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Letzte Änderung: 21. Mai 2022

Online-Tool für sicheren Umgang in Unternehmen mit krebserzeugenden Gefahrstoffen

GDA Gefahrstoff-Check hilft Gefährdungen durch krebserzeugende Gefahrstoffe zu erkennen und einzudämmen

Jährlich sterben in Deutschland mehr als 1.500 Menschen an den Folgen einer berufsbedingten Krebserkrankung. Der neu entwickelte Gefahrstoff-Check der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) ist das Mittel der Wahl, das es Unternehmen ermöglicht, Gefährdungen durch krebserzeugende Gefahrstoffe am Arbeitsplatz rechtzeitig zu erkennen und wirksame Schutzmaßnahmen zu treffen.

Für welche Betriebe ist der GDA Gefahrstoff-Check geeignet?

Der GDA Gefahrstoff-Check ist ein Angebot, das sich an alle richtet, die im Unternehmen am Arbeitsschutz mitwirken. Ziel ist es, vorausschauend und effektiv die Gefährdungen für die Beschäftigten durch krebserzeugende Gefahrstoffe am Arbeitsplatz zu erkennen und dann wirkungsvolle Schutzmaßnahmen zu treffen. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen werden so mit Hilfe der Selbsteinschätzung beim Einstieg in die Gefährdungsbeurteilung unterstützt.

Ob Dieselmotoremissionen, Hartholzstäube bei der Holzverarbeitung oder der Umgang mit bestimmten Zytostatika oder Formaldehyd – in vielen Mitgliedsbetrieben der Unfallkasse Hessen können unterschiedliche krebserzeugende Gefahrstoffe eine Rolle spielen.

Daher möchten wir Sie als Ihr Unfallversicherungsträger für dieses sehr wichtige Thema sensibilisieren und Sie zur Nutzung des niederschwelligen GDA Gefahrstoff-Checks motivieren. Durch Ihre Selbsteinschätzung können Sie dabei helfen, berufsbedingte Krebserkrankungen zu reduzieren!

Die Bearbeitungsdauer aller Bausteine beträgt zusammen etwa 60-90 Minuten.

Bild: © Canva

Wie funktioniert der GDA Gefahrstoff-Check?

Der Gefahrstoffcheck ist über www.gda-gefahrstoff-check.de aufrufbar.

Mithilfe von neun themenspezifischen Bausteinen werden vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung Schritt für Schritt unterstützt:

  1. Einstieg (Inhalt: Einführung in die Themen krebserzeugende Gefahrstoffe und Gefährdungsbeurteilung)
  2. Informationsermittlung (Inhalt: Informationsquellen zu den gefährlichen Eigenschaften krebserzeugender Gefahrstoffe)
  3. Exposition (Inhalt: Ermittlung von Gefahren, bspw. durch inhalative oder dermale Aufnahme krebserzeugender Gefahrstoffe)
  4. Expositionshöhe (Inhalt: Einschätzung der Belastungshöhe durch krebserzeugende Gefahrstoffe)
  5. Schutzmaßnahmen (Inhalt: Umsetzung besonderer Schutzmaßnahmen beim Umgang mit krebserzeugenden Gefahrstoffen)
  6. Unterweisung/Betriebsanweisung (Inhalt: Regelmäßige Unterweisung von Beschäftigten über Tätigkeiten mit krebserzeugenden Gefahrstoffen)
  7. Vorsorge/Sifa (Inhalt: Organisation der arbeitsmedizinischen Vorsorge und der sicherheitstechnischen Betreuung im Betrieb)
  8. Expositionsverzeichnis (Inhalt: Notwendigkeit zur Führung eines Expositionsverzeichnisses)
  9. Dokumentation (Inhalt: Allgemein und zusätzlich geltende Informations- und Dokumentationspflichten beim Umgang mit krebserzeugenden Gefahrstoffen)  

Jeder Baustein beinhaltet drei bis fünf Fragen, die nach dem Ampelprinzip beantwortet werden können: Anforderungen nicht erfüllt (rot), teilweise erfüllt (gelb) oder erfüllt (grün). Durch diese Selbsteinschätzung wird ermittelt, ob in einem Betrieb in bestimmten Bereichen ein individueller, arbeitsschutzrelevanter Handlungsbedarf bei Tätigkeiten mit krebserzeugenden Gefahrstoffen vorliegt. In Abhängigkeit von der verwendeten Version des GDA Gefahrstoff-Checks werden die entsprechenden Fragen in unterschiedlicher Tiefe erläutert. Die Bearbeitungsdauer aller Bausteine beträgt zusammen etwa 60-90 Minuten. Selbstverständlich können auch nur einzelne Bausteine bearbeitet werden.

Neben dem ausführlichen Online-Tool steht eine gekürzte Fassung als Broschüre sowie ein barrierearmes PDF zum Download zur Verfügung.

Die Online-Version bietet unter der Rubrik: „Was ist damit gemeint?“ für jeden Baustein ausführliche Erläuterungen.

Vorteile des Online-Tools – ausführlicher und viele Unterstützungsfunktionen

Hier geht's direkt zur Online-Fassung, die erweiterte Möglichkeiten bietet, z. B.:

  • Unterstützung: bei der Ableitung von Aufgaben und Maßnahmen durch eine kompakte Übersicht des Check-Ergebnisses (auch downloadbar als PDF-Report)
  • Hilfestellung: ausführliches Glossar mit Erläuterungen von Fachbegriffen
  • Datenschutz: geschütztes Speichern der Ergebnisse auf dem Rechner

Darüber hinaus bietet die Online-Version für jeden Baustein unter der Rubrik: „Was ist damit gemeint?“ ausführliche Erläuterungen zu den branchenübergreifenden Anforderungen, die sich aus den Pflichten der Gefahrstoffverordnung ergeben.

