert. Die Kinder müssen entsprechend den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung gesichert werden. Dazu gehören geeignete Kindersitze und Sicherheitsgurte. Die UKH ist nicht zuständig für Schäden, die ggf. an einem Transportfahrzeug entstehen.

Kinder dürfen nicht zur Betreuung kommen, wenn sie selbst oder Angehörige des gleichen Hausstands Krankheitssymptome aufweisen. Auch Covid-19 ähnliche Symptome, die bspw. durch Allergien oder Erkältung ausgelöst werden können, sollten vor dem Kita-Besuch abgeklärt sein. Die betroffenen Kinder dürfen bis zur Abklärung nicht betreut werden. Dies gilt auch, wenn sie in Kontakt zu infizierten Personen stehen oder seit dem Kontakt mit infizierten Personen noch keine 14 Tage vergangen sind. Für Kinder, deren Eltern berufsbedingt in Kontakt mit Infizierten kommen (Gesundheitsvorsorge), gilt dieses Verbot nicht! Die aktuellen Vorgaben des Robert-Koch-Instituts zur Rückkehr aus (Hoch-)Risikogebieten und entsprechende Vorschriften des hessischen Sozialministeriums sind unbedingt zu beachten. Ordnungswidrig handelt, wer diese Vorgaben nicht beachtet.

Die Kinder sind auf allen direkten, unmittelbaren Wegen zur Betreuung oder von dort nach Hause gesetzlich versichert. Nach neuester Rechtsprechung sind Sie auch als Eltern auf diesen Wegen versichert, wenn Sie die Wege aus dem Homeoffice antreten und die Wege direkt und unmittelbar sind. Private Erledigungen sind nicht versichert.

Die betreuende Tagespflegeperson muss besonders geeignet sein! Diese Feststellung trifft der Träger der öffentlichen Jugendhilfe (Jugendamt). Die Eignung der Tagespflegeperson ist Voraussetzung für den gesetzlichen Versicherungsschutz der betreuten Kinder. Die Kinder sind also nur dann versichert, wenn die Tagespflegeperson eine Pflegeerlaubnis des Jugendamtes hat bzw. diese beantragt hat. Zur Prüfung des Versicherungsschutzes muss eine Kopie der Pflegeerlaubnis angefordert werden. Aber Achtung: Kinder in privat organisierter Tagespflege sind nicht gesetzlich unfallversichert! Und: Der Versicherungsschutz besteht nur bei der Betreuung fremder Kinder! Die eigenen Kinder der Tagespflegeperson fallen nicht unter den Unfallschutz. Unerheblich ist dagegen, ob die versicherte Betreuung im Haushalt der Eltern des Kindes stattfindet. Der Begriff der Betreuung schließt angesichts des Alters der betreuten Kinder (bis 3 Jahre) alle Tätigkeiten des Kindes in dieser Zeit ein.