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Letzte Änderung: 02. Juli 2022

Hessischer Bewegungscheck für Schülerinnen und Schüler der 3. Klassen

Mehr Bewegung in die Schulen mit Motorik-Tests und zielgerichteten Sport-Angeboten

Schon in den 70er und 80er Jahren gab es ein Plädoyer für mehr Bewegung in allen Lebenslagen, besonders aber bei Kindern und Jugendlichen. Seit vielen Jahrzehnten ist es wissenschaftlich erwiesen: Kinder bewegen sich zu wenig. Zu wenig Bewegungserfahrung kann krank machen und auch dazu führen, dass mehr Unfälle passieren – und diese Unfälle ziehen schwerere Folgen nach sich als bei bewegungserprobten Schülerinnen und Schülern. Der Hessische Bewegungscheck sorgt ab sofort dafür, dass etwaige motorische Defizite bei Drittklässlern systematisch entdeckt werden. Mit regionalen Sport- und Bewegungsangeboten will man gezielt gemeinsam gegensteuern.

Der Hessische Bewegungscheck sorgt dafür, dass etwaige motorische Defizite bei Drittklässlern systematisch entdeckt werden.  Bild: © Angelika Stehle

Landesprogramm „Sportland Hessen bewegt“

„Sportland Hessen bewegt“ ist eine hessische Landesstrategie zur Stärkung der Bewegungsförderung. 2017 haben sie das Hessische Ministerium des Innern und für Sport (HMDiS) und der Landessportbund Hessen (LSBH) mit dem Ziel initiiert, alle drei Lebensphasen vom Kindes- bis ins hohe Lebensalter dabei zu berücksichtigen.

HMDiS und LSBH sehen im Themenfeld „Sport und Gesundheit“ einen Schwerpunkt der Sportentwicklung in Hessen. Mit dem „Hessischen Bewegungscheck“ und der Initiative „Sportland Hessen bewegt“ sollen Sport und Gesundheit gemeinsam zukunftsorientiert entwickelt werden.

Die Schwerpunkte des Programms sind:

  • das öffentliche Bewusstsein zu schärfen,
  • Angebotsstrukturen auszubauen,
  • die Qualität der Angebote zu sichern und kontinuierlich zu verbessern,
  • einen Beitrag zur Vernetzung vieler gesundheitsfördernder Bemühungen in Hessen zu leisten.

Hessischer Bewegungscheck

Der Hessische Bewegungscheck, der sukzessive landesweit eingeführt wird, testet die grundlegenden motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe drei (z. B. Fangen, Sprint, Werfen, Balancieren usw.). Er wird von qualifiziertem Personal des jeweils zuständigen Sportkreises durchgeführt. Hessenweit absolvieren Drittklässler dann während des Sportunterrichts einen Parcours aus zwölf Aufgaben.

Helfer*innen der den Schulen zugehörigen Sportkreise und andere Fachleute sammeln und dokumentieren die Ergebnisse und übermitteln diese anonym zur Auswertung an die Johann-Wolfgang-Goethe-Universität (JWG) in Frankfurt. Das Gesamt-Testergebnis der jeweiligen Schulklasse wird den Eltern mittels Elternbrief zurückgemeldet. Der zugehörige Sportkreis empfiehlt auf der Basis des Ergebnisses die passenden Angebote eines oder mehrerer örtlichen Sportvereine passgenau für die Bedarfe der Kinder – vor Ort, ganz wohnungsnah.

Die Rolle der Unfallkasse Hessen beim Hessischen Bewegungscheck

Die Unfallkasse Hessen (UKH) hat den gesetzlichen Auftrag, Sicherheit und Gesundheit in hessischen Schulen zu fördern. Kindern und Jugendlichen Spaß am Sport zu vermitteln ist die beste Voraussetzung, um sie für Bewegung zu begeistern und somit ihre Gesundheit zu fördern.

Seit Jahren initiieren und unterstützen wir daher Projekte zur Bewegungsförderung in Schulen, weil:

  • … wir um die Zusammenhänge zwischen den mangelnden motorischen Fähigkeiten der Kinder und deren Unfällen wissen.
  • … wir ableiten können, dass Kinder, die sich gut bewegen können, weniger schwere Unfälle haben.

Darum unterstützen wir als gesetzliche Schülerunfallversicherung den „Hessischen Bewegungscheck“ als eine Maßnahme des Bausteins „Gesund aufwachsen“.

Bild: © Angelika Stehle

Brückenschlag zwischen Schule und Sportverein – plus Unfallschutz!

Nach wie vor unterstützt die Landesregierung Kooperationen von Schulen und Sportvereinen, die breiten- und freizeitsportliche Angebote im Rahmen schulischer Nachmittagsbetreuung fördern. Die Sportvereine bilden den notwendigen Brückenschlag für die qualitative Ausgestaltung des Ganztags zwischen Schule und Sport. Die Schule übernimmt gleichzeitig mehr Verantwortung für ausreichende Bewegungs- und Sportaktivitäten. Viele Ganztagsangebote ergeben sich durch das besondere Zusammenwirken von Schule, Eltern und Verein.

Übrigens: Der gesetzliche Unfallschutz der Unfallkasse Hessen umfasst auch die Ganztagsbetreuung!

Die hessenweite Einführung des Hessischen Bewegungschecks wird von der BARMER Hessen und der Unfallkasse Hessen unterstützt.

Hessens Sportminister Peter Beuth dribbelt geschickt durch eine der 12 Parcours-Stationen.  Bild: © Angelika Stehle

Startschuss für den Hessischen Bewegungscheck am 3. November 2021

Neben Sportminister Peter Beuth und Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz waren auch Vertreter*innen der Unfallkasse Hessen und der BARMER Hessen als Kooperationspartner in der Aartalhalle (Sonnenschule in Taunusstein-Neuhof) zugegen. Die sukzessive hessenweite Einführung des von der JWG-Universität entwickelten Hessischen Bewegungschecks wird von der BARMER Hessen und der Unfallkasse Hessen unterstützt.

Professor Dr. Christopher Heim von JWG-Universität stellte die zwölf Stationen des Parcours vor. Beide Minister trauten sich auch die eine oder andere sportliche Herausforderung zu. Und einige Dutzend begeisterte Drittklässler konnten dann zeigen, welche motorischen Fähigkeiten in ihnen steckten – oder welche vielleicht noch optimiert werden könnten.

Michael Sauer
Michael Sauer, Geschäftsführer der Unfallkasse Hessen

Michael Sauer, Geschäftsführer der Unfallkasse Hessen, betonte die Bedeutung des neuen Programms:

„Wir als Unfallkasse Hessen kennen die Zusammenhänge ziemlich genau zwischen den immer schlechter werdenden motorischen Fähigkeiten der Kinder und ihren Schulunfällen. Der Hessische Bewegungscheck liegt uns deshalb sehr am Herzen. Denn wichtiger denn je ist jetzt die IST-Analyse der motorischen Fähigkeiten der Kinder auf Grundlage des Motorik-Tests.

Die direkt daraus resultierenden Empfehlungen für Bewegungsangebote in Sportvereinen, die später im gesamten Sportland Hessen umgesetzt werden sollen, bilden den Mehrwert des Bewegungschecks. Er wird auf diese Weise zu mehr Sportaktivität bei unseren Kindern führen. Und mehr Bewegung steigert nicht nur die kognitive Leistungsfähigkeit und die Persönlichkeitsentwicklung, sondern erhöht auch die Bewegungs- und Risikokompetenz.“

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