Für bestimmte Tätigkeiten, Arbeitsverfahren oder Branchen werden konkrete Maßnahmen unter: „Was ist zu tun?“ beispielhaft beschrieben, z. B. auch, wann Kontakt zur staatlichen Arbeitsschutzbehörde aufgenommen werden muss.

Weiteres Benefit: Links zu weiterführenden Informationen und nützlichen, praxisbezogenen Arbeitshilfen für nahezu alle Branchen für jeden Baustein des GDA-Gefahrstoffchecks.

Logo GDA Gefahrstoff-Check "Gesundheit schützen – aktiv handeln!"
Bild: © GDA Gefahrstoff-Check

Welchen Nutzen hat der GDA Gefahrstoff-Check?

Der GDA Gefahrstoff-Check

  • hilft den Unternehmerinnen und Unternehmern, die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen,
  • bietet die Möglichkeit, Handlungsbedarf zu erkennen,
  • hilft insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen, anhand von neun Bausteinen selbst zu prüfen und zu bewerten, wie gut sie die Gefährdungsbeurteilung umgesetzt haben,
  • hilft, die Gefährdungsbeurteilung schrittweise durchzuführen, zu vervollständigen, zu verbessern oder zu aktualisieren,
  • vermittelt leicht verständlich und kompakt mit Hilfe von konkreten Hinweisen die besonderen Pflichten und Maßnahmen der Unternehmensleitung,
  • bietet eine Übersicht branchenspezifischer Praxishilfen,
  • hilft, der betrieblichen Verantwortung nachzukommen und gesetzliche Vorgaben zu Sicherheit und Gesundheit systematisch einzuhalten,
  • vermittelt auch Beschäftigten und deren Vertretungen (zum Beispiel Betriebs- oder Personalräten) Wissen, um sie zu sensibilisieren, aber auch, um sie einzubinden und ihre Erfahrungen aktiv zu nutzen.

Ist Krebsprävention heute überhaupt noch notwendig?

Auch wenn die Arbeitsbedingungen und der Einsatz von Gefahrstoffen viel sicherer geworden sind: Beschäftigte davor zu schützen, berufsbedingt an Krebs zu erkranken, stellt immer noch eine zentrale Herausforderung an Unternehmen. Wenn Beschäftigte krebserzeugenden Gefahrstoffen ausgesetzt waren (Exposition), zeigen sich die Folgen häufig erst viele Jahre später.

Ein Großteil der berufsbedingten Krebserkrankungen, die heute in Deutschland diagnostiziert werden, ist auf den Umgang mit Asbest zurückzuführen, der oft Jahrzehnte zurückliegt. Aber auch heute sind noch häufig krebserzeugende Gefahrstoffe an Arbeitsplätzen vorhanden.

Bei den betroffenen Arbeitnehmer*innen und ihren Angehörigen verursachen diese Krebserkrankungen großes Leid. Mit dem Arbeitsprogramm „Sicherer Umgang mit krebserzeugenden Gefahrstoffen“ wollen die Träger der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) ein starkes Zeichen gegen diese Erkrankungen setzen und die Beschäftigten nachhaltig schützen.

Der GDA Gefahrstoff-Check wurde von Unfallkassen und Berufsgenossenschaften erarbeitet. Neben der Unterstützung der Unternehmen bei der Beurteilung der Tätigkeiten mit krebserzeugenden Gefahrstoffen, dient dieses Werkzeug auch als Hilfsmittel für die Aufsichtsbeamtinnen und Aufsichtsbeamten der Länder und für die Aufsichtspersonen von Unfallkassen und Berufsgenossenschaften, die die Betriebe bei diesem Arbeitsprogramm aktiv begleiten.

Häufige Fragen

Da bei der Lagerung von Desinfektionsmitteln auf alkoholischer Basis und auch bei der Flächendesinfektion Brand- und Explositionsgefahr besteht, sind die gesetzlichen Anforderungen für Gefahrstoffe anzuwenden.

Grundsätzlich gilt für die Lagerung von Gefahrstoffen: nur so geringe Mengen wie möglich vorhalten, alles nach Vorschrift kennzeichnen (um Verwechslungen auszuschließen), Gefahrstoffe vor dem Zugriff Unbefugter schützen, Lagerraum mit ausreichender Lüftung vorhalten.

Flüssige Desinfektionsmittel müssen zusätzlich in Auffangwannen gelagert werden. Achtung: Das Umfüllen von Desinfektionsmitteln in Seifenspender ist verboten! Weiter Infos

Sowohl die Gefahrstoffverordnung als auch die DGUV Vorschrift 1 schließen Studierende in die Pflicht der Hochschule ein, für den erforderlichen Schutz zu sorgen. Somit gelten dieselben Vorschriften. Wichtig: Das gleiche Schutzziel kann aber durchaus mit unterschiedlichen Schutzmaßnahmen erreicht werden, wenn unterschiedliche Expositionsrisiken vorliegen (Art, Intensität, Dauer der Exposition).

Leisten Studierende ein Praktikum – unabhängig davon, ob es in der Studienordnung vorgesehen ist oder nicht – so sind sie auch in dieser Zeit unfallversichert. Allerdings ändert sich im Regelfall die Zuständigkeit des Unfallversicherungsträgers. Zuständig für Schutz und Leistungen ist für diese Zeit des Praktikums die Berufsgenossenschaft bzw. die Unfallkasse des Praktikumsbetriebs.

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